Achtsamkeit hilft der Agilität 
Donnerstag, 18. Februar 2021 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Agilität ist in aller Munde, doch viele Firmen scheitern an ihr, weil sie versuchen, neue Verhaltensweisen eher formal umzusetzen und dabei vergessen, dass Mitarbeiter auch innere Wachstumsschritte machen müssen. Ein Berliner Start-up möchte diese Lücke schließen. Wevolve verbindet Methoden der Agilität mit Achtsamkeit, um dieses Wachstums zu ermöglichen. "Die Grundidee von Wevolve ist, dass Veränderung bei einem Selbst anfängt und von innen nach außen stattfindet", so Mitgründer Daniel Rieber. Statt klassischem Achtsamkeitstraining möchten die Wevolve-Berater mit ihren Kunden an der Entwicklung einer auf den Prinzipien von Achtsamkeit basierenden Unternehmenskultur arbeiten. Dabei kommen Methoden der Ko-Kreation und Design Thinking zum Einsatz. Nico Rönpagel, der viel über Achtsamkeit geforscht hat, begleitet die Kundenprojekte und untersucht ihren Impact, so dass die Firmen hinterher anhand der Forschungsergebnisse nachvollziehen können, was die Interventionen bewirken.
Zwei Gründer wollen mit Achtsamkeits-Coaching deinen Job leichter machen, Business Insider 8.2.21

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Wie unser Fleischkonsum den Planeten zerstört 
Freitag, 12. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Anzudeuten, dass der weltweite Fleischkonsum einen starken Anteil am Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität hat, ist immer noch ein heikles Thema, denn Menschen, die gerne und oft Fleisch essen, empfinden solche Hinweise leicht als ideologiegetriebene Maßregelung ihres Lebensstils. Ein Bericht der Uno zeigt jedoch einmal mehr, dass es vor allem die Tierhaltung im Dienste des Fleischkonsums sowie die für die Futtermittelherstellung intensiv betriebene Landwirtschaft sind, die dem Artenreichtum schaden, Böden auslaugen und das Grundwasser sinken lassen beziehungsweise durch Düngemittel belasten. Das Bundesamt für Naturschutz geht für Deutschland dafür aus, dass ein Drittel aller Säugetierarten hierzulande aufgrund der Art und des Umfanges, wie wir Landwirtschaft betreiben, gefährdet sind. Ich frage mich, wie es wäre, wenn wir diese Fakten einmal, bevor wir damit beginnen, über Fleischkonsum und mögliche Alternativen zu diskutieren, tiefer auf uns wirken zu lassen. Was macht es mit uns als Menschen, wenn wir uns bewusst werden, dass die Art und Weise, wie wir uns am Leben erhalten, das Leben um uns herum bedroht. Ich glaube nicht, dass sich Lebensstilveränderungen von oben verordnen lassen. Aber wenn wir uns innerlich mehr auf die Zusammenhänge einlassen, die zwischen unserer Lebensweise und unserer Lebenswelt bestehen, öffnen sich vielleicht auch Türen für bessere, nachhaltigere Verhaltensweisen.
Fleischkonsum ist der größte Feind der Natur, spiegel.de 4.2.21


