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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Burn-out ist eine Frage der Strukturen

Betriebliches Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Auszeiten - Ansätze, wie Arbeitende ihre seelische Balance bewahren und im Job nicht ausbrennen, gibt es viele. Sie setzen jedoch häufig auf der falschen Ebene an, meint der Psychologe Markus Väth. Immer mehr Experten weisen in den letzten Monaten darauf hin, dass eine Burn-out-Prophylaxe, die allein auf der persönlichen Ebene ansetzt, also individuelle Maßnahmen und Verhaltensveränderungen empfiehlt, nicht hinreichend ist. "Die meisten Arbeitnehmer leiden nicht unter einem Burn-out-Syndrom, sondern sind einfach überlastet von den Arbeitsprozessen. Das nenne ich einen strukturellen Burn-out. Die eigene Persönlichkeit ist der innerste Kreis in einem System, das von den Bereichen des Unternehmens umschlossen wird. Der präventive Ansatz müsste außen ansetzen. Bevor ich selbst etwas tun kann, muss das Unternehmen aktiv werden und seine Strukturen ändern", so Väth. Der Psychologe rät zu einem konsequenten Abschied von der verbreiteten Multi-Tasking-Kultur und zu einer Wertediskussion in den Unternehmen. "Es gibt viele unausgesprochene Regeln in einem Unternehmen, auch solche, die schädlich sind", sagt Väth. Deshalb helfe es wenig, wenn Mitarbeiter versuchen, zu innerer Balance zu finden, wenn es ihre Umgebung ist, die sie krank macht, beispielsweise weil die Strukturen eines Unternehmens Dinge verlangen, die individuell gar nicht leistbar sind.
Der nächste Burn-out kommt bestimmt, SZ 20.8.10

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Buch-Tipps
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