Gute Laune? Sport rockt's ... 
Dienstag, 21. Mai 2019 - Lebensart, Psychologie, Studien
Gute Stimmung kommt nicht von ungefähr. Körperliche Ertüchtigung tut dem Gemüt gut. Ein Beitrag in Psychologie heute zeigt, was von welchen sportlichen Betätigungen zu erwarten ist. Krafttraining fördert die Bildung eines Botenstoffes, der das Nervenzellenwachstum stimuliert und so nicht nur die Kognition fördert, sondern auch bei der Stimmungsregulierung wirkt. Yoga und ähnliche Bewegungsmeditationen scheinen eine ganzheitliche Balance für Körper und Geist mit sich zu bringen. Wenn es ums Laufen geht, ist sich die Forschung indes nicht einig - manche Studien zeigen, dass Menschen hier zu emotionalen Höhenflügen ansetzen, andere legen gegenteiliges nahe. Wenn es um die Trainingsintensität geht, lautet die Devise - nicht zu viel, nicht zu gering, besser mittendrin. Und, für die, die nie Zeit haben, wichtig: 10 bis 30 Minuten reichen für den stimmungsaufhellenden Kick.
Gemütsbewegend, Psychologie heute 8.5.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Das Stress-Paradox 
Freitag, 17. Mai 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein Medienbericht zum wachsenden Stress in der Bevölkerung erscheint. Auch ich habe diese Woche einmal mehr darüber geschrieben. Doch warum genau die Klagen in den letzten Jahren so zunehmen, erschließt sich der Wissenschaft nicht. Ein Artikel in der Zeit geht diesem Paradox nach. Einerseits bekunden in Erhebungen immer mehr Menschen, in ihrem Leben unter Stress zu stehen - durch Verdichtung der Arbeit, mehr Aufgaben, Multitasking. Studien, die die realen Belastungen von Arbeitenden messen, darunter die Häufigkeit des Unterbrochen-Werdens, geforderte Schnelligkeit oder Termin- und Leistungsdruck, zeigen hingegen, dass sich diese Faktoren in den letzten zehn Jahren kaum verändert haben. Ist Stress also eher ein Gefühlsding? Die Wissenschaftler vermuten, dass das Stressempfinden selbst bei gleichbleibender Belastung über die Jahre womöglich stärker werden könnte - weil Daueranspannung sich über die Zeit eventuell kumuliert. Auch das Altern der Arbeitenden könnte einen Grund liefern, dass sie heute vieles anstrengender empfinden als noch zehn Jahre zuvor. Und die auch messbar immer mehr um sich greifende digitale Verfügbarkeit über den Feierabend hinaus könnte natürlich dazu beitragen, dass die heute stärker Gestressten einfach überhaupt nicht mehr zurück zu einem Nullpunkt des Entspanntseins finden. Die wissenschaftlichen Befunde legen in meiner Wahrnehmung nahe, dass selbst gleichbleibende Belastungen über die Zeit verheerende Wirkungen haben könnten, wenn es im Leben als Ganzem immer weniger Ruhepole gibt.
Druck, mehr Druck, noch mehr Druck, zeit.de 9.5.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Mentale Gesundheit darf im Job oft kein Thema sein 
Mittwoch, 15. Mai 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit, Management
Eine nicht zu unterschätzende Zahl von Angestellten fühlt sich im Job in ihrer mentalen Gesundheit herausgefordert. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens YouGov mit gut 1.000 Befragten im Auftrag des Karrierennetzwerks LinkedIn zeigt: 57 Prozent stehen im Job unter hoher Anspannung, 44 Prozent leiden unter Unruhe und 40 Prozent werden von Schlafstörungen geplagt. Insgesamt sprechen 82 Prozent der Befragten von Stress am Arbeitsplatz. Aber nur 21 Prozent bekommen von ihren Arbeitgebern Angebote zur Stressbewältigung gemacht. 42 Prozent erklären den Mangel entsprechender Vorsorgeprogramme mit Desinteresse auf höchster Ebene in ihren Unternehmen. Erschöpfung und Überarbeitung scheinen immer noch ein Tabuthema zu sein. Nur 34 Prozent können mit ihren Kollegen über ihre mentale Befindlichkeit offen sprechen, mit Vorgesetzten sogar nur 25 Prozent. Viele haben Angst, zu viel Offenheit könnte negative Folgen für sie haben. 17 Prozent haben in ihrem Unternehmen schon mitbekommen, dass Kollegen benachteiligt wurden, weil sie offen über psychische Krankheiten gesprochen hätten.
