Psychische Erkrankungen kosten viel Nerven und Geld 
Mittwoch, 8. Juni 2016 - Studien
Unter den Versicherten der DAK hat sich die Zeit der Fehltage aufgrund psychischer Leiden seit 1997 verdreifacht, so der neue Psychoreport der Krankenkasse. Rechnet man die Daten, waren 1,9 Millionen Menschen betroffen. Im vergangenen Jahr war also jeder 20. Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krankgeschrieben. Bei den Betriebskrankenkassen entfallen 15 Prozent aller Krankschreibungen auf psychische Erkrankungen wie Antriebs- und Stimmungsstörungen, darunter auch Depressionen. "Depressive Episoden" sind die zweithäufigste Einzeldiagnose von gesetzlich Versicherten. Wirtschaftlich betrachtet sind die dadurch verursachten Ausfälle gravierender als beispielsweise eine Grippewelle. 2014 entstanden dadurch 8,3 Milliarden Euro "Produktionsausfallkosten" - verglichen mit 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2004.
Psychische Erkrankungen kosten 8,3 Milliarden Euro pro Jahr, WiWo 1.6.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Manager fürchten Verlust von Leistungsfähigkeit und Geld 
Dienstag, 7. Juni 2016 - Studien
Die Max Grundig Klinik untersuchte in einer Befragung mit 1.000 Führungskräften, wovor die Manager sich am meisten fürchten. Dabei zeigt sich: Vor allem die eigene Leistungsfähigkeit und die finanzielle Unabhängigkeit und die Möglichkeit, diese zu verlieren, treibt die Führenden um. Größte Angst (56 Prozent) ist es, dass die Lebenshaltungskosten steigen. 53 Prozent fürchten sich davor, im Alter zum Pflegefall zu werden. 48 Prozent bereitet die Angst vor Naturkatastrophen Sorge. Auf Rang vier folgen jeweils mit 41 Prozent ein sinkender Lebensstandard im Alter und die Angst vor schlaflosigkeit. 35 Prozent früchten sich vor dem Verlust des Vermögens und der finanziellen Sicherheit. "Die Werte und damit die Ängste von Managern zeugen von einem deutlich erkennbaren materialistisch orientierten Weltbild. Führungskräfte sind sehr stark auf Beruf, Erfolg, Geld und die Versorgungssicherheit ihrer Familien fixiert, stärker übrigens wie der Bevölkerungsquerschnitt", kommentiert Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik, die Studienergebnisse.
Studie der Max Grundig Klinik 30.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Stehen fördert die Leistung im Job 
Montag, 6. Juni 2016 - Studien
Pausenloses Sitzen ist gesundheitlich betrachtet ein Problem. Vielleicht auch im Hinblick auf die Produktivität. So zeigt eine Untersuchung des Texas A&M Health Service Centers, dass Call-Center-Mitarbeiter, die an höhenverstellbaren Tischen arbeiten und dabei im Schnitt 90 Minuten weniger pro Tag auf dem Schreibtischstuhl verbringen, 46 Prozent mehr Anrufe tätigen als die nur sitzenden Kollegen. Betrachtet wurden dabei 167 Angestellte über einen Zeitraum von sechs Monaten. Eine abschließende Befragung zeigte auch, dass sich drei Viertel der auch im Stehenden Arbeitenden gesundheitlich wohler fühlen als die Nur-Sitzer.
Wer im Stehen arbeitet, ist produktiver, Karrierespiegel 27.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Arbeitnehmer sehr an Gesundheit interessiert 
Mittwoch, 1. Juni 2016 - Studien
Gesundheit ist den meisten Arbeitnehmern sehr wichtig, doch noch nutzen nicht allzu viele Firmen dieses Interesse, indem sie mit passenden Angeboten punkten. Für die Studie "Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016" im Auftrag der pronova BKK wurden 1.660 Arbeitnehmer befragt, welche Gesundheitsangebote es in ihrem Unternehmen gibt. Immerhin: In 65 Prozent der Firmen gibt es Angebote, allerdings oft nur rudimentär und längst nicht in allen Bereichen, in denen Mitarbeiter gerne etwas für sich tun würden. In einem Drittel der Firmen gibt es Check-ups vom Betriebsarzt, ein Viertel setzt auf gesunde Essensalternativen in der Kantine, und jede fünfte Firma leistet sich Betriebssport. Jenseits dieser Standards werden die Angebote dünn. Nur 13 Prozent der Arbeitgeber, hier vor allem die großen, bietet Beratung zu Stressbewältigung und bei psychischen Problemen, acht Prozent sind in der Burnout-Prävention aktiv. Dabei wären viele Mitarbeiter bereit, sich aktiv für ihre Gesundheit einzusetzen. So zeigte eine Befragung der Versicherung "Die Continentale" unter 600 Arbeitnehmern, was auf der Wunschliste steht: 68 Prozent wünschen sich Sportangebote, 57 Prozent Entspannungsangebote in den Pausen.
