Ministerium stößt Forschung zu nachhaltigem Konsum an 
Freitag, 8. September 2006 - Wissenschaft
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert sechs Millionen Euro in eine neue Förderinitiative mit dem Titel "Vom Wissen zum Handeln - Wege zum nachhaltigen Konsum". Die neue Förderinitiative ist Teil des Schwerpunktes Sozial-ökologische Forschung im Rahmenprogramm "Forschung für die Nachhaltigkeit" des Ministeriums und soll Wissenschaft und Praxis miteinander verknüpfen. Ziel ist es, Verbrauchergemeinschaften, Bildungseinrichtungen, Medien, produzierende Unternehmen und den Handel in den Forschungsprozess einzubeziehen. Im Rahmen der aktuellen Initiative sollen Verbraucherbefragungen ausgewertet werden, um Einstellungen und Wertorientierungen nachzuvollziehen und zu untersuchen, unter welchen Umständen Käufergruppen ihr Konsumverhalten zugunsten eines nachhaltigeren Konsums verändern. Projektskizzen können bis zum 31. Oktober 2006 eingereicht werden.
Info-Seite des Rates für Nachhaltigkeit

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Sinn weckt in Mitarbeitern Begeisterung 
Donnerstag, 7. September 2006 - Management
In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn, wie Sinnhaftigkeit und Unternehmensstrategie zusammenfinden. "Nur mit 'sinnvollen' Produkten und Dienstleistungen ist es möglich, dass die Mitarbeiter aus Begeisterung für das Unternehmen tätig werden. Dies wiederum ist die Voraussetzung dafür, sich für ein Ziel motivieren zu können", so der Unternehmensgründer, der mit seinen Bio-Supermärkten gegenwärtig jährliche Zuwachsraten von rund 25 Prozent erwirtschaftet. Rehn selbst hält dabei wenig von so genanntem Ethik-Management, das aus wie er sagt "klugheitsmoralischen" Erwägungen stattfindet. Vielmehr sei es eine absolute Grundsatzentscheidung, wie ein Unternehmen sich ausrichtet - die rein wirtschaftlichen Erwägungen folgen für ihn erst an zweiter Stelle. Das Erfolgsrezept von Alnatura: "Die Entscheidung, was wir herstellen, ist eine Kulturfrage. Wir wollen zum höchsten Ziel in der Gesellschaft - nämlich: den Menschen bei der Verwirklichung seiner Freiheit zu unterstützen - aktiv beitragen. Diese Entscheidung wird vorab und unabhängig von wirtschaftlichen Erwägungen getroffen. Dies hat vielfältige Konsequenzen: Zum Beispiel nutzen wir ausschließlich Energie, die aus Wasserkraft gewonnen wurde. Die Wände in unseren Läden sind mit Kalksandputz oder Marmormehl verputzt. Wir verwenden Holzregale, die mit Naturfarben lasiert sind. Beim 'Wie' unseres Handels bemühen wir uns um möglichst effiziente, wirtschaftlich sinnvolle Prozesse."
"Frauen sind risikobereiter", FAZ 6.9.06

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Jeder zweite Manager ist erschöpft 
Mittwoch, 6. September 2006 - Studien
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Saaman weisen 45 Prozent der Manager Zeichen von Erschöpfung auf, berichtet Spiegel Online. Befragt wurden insgesamt 10.000 Führungskräfte. Bei 60 Prozent der betroffenen Manager zeigen sich Warnsymptome für einen Burn-out bzw. bereits ein reduziertes Engagement. Weitere 30 Prozent werden von den Personalexperten den Stufen 3 (Schuldzuweisung als emotionale Reaktion) und 4 (Abbau von Leistung) zugeordnet. Nur bei wenigen Führungskräften werden die Erschöpfungssyndrome zum schweren seelischen Krisenfall, aber auch dies seien immer häufiger zu beobachten.
"Immer mehr Manager mit Erschöpfungssyndrom", Spiegel Online 3.9.06

