Trendreport zum Achtsamkeits-Hype 
Freitag, 12. Mai 2017 - Bewusstsein, Medien
Das Zukunftsinstitut ist sich sicher, "der Mindshift kommt" - so zumindest der Untertitel des neuesten Trendreports zum Thema Achtsamkeit. Im Fokus des Reports stehen dabei weniger das Meditieren und andere Achtsamkeitsübungen, als vielmehr der Wandel psychokultureller Dispositionen und ihre Auswirkungen auf das Business. Es geht um gelasseneres Altern, postmodernen Minimalismus, digitales Entstressen und mehr Achtsamkeit im globalen Miteinander. Auch nehmen die Trendforscher wahr, dass der Fitness-, Leistungs- und Selbstoptimierungswahn in den Hintergrund rücke und einem neuen, holistischeren Verständnis von Gesundheit weiche, das nicht nur auf Selbstverantwortung setzt, sondern auch Erwartungen an eine Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen formuliere. Ein Kapitel des Reports widmet sich "Spiritual Leadership". Hier sehen die Trendforscher mentale Stärke und innere Ruhe nicht mehr als Voraussetzung, sondern als permanenten, bewussten Erneuerungsprozess. Die Autoren beobachten auch, dass die Idee des nachhaltigen Lebens sich vom Gedanken des Verzichts löse, so dass es für Firmen spannend werde, mit grünen Innovationen zu punkten. Auch Rückzugsphänomene zeigen sich auf dem Radar beim -"Social Cocooning", einer Sehnsucht nach Unbeschwertheit, Gemütlichkeit und Vertrauen. Ich finde es immer wieder spannend, wie es dem Zukunftsinstitut gelingt, Phänomene des Zeitgeistes greifbar zu machen. Die Vermarktungslogik, die frei Haus dazu geliefert wird, nimmt manchen der präsentierten Phänomene allerdings etwas von ihrer Substanz, denn viele der beschriebenen psychischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen kommen ihrem Kern und Wesen nach gänzlich ohne die Konsummuster, die der Report aus ihnen ableitet, aus.
Zukunftsinstitut: Die neue Achtsamkeit

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Leben lernen - die neue Ausgabe von evolve  
Montag, 24. April 2017 - Bewusstsein, Medien
Heute wieder eine Meldung in eigener Sache - die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur, ist ab sofort erhältlich. Als Redaktion haben wir uns gefragt: Wie kann unsere Kultur zu einem Raum werden, in dem Lernen das ermöglicht, was sie lebendig sein lässt: sich immer wieder von innen her zu erneuern, zu entwickeln, weitere Horizonte zu erschließen? Betrachten wir Bildung aus dieser Perspektive, richtet sich der Blick auf uns selbst und auf unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Sind wir bereit, in der Tiefe zu lernen und nicht nur Wissen zu sammeln? Wie können wir zu einer Atmosphäre beitragen, in der Bildung nicht unter dem Diktat von Ökonomie und Leistung steht, sondern den Menschen meint, mit all seinen Fähigkeiten und Potenzialen? Und wie kann eine Beziehungs- und Dialogkultur wachsen, die das in jeder Situation mögliche Lernen mitleben lässt? Diesen Fragen - und ersten Antworten darauf - widmen sich die Autoren dieser Ausgabe. Ich selbst habe in meinem Artikel den zuweilen verzweifelten Versuch näher betrachtet, der wachsenden Komplexität mit immer neuen Optimierungsideen zu begegnen und versuche Wege aufzuzeigen, wie wir uns in eine eher fließende, berührende, aufnehmende Begegnung mit dem Leben als Ganzem bewegen können. Am Donnerstag um 20 Uhr werde ich zusammen mit evolve-Herausgeber Dr. Thomas Steininger in Radio evolve einen Überblick über die Themen des Heftes geben.