Schicken Sie Ihr Team zum Sport, WiWo 26.5.16



[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Beim Gehalt ziehen die Chefs den Angestellten davon 
Freitag, 27. Mai 2016 - Studien
Eine Untersuchung des amerikanischen Gewerkschaftsverbandes AFL-CIO bringt es auf den Punkt - der Gehaltsabstand zwischen Bossen und Untergebenen hat in den USA in den vergangenen Jahren immer größere Dimensionen angenommen. Im letzten Jahr verdienten die Konzernlenker 335 Mal so viel wie die Angestellten. In Großbritannien ist die Lücke zwar kleiner, aber immer noch extrem. Hier verdienen die Chefs der im Leitindex FTSE-100 gelisteten Firmen 183 Mal so viel wie die Mitarbeiter. In Deutschland geht es hingegen vergleichsweise brav zu, die DAX-Konzernchefs verdienen 54 Mal mehr als ihre Mitarbeiter.
Konzernchefs verdienen gut 330 Mal mehr als ihre Mitarbeiter, WiWo 18.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Schummelei mit kulturellen Unterschieden 
Dienstag, 24. Mai 2016 - Studien
Sind Kulturen im Süden unehrlicher als solche im Norden? Forscher der European University Institute in San Domenico di Fiesole, Italien gingen diesem verbreiteten Vorurteil nach und testeten in einem Versuch mit mehr als 600 Teilnehmern aus Schweden und Italien, was dran ist an dem Gerücht. Die Versuchsteilnehmer mussten Aufgaben erledigen, für die sie bezahlt wurden. Anschließend galt es, dieses Einkommen zu versteuern, wobei alle Teilnehmer von diesen Zahlungen profitierten. Die Schweden versteuerten in 66 Prozent der Fälle ihre Einnahmen korrekt, bei den Italienern waren es 63 Prozent. Deutliche Unterschiede zeigten sich allerdings bei der Art der Schummelei. Während die Italiener häufiger und öfter kleinere Beträge verheimlichten, waren es bei den Schweden weniger Fälle mit größeren Beträgen.
Sind Schweden oder Italiener unehrlicher? spektrum.de 12.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Status der Beteiligten kann Verhandlungen blockieren 
Montag, 23. Mai 2016 - Studien
Warum fällt es Politikern oft so schwer, zu Einigungen zu kommen? Eine Studie der Universität von Kalifornien in Berkeley ist dieser Frage nachgegangen und kam zu der Erkenntnis, dass vor allem in Runden, in denen es für viele Beteiligte gilt, ihren Status zu wahren, mehr knirscht als in solchen, in denen Menschen ohne besondere Machtinsignien zusammentreffen. Die Probanden waren 158 Führungskräfte eines Unternehmens mit unterschiedlichen Einflussbereichen. Die Versuchsteilnehmer wurden in Arbeitsgruppen eingeteilt, in denen alle Beteiligten einen vergleichbaren Status hatten, und sollten gemeinsam über die Einstellung eines Bewerbers entscheiden. Dabei zeigte sich, dass 80 Prozent der Teams mit eher niedrigem Status innerhalb der festgelegten 30 Minuten zu einem Ergebnis kamen, während es bei den Alphatieren weniger als die Hälfte der Teams schaffte. In einem zweiten Versuch wurden gemischte Gruppen gebildet und hierbei eigentlich rangniedrigeren Personen ein höherer Status zugewiesen. Auch hier stellte sich der Alphatier-Effekt ein - die "höhergestuften" Versuchspersonen legten nun ebenfalls ein eher beharrliches Verhandlungsverhalten an den Tag. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die mit dem Status verbundene Macht dazu beiträgt, die eigene Perspektive stärker durchsetzen zu wollen.
Die Sturheit der Mächtigen, Psychologie heute 12.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Gute Stimmung im Team motiviert bei der Arbeit 
Freitag, 20. Mai 2016 - Studien
In einer Umfrage zum Thema Arbeitsmotivation unter 1.000 Personen ab 18 Jahren dokumentiert Manpower, was die Deutschen bei der Arbeit aufblühen lässt. Wichtigster Punkt: Eine gute Stimmung zwischen Kollegen und mit dem Chef - das ist für 65 Prozent die beste Motivation. 50 Prozent fühlen sich durch flexible Arbeitszeiten angespornt. 42 Prozent sehen im freundschaftlichen Verhältnis zu Kollegen, das sie gerne auch nach Feierabend pflegen, einen Motivator. Kostenlose Getränke, Teamarbeit, betriebliche Gesundheitsförderung und eine ansprechende Raumgestaltung kommen bei etwas einem Drittel der Befragten als Motivationshilfe an. Pflanzen im Büro und gute Möbel sind jeweils für ein Viertel besonders wünschenswert.
Pressemitteilung Manpower, 12.5.16

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter