Wie Social Media eine ganze Generation prägt 
Dienstag, 13. März 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Soziale Netzwerke können süchtig machen, das zeigen inzwischen verschiedene Studien. In der jungen Generation braut sich hier etwas zusammen. Eine neue Studie der Krankenkasse DAK und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt, dass heute 2,6 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren von sozialen Medien abhängig sind. Umgerechnet sind das rund 100.000 Jugendliche. Die tägliche Nutzungsdauer liegt in dieser Altersgruppe bei zweieinhalb (Jungen) bis drei (Mädchen) Stunden. Die Wissenschaft zeigt auch: Wer von sozialen Medien abhängig ist, hat ein um 4,6 Prozent höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken. Bedenklich stimmt auch, wie sich so stark durch soziale Medien geprägte junge Menschen später entwickeln und was das für sie im Berufsleben bedeutet. Seit Jahren steigt die Zahl psychischer Erkrankungen, unter anderem angetrieben von Stress und Burn-out. Auch für Arbeitnehmer, die die Welt der sozialen Medien und die Allzeit-Verfügbarkeit (und den Anspruch daran), den diese mit sich bringen, erst in reiferem Lebensalter kennengelernt haben, leiden darunter. Welche Probleme können also für die jugendlichen Dauernutzer erwachsen, wenn sie später im Berufsleben Social Media nicht mehr nur zum Vergnügen nutzen, sondern die virtuelle Kommunikation auch als äußere Anforderung erleben? Es dürfte wichtig sein, diese Problematik schon heute stärker ins Visier zu nehmen.
So süchtig machen Whatsapp, Instagram und Co., FAZ 1.3.18

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Wenn Feedback als Bedrohung ankommt 
Montag, 12. März 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Wenn Mitarbeiter etwas vermasseln, muss der Chef eingreifen. Feedback soll eigentlich dabei helfen, den Job künftig besser zu machen. Viele Führungskräfte sind sich allerdings nicht bewusst, wie leicht der Schuss nach hinten gehen kann, wenn sie nicht den richtigen Ton und die richtige Perspektive treffen. Eine an der Harvard University gemachte Studie mit 300 Mitarbeitern eines Unternehmens zeigt: Umso negativer das Feedback des Chefs ist, umso eher bemühen sich Angestellte, neue Netzwerke in der Firma aufzubauen. Nur wenige Teilnehmer der Studie nahmen negative Rückmeldungen an und versuchten tatsächlich, ihre Leistung zu verbessern. Viele Mitarbeiter betrachteten hingegen schlechtes Feedback als Bedrohung ihres Selbstbildes. Die Nähe zu anderen Kollegen hilft dann, dieses Selbstbild aufrechtzuerhalten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Feedback nur dienlich ist, wenn es auch dieses Identitätsbedürfnis der Angestellten berücksichtigt. Es sollte sehr konkret sein, aus einer Ich-Perspektive gegeben werden und auch Vorschläge beinhalten, wie man die Dinge besser machen kann.
Was schlechtes Feedback bei Mitarbeitern auslöst, WiWo 1.3.18

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Was Arbeitnehmer wollen - in Ruhe nachdenken 
Freitag, 9. März 2018 - Bewusstsein, Studien, Arbeit, Management
Manchmal fördern Studien zur Arbeitszufriedenheit Überraschendes zutage. In einer Umfrage von Porsche Consulting mit rund 1.000 Büroangestellten aus dem Bundesgebiet wünschte sich die Hälfte der Teilnehmer, im Job jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit zu haben, um nachzudenken und zu planen. Was sich anhört wie Zeitverschwendung, könnte durch die Hintertür durchaus positive Effekte haben. 93 Prozent der Untersuchungsteilnehmer gaben nämlich an, gerne im Job eigene Ideen einbringen zu wollen, wenn die Chefs sie denn ließen. 43 Prozent wünschen sich explizit mehr Mitsprache bei der Gestaltung ihrer Aufgaben. Fast scheint es, als wäre gute Führung nicht nur auf das Machen angewiesen, sondern mindestens genauso auch auf das Zulassen - von Eigeninitiative und Freiräumen.
Was wir uns am Arbeitsplatz wirklich wünschen, welt.de 26.2.18

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Wie Achtsamkeit im Business wirkt 
Donnerstag, 8. März 2018 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Die Wirtschaftswoche zeigt wieder einmal in einem Beitrag, wie in immer mehr Unternehmen die Achtsamkeitspraxis Einzug hält - und vor allem, welche Wirkungen sie im Job-Alltag haben kann. Christian Weiher etwa, Chemieingenieur bei BASF, meditiert, seitdem er im Rahmen eines Führungskräftetrainings Achtsamkeitsmethoden erlernt hat, täglich 10 Minuten. Und das macht für ihn einen Unterschied. "Es gibt einen winzigen Moment zwischen Reiz und Reaktion, den es zu bemerken und zu nutzen gilt. In diesem Moment habe ich die Wahl: Verfalle ich in alte Denk- und Handlungsmuster, oder ändere ich etwas?", erzählt er. Das mag unspektakulär klingen, kann im hektischen Business jedoch einen wesentlichen Unterschied machen. Wer nicht gleich aus der Haut fährt, wenn es mal brennt, provoziert weniger Konflikte. Und dieses Moment der Freiheit, das aufscheint, wenn man erkennt, man hat die Wahl, ist noch dazu im Berufsleben ein wesentlicher Motivationsfaktor.
Achtsamkeit kann Sie zu einer besseren Führungskraft machen, WiWo 18.2.18