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In den Fängen des berechnenden Bewusstseins 
Mittwoch, 10. Februar 2021 - Bewusstsein, Studien, Arbeit
Seit die ersten Corona-Impfstoffe auf dem Markt sind, zeigt sich in der Öffentlichkeit in Politik und Wirtschaft wie auch der breiten Bevölkerung, wie sehr wir alle doch von einem berechnenden Bewusstsein getrieben werden. Die Allianz beispielsweise veröffentlichte gerade eine Studie, die zeigt, dass Europa aufgrund der Langsamkeit der europäischen Impfkampagnen voraussichtlich im Vergleich zu Ländern, die schneller impfen, einen wirtschaftlichen Schaden von 90 Milliarden Euro riskiert. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass die Impfstoffversorgung möglicherweise besser hätte laufen können, und ich bin sehr dafür, diese Fragen wirklich offen zu diskutieren, aber irgendwie sitzt mir auch quer, dass die Situation sofort wieder vor allem im Kontext wirtschaftlicher Zahlen diskutiert wird. Und vor allem, dass im Vordergrund steht, welche Länder zur Zeit ihre Bevölkerungen am besten mit Impfstoff versorgen, aber nur wenig darüber gesprochen wird, wie es um die Zukunftschancen jener Länder bestellt ist, die in diesem Verteilungskampf immer noch ganz am Ende der Warteschlange stehen. Vielleicht ist es naiv, dass ich mir hier mehr Verbundenheit wünsche, mehr Einsicht darin, dass uns vordergründig mehr beschäftigen sollte, wie alle Menschen angemessen bei den Impfungen berücksichtigt werden können. Denn wahrscheinlich ist der wirtschaftliche Schaden, der durch das Vorpreschen der reichen Länder beim Impfen für die ärmeren entsteht, viel größer als jene 90 Milliarden Euro, die in der EU vielleicht in den kommenden Monaten mehr verdient werden könnten.
Verzögerung beim Impfen kostet Europa 90 Milliarden Euro, welt.de 4.2.21

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Meditation für die Massen 
Montag, 8. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart
Achtsamkeit ist längst zu einem Modebegriff geworden und durch die Pandemie und den mit ihr verbundenen psychosozialen Stress haben im vergangenen Jahr mehr und mehr Menschen ein Interesse daran entwickelt, das Meditieren zu erlernen. Der Streaming-Dienst Netflix schafft für diese neuen Zielgruppen nun ein neues, leicht zugängliches Angebot. Gemeinsam mit dem Meditations-App-Anbieter Headspace hat Netflix eine neue Serie veröffentlicht, in der Headspace-Gründer Andi Puddicombe in 20-minütigen Folgen in die Welt des Meditierens einführt. Er vermittelt Meditationen für Einsteiger und gibt Hinweise, wie die gemachten Erfahrungen auch im Alltag zum Tragen kommen können. Ein spannender Vorstoß, der womöglich breiteren Bevölkerungsgruppen den Weg zum Meditieren ebnet und dabei nicht nur für Popularisierung, sondern auch eine gewisse Fundierung des Themas sorgt, denn Puddicombe bringt in seine Lehrtätigkeit seine langjährige klösterliche Erfahrung ein.
Meditation zum Streamen: Die "Headspace"-Sendung auf Netflix im Selbsttest, fit for fun 24.1.21

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Vergessliche Multitasker 
Dienstag, 2. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wir wissen längst, dass Multitasking unserem geistigen Befinden nicht gut tut. Eine neue Studie offenbart Details über einen Zusammenhang zwischen der Neigung, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, und Vergesslichkeit. Jungen Erwachsenen, die nach eigenen Aussagen zum Multitasking neigten, wurden auf dem Computer Bilder von Objekten präsentiert. Nach einer 10-minütigen Pause bekamen sie erneut Bilder gezeigt und sollten angeben, welche davon sie zuvor bereits gesehen hatten. Überwacht wurde der Test durch Eye-Tracking und per Elektroenzephalografie (EEG). Dabei zeigte sich: Die Multitasker konnten sich seltener daran erinnern, welche Motive ihnen eigentlich bekannt sein sollten. Im EEG zeigte sich, dass sie weniger aufmerksam waren als die Nicht-Multitasker und bei ihnen Hirnaktivitätsmuster, die mit dem episodischen Gedächtnis in Zusammenhang stehen, geringer ausgeprägt waren. Die Studie kann zwar nicht erklären, ob Multitasker eher dazu neigen, per se unaufmerksam zu sein oder ob das Multitasking zur Abgelenktheit führt, doch wird deutlich, dass Fokussierung und ständig schweifende Aufmerksamkeit sich anscheinend nicht vertragen.
Multitasking und Vergessen hängen zusammen, spektrum.de 25.1.21

