TU Kaiserslautern entwickelt neue Stress-App 
Freitag, 9. November 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Wissenschaft
Meditieren mit Apps scheint immer mehr zum Trend zu werden. Die TU Kaiserslautern ist nun dabei, eine App für besseres Stressmanagement zu entwickeln. "Stress-Mentor" soll Menschen dabei unterstützen, spielerisch Meditation und Bewegung in den Alltag einzubauen. Eine Tagebuch-Funktion soll dabei helfen, Stressoren besser zu erkennen und konstruktiver mit ihnen umzugehen. Um die Motivation während der Übungsphase zu stärken, sind die Übungen der App mit einem Fabelwesen gekoppelt, um das sich die App-Nutzer "kümmern" müssen, indem sie wenigstens eine Übung am Tag absolvieren. Die Entwickler der App betrachten den digitalen Helfer nicht als dauernde Unterstützung. Das Tool soll lediglich dabei helfen, verschiedene Übungen zu erlernen und in den Alltag zu integrieren, so dass man die App schließlich nicht mehr braucht.
Pressemitteilung der TU Kaiserslautern 29.10.18

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Achtsamkeit im Bildungswesen 
Donnerstag, 8. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Meditation wird in Schulen und Universitäten immer mehr zum Thema, zumal immer mehr Studien neueren Datums zeigen, dass heute bereits Schüler unter ernstzunehmenden Stressbelastungen leiden und auch Studierende immer häufiger über die psychischen Belastungen ihres Uni-Alltags klagen. Die Frankfurt University of Applied Sciences lud deshalb kürzlich zu einem Kongress zum Thema "Meditation und die Zukunft der Bildung" ein, bei der Experten sich über neue Projekte an Schulen und Universitäten austauschten. Initiator des Vorstoßes ist Dr. Reiner Frey, der an der Hochschule vor drei Semestern das Programm "Bewusst sein und meditieren" ins Leben gerufen hat. "Es geht darum, sich gedanklich zu entleeren und dann wieder gefasster und klarer in die Welt zu schauen", erklärt er. "Nur ein klarer, aufgeräumter Geist, der gelernt hat, zu sich selbst aufmerksam zu sein, kann auch in Beziehung zu anderen treten", sagt auch Hochschulpräsident Frank Dievernich. Er betrachtet den Vorstoß als Teil des Lehrauftrags, denn studieren bedeute auch, reflektierte Menschen auszubilden. In seiner Wahrnehmung dient das Meditieren der Studierenden einem größeren Zweck, weil die Übenden auch lernen, die eigenen Motivationen und inneren Konflikte besser zu durchschauen: "Das macht es leichter, mit Andersdenkenden in ein konstruktives Gespräch zu kommen."
Und jetzt bitte an eine Zitrone denken, FAZ 28.10.18

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Wie fokussiert sind wir eigentlich wirklich? 
Mittwoch, 7. November 2018 - Bewusstsein, Studien
Konzentriert einen Text lesen, an etwas arbeiten oder nachdenken - wir glauben oft, ein gutes Gespür dafür zu haben, wann wir wirklich aufmerksam sind. Aber womöglich irren wir uns hier. Eine neue neurowissenschaftliche Studie zeigt, dass selbst in den Phasen, in denen wir uns als besonders fokussiert erleben, unsere Aufmerksamkeit immer wieder unbewusst abschweift. Unser Wahrnehmungssystem nimmt dann auch Umgebungsreize auf, scannt gewissermaßen unser Umfeld. "Wir Menschen glauben ja, dass wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf einen Punkt richten, dass das sozusagen ein Willensakt ist. Wenn ich im Büro sitze, dann kann ich entscheiden, ob ich auf den Computerbildschirm vor mir oder auf mein Smartphone gucke. Was wir in dieser Studie aber sehen, ist das genaue Gegenteil: Unserer Aufmerksamkeit liegen automatische Prozesse zugrunde. Natürlich richten wir erst einmal die Aufmerksamkeit irgendwohin. Doch was dann abläuft, liegt jenseits unserer Wahrnehmung. Es passiert unbewusst", erklärt die Neurowissenschaftlerin Sabine Kastner, die an der Studie beteiligt war. Ihre Forschung zeigt, "dass diese subjektive Vorstellung davon, wie wir Aufmerksamkeit wahrnehmen, eine große Illusion ist". Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieses Abschweifen eine evolutionär wichtige Funktion hat, denn es ermöglichte es unseren Urahnen, die in früheren Zeiten ständig gegebenen Gefahren für ihr Leben gleichermaßen wahrzunehmen wie sich auf konkrete Aufgaben zu konzentrieren. Welche Bedeutung dieser unbewusste Automatismus für unser heutiges Dasein haben könnte, darüber rätselt die Forschung noch.
"Unsere Vorstellung von Aufmerksamkeit ist eine große Illusion", zeit.de 16.10.18