Arbeit stresst vier von fünf Arbeitnehmern, WiWo 6.5.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Wie das Ich unser Arbeitsgedächtnis im Griff hat 
Montag, 13. Mai 2019 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Unser Ich scheint manche unserer Gehirnfunktionen stärker zu dominieren, als uns das im Alltag bewusst ist. Die Forschung weiß zum Beispiel, dass wir uns an andere Menschen im Rückblick besser erinnern können, wenn wir mit ihnen über uns selbst gesprochen haben. Dieser so genannte Selbstreferenzeffekt, zeigt sich einer neuen Untersuchung zufolge nicht nur im Langzeitgedächtnis, sondern scheint auch in unserem Arbeitsgedächtnis wirksam zu sein. Die internationale Studie ließ Probanden in einem Test Farbkreise assoziieren mit Ich, Freund und Fremder. Es wurden jeweils zwei Farbkreise angezeigt und fünf Sekunden später wurde den Testpersonen ein schwarzer Kreis angezeigt und sie sollten per Tastendruck angeben, ob dieser auf der gleichen Position wie zuvor einer der Farbkreise erschien. In den Reaktionen der Probanden zeigte sich, dass diese umso schneller waren, wenn der schwarze Kreis an einer Stelle erschien, an der zuvor ein farbiger Ich-Kreis zu sehen war. Und diese schnellere Reaktion stellte sich selbst dann kontinuierlich ein, wenn der schwarze Kreis doppelt so häufig auf der Freund- oder Fremder-Position angezeigt wurde. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich auch hierbei um besagten Selbstreferenzeffekt handelt. Da das Arbeitsgedächtnis eine wesentliche Rolle bei unseren Entscheidungen und Handlungen spielt, wirft die Studie die Frage auf, ob sich diese Ich-Zentrierung im Denken überhaupt beeinflussen lasse.
Der Egozentriker in uns, spektrum.de 24.4.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Kranke Arbeitswelt 
Freitag, 10. Mai 2019 - Lebensart, Psychologie, Studien, Arbeit
Zwang früher vor allem schwere körperliche Arbeit Menschen schon vor Erreichen des Rentenalters in die Knie, sind es heute die psychischen Erkrankungen. Die Versicherung Swiss Life hat anhand ihrer Versichertendaten herausgefunden, dass sich in diesem Feld in den letzten zehn Jahren ein deutlicher Anstieg der Berufsunfähigkeit entwickelt hat. 37 Prozent derer, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, haben heute eine psychische Krankheit wie Burn-out, Depression oder Angststörungen. Vor zehn Jahren waren es noch 26 Prozent, was einem Anstieg um 40 Prozent entspricht. Wissenschaftler führen diese Entwicklung darauf zurück, dass heute mehr Sensibilität gegenüber psychischen Erkrankungen besteht und sie deshalb häufiger diagnostiziert und damit aktenkundig werden. Das mag sein. Aber sollte es uns nicht dazu führen, die Gesetzlichkeiten der Arbeitswelt viel offensiver zu hinterfragen?