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Anspruchsdenken verleitet zu Ignoranz 
Montag, 1. Februar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Wer glaubt, selbst etwas besseres verdient zu haben als andere, scheint eher dazu zu neigen, die Auswirkungen der Pandemie zu verharmlosen oder zu ignorieren. Dies liegt eine neue psychologische Studie nahe, in der untersucht wurde, wie persönliches Anspruchsdenken und die Reaktionen auf die Krise zusammenhängen. In drei Erhebungen wurden die Beteiligten nach Parametern des Anspruchsdenkens und entsprechenden Persönlichkeitsmerkmalen befragt und sollten Auskunft geben über verschiedene Einschätzungen zur Pandemie. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass Menschen mit hohem Anspruchsdenken stärker dazu neigen, die Krise zu verharmlosen, für sich selbst und andere eher geringere Risiken zu sehen und das Krankheitsrisiko insgesamt zu unterschätzen.
Coronapandemie Leichtsinnige Anspruchsdenker, Psychologie heute 7.1.21

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Mehr Geld macht glücklicher als gedacht 
Freitag, 29. Januar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Studien
Geld macht glücklich, aber ab einem bestimmten Betrag (etwa 75.000 Dollar bzw. 62.000 Euro, die einem Haushalt jährlich zur Verfügung stehen) wächst das Glücksgefühl nicht mehr - so bisher die einhelligen Befunde der Forschung. Eine neue Studie aus den USA, die ein verfeinertes Instrumentarium zur Messung verwendete, kommt hingegen zu einem anderen Schluss. Ihr zufolge nimmt die allgemeine Lebenszufriedenheit weiter zu und mit ihr auch das tägliche emotionale Wohlbefinden. Die neue Studie befragte ihre 33.000 Probanden, von denen rund 1,7 Millionen Einzeldaten ausgewertet wurden, in regelmäßigen Intervallen per App, wie sie sich fühlen. In den üblichen Studienszenarien hingegen erfolgt diese Einschätzung ausschließlich retrospektiv. Außerdem maßen die Wissenschaftler das Wohlbefinden mit einer breiten Skala, anstatt wie sonst häufig üblich nur zwischen gutem und schlechtem Befinden zu unterscheiden. Dabei wurde deutlich, dass Glück und Zufriedenheit sich bis weit über die 80.000 Dollar-Marke hinaus immer noch verbessern. Man muss also wohl sagen, dass mehr Geld glücklicher macht, als bisher angenommen.
Macht noch mehr Geld noch glücklicher? spektrum.de 20.1.21

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Zuversicht macht produktiver 
Mittwoch, 20. Januar 2021 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit, Management
Wer sucht nicht nach der Glücksformel, die das eigene Leben schöner macht und einen selbst dabei noch leistungsfähiger sein lässt? Zu schön, um wahr zu sein? Wenn es nach Harvard-Professor Shawn Achor geht, lässt sich das ganz leicht erreichen. Er behauptet, dass unser Gehirn um 31 Prozent (wie er wohl auf genau diese Zahl kommt?) produktiver arbeitet, wenn wir in einem optimistischen Zustand sind. Doch unsere innere Beziehung zu Glück und Erfolg ist oft so gestaltet, dass wir zu diesem Optimismus erst gar nicht finden. "Jedes Mal, wenn das Gehirn einen Erfolg verbucht, wird die Latte danach höher gehängt: Du hast gute Noten bekommen, jetzt musst du bessere Noten bekommen. Du hast deine Verkaufsziele erreicht, jetzt werden sie erhöht. Wenn Glück auf der anderen Seite von Erfolg steht, wird das Gehirn nie dorthin gelangen. Wir als Gesellschaft haben Glück über unseren geistigen Horizont hinausgeschoben, weil wir glauben, dass wir erfolgreich sein müssen, um glücklich zu sein. Unser Gehirn arbeitet jedoch genau anders herum", erklärt Achor. Seine Glücksformel versucht, diese Mechanismen zu umgehen. Er rät dazu, sich über 21 Tage jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist. Diese Wachheit für das Positive im Leben und die Dankbarkeit dafür erleichtere es, einen zuversichtlichen Grundzustand zu entwickeln. Und das macht, ja, glücklicher und erfolgreicher.
Harvard-Professor: Ein Denkfehler hindert viele Menschen daran, erfolgreich zu sein, focus.de 10.1.21

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