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Gallup-Studie: Motivationstief noch ein bisschen tiefer 
Dienstag, 5. September 2006 - Studien
Die neue Gallup-Umfrage zur Mitarbeitermotivation im Jahr 2006 verheißt nichts Gutes, denn der Abwärtstrend der letzten Jahre verfestigt sich. Wie auch bei der letzten Erhebung stagniert der Anteil der Arbeitnehmer, die gegenüber ihrem Arbeitgeber eine hohe emotionale Bindung spüren, bei mageren 13 Prozent. Der Anteil der Beschäftigten, die überhaupt keine Bindung mehr sehen und innerlich gekündigt haben, ist um einen weiteren Prozentpunkt auf nunmehr 19 Prozent gestiegen. Satte 68 Prozent der Befragten (Vorjahr: 69 Prozent) fallen in die Kategorie geringe emotionale Bindung, was schlicht Passivität und Dienst nach Vorschrift bedeutet.
"Frustfaktor Job", Spiegel Online, 31.8.06

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Führungskräftetag 2006: Erfolgsstrategie Werteorientierung 
Montag, 4. September 2006 - Veranstaltungen
Vom 17. bis 18. November 2006 findet in Freising zum dritten Mal der Führungskräftetag statt, in diesem Jahr mit dem Thema "Erfolgsstrategie Werteorientierung". Auf der Agenda stehen Vorträge zu den Themen Führungsethik, Authentizität und Wertesysteme. Unternehmen wie Hipp, Porsche und ING-Diba werden ihre Wertekulturen und Konzepte zur Corporate Social Responsibility vorstellen. Außerdem soll thematisiert werden, inwiefern konsequentes Wertemanagement objektiv zu einer Verbesserung des Unternehmensergebnisses beiträgt.
Führungskräftetag 2006

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Glaubwürdigkeit als "Systemanforderung" an Top-Manager 
Freitag, 1. September 2006 - Management
Kein Wandel ohne Glaubwürdigkeit, so das Ergebnis verschiedener aktueller Studien zum Thema Change Management, die die Financial Times Deutschland in einem Beitrag analysiert. Veränderungen in einem Unternehmen führen fast immer bei den Mitarbeitern zu Ängsten, und um die so entstehende Starre aufzulösen, brauchen Führungskräfte vor allem Glaubwürdigkeit, so die Perpektive der Autoren. So ergab eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Capgemini, dass inzwischen drei von vier befragten Managern im Einsatz und der Glaubwürdigkeit der Führungskräfte den wichtigsten Faktor für erfolgreiche Veränderungsprozesse sehen. 2003 glaubten dies nur 38 Prozent. Die Schlussfolgerung der Autoren: "Glaubwürdigkeit ist die essenzielle Grundlage dafür, Menschen überzeugen, bewegen und führen zu können, Zustimmung und Folgebereitschaft, ja: Begeisterung zu erzeugen, ohne allein auf formalen Zwang und Sanktionen setzen zu müssen. Die wirkliche Machtbasis liegt hier: Wem man nicht glaubt, dem folgt man nicht." Damit wird Glaubwürdigkeit zum integralen Bestandteil des Führungsverständnisses und ist nicht mehr nur eine Frage des persönlichen Charakterprofils, sondern eine "Systemanforderung" an das Top-Management.
"Wie versteinert", FTD 29.8.06
Capgemini Studie "Change Management"

