Überstunden? Unerträglich! 
Dienstag, 11. Dezember 2018 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Mehrarbeit hat in deutschen Unternehmen Methode. Eine Anfrage der Fraktion der Linken zeigt, dass die Zahl der Überstunden seit Jahren steigt. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wurden 2015 von jedem Beschäftigten im Durchschnitt 47,3 Überstunden geleistet, 2016 waren es bereits 48 Stunden und im vergangenen Jahr sogar 53,2 Stunden. Das mag sich nach nicht viel anhören. Doch nicht alle Beschäftigten leisten überhaupt Überstunden, so dass das Maß der Mehrarbeit individuell deutlich höher liegt. Der DGB spricht gar von einem "unerträglichen Maß", dass die Überstundenzahl erreicht habe. Hinzu kommt: Nur etwa die Hälfte der geleisteten Mehrarbeit wird von den Firmen auch bezahlt, so dass sie durch die Ausweitung der Arbeitszeit 36 Milliarden Euro sparen.
Zahl der Überstunden pro Arbeitnehmer steigt stark, zeit.de 30.11.18

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Mehr Freizeit ist für viele ein Thema 
Montag, 10. Dezember 2018 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Arbeitszeiten zu haben, die zum eigenen Lebensentwurf passen, gleicht für viele Angestellte der Quadratur des Kreises. Eine Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz zeigt, dass etwa die Hälfte der Arbeitnehmer gerne weniger arbeiten würde. Die Zufriedenheit mit den Arbeitszeiten variiert bei Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten. Von den ganztags Arbeitenden wünschen sich 58 Prozent kürzere Arbeitszeiten, bei den Teilzeitkräften sind es 21 Prozent. Bei letzteren ist der Wunsch nach einer Verlängerung der Arbeitszeit ausgeprägter - 31 Prozent würden hier gerne mehr arbeiten. 49 Prozent sind mit dem Arbeitsvolumen zufrieden, während es bei den Vollzeitbeschäftigten nur 36 Prozent sind. Wer regelmäßig Überstunden leisten muss, wünscht sich eher, die Arbeitszeit zu verkürzen. Schon bei zwei Überstunden pro Woche liegt der Anteil derer, die kürzer treten möchten, bei 38 Prozent, unter jenen, die mehr als zehn Überstunden pro Woche leisten, sogar bei 71 Prozent. Insgesamt zeigt sich - es gibt keinen konstanten Trend, weniger arbeiten zu wollen, sondern eher ein Bedürfnis, das Arbeitsvolumen flexibler an die eigene Lebenssituation anpassen zu können.
Die große Sehnsucht: mehr Freizeit, spiegel.de 29.11.18

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Neugier macht erfolgreich - aber reicht nicht aus 
Mittwoch, 5. Dezember 2018 - Studien, Arbeit, Management
Wer etwas bewegen möchte, sollte Fragen haben und nach Antworten streben, möchte man meinen. Die Realität im Business ist dabei oft ernüchternd. Eine Umfrage der Harvard Business School mit 3.000 Teilnehmern zeigte etwa, dass sich nur 24 Prozent als neugierig bei der Arbeit betrachteten. Was auch daran liegen könnte, dass 70 Prozent der Befragten das Gefühl hatten, besser nicht zu viele Fragen im Job zu stellen. Die Neugier allein scheint allerdings für berufliche Erfolge nicht hinreichend zu sein, denn ergänzende Betrachtungen zeigen: Sie entfaltet sich vor allem vor dem Hintergrund breitgefächerter Erfahrung, der Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen umzugehen und durch eine Erprobung in unterschiedlichen Unternehmensszenarien.
Wer viel fragt, wird innovativ, HBM 20.11.18

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Intuition und Inspiration führen zum Erfolg 
Dienstag, 27. November 2018 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Wie gelingt erfolgreiche Führung? Eine Frage, die Unternehmen ständig bewegt, aber nie eine letztendliche Antwort findet. Denn immer ist wieder jemand besser ... Im Interview mit dem Harvard Business Manager erklärt der Leadership-Forscher Sydney Finkelstein, wie Intuition und Inspiration Führungskräfte und ihre Mitarbeiter voran bringen. "Sie müssen Ihre Leute inspirieren. Die Mitarbeiter müssen glauben, dass sie in der Lage sind, Großes zu erreichen. Und Sie müssen ihnen einen Grund liefern, warum sie das tun sollten. Sie müssen eine Vision vorgeben, die so attraktiv ist, dass Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, unbedingt daran teilhaben zu wollen", so Finkelstein. Hier gehe es um große Visionen, die eine tiefere Motivation freisetzen. In der Intuition wiederum sieht Finkelstein das Momentum, das einen Unterschied zum Mainstream ausmache. Best practices seien zwar hilfreich, aber letztlich immer die Möglichkeit von gestern - während jene, die sie ausgetüftelt haben, schon auf dem Weg ins Morgen sind. Auch algorithmische Entscheidungsverfahren könnten allenfalls eine Unterstützung sein. Die Prise Bauchgefühl, der subtile Eindruck, dass etwas richtig ist, auch wenn man es nicht begründen kann, sei ein Weg, sich von anderen abzuheben.
"Stolz auf die Arbeit", HBM 11.2018

