Gedanken loslassen braucht Training 
Dienstag, 30. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Im Zuge des gegenwärtigen Achtsamkeits-Hypes ist immer wieder auch die Rede davon, dass das Loslassen der eigenen Gedanken ein wesentlicher Schritt zu mehr innerer Freiheit ist. Wer im Gedankenkarussell gefangen ist, frage sich natürlich, wie das gehen soll. "Im Zazen versuchen wir, die Gedanken einfach so zu lassen, wie sie sind, so wie Vogelstimmen, wie Insekten und loszulassen. Und loslassen ist etwas, was man nicht machen kann. Der Trick ist, die Gedanken anzunehmen. Wenn man die Realität oder das Leiden oder sich selbst loslassen will, muss man gleichzeitig die Realität, das Leiden, sich selbst annehmen. Also, wenn ich etwas nicht annehmen will, wie es ist, dann wird es zum Problem für mich. Wenn ich es annehme, wie es ist, muss ich nichts damit machen, das heißt, in dem Moment ist es schon losgelassen", erklärt der deutsche Abt Muho, der in Japan dem Zen-Kloster Antaiji vorsteht, in einer Sendung von Deutschlandfunk Kultur. Hört sich einfach an, oder? Ist aber nicht immer so einfach zu realisieren, denn unsere Denkgewohnheiten können sehr mächtig sein. Die im Kloster Praktizierenden meditieren pro Jahr etwa 1.800 Stunden ... Mit ein paar Minuten Meditation ist es vielleicht nicht getan, aber sie können ein Anfang sein. "Echtes Glück bedeutet, dass man auch mal sein Unglück annehmen kann. Echte Erleuchtung bedeutet, aufzuhören, danach zu suchen, wie der Hund, der herumschnüffelt und nach der Bratwurst sucht", sagt Abt Muho.
"Wenn du ganz stille sitzt, dann geschieht etwas", Deutschlandfunk Kultur 21.1.18

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Wohin hat uns die 1968er-Bewegung gebracht? 
Montag, 29. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Medien
Vor 50 Jahren, wenn man in Jubiläumszyklen denken mag, keimte mit der Hippie-Bewegung die Postmoderne auf. Kulturell betrachtet hat seitdem nicht weniger als eine tektonische Plattenbewegung stattgefunden. Kulturelle Vielfalt, Political Correctness und Gender Mainstreaming gehören zum offensichtlichen Erbe der Postmoderne und prägen heute wie selbstverständlich unsere Mainstream-Kultur. Doch zeigen die weltweit wachsenden Protestbewegungen mit nationalistischem Rückzugsdenken, Fremdenangst und Abstiegssorgen auch, dass der Spirit der 68er noch längst nicht nachhaltig Fuß gefasst hat in der Welt von heute. Die aktuelle Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur widmet sich der Frage, wohin uns postmodernes Denken gebracht hat, welche Durchbrüche mit ihm verbunden sind, aber auch, welche geistigen Engpässe mit ihm verbunden sind. Was mich bei der Recherche zu meinem eigenen Artikel über den politischen und kulturellen Einfluss der Postmoderne auf unsere gegenwärtigen Lebensverhältnisse überrascht und auch ein wenig betroffen gemacht hat, ist, dass gerade der Aufbruch zu mehr Vielfalt im Hinblick auf Lebensstile und kulturelle Konventionen durch die Hintertür auch den Weg geebnet hat für den heute immer mehr ausufernden Neoliberalismus der Leistungsgesellschaft. Weitere Beiträge der Ausgabe "Die Postmoderne und darüber hinaus - 1968 bis 2018": Der integrale Philosoph Ken Wilber sieht die Widerstände gegen die Postmoderne ebenfalls als einen Weckruf an die progressiven Kräfte in aller Welt, in ihrer Entwicklung einen Schritt weiterzugehen. Denn seiner Ansicht nach müssen wir Wege finden, die Pluralität der Postmoderne in eine umfassendere Integration zu führen. Bei dieser Integration wird auf psychologischer Ebene ein neuer Umgang mit unserer Innenwelt und unseren Gefühlen nötig sein, erklärt der Gestalttherapeut und Soziologe Hans-Peter Dreitzel, der die Hippie-Bewegung in Kalifornien und die Studentenbewegung in Berlin hautnah miterlebt hat. Er spricht von einer reflexiven Sinnlichkeit, die unsere Empfindungsfähigkeit mit einer wachen Bewusstheit verbindet, die auch um unsere Verbundenheit mit dem Ganzen weiß. Die evolve-Redakteurin und Gender-Expertin Elizabeth Debold hat sich in ein aktuelles Minenfeld der Diskussion um postmoderne Konfliktlinien begeben und analysiert in ihrem Artikel die #meetoo-Bewegung. Diese Bewegung hat eine längst überfällige Diskussion über sexuelle Gewalt und Übergriffe gegen Frauen angestoßen, bezieht sich aber gleichzeitig immer wieder auch auf alte Feindbilder. Wie können sich in dieser erhitzten Atmosphäre neue Geschlechterbeziehungen in beiderseitigem Respekt entwickeln? Wer probelesen möchte, findet hier einen Auszug aus dem Leitartikel von Thomas Steininger.

