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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Arbeit: 25 Stunden pro Woche tun es auch

Das Thema kürzere Arbeitszeiten bewegt immer mehr Unternehmen. Einerseits, weil immer mehr Angestellte sich wünschen, mehr Zeit für den Teil ihres Lebens jenseits der Arbeit zu haben. Aber auch, weil kürzere Arbeitszeiten häufig mit einer starken Motivationsverbesserung in der Belegschaft und besserer Produktivität einhergehen. Die Bielefelder Digital-Agentur Rheingans experimentiert seit einiger Zeit mit einer 25-Stunden-Woche - und die Idee scheint aufzugehen. Mehr Fokus bei der Arbeit, weniger Ablenkungen, eine klare Ausrichtung auf das, was gerade zu tun ist - so gelingt es den Mitarbeitern, das Tagesgeschäft in deutlich weniger Zeit zu bewältigen. "Wenn du ausgeruhte Mitarbeiter hast, die Bock haben zu arbeiten, die aber auch genug Zeit für sich selbst haben, dann ist das Ergebnis der Arbeit deutlich besser", so Agenturgründer Lasse Rheingans. Er legt Wert darauf, dass seine Mitarbeiter nicht zu Arbeitsmaschinen werden. Damit die soziale Dimension nicht verloren geht, steht deshalb auch wöchentlich gemeinsames Kochen auf dem Plan.
"Die 25-Stunden-Woche funktioniert!" HB 3.12.18

Arbeit: Immer mehr, immer härter

Eine "Vertrieblichung der Lebensführung" konstatiert der Professor für Industriesoziologie Günter Voß in einem Interview mit dem Manager Magazin. Wo Mitarbeiter immer mehr zum "Unternehmer ihrer selbst" werden, finde eine Entgrenzung der Arbeit statt. Das Tückische der neuen Freiheiten wie Vertrauensarbeitszeit oder Zeitsouveränität gerät dabei leicht aus dem Blick, denn: "Tatsächlich aber arbeiten wir dadurch wesentlich mehr und härter als zuvor. ... Wir werden nicht mehr von außen unter Druck gesetzt, sondern mehr als bisher auch von uns selbst. Wir beuten uns selbst aus." So wächst eine neue Generation von Extremjobbern heran, deren Produktivität auf den ersten Blick enorm ist. Voß warnt jedoch: "Weil jeder gezwungen ist, sich ständig zu optimieren, laufen wir mittelfristig in ein immenses gesellschaftliches Überforderungsproblem hinein. Viele arbeiten schon an der Belastungsgrenze, oft wird riskant und zu oberflächlich gearbeitet, weil ein Projekt dringend fertig werden muss. Da geht schnell etwas schief; Qualität und Professionalität bleiben zunehmend auf der Strecke.""Arbeit hat Eventcharakter", Manager Magazin 14.2.2007

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Buch-Tipps
Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur, Ausgabe August bis Oktober 2022 mit dem Thema Das Heilige und die offene Gesellschaft

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