Konfuzius als Vorbild für Manager 
Montag, 28. August 2006 - Management
Wer führt, sollte immer ein Vorbild sein - diese Führungsphilosophie des chinesischen Denkers Konfuzius legt die Trainerin Christa Mesnaric in einem Beitrag für das Magazin managerSeminare auch heutigen Chefs ans Herz. Laut Konfuzius seien Integrität und Rechtschaffenheit wichtige Attribute, um das Vertrauen von Menschen zu gewinnen. "Denn nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann sich auf seine Führungsfunktion mit voller Kraft konzentrieren", so die Schlussfolgerung von Mesnaric. Zweifel an den eigenen Handlungen oder gar Gewissensbisse dagegen halten Manager davon ab, sich wirklich ihren eigentlichen Aufgaben zu widmen.
"Mit Harmonie zum Erfolg", managerSeminare 9.2006
Konfuzius auf Wikipedia

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Und es geht doch: Weiche Maßnahmen, harte Kennzahlen 
Freitag, 25. August 2006 - Management
Wenn harte Streichorgien im Budget anstehen, fallen in Unternehmen häufig als erstes "weiche" Maßnahmen dem Rotstift zum Opfer, da viele Führungskräfte glauben, man könne deren positive Effekte kaum messen und damit entsprechende Ausgaben auch nur schwer vertreten. Dass dies nicht so ist, beweist die Wissenschaftlerin Dr. Sigrun Fritz von Management Innovation Dresden, die auf Basis einer Mehrebenenevaluation den Benefit von Gesundheitsmaßnahmen in Unternehmen in harte Kennzahlen übersetzt. Mit der so genannten Schmidt-Hunter-Pearlman-Formel verbindet sie harte Fakten wie Zielerreichung und Krankenstand mit eher soften Dimensionen wie Mitarbeiterzufriedenheit, sozialen Stressoren und Aspekten seelischer Gesundheit, um die Effekte, die durch Programme zur Gesundheitsförderung entstehen, objektiv auch im Hinblick auf ihren finanziellen Nutzen zu untersuchen und zu bewerten. Ihr Fazit: "Die Evaluation auf mehreren Ebenen ermöglicht eine Diskussion der Maßnahmen sowohl unter quantitativ-geldlichem
als auch unter qualitativ-akzeptanzbezogenem Aspekt." Der Vorteil: Unternehmen können viel gezielter herausfinden, welche Maßnahmen auf beiden Ebenen Werte schaffen.
Fachartikel zur Mehrebenenevaluation von Dr. Sigrun Fritz
Ökonomischer Nutzen 'weicher' Kennzahlen (Buch von Dr. Sigrun Fritz)

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Ethik-Management bei der Personalauswahl 
Mittwoch, 23. August 2006 - Management
Ein gezieltes Ethik-Management ist in den Augen des Personalberaters Christoph Dyckerhoff ein wichtiges Erfolgsmerkmal für gelungene Personalauswahl. Der seit 16 Jahren im Bereich Executive Search tätige Berater hat dafür eigens einen Ethik-Test entwickelt, mit dem er Führungskräfte auf Merkmale wie "Konzentration auf das wesentliche und Bewusstsein für Werte wie Authentizität, Disziplin und Verantwortung" scannt. So findet Dyckhoff "geradlinige Charaktere, die durch Führungsstärke, Mut und Innovationskraft überzeugen" - seiner Meinung nach wichtige Erfolgskriterien für Führungskompetenz.
Dyckerhoff & Partner Executive Search

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Von der Modekrankheit zur Vision 
Donnerstag, 17. August 2006 - Management
"Managementmethoden sind Modekrankheiten", sagt der BWL-Professor Dr. Wolfgang G. Berger unverblümt und kritisiert den Hang von Unternehmen, sich in einer Flut von Konzepten zu verlieren, die meist mehr Probleme schaffen als sie letztendlich lösen. Berger plädiert mit seinem Ansatz des "Business Reframings" dafür, den im Management weit verbreiteten Wunsch nach Kontrolle aufzugeben, um sich stattdessen der Angst vor dem Kontrollverlust zu stellen. Der von ihm vorgeschlagene Weg führt dabei "from hard work to heart work". "Oft erreichen wir mit unserer Arbeit nicht das, was wir uns wünschen. Aber immer erreichen wir das, wofür wir uns entscheiden", skizziert Berger ein Paradox, das sich konstruktiv wenden lässt. Der Kern des Business Reframings ist eine Neuausrichtung, bei der die Anwender der Methode ihre Vision aus ihrem Selbst heraus gestalten, was laut Berger bedeutet: "Die Vision entwickelt und realisiert sich von selbst."
"Managementmethoden sind Modekrankheiten", Artikel von Prof. Dr. Wolfgang G. Berger