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Besser funktionieren mit Schmerzmitteln? 
Freitag, 26. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Wissenschaft
Vor einiger Zeit hatten wir darüber berichtet, dass sich in den Vereinigten Staaten in breiteren Teilen der Bevölkerung eine ernstzunehmende Abhängigkeit von Schmerzmitteln ausgebreitet hat. Auch in Deutschland zeichnen sich Entwicklungen ab, die bedenkenswert sind. Gerade bei den freiverkäuflichen Schmerzmitteln, denen man kaum Gefährdungspotential zutraut, gibt es gewisse Trends. So hat sich der Verkauf von frei erhältlichen Ibuprofen-Tabletten in den letzten zehn Jahren hierzulande fast verdoppelt. Seit den 2000er Jahren hat im deutschen Gesundheitswesen ein Umdenken stattgefunden. In der heutigen Zeit unter Schmerzen zu leiden, sei oft unnötig, so die Meinung nicht weniger Mediziner. Damit steigen die Verschreibungszahlen. Und es entwickelt sich eine Kultur, in der der Gebrauch von Schmerzmitteln zu etwas Alltäglichem wird. Eine Umfrage von Bayer etwa zeigt, dass es für viele Menschen bereits üblich ist, wenn es ihnen gesundheitlich schlecht geht, Schmerzmittel zu nehmen, um den Aufgaben in Beruf und Alltag gewachsen zu sein. Eine Entwicklung, die durchaus bedenklich ist, denn Mittel wie Ibuprofen können, so sie regelmäßig angewendet werden, Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen und die Nieren schädigen. Laut Forschung ist der langfristige Gebrauch von Schmerzmitteln schädlicher als der von Opiaten. Mediziner raten dazu, einen Arzt aufzusuchen, wenn man an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel nutzt. Vielleicht sollte man auch einfach mehr darüber nachdenken, warum man bei Schmerzen so leicht zu den Tabletten greift. Wer regelmäßig unter Kopfschmerzen leidet, weil er überlastet ist, tut sich keinen Gefallen, wenn er einfach immer weiter macht. Und die Vorstellung, im Job stets funktionieren zu müssen, mag von Arbeitsmoral zeugen, führt aber auch dazu, dass man reale Schieflagen im eigenen Leben ignoriert anstatt grundsätzlich etwas zu verändern.
Haste mal 'ne Ibu? Zeit.de 14.1.18

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Zuhause in der Stille 
Donnerstag, 25. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Für viele Menschen ist Stille ein ersehnter Gegenpol zum dauernden Beschäftigtsein im Alltag. Doch nur wenige sind wirklich konsequent und geben dieser Sehnsucht auch nach, zum Beispiel, indem sie sich für eine gewisse Zeit zum Schweigen in ein Kloster zurückziehen. Die Kirchenzeitung berichtet in einem interessanten Artikel über die Erfahrungen von Menschen, die in ihren Klosteraufenthalten nicht nur die Stille wiederfinden, sondern auch sich selbst. "Ein anderer Mensch wird man dadurch nicht. Aber man wird aufmerksamer, achtsamer für den Augenblick. Wenn ich auf meinem Bänkchen sitze, ganz nach innen gerichtet, dann habe ich schon nach ein paar Minuten den Eindruck, nach Hause gekommen zu sein. Zu Hause bin ich dann bei mir“, erzählt etwa der pensionierte Reporter Albert Herchenbach. Typische Meditationskurse verlangen Einsteigern einiges ab. In Einführungskursen werden pro Tag schon einmal neun Runden à 20 Minuten meditiert - aufrechtes Sitzen, mit freiem Rücken ohne Lehne, bewegungslos und im Schweigen. Bei Meditationswochen für Fortgeschrittene reicht das Pensum, eine Woche lang, bis zu täglich 15 Sitzrunden à 25 Minuten. Das mag, wenn man es noch nie ausprobiert hat, vielleicht verrückt klingen. Die Erfahrung zeigt jedoch: Gerade durch diese langen Phasen ohne ständige äußere Reize und Ablenkungen kann der eigene Geist wirklich zur Ruhe kommen. Und das ist ein Gefühl, das sich "lohnt". "Anfangs lässt einen der Alltag noch nicht los, aber irgendwann kommt man in einen Zustand, wo es von alleine geht. Die Gedanken sind dann weg. Du machst dir über deine Atmung keinen Kopf mehr, fühlst dich wie im Dämmerzustand, in einer Art Grauzone. Und dann kann es vielleicht geschehen, dass du einen kurzen, aber sehr intensiven Moment in der Versenkung erfährst. Viele erleben darin eine große Dankbarkeit für das Sein", erzählt Albert Herchenbach.
Hören statt reden, Kirchenzeitung, 14.1.18