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Um die 30 - die Generation Krise 
Mittwoch, 7. März 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Um die 30 fängt das Leben richtig an - möchte man zumindest meinen. Zwei neue Untersuchungen legen allerdings nahe, dass heutzutage die Generation junger Erwachsener eher im Krisenmodus unterwegs ist. In einer Umfrage des Online-Portals Linkedin gaben 67 Prozent der Befragten an, schon vor dem 30. Lebensjahr in eine handfeste Lebenskrise geschlittert zu sein. Einer Erhebung der Barmer Ersatzkasse zufolge leidet hierzulande jeder Vierte im Alter zwischen 18 und 25 Jahren an psychischen Erkrankungen wie Panikattacken, Angststörungen oder Depressionen, ein Anstieg um 38 Prozent seit 2005 auf nunmehr bis zu 1,9 Millionen Betroffene. Hilfe finden sie, so die Linkedin-Umfrage, bei Freunden (85 Prozent) oder in der Familie (63 Prozent). 3,8 Prozent setzen auch auf die Unterstützung durch erfahrene Mentoren.
Mittzwanziger im Krisenmodus, FAZ 28.2.18

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Achtsamkeit verändert nicht wie auf Knopfdruck das Verhalten 
Dienstag, 6. März 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Dank zahlreicher wissenschaftlicher Studien knüpfen sich an die Wirkung von Achtsamkeit viele Erwartungen. Menschen, die meditieren, sind stressresistenter, und auch die gesundheitlichen Wirkungen von Achtsamkeit im Alltag sind gut erforscht. Wie aber wirkt eine achtsame Haltung im ganz alltäglichen Verhalten? Das untersuchten Wissenschaftler vom Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der Technischen Universität (TU) Berlin. Im Blinka-Projekt, was für Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining steht, betrachteten die Forscher, wie sich das Konsumverhalten von 100 Probanden verschiedener Altersgruppen, die einen MBSR-Kurs absolvierten, durch die Achtsamkeitspraxis veränderte. Die ernüchternde Erkenntnis: Zunächst einmal gar nicht. Und doch vermittelt die Studie interessante Einblicke. Insgesamt hatten die Studienteilnehmer ein positives Verhältnis zu nachhaltigem Konsum entwickelt. Manche sahen ihren Fleischkonsum nun kritischer, andere waren grundsätzlich bereit, mehr Geld für faire, hochwertige Lebensmittel auszugeben. Diese Veränderungen in der Einstellung schlugen sich allerdings noch nicht in veränderten Verhaltensweisen nieder. Auch zeigte sich, dass im Verlauf der Studie den Meditierenden materielle Werte weniger wichtig wurden.
Achtsamkeit Wirkt sich regelmäßiges Meditieren auf das Konsumverhalten aus? Berliner Zeitung, 20.2.18

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Was macht uns glücklich? Andere Menschen! 
Donnerstag, 22. Februar 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Glück klingt nach einer großen Idee, doch finden tun wir es meist im Kleinen. Ein Forscherteam aus den USA und Japan befragte rund 100.000 Probanden, hauptsächlich im Alter von 20 bis 40 Jahren, nach ihren glücklichen Momenten. Spitzenreiter waren mit 46 Prozent Begegnungen mit anderen Menschen, hauptsächlich aus der Familie. 16 Prozent erlebten glückliche Augenblick im Kontext des Essens, 14,5 Prozent bei der Arbeit. Entertainment, Sport und Shoppen beglückten maximal 9 Prozent der Untersuchungsteilnehmer.
Hunderttausend Momente des Glücks, spektrum.de 13.2.18

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Die Beharrlichkeit des Fakes 
Mittwoch, 21. Februar 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Fake-News sind schwer zu entkräften, das erleben wir seit längerer Zeit immer wieder, vor allem in den sozialen Netzwerken. Eine wissenschaftliche Metaanalyse, bei der Studienergebnisse von 7.000 Probanden betrachtet wurden, lässt nun erahnen, warum dies so schwer ist. Bei ihrer Auswertung stellten die Wissenschaftler fest, dass es nicht ausreicht, Ansichten als falsch darzustellen. Im Gegenteil - die Gegenaufklärung geht oft vor allem deshalb schief, weil sie Bezüge zur eigentlich zu widerlegenden falschen Tatsache herstellt und diese dabei nur noch fester in denen, die sie annehmen, verankert wird. Die Erkenntnis der Studie: Es braucht überzeugende Gegenmodelle und einleuchtende Argumente. Und selbst diese wirken nicht immer, aber immerhin besser als der schlichte Versuch, etwas als falsch zu brandmarken.
Fake? Einfach kontern reicht nicht ... Psychologie heute 12.2.18

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