Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Montag, 18. Dezember 2017 - Success Stories
think.work.different macht Weihnachtspause. Wir wünschen allen LeserInnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen frischen Start ins neue Jahr. Ab 8. Januar 2018 sind wir dann wieder mit News für Sie da.

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Mehr arbeiten in weniger Zeit = mehr Freizeit 
Freitag, 15. Dezember 2017 - Lebensart, Arbeit, Success Stories
Lange Arbeitstage bringen nicht immer viel - weder für Mitarbeiter noch für Unternehmen. Die Bielefelder IT-Firma "Rheingans Digital Enabler" mit zwölf Mitarbeitern hat nun einen radikalen Schritt gewagt. Das Unternehmen hat die tägliche Arbeitszeit von acht auf fünf Stunden gesenkt - bei vollem Lohn für die Angestellten. Die Idee: Wenn die Mitarbeiter von 8 bis 13 Uhr konzentriert und ohne Ablenkung durcharbeiten, schaffen sie genau so viel, als wenn sie den ganzen Tag im Büro wären. Ein Talk in der Kaffeeküche, privates Telefonieren oder Internet-Surfen sind bei den Bielefeldern nun gewissermaßen tabu. Auch die Meetings werden zeitlich begrenzt, um keine Zeit zu verschwenden. Die Mitarbeiter scheinen die Veränderung zu schätzen. Sie seien zwar mittags manchmal geschlaucht, aber dafür haben sie die andere Hälfte des Tages zur freien Verfügung.
Chef lässt nur noch 5 statt 8 Stunden arbeiten - bei gleichem Lohn, welt.de 8.12.17

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Die Achtsamkeits-Welle im Business 
Donnerstag, 17. August 2017 - Arbeit, Management, Success Stories
Immer mehr Unternehmen springen auf den Achtsamkeits-Zug auf. Seien es kurze Kurse zur Stressbewältigung oder intensive Trainings für Führungskräfte - in einer Zeit, in der Stresserkrankungen rasant ansteigen, die täglichen Anforderungen stetig wachsen und immer mehr Arbeitnehmer das Gefühl haben, nicht mehr mitzukommen, erscheint Mindfulness ein Ausweg aus dieser Misere zu sein. Die Neue Zürcher Zeitung zeigt in einem Überblicksartikel, wie sich der Achtsamkeits-Trend historisch entwickelt hat, von der Entstehung des Programms Mindfulness-Based Stress Reduction, das von dem Mediziner Jon Kabat-Zinn entwickelt, bis hin zum großen Durchbruch, als 2007 Chade-Meng Tan bei Google "Search inside yourself" ins Leben rief, eine Achtsamkeitsschulung, die auf das moderne Businessleben wie zugeschnitten scheint und längst in vielen Unternehmen, darunter SAP, genutzt wird. Der Artikel gibt einen guten Überblick über verschiedene Einsatzszenarien von Achtsamkeit in Unternehmen und zeigt, was sich die Firmen davon versprechen. Auf der Liste derer, die Meditation im Businesskontext einsetzen, finden sich laut Artikel viele prominente Player wie Bosch, ABB, Axpo, Deutsche Bank, ESA, Jaguar, Novartis, Siemens, SBB, Swisscom und mittelständische Unternehmen wie Engelbert Strauss.
Geistige Abwesenheit ist die Regel im Arbeitsalltag. Achtsamkeit soll das ändern, NZZ 29.7.17

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Haltung zeigen - das geht! 
Mittwoch, 17. Mai 2017 - Arbeit, Management, Success Stories
Eiscreme kann sehr politisch zumindest, zumindest bei Ben & Jerry's, der amerikanischen Eismarke, die das Süße seit der Unternehmensgründung Ende der 1970er Jahre mit dem Politischen verbindet. "Seit der Gründung des Unternehmens 1978, und ich war damals dabei, wurzelt unser Handeln in den Menschenrechten. Die Welt braucht nicht noch einen weiteren Eiscreme-Hersteller, aber sie braucht Unternehmen, die eine Haltung haben und ihre Stimme einbringen. Andere Unternehmen tun dies auch, aber häufig hinter verschlossenen Türen, sie lobbyieren und versuchen so ihre Agenda durchzudrücken. Doch das sollte öffentlich geschehen", erzählt Jeff Furman, Mitglied des Board of Directors. So setzt sich Ben & Jerry's seit 30 Jahren für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ein - unter anderem, weil das Unternehmen bei der Versicherung der Mitarbeiter auf bestehende Ungleichbehandlungen stieß und diese überwinden wollte. Den Mitarbeitern zahlt die Firma das Doppelte des Mindestlohnes. "Wenn ein Unternehmen Gewinne erzielt, sollte es den Mitarbeitern genug Lohn zahlen, sodass sie von 40 Stunden Arbeit in der Woche leben können. Wir kalkulieren jedes Jahr die Kosten für Wohnen, Essen, Kleidung, soziale Aktivitäten und Kommunikation aufs Neue. Das liegt in unserer Verantwortung als Unternehmen. Aus der Wirtschaft hört man leider sonst eher andere Töne, dass möglichst niedrige Löhne wichtig sind, um wettbewerbsfähig zu sein", so Furman.
"Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir Trump gewählt haben", Zeit online 5.5.17