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Personalarbeit als strategische Waffe 
Mittwoch, 16. August 2006 - Management
Personalarbeit ist "nichts für harte Männer" - zumindest wenn man sich in den Unternehmen umhört, kritisiert Continental-Personalvorstand Thomas Sattelberger in einer Kolumne des Handelsblatts. In den Augen des Personalers ein großer Fehler, denn: "Dabei ist in Zeiten beinharten globalen Wettbewerbs glasklar, dass Unternehmen eine hoch effiziente Fabrik für menschliche Dienstleistungen kombiniert mit Geschäftskompetenz zum globalen System Arbeit benötigen." Wenn das Personalressort dagegen zur Spielwiese für Softies degradiert wird, verschenken Unternehmen wichtige "strategische Waffen" im Wettbewerb. Die Folge: Mittelmäßige Personalarbeit sorgt für mittelmäßige Mitarbeiter. Und was nutzt dann noch das beste Management der "harten Männer"?
"Nichts für harte Männer", HB 5.8.06

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Keine Lust auf Stress: Die Angst vor dem CEO-Job 
Dienstag, 15. August 2006 - Management
An die Spitze eines Unternehmens kommen und selbst bestimmen? Immer weniger Führungskräfte träumen diesen Traum, so das Ergebnis einer Untersuchung der Unternehmensberatung Burson-Marsteller, über die die Financial Times Deutschland berichtet. Der Grund: Der Job des CEO wird immer mehr zum Schleudersitz. So verliert in den USA ein CEO im Schnitt nach fünf schlechten Quartalen hintereinander seinen Posten, wenn es ihm nicht gelingt, das Ruder rumzureißen. Diese Gefahr verleitet immer mehr Senior Executives dazu, sich lieber zu ducken, wenn es darum geht, den obersten Chefsessel zu besetzen. In Europa haben 60 Prozent der Spitzenmanager keine Lust, sich dem knallharten Gegenwind an der Unternehmensspitze auszusetzen, in Nordamerika sind es sogar zwei von drei Topmanagern (64 Prozent). Neben der Gefahr, schnell wieder gefeuert zu werden, nennen die Führungsverweigerer vor allem den Verlust an Lebensqualität, eine "Tyrannei der Quartalsberichte" und Dauerstress als Gründe, die den Posten des CEO als wenig erstrebenswert erscheinen lassen. Diejenigen, die den Aufstieg an die Firmenspitze anstreben, schätzen vor allem die Möglichkeit, komplexe Probleme zu lösen (56 Prozent), individuell stärker gestalten zu können (43 Prozent) und die Befriedigung, eigene Ideen umsetzen zu können (36 Prozent).
"Der Chef zählt", FTD 30.7.06

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report: "Ein Mönch mischt auf" 
Donnerstag, 10. August 2006 - Management
Ein bisschen mehr Ideenreichtum und direktes Anpacken könnte Deutschland nicht schaden. Das meint zumindest der Abtprimas der Benediktiner Notker Wolf, den das Polit-Magazin "report" Anfang der Woche portraitierte. Der Mönch selbst ist einer, der die Ärmel hochkrempelt. So zeigt sich der Chef von weltweit 24.000 Benediktinern nicht nur gerne mit der E-Gitarre auf der Bühne (wo er Songs wie "Highway to Hell" so richtig krachen lässt), sondern lässt sich auch mal beim Geschirrabwasch filmen. An den Gewerkschaften kritisiert Wolf, dass sie viel zu lange auf Überholtem beharren. Managern wirft er völlige Ideenlosigkeit vor: "Die große Fantasie scheint bei vielen nur die Gewinnmaximierung zu sein. Und Mut? Gut, sie sind alle gut abgesichert, das Risiko einzugehen. Ich glaube, der Mut käme dann vielleicht, wenn sie auch für Versagen gerade stehen müssten." Doch der Mönch macht nicht bei denen ganz oben halt. Seine "Du bist Deutschland"-Perspektive: Weniger Infantilismus und Versorgungsmentalität, mehr Engagement.
report: "Ein Mönch mischt auf", 7.8.06

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Helmut Maucher: Die Wirtschaft braucht "anständige Kerle" 
Montag, 7. August 2006 - Management
Der langjährige Chef des Nestlé-Konzerns Helmut Maucher kritisiert in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das in Vorstandsetagen immer mehr um sich greifende Quartalsdenken und den Opportunismus heutiger Manager. Sein Rat an alle Führungskräfte, die sich im Zuge des globalen Wettbewerbs zu Rationalisierungen gezwungen sehen: Umstrukturierungen über längere Perioden strecken, damit die Mitarbeiter motiviert und die Kunden treu bleiben. Eine längerfristige Perspektive schmälere zwar den kurzfristigen Gewinn, verhindere aber zugleich deutliche Imageschäden. Der Faktor Menschlichkeit kommt laut Maucher heute in vielen Unternehmen zu kurz: "Wir müssen bei der Auswahl unserer Führungseliten nicht nur darauf achten, ob sie in Mathematik eine Eins haben. Viel wichtiger ist, ob es anständige Kerle sind."
"Unsere Generation ist länger standhaft geblieben", FAS 6.8.2006

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