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Meditationshelfer für unterwegs 
Mittwoch, 24. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Mit dem ReSource-Projekt hat die Neurowissenschaftlerin Tania Singer das bisher größte Forschungsvorhaben zur Wirkung von Achtsamkeitsverfahren mit weltlichem Hintergrund angestoßen. Im Kontext des Projekts ist nun auch eine Meditations-App entstanden, die mit einem Anfängerkurs und immer neuen Übungen Einsteigern dabei hilft, in die Welt der Achtsamkeit einzutauchen. "Der Name der App, 'Balloon', steht für ein leichtes, schwebendes Gefühl, für Wärme, für eine Herzensqualität", erklärt der Psychologe Boris Bornemann, der am ReSource-Projekt des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig beteiligt war, im Stern. Sein Anliegen: "Ich will etwas in die Welt bringen, was mir am Herzen liegt." An der Entwicklung der Kurse sind auch die Neurowissenschaftlerin Britta Hölzel beteiligit sowie die Achtsamkeitstrainerin und Unternehmensberaterin Claudia Braun. Die App ist bisher nur für Apple-Geräte verfügbar.
Digitalisierte Achtsamkeit: Entspannung per App, stern.de 14.1.18

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Arbeit oder Leben? 
Dienstag, 23. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit
Die Dominanz, die die Erwerbstätigkeit im Hinblick auf unsere Lebensgestaltung einnimmt, wird von Zeit zu Zeit immer wieder einmal Thema im öffentlichen Diskurs. Gerade erst haben die Gewerkschaften mit ihrer Forderung nach einer 28-Stunden-Woche (wenngleich nicht als Standard für alle Arbeitnehmer, so doch als längerfristige Option in bestimmten Lebensphasen) eine neue Diskussion eröffnet. Studien zur Akzeptanz des Grundeinkommens zeigen immer wieder, dass die meisten Menschen auch bei einer solchen finanziellen Freiheit weiterarbeiten würden. Andererseits ist auch ein Trend zum Downshifting zu beobachten - vor allem jüngere Menschen wählen öfter Teilzeit-Jobs, um all den anderen Dingen, die ihnen im Leben wichtig sind, gleichermaßen gerecht werden zu können. Unser Verhältnis zur Arbeit hat viele Facetten, manche davon durchaus zwiespältig. Das sagt auch der Experte für Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie Tim Hagemann in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Wertschätzung und Handlungspielräume seien zentrale Aspekte, die Menschen mit ihrer Arbeit zufrieden sein lassen, erklärt er. Darüber hinaus bindet uns die Arbeitswelt in ein größeres soziales Gefüge ein. "Lebenszufriedenheit ist nicht unbedingt von der Arbeit abhängig – genau so gut können sich Menschen kulturell, wissenschaftlich oder politisch engagieren. Nur für sich alleine zu sein, ohne Aufgabe oder Sinn, das wird für die Allermeisten sehr schwierig", so Hagemann. Viele, die mit der Arbeit grundsätzlich hadern, leiden womöglich allein an dem engen Korsett, das ihnen ihr Job auferlegt. Oder sie spüren, dass das tägliche Tätigwerden gegen Geld in nur einem Kontext sie von so vielem anderen, was sie als wichtig empfinden, abhält. Letztlich steht hier weniger die Frage im Raum, ob es gut ist zu arbeiten oder nicht, sondern vielleicht eher, was das Leben als Ganzes für uns ausmacht.
Was reizt uns am Leben ohne Arbeit? WiWo 10.1.18

