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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Offen auch bei Niederlagen

Die Wirtschaftswoche geht in einem Interview mit der Trainerin Anja Gräfin von Kanitz der Frage nach, wie man am besten mit Niederlagen umgehen sollte. Die Beraterin rät zu einer angemessen emotionalen Aufarbeitung im Kreise Vertrauter als ersten Schritt, um dann eine nüchterne Analyse zu machen. "Als Verantwortungsträger muss man lernen, so ein Geschehen nüchtern aufzuarbeiten und zu dem zu stehen, was man gemacht oder unterlassen hat. Allerdings hat nicht jede Niederlage mit Schuld zu tun. Manchmal sind auch einfach unglückliche Umstände oder Pech im Spiel", so von Kanitz. So kann es durchaus sein, dass man auch nach der Analyse wieder ähnliche Ziele anpeile und eine Strategie beibehalte. Erkenne man hingegen, dass die Grundeinschätzungen bereits falsch waren, helfe es nur, sich diesen Tatsachen zu stellen und umzudenken. Die Beraterin weist darauf hin, dass manche Führungsträger dazu neigen, sich in unreife Verarbeitungsmuster zu flüchten, in dem sie bei anderen oder den Umständen die Schuld suchen. Das verurteile die Betroffenen dazu, immer wieder die gleichen Fehler zu machen. Ein wichtiger Punkt: Business bedeute immer Risiko - auch wenn man sich vor Entscheidungen drücke, denn auch dies ist eine Entscheidung. "Wichtig ist, dass man Entscheidungen bewusst trifft und Alleingänge vermeidet. Man sollte einen Kreis an kritischen Vertrauten haben, mit denen man gezielt verschiedene Szenarien durchdenken. Dann kann man sich auch im Zweifel gegen die Meinung eines Experten entscheiden. Der Manager muss aber für sich wissen, wieso, weshalb und warum er eine Entscheidung trifft. Er trägt die Verantwortung. Dann kann er eine Niederlage, im Falle einer Fehlentscheidung, aufrechten Hauptes tragen", so von Kanitz.
Wie man mit Niederlagen umgeht, WiWo 21.5.12

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