Lebensfreude aufs Wochenende vertagt 
Freitag, 6. Juli 2012 - Studien
Arbeit scheint weniger froh zu machen als Freizeit - zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage unter 2.000 Deutschen im Auftrag des Happiness-Instituts von Coca-Cola. Nur knapp jeder Dritte empfindet an einem Werktag große Lebensfreude, während sich diese Zahl am Wochenende verdoppelt. Bei Schüler und Studenten ist der Samstag der freudenreichste Tag - wohl weil sie abends ausgehen und am Sonntag ausschlafen können. Sonntags widmen die deutschen im Schnitt 4,8 Stunden ihren Hobby, und 94 Prozent empfinden dabei Lebensfreude. Die freudvollsten Beschäftigungen sind dabei Treffen mit Freunden und Bekannten (77 Prozent), Geselligkeit mit der Familie (70 Prozent), Musik hören (zwei Drittel), entspannen und nichts tun (66 Prozent), Musik machen (57 Prozent) und Sport (54 Prozent).
Hobbys machen mehr Spaß als die Arbeit, WiWo 21.6.12


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Jeder zweite Berufstätige pendelt 
Donnerstag, 5. Juli 2012 - Studien
Einer Untersuchung des Karriere-Netzwerkes Xing zufolge arbeiten 53 Prozent der Mitglieder des Online-Dienstes nicht in der Stadt, in der sie wohnen. Besonders hoch sind die Pendlerquoten in typischen Vororten von Großstädten. So liege die Pendler-Quote in Garching und Ismaning bei München bei deutlich über 90 Prozent. Auch sind etwa 70 Prozent der in Frankfurt Arbeitenden Pendler und wohnen nicht in der Stadt. Besonders hoch sind die Pendler-Quoten in der Industrie, wo zwei von drei Arbeitnehmern ihren Job nicht am Wohnort verrichten. Bei Menschen, die im Kultursektor arbeiten, liegt die Pendler-Quote unter einem Viertel und auch Medienschaffende pendeln nur zu 36 Prozent. Interessant ist, wie Xing zu diesen Daten gekommen ist. Sie wurden nämlich nicht etwa im Zuge einer Umfrage ermittelt, sondern einfach so aus den Datensätzen der Mitglieder ausgelesen ...
Deutschland, Land der Pendler, WiWo 20.6.12


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Mit dem Smartphone zu Haltungsschäden 
Mittwoch, 4. Juli 2012 - Studien
Rund um die Uhr für die Arbeit verfügbar sein, das ist für viele Menschen längst Alltag. Der Verband britischer Physiotherapeuten schlägt nun Alarm, weil vor allem die heimischen Sonderschichten an Handy, Tablet oder Laptop die Gesundheit in besonderem Maße beeinträchtigen können. Der Verband untersuchte 2.000 Angestellte, von denen etwa zwei Drittel auch außerhalb der Dienstzeiten an ihren mobilen Geräten weiterarbeiteten. Im Schnitt verbrachten diese Mehrarbeiter rund zwei zusätzliche Stunden pro Tag am Bildschirm. Gerade bei der Nutzung mobiler Geräte werde jedoch häufig die Körperhaltung vernachlässigt, so dass Rücken- und Nackenschmerzen die Folge seien und zu stressbedingten Leiden führen könnten, warnen die Physiotherapeuten.
Sklaven des Bildschirms, SZ 20.6.12


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Wie Intelligenz zu Fehlern verleitet 
Dienstag, 3. Juli 2012 - Studien
Auch intelligente Menschen sollten immer auf der Hut sein, denn wer schlau ist und zu Selbstüberschätzung neigt, macht leichter Fehler. Die Wissenschaft nennt das die geistigen blinden Flecken. So untersuchte der Psychologe Richard West an der James Madison Universität 500 Studenten, die mehrere Rätselfragen lösen sollten. Viele waren sich dabei sicher, vor Irrtümern gefeit zu sein, machten letztlich aber dann doch erwartbare Fehler. Mit Intelligenztests maß der Psychologe dann noch die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer und fand eine verblüffende Korrelation zur Fehlerhäufigkeit, denn je intelligenter die Studienteilnehmer waren, umso eher scheiterten sie an den Denksportaufgaben. West erklärt das damit, dass sich kluge Menschen ihrer geistigen Überlegenheit nur allzu bewusst seien. Diese Hybris mache wahrscheinlich auf einem Auge blind.
Intelligenz hat auch Nachteile, WiWo 19.6.12


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Zufriedenheit auch eine Frage des Alters 
Montag, 2. Juli 2012 - Studien
Wie zufrieden wir mit unserem Job und unserem Leben sind, ist auch eine Frage des Alters. So zeigt eine Studie der Ökonomen David Blanchflower und Andrew Oswald, die die Daten von mehr als einer Million Menschen in über 70 Ländern auswerteten, wie sich die Lebenszufriedenheit altersbedingt verändert: Im Schnitt ab etwa Mitte 30 wächst die Unzufriedenheit, doch die Talsohle ist mit Mitte 40 auch wieder durchschritten. In diesem kritischen Alter merken viele Menschen, dass beruflich manche Träume vielleicht ausgeträumt sind, doch wenn es ihnen gelingt, ihre Wünsche mit dem Möglichen abzugleichen, wächst auch ihre Zufriedenheit wieder. Das bestätigt eine Studie aus der Schweiz mit 300 Personen im Alter von 40 bis 55 Jahren, denn bei den Probanden, die verantwortlich mit ihren Möglichkeiten umgehen, ist das "Alters-Tief" nicht von Dauer.
Das Tal des Lebens, Zeit online 15.6.12