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Der Zwang zur Perfektion 
Mittwoch, 17. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Der gesellschaftliche Druck zur Perfektion scheint in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen zu sein. Britische Forscher werteten die Daten von 164 Stichproben aus den USA, Kanada und Großbritannien von insgesamt rund 41.000 Studierenden aus, die seit den 1980er Jahren bis 2016 zum Thema Perfektionismus befragt worden waren. Dabei ging es um den Wunsch, möglichst perfekt zu sein, den erlebten Druck von außen sowie die eigenen unrealistischen Erwartungen an andere. Die Untersuchung brachte zutage, dass die heute Studierenden bei allen drei Formen des Perfektionismus höhere Werte aufwiesen als frühere Generationen. So stiegen zwischen 1989 und 2016 der gefühlte soziale Druck um 33 Prozent, der eigene Perfektionismus um 10 Prozent und die unrealistischen Erwartungen gegenüber anderen um 16 Prozent. Die Wissenschaftler vermuten, dass der ständige Vergleich, der durch Onlinenetzwerke geschürt werde, einen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet haben könnte - wobei mögliche Kausalitäten noch erforscht werden müssten. Auch der wachsende Druck im Bildungssystem könne mitverantwortlich sein. Während in den späten 1970er Jahren nur etwa jeder zweite Highschool-Absolvent auch ein Studium abgeschlossen habe, seien es 2008 bereits mehr als 80 Prozent gewesen. Das schüre die Erwartungen der jungen Menschen an sich selbst.
Einmal perfektes Leben, bitte, spektrum.de 3.1.18

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Meditation und die neuen Technologien 
Dienstag, 16. Januar 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Wissenschaft
Meditation ist eine der ältesten Methoden, das Bewusstsein zu weiten. Heute gibt es unzählige digitale Tools, die diesen Prozess effizienter und effektiver machen wollen. Was ist dran an diesem Versprechen? Dieser Frage bin ich in einem Artikel für evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur nachgegangen. Meine eigenen Selbstversuche in diesem Terrain haben mich sehr nachdenklich gemacht, denn einerseits scheinen manche der am Markt befindlichen, zumindest auf der psycho-emotionalen Ebene, durchaus positive Wirkungen zu zeitigen. Andererseits erlebe ich auch, wie durch die äußere Stimulation oder "Leistungskontrolle" auch Nebeneffekte eintreten können, die das, was Meditation letztlich auszeichnet, das so grundsätzliche Loslassen, auch stören. Ich denke, für Anfänger können solche Tools ein guter Einstieg sein, denn es ist nicht leicht, sich dem unablässigen Gedankenstrom in der Stille immer wieder zu stellen und ihm zu widerstehen. Und oft fragt man sich dann: Bin ich hier wirklich am Meditieren? Digitale Tools können hier durchaus Anhaltspunkte vermitteln. Aber ich bin da vielleicht einfach auch Puristin, denn die Freiheit, zu der Achtsamkeit eine Tür öffnen kann, will womöglich auch durch eine gewisse Anstrengung im eigenen Leben etabliert werden. Mit freundlicher Genehmigung von evolve können Sie den Artikel hier kostenlos lesen. Auch der 5. Kongress Meditation & Wissenschaft, der am 30. November/1. Dezember 2018 in Berlin stattfinden wird und den ich für die drei ihn tragenden Stiftungen organisiere, wird sich mit einem seiner Schwerpunktthemen unter dem Motto „Das Ich zwischen bewusster Selbstentwicklung und Neuro-Optimierung“ dem Thema widmen. Dr. Roland Kipke wird in einem Impuls das menschliche Streben nach Selbstverbesserung näher betrachten und die Unterschiede zwischen Neuro-Enhancement und traditionellen Methoden der Übung beleuchten. Dr. Ulrich Ott nimmt Biofeedback-Geräte unter die Lupe und gibt einen Überblick darüber, welche wissenschaftlichen Belege es für den Nutzen von Biofeedback beim Erlernen und Praktizieren von Meditation gibt. Und Dr. Jürgen Fell zeigt, was von dem Hype um die Hirnstimulation mit so genannten Binauralen Beats, die in Tools wie Holosync oder den Meditations-Tracks von iAwake genutzt werden, um das Gehirn in einen meditativen Zustand zu versetzen, zu halten ist. Im gemeinsamen Dialog werden die drei Wissenschaftler eruieren, wie viel Optimierung das Streben nach Selbstverbesserung verträgt, und das Spannungsverhältnis betrachten, das entsteht, wenn Meditation zu einer Methode der Selbstentwicklung gemacht wird. Womöglich ist der Weg „Vom Autopilot zur inneren Freiheit“ auch viel einfacher zu beschreiten. Die Studien zum freien Willen von John-Dylan Haynes jedenfalls stimmen zuversichtlich. Beim Kongress wird er seine neuesten Forschungen vorstellen und betrachten, welche Spielräume Achtsamkeit ermöglicht, wenn es darum geht, unser Denken aus seinen eingefahrenen Bahnen zu befreien.

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