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Sich auspowern für einen frühen Feierabend? 
Freitag, 23. November 2018 - Bewusstsein, Studien, Arbeit, Management
Pausen dienen der Regeneration und beugen Erschöpfung vor. Im Arbeitsalltag gerät dies jedoch leicht aus dem Blick. Eine Anfrage der Fraktion der Linken im Bundestag an das Bundesarbeitsministerium zeigt: Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland macht während des Arbeitstages keine Pausen. Jeweils 63 Prozent davon gaben an, zu viel Arbeit zu haben oder keine Gelegenheit für Pausen zu finden. Ein Viertel äußerte, kein Interesse an einer Pause zu haben. 14 Prozent verkniffen sich die Pause, um früher Feierabend machen zu können.
Jeder vierte Beschäftigte arbeitet ohne Pause durch, FAZ 13.11.18

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Lieber weniger Arbeit als mehr Geld 
Donnerstag, 22. November 2018 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Eine Umfrage der IG Metal zeigt, wie sich die Prioritäten der Arbeitnehmer verschieben. In der letzten Tarifrunde hatte die Gewerkschaft ausgehandelt, dass Angestellte für das kommende Jahr wählen können, ob sie eine Einmalzahlung in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsgehalts erhalten möchten oder lieber 8 zusätzliche freie Tage (wobei die Option der freien Tage bisher nur für Mitarbeiter mit Kindern, Menschen, die Angehörige pflegen, und für Schichtarbeiter zur Wahl steht). Die Umfrage in 1.400 Betrieben ergab, dass 190.000 Mitarbeiter für die freien Tage votierten. Ein Großteil der Nachfrage entfiel auf 140.000 Schichtarbeiter, 40.000 Metaller wollen die freie Zeit mit ihren Kindern verbringen und 10.000 sie nutzen, um Angehörige zu pflegen. Diese Entwicklung macht deutlich, wie sehr es den Menschen ein Anliegen ist, mehr über ihre Zeit verfügen zu können. Und dass sie von solchen Möglichkeiten Gebrauch machen, wenn sie nicht mit Einkommensverlusten verbunden sind, sie sich die freie Zeit also leisten können.
Hätten Sie lieber mehr Urlaub oder mehr Geld? SZ 13.11.18

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Erhöht Arbeitsverdichtung die Produktivität? 
Mittwoch, 21. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Eine Kapitalgesellschaft aus Neuseeland sorgte kürzlich für Furore. In einem Test fand der Eigentümer heraus, dass seine Mitarbeiter an vier Arbeitstagen genauso produktiv waren wie sonst, wenn sie fünf Tage arbeiteten. Er hatte vorübergehend die Arbeitszeit reduziert und am fünften Tag bekamen die Angestellten frei. Nun überlegt er, diese Lösung zu einem dauerhaften Modell werden zu lassen. In der Wirtschaftswoche diskutieren nun Experten darüber, was von solchen Experimenten zu halten ist. Einigkeit herrscht darüber, dass anscheinend immer mehr Menschen gerne mehr freie Zeit für sich selbst hätten - und es durchaus lohnend finden, sich dafür an ihren Arbeitstagen mehr ins Zeug zu legen. Kritisch hinterfragt wird allerdings auch, wie tragfähig eine solche Verdichtung von Arbeitszeit langfristig sein kann. Sicher, man kann Meetings, die unnötig in die Länge gezogen werden, zeitlich beschränken. Man kann aufhören, am Smartphone rumzudaddeln und stattdessen arbeiten. Gerne wird aber auch übersehen, dass viele vermeintliche Produktivitätsräuber auch so etwas wie eine "Pausenfunktion" haben. Die Gehirnforschung zeigt, dass der Mensch nicht stundenlang hochkonzentriert arbeiten kann. Die Aussicht, einen freien Tag pro Woche "geschenkt" zu bekommen, kann natürlich zunächst eine enorme Motivation freisetzen. Die Frage ist, wie lange sich diese aufrechterhalten lässt. Und die Frage ist auch, ob solche Szenarien überhaupt wünschenswert sind. Immerhin denken sie den Menschen mehr oder weniger als Maschine. Vergessen wird dabei gerne, dass Maschinen regelmäßige Wartung brauchen. Laufen sie länger, verkürzen sich die Wartungszyklen. Bei der menschlichen Regeneration dürfte das ähnlich sein, womöglich sogar komplexer. Stressexperten zum Beispiel raten dazu, über den Tag verteilt immer wieder Pausen zu machen, da es wesentlich länger dauere, sich wieder zu erholen, wenn man erst einmal völlig ausgepowert ist. Solche Aspekte werden bei der neuen Diskussion um "Arbeitszeitverkürzung" bisher noch kaum differenziert betrachtet.
So klappt die Vier-Tage-Woche bei vollem Gehalt, WiWo 11.11.18

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"Mindfulness reloaded" bei der Karmakonsum Onlinekonferenz 
Dienstag, 20. November 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Christoph Harrach, ein guter Bekannter von mir, organisiert seit vielen Jahren die Karmakonsum-Konferenz und hat damit über die Jahre ein enormes und inspirierendes Nachhaltigkeits-Netzwerk aufgebaut. Dieses Jahr habe ich die Ehre, bei der Karmakonsum Onlinekonferenz, die dieses Mal unter dem Motto "Innere Pfade der Nachhaltigkeit" steht, dabeizusein. Ich spreche mit Christoph über das Thema "Mindfulness reloaded: Wie Du von der Selbstverbesserung zur Ko-Kreation in Unternehmen gelangst". Die kostenlose Live-Ausstrahlung findet heute um 17 Uhr statt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Download-Paket aller Konferenzbeiträge zu erwerben.
Zur Karmakonsum Onlinekonferenz

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