Pandemie kann dem Vermögen der Superreichen nichts anhaben 
Mittwoch, 14. Oktober 2020 - Lebensart, Studien
Durch die Corona-Krise sind die finanziellen Zukunftssorgen vieler Menschen, sei es durch Kurzarbeit oder die Gefahr, ihre Arbeit zu verlieren, gewachsen. Eine Gruppe ist bisher von der Sorge, ihre finanzielle Situation könnte sich durch die Pandemie verschlechtern, verschont geblieben. Wie ein Bericht der UBS Bank zeigt, könnten die Superreichen selbst in dieser wirtschaftlich dramatischen Zeit deutlich erhöhen. Lag das Vermögen dieser Vermögenden in Deutschland im März des vergangenen Jahres noch bei 500,9 Milliarden Dollar, so besaßen sie im Juli diesen Jahres laut UBS-Berechnungen 594,9 Milliarden Dollar. Weltweit besitzen die mehr als 2.000 Superreichen, die über mehr als eine Milliarde Dollar verfügen, 10,2 Billionen Dollar, ein bisheriger Höchstwert. Dagegen muten die für all die wirtschaftlichen Rettungsprogramme investierten Gelder wie Peanuts an.
Vermögen der Milliardäre so groß wie nie zuvor, zeit.de 7.10.20

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Wenig Sinn für die Bedürfnisse anderer 
Montag, 12. Oktober 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Manchmal hat der Volksmund unrecht, beispielsweise wenn es darum geht, von sich selbst auf andere zu schließen. Das sollten wir nämlich vielleicht doch bisweilen tun, insbesondere wenn es darum geht, uns der Bedürfnisse unserer Mitmenschen bewusst zu werden. Eine Studie zeigt nämlich: Das, was wir für uns selbst als wesentlich erachten, können wir bei anderen oft nur schwer wahrnehmen. Befragt wurden rund 1.900 Personen aller gesellschaftlichen Schichten zu ihren eigenen körperlichen und psychischen Bedürfnissen sowie zu jenen, die sie von anderen Menschen annehmen. Dabei zeigte sich: Eine Mehrheit erachtet die eigenen körperlichen Belange als weniger wichtig als die psychischen. Ging es darum, die Verfassung beispielsweise von Obdachlosen einzuschätzen, zeigte sich, dass hier viele Menschen eher glauben, dass für diese Personengruppe vor allem das Körperliche in ihrer Situation wesentlich sei - wenngleich die Betroffenen eine ähnliche Selbstbetrachtung zeigten wie die über sie Befragten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir die psychischen Belange unserer Mitmenschen weniger wahrnehmen können, weil diese nicht deutlich sichtbar sind. Das verleitet uns dazu, ihnen kaum Aufmerksamkeit zu schenken.
Meine Bedürfnisse, deine Bedürfnisse, Psychologie heute 4.9.20

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Wie wir unser Selbstbild aufpolieren 
Donnerstag, 8. Oktober 2020 - Psychologie, Studien
Wir glauben meist, uns selbst zu kennen. Doch bei genauerem Hinsehen haben wir eine nicht von der Hand zu weisende Neigung, uns besser zu machen, als wir sind. Das illustrieren verschiedene Studien mehr als anschaulich. Legt man Menschen verschiedene Fotos von sich vor, die mal besser, mal schlecht und mal recht normal ausfallen, neigen die meisten Menschen dazu, die schönsten Fotos als repräsentativ von sich zu betrachten. Ähnlich sieht es aus, wenn wir unsere Leistungen einschätzen sollen. Innerer Maßstab sind dann nämlich unsere Bestleistungen - während wir bei der Beurteilung anderer eher deren durchschnittliche Leistung wahrnehmen. Diese Diskrepanz in unserem Urteil tritt vor allem in Bereichen besonders stark hervor, in denen es um Kompetenzen geht, in denen wir nicht so gut sind. Auch unsere Persönlichkeit hat wesentlichen Einfluss. Menschen, die sich als offen betrachten, schätzen sich beispielsweise auch als kreativer ein, als sie es bisweilen sind. Vielleicht sollten wir die kritische Betrachtung, die wir anderen zukommen lassen, bisweilen auch auf uns selbst anwenden.
Worin wir uns selbst überschätzen, spektrum.de 1.10.20

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Ungerechte Chefs machen Mitarbeiter krank 
Mittwoch, 7. Oktober 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Ob Vorgesetzte ihre Mitarbeiter fair behandeln, scheint nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeitenden zu haben. Diese Schlussfolgerung legt der AOK-Fehlzeiten-Report 2020 nahe. Befragt wurden 2.500 Arbeitnehmer*innen. In der Gesamtbilanz zeigt sich: Jene, die sich vom Chef fair behandelt fühlen, sind im Jahresschnitt zwei Tage weniger krank als die, die über Ungerechtigkeit klagen. Letztere empfinden Wut und Ärger (23,3 Prozent) und berichten, dass sie unter Lustlosigkeit (21,2 Prozent), Erschöpfung (19,7 Prozent) oder Schlafstörungen (18,1 Prozent) leiden - und dies ständig oder beinahe ständig in den vier Wochen vor der Erhebung.
Je gerechter der Arbeitsplatz, umso gesünder die Beschäftigten, WiWo 29.9.20