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"Die Bewusstseinsmaschine" - neue Ausgabe von evolve 
Dienstag, 6. November 2018 - Bewusstsein, Medien
Es ist wieder einmal so weit - ab sofort ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur am Kiosk erhältlich. Dieses Mal haben wir uns einem brandheißen Thema gewidmet. Unter dem Titel "Die Bewusstseinsmaschine - Die neuen Medien und wir" betrachten wir, wie die Digitalisierung heute unsere Lebens- und Geisteswelten beeinflusst, bereichert, durchdringt und immer öfter auch den Bewusstseinsraum verstellt. Die Kritik an den digitalen Medien ist heute vielfältig. Wir haben unseren Schwerpunkt darauf gelegt, einmal tiefer zu graben und zu schauen, wie sich unser Menschsein in der Auseinandersetzung mit dem Digitalen in seiner existenziellen Dimension zu verändern beginnt. Und wir haben auch Ausschau gehalten, was die größten Visionen der digitalen Pioniere waren und was aus ihnen geworden ist. Und welches Zukunftspotential vielleicht noch ungeborgen in den digitalen Welten schlummert. In meinem Artikel "Das Herz des Ungewissen" schreibe ich über das "Wunder menschlichen Vernetztseins", das mich seit mehr als 20 Jahren, als ich zum ersten Mal die digitalen Welten betrat, begleitet. Es ist ein Faszinosum, das in manchen digitalen Nischen auch heute noch vibriert - und in neuen Räumen auf ganz neue Weise erblüht.

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"Es macht einen Unterschied, wenn der Chef meditiert" 
Montag, 5. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit, Management
Meditation ist in Unternehmen zu einem beachtenswerten Thema geworden und die Erfahrungen zeigen, dass Achtsamkeit die Kultur in Firmen verändern kann. "Wenn der Chef, die Chefin Meditation praktiziert, gewinnt Mitmenschlichkeit an Bedeutung, denn soziale Kompetenzen und Selbstkompetenz nehmen ganz natürlich zu. Das strahlt auch auf die Mitarbeiter aus. So verändert sich nach und nach die Kultur des Unternehmens. Nicht von ungefähr sagt man: Die Menschen, die ein Selbstbewusstsein entwickelt haben, werden von einer tieferen Quelle genährt. So ein Mensch erlaubt auch einem anderen, groß zu sein. Dann geht es weniger um Wettbewerb oder Konkurrenzverhalten, sondern die Menschen gehen offener und ehrlicher mit anderen um", erklärt die Zen-Lehrerin Anna Gamma in einem Interview mit dem Netzwerk Ethik heute. Das Veränderungspotential, das von Achtsamkeit ausgeht, ist in ihren Augen immens. Im Business-Leben womöglich herausfordernd könnte sein, dass das Meditieren den Zugang zu einer Art des Potentials öffnet, das nicht im üblichen Sinne vorhersehbar ist. "Menschen, die den Weg ernsthaft gehen, kommen an eine Quelle, an ein tiefes Gewahrsein ihrer selbst. Sie werden eigenständiger, selbstbewusster und achtsamer. Sie sind weniger gefährdet, über die körperlichen und seelischen Grenzen hinaus zu arbeiten. Meditation verändert uns, und wenn man den Weg beginnt, weiß man überhaupt noch nicht, wo es hingeht. Der Weltinnenraum ist so viel tiefer als der Weltaußenraum. Was einem da begegnet, das wissen wir nicht. Ich verstehe Menschen, die den Zugang zur Meditation scheuen, weil man sich da zuerst selbst begegnet und dazu gehören auch die eigenen Schattenseiten. Die Praxis braucht Mut", so Anna Gamma.
Wenn der Chef meditiert, Netzwerk Ethik heute Oktober 2018

