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Mindfulness und eine neue Bewusstseins-Kultur in Alltag und Business

© Dr. Nadja Rosmann 2022

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Zwischen Purpose und Arbeitsalltag

Für immer mehr Menschen ist die Sinnkomponente im Berufsleben bedeutsam und insbesondere die jüngere Generation wünscht sich Tätigkeiten, mit denen sich auch Gutes in der Welt bewirken lässt. Das und auch der Hype um eine New-Work-Kultur haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele Unternehmen sich geradezu darin überbieten, mit dem Stichwort Purpose um Mitarbeiter zu werben. Ein Fehler, meint der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm. Denn die oft hochglanzpolierten Versprechen hielten dem Arbeitsalltag meist nicht stand: "Geködert mit Purpose und Tischkicker, stellen sie dann im Arbeitsalltag fest, dass sie einen ganz normalen Job haben, mit guten und schlechten Chefs, Kollegen und Aufgaben. Schließlich müssen in den meisten Betrieben ganz alltägliche Dinge geleistet werden." Hamm rät Firmen, einen Gang zurückzuschalten und den Blick mehr darauf zu richten, was einzelne Mitarbeiter wirklich wünschen und was sie bewegt: "Es ist nicht jeder Job erfüllend, nur weil das Unternehmen in drei oder vier Charts überzeugend den Purpose für alle kommuniziert. Tatsächlich geht es um den individuellen Sinn im eigenen Job." Menschen, die überlegen, in ein Unternehmen einzusteigen, empfiehlt er, sich möglichst gut mit dem konkreten Arbeitsalltag, der sie erwarten wird, vertraut zu machen und nach den Details der Beschäftigung zu fragen, statt nach blumigen New-Work-Konzepten.
„Man sollte sich nicht von New-Work-Versprechen blenden lassen“: Wirtschaftspsychologe erklärt, warum Purpose in Unternehmen oft ein „Missverständnis“ ist, Business Insider 3.5.2022

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Buch-Tipps
Meine beiden Bücher, die ich mit Paul J. Kohtes geschrieben habe.

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