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Corona geht bei vielen voll auf die Psyche 
Montag, 5. Oktober 2020 - Lebensart, Psychologie, Studien
Die Pandemie setzt uns zu, so viel ist gewiss. Und es geht dabei nicht nur um unser Unbehagen aufgrund vieler Einschränkungen unseres Lebenswandels. In einer im Auftrag der Axa-Versicherung erhobenen Befragung von 1.000 Deutschen zeigt sich, dass für viele die psychischen Belastungen erheblich gestiegen sind und das seelische Krankheitspotential steigt. Ein Drittel der Befragten fühlt sich durch die Krise deutlich stärker psychisch belastet, ein Viertel beklagt den Kontrollverlust im eigenen Leben. Hierzulande gelten 18 Millionen Menschen als psychisch erkrankt, allerdings lässt sich nur ein Fünftel von ihnen auch behandeln. Vor der Krise gaben von ihnen 76 Prozent, an Traurigkeit und Depression zu leiden, inzwischen sind es 81 Prozent. Frauen fühlen sich insgesamt von der Krise stärker betroffen als Männer. 44 Prozent von ihnen sehen allgemein mehr Herausforderungen und Probleme durch die Pandemie in ihrem Leben, bei den Männern sind es nur 31 Prozent. Die Versicherung warnt bereits davor, dass die Pandemie langfristig deutliche psychische Folgen zeitigen wird.
Ein Viertel der Deutschen verlor gefühlt die Kontrolle über das eigene Leben, welt.de 28.9.20

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Lebensstil der Reichen ist besonders schlecht fürs Klima 
Donnerstag, 1. Oktober 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wenn es um die Klimakrise geht, sind wir alle zum Handeln aufgefordert. Ein Blick auf die größten Verursacher von CO2 zeigt allerdings auch, dass es Bevölkerungsgruppen gibt, deren Lebensweise besonders große negative Auswirkungen hat. Eine Oxfam-Studie, die die weltweiten Emissionen zwischen 1990 und 2015 auswertet, zeigt: Gut die Hälfte des CO2-Ausstoßes in dieser Zeit wurde von den reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung verursacht. Das reichste Prozent war sogar für 15 Prozent der Emissionen verantwortlich. Der Anteil der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung am CO2-Ausstoß liegt hingegen bei lediglich sieben Prozent. In Deutschland fallen die Unterschiede geringer aus, sind aber dennoch sehr deutlich. Hierzulande verursachen die reichsten zehn Prozent ein gutes Viertel des nationalen CO2-Ausstoßes, die ärmere Hälfte ist für ein knappes Drittel verantwortlich. Oxfam sieht insbesondere im Verkehr, in Flügen und der Nutzung großer Autos, einen Hebel für Veränderung, denn dieser war zwischen 2010 und 2018 der zweitgrößte Faktor bei den Emissionen.
Reiche schädigen Klima sehr viel stärker als Arme, spiegel.de 21.9.20

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Nachhaltigkeit bleibt auf unserem Radar 
Dienstag, 29. September 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Seit Monaten bestimmt vor allem die Pandemie die Schlagzeilen und die Meta-Krise des Klimawandels scheint in der Öffentlichkeit in den Hintergrund gerückt zu sein. Doch im Bewusstsein der Bevölkerung ist sie es nicht. Eine Studie der Universität des Saarlandes mit 500 Befragten aller Altersgruppen zeigt: Auch in Zeiten der Krise haben viele Menschen, wenn es um ihren Konsum geht, Nachhaltigkeit im Blick. 77 Prozent ist es wichtig, dass das, was sie kaufen, keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat. 64 Prozent berücksichtigen bei Käufen mögliche Auswirkungen. Und 55 Prozent sind bereit, Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen, wenn dadurch umweltgerechtere Maßnahmen gefördert werden. Für knapp die Hälfte der Befragten hat die Corona-Situation außerdem das Interesse an regionalen Produkten gestärkt. 44 Prozent sagen von sich, durch die Pandemie auch bereit zu sein, mehr für diese zu zahlen.
Nachhaltigkeit trotz Krise hoch im Kurs, wissenschaft.de 11.9.20

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Neuer Höchststand bei psychischen Erkrankungen 
Freitag, 25. September 2020 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Unsere psychische Verfassung, zumindest gesamtgesellschaftlich betrachtet, scheint nur eine Richtung zu kennen - es geht bergab. Und dies nicht, weil Corona uns unter Dauerstress setzt. Die von der DAK ermittelten Krankschreibungen wegen psychischer Probleme haben im letzten Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Gegenüber 2018 erhöhten sich die Fehltage von Arbeitnehmer*innen wegen Depressionen, Angst- oder Belastungsstörungen um 24 auf 260 Tage pro 100 Versicherte. Erstmals hat die DAK diese Krankschreibungen 1997 gesondert gemessen. Seitdem haben sich die Krankschreibungen im Volumen um 239 Prozent erhöht. Einzelne Branchen sind dabei besonders betroffen. So kommt die öffentliche Verwaltung auf 382 Fehltage pro 100 Versicherte, gefolgt vom Gesundheitswesen (338 Tage) und Verkehr, Lagerei und Logistik (249 Tage). Am Widerstandsfähigsten scheinen Menschen zu sein, die in der Baubranche arbeiten (154 Tage) - allerdings dürften diese dann wahrscheinlich eher aufgrund von Muskel- bzw. Skeletterkrankungen bei der Arbeit fehlen. Alles in allem ein ernüchterndes Bild. Die DAK weist denn auch darauf hin, dass wir hier mit einem gesellschaftlichen Problem konfrontiert sind.
Rekord bei Krankschreibungen wegen psychischer Probleme, zeit.de 15.9.20

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