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Faire Arbeitsbedingungen sind eine Frage des Wollens 
Dienstag, 24. Januar 2017 - Arbeit, Management, Success Stories
In einem Beitrag auf Welt.de wirft Christian von Daniels, Chef des größten deutschen Maßhemden-Schneiders van Laack, der Modebranche vor, weltweit faire Arbeitsbedingungen schlicht nicht zu wollen. „Dass der Verbraucher so wenig wie möglich für ein Produkt ausgeben will, ist völlig legitim. Das Problem ist vielmehr die Gleichgültigkeit der Auftraggeber“, so von Daniels. Er rechnet vor, dass ordentliche Kontrollen der Arbeitsbedingungen selbst bei einem Billig-T-Shirt die Produktionskosten gerade einmal um einen Cent pro Stück erhöhen. Auch zusätzliche Sozialleistungen wie kostenloses Essen und Trinken, Kinderbetreuung oder Aus- und Weiterbildung würden den Preis eines T-Shirts um vielleicht 30 Cent erhöhen. Van Laack produziert überwiegend in eigenen Fabriken in Tunesien und Vietnam. Die den Mitarbeitern gewährten sozialen Leistungen führten zwar zu höheren Kosten, aber: "Im Gegenzug ist die Fluktuation in unseren Betrieben aber gering und die Arbeitsproduktivität hoch. Das relativiert am Ende die hohen Kosten."
Van Laack kritisiert fehlende Fairness der Branche, Welt.de 9.1.17

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Bezahlter Schlaft - Versicherer aus den USA prescht vor 
Mittwoch, 20. April 2016 - Success Stories
Endlich mal genug schlafen und dafür noch Geld bekommen? Was kurios klingt, ist für die Mitarbeiter des amerikanischen Versicherungsunternehmens Aetna Realität. Die Firma zahlt Angestellten, die den Nachweis - beispielsweise mit einem Fitnesstracker - erbringen, dass sie 20 Tage in Folge sieben oder mehr Stunden geschlafen haben, 25 Dollar. So lässt sich im Jahr ein Bonus von 500 Dollar erreichen. Vorstandschef Mark Bertolini gab im Interview mit CNBC eine einfache Begründung für diesen Vorstoß: "Am Arbeitsplatz präsent zu sein und bessere Entscheidungen zu treffen hat viel mit Grundlagen zu tun." Wer ständig in einem Zustand des Halbschlafs sei, könne nicht gut arbeiten. Erholte Mitarbeiter hingegen könnten zu einem besseren Unternehmensgewinn führen. Deutschen Studien zufolge leiden hierzulande etwa 15 Prozent der Erwerbstätigen unter chronischem Schlafmangel.
Schlaf, Kollege, schlaf! FAZ 13.4.16

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Bewusstsein wieder bewusst wahrnehmen 
Mittwoch, 6. April 2016 - Success Stories
Claudia Becker aus dem Redaktionsteam der Welt hat in einem Selbstexperiment für eine Woche die Meditations-App 7Mind, an deren Entwicklung ich beteiligt bin, ausprobiert. "Ich will etwas gegen das Gefühl unternehmen, ständig herumgewirbelt zu werden. Ich will wieder schwimmen lernen, selber die Richtung bestimmen", so Becker zu Beginn ihres Trainings. Mehrmals täglich gönnt sie sich kleine Pausen, in denen sie mit den 7-minütigen Übungen experimentiert. Und siehe da: "Ich spüre, dass auch diese homöopathischen Dosen viel mit mir machen." Wenngleich sie von Anfang an das Gefühl hat, es stellen sich positive Wirkungen ein, weiß sie jedoch auch, dass die Regelmäßigkeit eine Herausforderung darstellt: "Es ist wirklich schwer, sich Zeit zum Meditieren zu nehmen. Immer kommt was dazwischen. Wie schwer es ist, gegen sich selbst zu kämpfen. Sieben Minuten! Ich bin so froh, wenn ich sie mir doch genommen habe." Beckers Erfahrungsbericht ist erfrsichend authentisch, bringt sie die inneren Erkenntnisse, die sie während des Meditierens hat, doch immer wieder in Zusammenhang mit ihrem Alltag. Mir hat der Beitrag so gut gefallen, weil er ein realistisches Bild des Meditierens zeichnet. Achtsamkeit ist kein Wundermittel, doch jeder kleine Funke Achtsamkeit, mit dem wir das uns sonst so Selbstverständliche und nicht Hinterfragte in neuem Licht betrachten, kann uns freier werden lassen. Wenn das kein Erfolg ist ...
Wie ich endlich zu meiner Mitte fand, Die Welt 23.3.16

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Ein Haus für unter 20.000 Dollar 
Freitag, 12. Februar 2016 - Success Stories
Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten Studierende der Auburn University in West-Alabama daran, ein günstiges Haus zu entwickeln. In der Nähe von Atlante wurden nun einige Prototypen umgesetzt. Die Idee des Projekts: Es sollen nicht nur möglichst günstige und dabei schöne Behausungen für die ärmeren Bevölkerungsschichten entstehen, sondern auch vor Ort von Handwerkern errichtet werden (was z.B. eine kostengünstige Vorproduktion von Bauteilen ausschließt). Während die Studenten Materialien und Bau schon halbwegs im Griff haben, stoßen sie nun an die systemischen Grenzen. Oft werden ihre Bauanfragen abgelehnt, weil sie mit unkonventionellen Materialien arbeiten und die Behörden so nicht ermessen können, ob das Bauwerk genehmigungsfähig ist. Auch Kredite für potentielle Hauskäufer sind ein Problem, denn ein 20.000-Dollar-Kredit verursacht für Banken den gleichen Aufwand wie ein höherer - doch sie verdienen deutlich weniger daran. Mich hat das Projekt berührt, weil es wieder einmal zeigt, wie gutes Design und gute Lebensbedingungen Hand in Hand gehen können.
This House Costs Just $20,000—But It’s Nicer Than Yours, Fast Company 3.2.16

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