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Entspannen mit der Natur via Youtube 
Mittwoch, 15. Februar 2017 - Lebensart, Medien
Die Videos von Johnnie Lawson sind ein echtes Phänomen. Auf Youtube veröffentlicht der irische Maler immer wieder stundenlange Videos von Naturimpressionen, die von Millionen von Menschen gesehen werden - um zu entspannen, zur Ruhe zu kommen, besser zu schlafen. Die Idee zu dem Projekt entstand durch einen Zufall. Lawson hatte Naturszenen ins Internet gestellt, um sie mit anderen Künstlern zu diskutieren, und bekam auch Feedback von anderen Zuschauern, die sich bei ihm für die "heilende" Wirkung seines Films bedankten. Ein achtständiges Video von einem wunderschönen Bach in ländlicher Idylle wurde auf Youtube schon mehr als 16 Millionen Mal angesehen. Manche Zuschauer lassen die Clips sogar die ganze Nacht über laufen, um ihre Schlafprobleme zu überwinden. "Mir ist klar geworden, dass ich die Heilungskräfte der Natur per Film weitergeben kann. Die Natur hat mich schon immer fasziniert. Ein Bach zum Beispiel kann so viele verschiedene Töne machen, so viel Energie ausstrahlen. Fließendes Wasser hat eine beruhigende, therapeutische Wirkung. Erst heute Morgen hat mir jemand geschrieben, meine Filme hätten ihn vor einer schweren Depression bewahrt. Und solche Zuschriften bekomme ich jeden Tag. Vor allem Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, lieben meine Videos. Sie helfen ihnen beim Einschlafen. Deshalb auch die Länge von acht Stunden: So können sie die ganze Nacht laufen", so Lawson im Interview mit Spiegel online.
"Ich freue mich, wenn die Zuschauer einschlafen", Spiegel online 5.2.17

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Auswege aus der Grübelfalle 
Montag, 23. Januar 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Wissenschaft, Medien
Die Journalistin Katharina Kilchenmann hat den Kongress Meditation & Wissenschaft genutzt und mit Psychologen, Neurowissenschaftlern und spirituellen Lehrern darüber gesprochen, wie wir der Falle des ewigen Grübelns entrinnen können. In dem Radio-Feature erklärt die Wissenschaftlerin Christine Kühner, warum das Grübeln für uns manchmal so verführerisch ist - und wie Achtsamkeitsübungen dabei helfen können, das Kreisen der Gedanken um sich selbst zu durchbrechen. Der Psychologe Stephan Grünewald lässt deutlich werden, dass Grübeln nicht allein ein persönliches Problem ist, sondern auch von unseren kulturellen Umständen geprägt wird. Sehr erfrischend gesteht die Zen-Lehrerin Anna Gamma, dass sie, obwohl sie regelmäßig meditiert, auch bisweilen ins Grübeln kommt. Sie zeigt, wie es gelingen kann, aus drängenden Gedanken wichtige Lehren zu ziehen - und sie dann wieder loszulassen. Ein spannendes Radio-Feature!
"Erlöse uns von dem Grübeln", Radio SRF 2 8.1.17

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Neue Ausgabe von "evolve" zum Thema Aktivismus 
Montag, 24. Oktober 2016 - Medien
Die neue Ausgabe von evolve ist wirklich besonders geworden, denn dieses Mal widmen wir uns einem Thema, das wohl allen unter den Nägeln brennt: Was können wir tun? Das Herz eines neuen Aktivismus. Wir haben dafür mit einer neuen Generation von Aktivisten gesprochen, die ihr Engagement für sozialen Wandel aus einem tieferen Bewusstsein unserer Verbundenheit lebt. Ihre Einsichten geben überraschende Antworten auf die Frage, was jeder von uns tun kann, um unsere Welt zu verändern. Ein Leitmotiv der Ausgabe ist es, unseren eigenen Standort, von dem aus wir uns für Wandel einsetzen, näher zu betrachten und zu hinterfragen. Ein weiteres, die Komplexität gegenwärtiger Herausforderungen mutig in den Blick zu nehmen. Einen Überblick über das gesamte Thema, gibt die Sendung von Radio evolve, die ich mit Thomas Steininger gemacht habe.
Neue Ausgabe von evolve