Immer mehr Menschen wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig, spiegel.de 24.2.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Die Zukunft der Achtsamkeit als dialogische Erfahrung 
Sonntag, 5. Mai 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie
Der Selbstoptimierungs-Trend, den die Achtsamkeitsbewegung hervorgebracht hat, sitzt mir schon länger quer. Nicht, weil ich etwas dagegen hätte, dass Menschen meditieren, um sich einfach ein bisschen wohler zu fühlen. Eher, weil mich die Sorge beschleicht, dass mit diesem Selbstbezug auch eine gewisse Form der Isolation einhergeht. Denn wenn meine achtsamen Wahrnehmungen nur um mich selbst kreisen, verändert sich nicht automatisch meine Beziehung zu meinen äußeren Lebensumständen - oder gar diese Umstände selbst. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, bei einem großen Achtsamkeitskongress in Bad Kissingen mit 1.200 Teilnehmenden einen Vortrag zu halten zur Zukunft der Achtsamkeit als dialogischer Erfahrung. Dabei habe ich gezeigt, wie Achtsamkeit, wenn man sie als dialogische Haltung kultiviert und mit anderen Menschen in achtsame Dialoge geht, völlig neue Zwischenräume öffnen, die uns miteinander verbinden und unerwartete, tiefgreifende Einsichten zwischen den Beteiligten entstehen lassen. Selbst im Vortrag, der ja erwiesenermaßen kein Dialog ist, war spürbar, dass die Zuhörenden sich hier in etwas Tiefem berührt fühlten. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen vom evolve Magazin konnten wir auch zwei Dialog-Cafés und einen Workshop geben, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, dieses Dazwischen und Darüberhinaus tiefer zu erfahren. Ihre Resonanz stimmt mich zuversichtlich. Da war viel von Verbundenheit die Rede, von einer besonderen Beziehungsqualität. Und ist es nicht gerade das, was uns als Menschen ausmacht?
Vortrag "Die Zukunft der Achtsamkeit als dialogische Erfahrung"

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Geh' doch mal an die frische Luft 
Dienstag, 30. April 2019 - Lebensart, Psychologie, Studien
Mütter sagen es zu ihren Kids, wenn sie stundenlang am Computer daddeln, und Ärzte vielleicht bald, anstatt ein Rezept auszustellen: Geh' doch mal an die frische Luft! Wissenschaftliche Studien zeigen, dass schon 20-30 Minuten im Freien, bei entspanntem Gehen oder sogar Sitzen, für Körper und Geist ein wahrer Jungbrunnen sind. Eine Studie belegt: Bereits nach den ersten 20 Minuten sinkt der Cortisolspiegel enorm. Bleibt man länger draußen, gehen die Stressmarker zwar weiter zurück, aber nicht mehr so deutlich. Wenn das mal keine gute Nachricht ist für alle, die nie Zeit haben oder sich nicht allzu gerne bewegen.
Was 20 Minuten im Grünen bewirken, spiegel.de 7.4.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Einfach mal durchatmen 
Montag, 29. April 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Der Achtsamkeits-Boom verschafft Entspannungsmethoden Hochkonjunktur. Doch es müssen nicht immer gleich besondere Übungen sein, wenn wir mal runterkommen möchten. Ein Artikel in Gehirn & Geist stellt zum Beispiel verschiedene Studien vor, die zeigen, wie hochwirksam schlichtes, bewusstes Atmen sein kann. Es entspannt Körper und Geist, mildert Stress und kann sogar positiv auf verschiedene psychische Erkrankungen wirken. Besonders hilfreich ist ein Atemtakt, bei dem man vier Sekunden einatmet und sechs Sekunden ausatmet. Schon nach rund elf Minuten beginnt der Organismus sich umzustellen, biologische Regenerationsmechanismen setzen ein, Zellschäden werden behoben der Körper tankt neue Energie. Man könnte sagen, Nichtstun 2.0 mit positiven Nebenwirkungen ... ;-)
Die Entschleunigung des Atems, spektrum.de 5.4.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter