Portal für Nachhaltigkeitsberichte 
Mittwoch, 22. November 2006 - Success Stories
Ein neues Web-Portal für Nachhaltigkeitsberichte gibt interessierten Zielgruppen einen guten Überblick über die entsprechenden Aktivitäten der verschiedenen Unternehmen. So sind bisher Global-Player wie Adidas, Fraport, KarstadtQuelle oder die Telekom mit ihren Berichten präsent. Das Angebot www.non-financial-reporting.de ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stakeholder Reporting GmbH und dem Niederländer Folkert van der Molen. Es ist der deutsche Ableger des weltweit größten Nachhaltigkeitsportals www.sustainability-reports.com, das Folkert van der Molen 2002 gegründet hat.

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Panikattacken in der Führungsetage 
Dienstag, 21. November 2006 - Management
Über das Tabuthema Panikattacken im Management hat das Handelsblatt einen interessanten Hintergrundbericht recherchiert. Winfried Panse, Professor für BWL und Personalwesen an der FH Köln, hat errechnet, dass der Wirtschaft durch die Angstproblematik jährlich ein Schaden von etwa 100 Milliarden Euro entsteht. Da Angst in vielen Unternehmen schlicht als Privatsache oder gar persönliche Schwäche abgetan wird, stehen die Betroffenen meist allein auf weiter Flur. Wenn Führungskräfte erst einmal in den Kreislauf aus permanenter Überforderung, Verdrängung und Angst geraten sind, hilft in vielen Fällen eine Kurzzeit-Therapie, um mit den Extremsituationen des Management-Alltags besser umgehen zu können. Das Problem vieler Manager: Sie haben nie gelernt, Schwäche zu zeigen und damit umzugehen.
"Wenn Manager Angst haben", HB 8.11.06

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Führung braucht wieder mehr Legitimität 
Montag, 20. November 2006 - Management
In einem Beitrag für die Financial Times Deutschland kritisiert der Autor Heny Mintzberg die in Unternehmen oft fehlende Legitimität von Führung. Seine Kritik: Während die Medien oft CEOs als einsame Helden an der Spitze feiern, führt diese neue "Aristokratie" nicht zu guter Führung, da die Chefs den Kontakt zu ihren Mitarbeitern immer mehr verlieren. Führung wächst jedoch, so der Autor, im Kontext und muss sich damit Legitimität erst erwerben - ein Phänomen, dem viele ernannte Führungskräfte im Prinzip hilflos gegenüber stehen. Sein Plädoyer: "Echte Führungsqualitäten muss man erwerben - in einem Unternehmen, in einer Gemeinschaft, in einem Land, wo niemand jemandem hinterrennt, sondern eine Führungspersönlichkeit von einer großen Mehrheit auf den Schild gehoben und anschließend enthusiatisch unterstützt wird." Dabei gehe es nicht um einzelne Personen, sondern um soziale Prozesse, die die Basis für Führungsqualität bilden.
"Weniger Helden, mehr Gemeinsinn", FTD 16.11.06

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E-Journal "Philosophie & Wirtschaft" 
Freitag, 17. November 2006 - Medien
Die Themen Wirtschaft und Philosophie bringt das sehr tiefgründige E-Journal "Philosophie & Wirtschaft" zusammen. In monatlichen Ausgaben, die als kostenloser PDF-Download zur Verfügung stehen, werden Wirtschaftsthemen damit aus einer neuen Perspektive betrachtet. Die aktuellen Beiträge beschäftigen sich mit der philosophischen Perspektive des Arbeitsmarkts, der Wahrheit in der Wirtschaft und Wissensmanagement. Reinschauen lohnt sich! Herausgeberin des E-Journals ist die International Society for Philosophers.
E-Journal "Philosophie & Wirtschaft"