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Neue Strategien: Formalismen durch Kreativität ersetzen 
Donnerstag, 31. August 2006 - Management
Für ein neues Strategieverständnis in Unternehmen wirbt der Unternehmensberater Peter Jumpertz (Theron Business Consulting) in seinem Beitrag "Werttreiber Unternehmenskultur" in der aktuellen Consulting-Beilage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er kritisiert eine Denkhaltung in vielen Unternehmen, die sich seit den 80-er Jahren verfestigt hat und derzufolge formalisierte Planungs- und Strategieprozesse als Allheilmittel gegenüber den Unwägbarkeiten der Zukunft gesehen werden. "Kreativität wurde durch Formalismen ersetzt, Spontaneität durch langwierige Abstimmungsprozesse, Eigenverantwortung durch Fremdbestimmung", so die Kritik des Beraters. Jumpertz rät zu einer Neubewertung der unternehmerischen Randbedingungen. Seine Bestandsaufnahme: "Ein Unternehmen ist keine Maschine, sondern ein Organismus, und so ist auch Strategie kein Bauvorhaben, sondern stetige Entwicklung." Seine Ratschläge für Führungskräfte: Strategien sollten als Ergebnis eines Lernprozesses "passieren", wobei die Entwicklungskette von Ideen über Vermutungen zu Überzeugungen verläuft, die wiederum erst Aktion ermöglichen. Wenn Menschen sich in diesen Prozess der Ideenentwicklung einbringen können, wird Strategie zu einem verbindenden Element. Besonders wichtig ist hierbei laut Jumpertz die solchen Prozessen inhärente Dynamik: "Ein mutiger Kopf gibt die Richtung vor und reißt die Menschen mit." Last but not least rät er Entscheidern, Strategien nicht als Fixierung zu betrachten, sondern als einen laufenden Prozess, der immer wieder in Frage gestellt werden muss.
"Werttreiber Unternehmenskultur", FAZ-Beilage Consulting 30.8.06

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Sind deutsche Top-Manager leistungsorientierte Gutmenschen? 
Mittwoch, 30. August 2006 - Studien
Manager haben mehr Werte, als die breite Bevölkerung wahrnimmt - so das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts Sinus Sociovision, für die 174 Vorstände aus Dax- und Mdax-Unternehmen sowie geschäftsführende Gesellschafter namhafter Familienunternehmen befragt wurden. Nur 15 Prozent der Bevölkerung haben Vertrauen in die Aussagen von Führungskräften aus der Wirtschaft. Die Innenperspektive des Managements ist jedoch eine andere. So kommt die Studie zu dem Schluss, dass die Werteprioritäten der Führungskräfte sich deutlich von denen der Durchschnittsbevölkerung unterscheiden. Während für die Allgemeinbevölkerung an erster Stelle Treue und Freundschaft stehen, sind Managern Verantwortung und Pflichtbewusstsein am wichtigsten. Auch Zivilcourage und Toleranz werden von den Vorständen weit vorne genannt, während sie sich bei der Bevölkerung überhaupt nicht unter den wichtigsten Werten finden. 90 Prozent der Befragten empfinden die Entlassung von Mitarbeitern als große Belastung und ein Drittel findet es nicht in Ordnung, wenn Unternehmen trotz hoher Gewinne Personal abbauen (zwei Drittel sehen dies explizit nicht so). Nur 14 Prozent der Führungskräfte sagen, dass christliche Wertvorstellungen für sie keine Rolle spielen (Allgemeinbevölkerung: 41 Prozent). Leistung ist für die Führungskräfte wichtiger als das persönliche Leben. So äußerten nur fünf Prozent der Top-Manager, dass Freizeit für sie eine sehr große Bedeutung hat, während dies bei 40 Prozent der Normalbevölkerung der Fall ist. Die deutliche Diskrepanz zwischen der Manager-Perspektive und den Einstellungen der Bevölkerung zeigt sich auch im Hinblick auf die Zukunftsperspektiven der deutschen Gesellschaft: "Eine im stetigen Wandel befindliche und auf Eigenverantwortung der Individuen basierende Informations- und Wissensgesellschaft, in der die alten Gewissheiten nicht mehr gelten, wird vom Management für das wahrscheinlichste, aber auch sympathischste Zukunftsmodell gehalten. In der Beliebtheit abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt das in der Gesamtbevölkerung klar favorisierte Modell einer harmonischen, der sozialen Gemeinsamkeit und Solidarität verpflichteten Gesellschaft."
Studie Sinus Sociovision

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