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Größter Stressfaktor sind zu viele Aufgaben und zu wenig Zeit 
Freitag, 2. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit
Für Stress im Job gibt es viele Gründe. Für einen Großteil der Arbeitnehmer ist es vor allem die systematische Überforderung, die zu psychischem und körperlichem Stress bei der Arbeit fühlt. 58,1 Prozent der 1.889 Befragten einer Arbeitsmarktstudie des Jobportals Orizon gaben an, dass sie zu viele Aufgaben bewältigen müssten und im Unternehmen zu wenig Personal eingesetzt werde. Für rund ein Drittel führen Ärger mit Vorgesetzten oder Kollegen oder auch Lärm zu stress. Die geforderte Erreichbarkeit über die Kernarbeitszeit hinaus setzt jeden Fünften innerlich unter Druck, genau so viele fühlen sich durch lange Fahrtzeiten belastet.
Arbeitsmarktstudie 2018

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Meditation relaxt im Flieger 
Dienstag, 30. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Für Menschen mit Flugangst muss das Reisen in der Luft einem Höllentrip gleichen. Doch je nachdem, welche Orte man bereisen muss, ist es unumgänglich. Immer mehr Fluglinien bieten ihren Passagieren inzwischen an Bord Meditationsprogramme, die dabei helfen sollen, die Flugangst zu lindern - und die auch Menschen ohne solche Ängste durchaus entspannen. Virgin Australia etwa kooperiert mit einem Unternehmen für Wohlbefinden und Achtsamkeitsmeditation und entwickelt Audios und Videos, die Ängste mildern sollen. Auch American Airlines und Quantas bieten an Bord bereits Entspannungsprogramme.
Bei dieser Airline meditieren Passagiere gegen Flugangst, reisereporter 18.10.18

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Die existenzielle Dimension des Scheiterns 
Montag, 29. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit
Scheitern als Chance ist ein beliebtes Thema, das in Job-Ratgebern alle paar Monate abgefeiert wird. Da geht es dann darum, was man alles aus Fehlschlägen lernen kann oder wie innovativ Unternehmen sein könnten, wenn sie sich bzw. ihren Mitarbeitern nur ein bisschen mehr Freiraum zum Scheitern gewähren würden. An manchen dieser Gedanken mag etwas dran sein, doch blenden sie aus, dass Scheitern auch eine existenzielle Dimension haben. Wer wirklich am Boden liegt, steht nicht so leicht wieder auf. Und oft belasten die Folgen des Scheiterns Menschen noch viele Jahre später. "Lasst euch nichts erzählen: Scheitern ist nicht die Zitrone des Schicksals, aus der man Limonade macht. Scheitern ist scheiße. Und kann einem auch das Genick brechen. Selbst wenn man den Willen hat, immer wieder aufzustehen: Optimismus und Durchhaltevermögen allein reichen oft nicht aus. Vor allem, wenn man aus einer Familie kommt, die einen finanziell nicht auffangen kann. Nicht jeder kann es sich leisten, eine Firmenpleite als Lernerfahrung zu verbuchen", sagt etwa Martina Leisten in einem Beitrag in der Zeit. Sie setzte ein von ihr gegründetes Café in den Sand. An den Schulden zahlte sie, später in privater Insolvenz, viele Jahre. Und der große Fehlschlag ließ sie depressiv werden. Sie hat sich wieder aufgerappelt. Aber sie gehört nicht zu jenen, die in der Kneipe vollmundig und mit Humor über das eigene Scheitern munter Geschichten erzählen. Für sie hat sich das Leben deutlich verändert durch ihren Fehlschlag: "Manchmal denke ich, meine Pleite hat mich mehr Pragmatismus gelehrt. Aber es hat auch ein Stück Lebensfreude genommen. Die Begeisterung, mit der ich früher an Dinge herangegangen bin, ist gedimmt. Ich denke inzwischen: Je weniger Erwartungen und Hoffnung ich in eine Sache stecke, desto weniger kann ich enttäuscht werden." In einer Kultur, in der Scheitern die eigene Existenz nicht nur treffen kann, sondern sie vielleicht sogar verschlingt, ist es leicht, über Fehlertoleranz zu reden oder den Mut zum Risiko. Mir imponiert Martina Leisten, weil sie dem hippen Gequatsche etwas entgegensetzt - Lebenserfahrung, die demütig werden lässt.
"Lasst euch nichts erzählen: Scheitern ist scheiße", zeit.de 17.10.18


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