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Konsequent öko 
Mittwoch, 27. Juni 2012 - Studien
Eine Studie des Change Center Meerbusch zeigt, dass der Wechsel zu Ökostrom weder Mode noch Alibi zur Gewissensberuhigung zu sein scheint, denn bei den in der Befragung untersuchten 5.500 Ökostromnutzern zeigte sich ein konsequentes ökologisches Verhalten in vielen alltäglichen Fragen. So nutzen die Strom-Ökos auch den öffentlichen Nah-Verkehr und Car-Sharing, versorgen sich mit saisonalen und lokalen Lebensmitteln, nutzen energiesparende Haushaltsgeräte, vermeiden Einwegartikel und üben sich in Abfallvermeidung. Zudem zeigt die Studie, dass ein nennenswerter Anteil der Ökostromkunden auch selbst Energie produziert oder sich für Öko-Energie engagiert. Jeder vierte Befragte nutzt Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung, an zweiter Stelle wurden Photovoltaik-Anlagen genannt. 17 Prozent sind an Umweltfonds beteiligt, etwas weniger an Bürgersolar- oder -windparks. Die Studie kommt deshalb zu dem Schluss, dass die Risiken der Energiewende weniger auf der Produktions- oder Nachfrageseite zu sehen sind, sondern eher in den Kontroversen um Energietransport und -speicherung. So raten die Studienautoren dazu, künftig stärker auf die Chancen dezentraler Energiekonzepte zu setzen. Wie viele Ökostromnutzer es in Deutschland gegenwärtig gibt, ist schwer zu sagen, denn viele Tarife mischen nur Ökostrom bei und aus Gründen der sozialen Erwünschtheit geben bei Umfragen regelmäßig mehr Menschen an, Ökostrom zu nutzen, als es tatsächlich tun. Das Change Center hatte neben der reinen Befragung von Ökostromkunden auch ein Repräsentativsample von rund 1.000 Personen befragt, unter denen sich etwa 25 Prozent als Ökostromkunden outeten - eine Zahl, die wahrscheinlich überhöht ist, denn andere Studien gehen von einer Quote von 7,5 Prozent oder drei Millionen Haushalten aus.
Pressemitteilung Change Center, 14.6.12


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Wir sind dick und depressiv 
Dienstag, 26. Juni 2012 - Studien
Wie das Leben in westlichen Industriestaaten krank machen kann, zeigt eine große Repräsentativstudie des Robert-Koch-Instituts über den Gesundheitszustand der Nation, für die 7.200 Deutsche befragt wurden. Vor allem Übergewicht wird hierzulande immer mehr zum Thema, denn der Untersuchung zufolge sind 67,1 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen inzwischen übergewichtig. Die Zahl stagniert zwar insgesamt, doch liegt krankhafte Fettleibigkeit bei inzwischen knapp einem Viertel der Bevölkerung vor. Forscher sehen hier vor allem junge Männer unter 35 Jahren mit niedrigem sozioökonomischen Status gefährdet, was zeigt, dass Gesundheit nicht nur eine Frage individueller Faktoren, sondern auch der persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse ist. Auch bei den psychosozialen Gesundheitsfakten sieht es nicht rosig aus. Jeder vierte Befragte gab an, mindestens dreimal pro Woche mit Schlafstörungen zu kämpfen. 4,2 Prozent der Befragten wiesen ein Burn-out-Syndrom auf und 8,1 Prozent eine Depression. Wir scheinen also immer mehr zu einer kranken Gesellschaft zu werden.
Depressiv, fett und überzuckert, taz 14.6.12


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Jeder vierte Deutsche fühlt sich im Job unterfordert 
Montag, 25. Juni 2012 - Studien
Nicht das leisten zu können, was man eigentlich möchte, das ist für jeden vierten deutschen Arbeitnehmer eine alltägliche Erfahrung, so eine Studie der OECD. In der Schweiz fühlt sich gar schon jeder dritte Arbeitnehmer unterfordert, und in Griechenland trauen sich fast 48 Prozent mehr zu, als sie an ihrem gegenwärtigen Arbeitsplatz ausrichten können. Die OECD zieht aus ihrer Untersuchung den Schluss, dass die Fähigkeiten der Mitarbeiter besser mit den Erfordernissen der unterschiedlichen Arbeitsplätze in Unternehmen abgeglichen werden müssten. Auch sollten Führungskräfte darin geschult werden, die Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter besser zu erkennen und dann gezielter einzusetzen. Denn nur so könnten Firmen die Motivation ihrer Angestellten fördern.
Wenn der Job unterfordert, FTD 13.6.12


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