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Die Kunst anzuhalten 
Freitag, 5. August 2016 - Medien
Asus, Hersteller von Notebooks, hat bereits einige Produkte mit dem Label "Zen" im Programm - nun veröffentlicht das Unternehmen auch ein ZenMag, eine Kundenzeitschrift, die sich neben dem Produktportfolio von Asus auch Wesentlichem widmen möchte. In der aktuellen Ausgabe gibt es beispielsweise einen Beitrag über "Die Kunst anzuhalten". „Zen ist ein Weg, sich selbst zu erforschen und aus dem Lärm der äußeren Welt in die Welt der Ruhe und des Seins zu finden. Er entwickelt sich aus der täglichen Praxis, die Disziplin und Ernsthaftigkeit erfordert. Neben Konzentration und Kraft soll jedoch genauso Freude, Offenheit und Leichtigkeit in unserem Leben Platz finden“, erklärt dort Dr. Fleur Sakura Wöss, Leiterin des Zen Meditationszentrum Misho-an (“Tempel des Lächelns”) in Wien, den Begriff des Zen. Für die Zen-Lehrerin geht es bei der Meditation weniger um Selbstverbesserung als eher darum, wieder in Kontakt zu kommen mit dem, was ist. „Wer sich zu viel zumutet und nicht regeneriert läuft Gefahr krank zu werden. Der Körper reagiert schnell auf Symptome, die letztendlich durch eine geistige oder seelische Überlastung hervorgerufen werden. Zen hilft, wieder auf die Stimme des Körpers zu hören“, so Fleur Sakura Wöss.
Asus ZenMag

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Neue Ausgabe von evolve zum Thema "Lebendigkeit" 
Donnerstag, 21. Juli 2016 - Medien
Ab heute ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur am Kiosk erhältlich. Unser Schwerpunktthema dieses Mal: Lebendigkeit - der Impuls, der alles bewegt. Wir glauben ja gerne zu wissen, was Lebendigkeit ist - und wie wir lebendig sein können. Gräbt man ein bisschen tiefer, eröffnet sich indes auch manche Überraschung. Einer meiner Lieblingsartikel im Heft ist der Beitrag des nigerianischen Psychologen und Aktivisten Bayo Akomolafe, der in seinem poetisch-provokanten Essay über den Tod des Gorillas Harambe im Zoo von Cincineti schreibt. Für Akomolafe ist dieser Zwischenfall eine Begegnung mit unseren Monstern unseren Klischees und Fantasien vom Monströsen und den Grenzen, die wir gegen dieses Unbekannte setzen, Grenzen, die uns auch von unserer Lebendigkeit trennen. Elizabeth Debold rüttelt in ihrem Gender-Artikel an all den gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen von Lebendigkeit, die wir über die Jahrhunderte verinnerlicht haben, und öffnet den Blick dafür, dass Lebendigkeit "Soviel mehr als das" ist. In meinem eigenen Beitrag gehe ich der Frage nach, wie Bewegungen wie das Grundeinkommen oder der Minimalismus versuchen, uns aus kulturellen Zwängen zu befreien. Die Ausgabe hat einige Überraschungen parat - am besten selbst lesen!

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Ein neues Verständnis von Nähe macht einen Unterschied  
Dienstag, 26. Januar 2016 - Medien
Letzte Woche hatte ich das große Vergnügen, gemeinsam mit meinem evolve-Redaktionskollegen Dr. Thomas Steininger eine Radiosendung zu unserer neuen Magazin-Ausgabe zu machen, die das Thema Nähe unter die Lupe nimmt. In einer Kultur, die vor allem von unserer Individualität lebt, verstehen wir unter Intimität gemeinhin vor allem unsere persönlichen, partnerschaftlichen Beziehungen zu ausgewählten Menschen. Was aber, wenn wir den Radius dieser Selbstverortung weiten? Wenn wir zu erkennen beginnen, dass wir dem Leben als Ganzem wirklich nahe kommen können? Wenn ich mir die Herausforderungen der Gegenwart anschaue, sei es der Klimawandel, die großen wirtschaftlichen Fragen, vor denen wir stehen, die weltweiten Flüchtlingsbewegungen, dann wird mir immer deutlicher, dass unsere Fähigkeit zur Nähe längst keine rein persönliche Angelegenheit mehr ist. Gerade unsere Bereitschaft, wirklich mit dem zu sein, was ist, uns davon berühren zu lassen, ist heute vielleicht der zentrale Schlüssel zu einem In-der-Welt-Sein, das tatsächlich aus dem schöpft, was uns als Menschen ausmacht - und andere Menschen in dieser Tiefe berührt, sich mit ihnen verbindet. Unser Radiogespräch vermittelt einige Einsichten, wie wir uns in einen solchen Gestaltungsprozess hineinbewegen können.
Radio evolve - die Sendung zum Download

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