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Business Schools beschäftigen sich mit "weichen" Aspekten 
Donnerstag, 16. November 2006 - Management
Die Financial Times Deutschland zeigt in einem Beitrag, dass immer mehr Business Schools auch "weiche" Aspekte des Managements auf den Lehrplan setzen. So werden an der Yale University Fallstudien nicht mehr nur im Hinblick auf finanzielle und wirtschaftliche Parameter betrachtet, sondern es fließen auch psychologische Aspekte ein. In Stanford wiederum steht "kritisches und analytisches Denken" auf dem Programm, wobei sich die Lernenden hier vor allem mit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen auseinandersetzen sollen. Auch der Reflexion des eigenen Führungsstils kommt nach Ansicht der Management-Experten eine wachsende Bedeutung zu.
"Die Kunst, Menschen zu beeinflussen", FTD 9.11.06

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Nur jeder fünfte Manager ist charakterstark 
Mittwoch, 15. November 2006 - Studien
Die Personalberatung Saamann stellt den Managern der mittleren Führungsebene ein schlechtes Zeugnis aus. So ergab eine Umfrage der Personalberater, dass 80 Prozent im Grunde Duckmäuser und Anpasser sind. "Nur knapp 20 Prozent der Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene beziehen eindeutig Position und trauen sich zu sagen, was sie denken", so Wolfgang Saamann gegenüber der Rheinischen Post. Diees Gehorsams- und Anpassungsmentalität zeigte sich in mehreren Tausend Potenzialanalysen und Management-Prüfungen, die die Beratungsgesellschaft in den letzten Jahren durchgeführt hat. Ethik und Werte spielen ebenfalls für viele Manager anscheinend kaum eine Role. So nannten 89 Prozent der befragten Führungskräfte als zentrale Bezüge ihres Handelns materialistische Kategorien wie Zielerreichung, Unternehmensgewinn, Wettbewerbsvorteile oder die eigene Karriere, während nur elf Prozent Werte wie menschliches Miteinander, Unternehmenskultur, Humanität oder Lebensqualität als besonders wichtig erachteten.
"Studie: Deutsche Manager sind charakterschwach", RP Online 12.11.06

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Besser sein statt billiger führt deutsche Unternehmen zum Erfolg 
Dienstag, 14. November 2006 - Success Stories
"Wer zu Hause nicht gut ist, ist es auch im Ausland nicht", sagt der ostwestfälische Unternehmer Klaus Eisert. Mit seiner Phoenix Contact GmbH & Co. KG ist er der weltgrößte Anbieter industrieller Verbindungstechnik für elektrische Anwendungen. Angst vor der Globalisierung hat Eisert nicht, denn das vor 82 Jahren gegründete Familienunternehmen erwirtschaftet bereits zwei Drittel seines Umsatzes im Ausland, wobei drei Viertel des Gesamtumsatzes aus deutscher Produktion stammen. Im Wettbewerb mit der weltweiten Konkurrenz setzen die Westfalen auf besser sein statt auf billige Produkte. Technische Führerschaft und starke Kundenbezogenheit machen Phoenix Contact zum Weltmarktführer in seinem Nischengebiet. Wichtiges Kapital von Firmenlenker Eisert sind seine Mitarbeiter, von denen er viele selbst ausgebildet hat. Und so erwirtschaftet das Unternehmen mit 7.500 Mitarbeitern in diesem Jahr einen Umsatz von um die 900 Millionen Euro.
"Ausbildung ist für Unternehmer eine Pflicht", FAZ 13.11.06

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Buch-Tipp: Hören Sie auf zu rennen 
Montag, 13. November 2006 - Bücher
Heute eine Nachricht in eigener Sache: Ab 15. November ist das neue Buch "Hören Sie auf zu rennen. Was Manager von Hase & Igel lernen können", das ich zusammen mit dem Düsseldorfer PR-Profi Paul J. Kohtes geschrieben habe, im Buchhandel erhältlich. Das Buch hinterfragt typische Hasen-Syndrome des Managements wie Kosten- und Erfolgsdruck, Zielfixierungen, Zeitnot oder Versagensangst und zeigt auf, wie Führungskräfte mit einem "Management à la Has'n'Igel" die Herausforderungen im täglichen Business besser meistern können und dabei zugleich mehr Lebensfreude gewinnen.
Weitere Infos zum Buch

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