Neues Online-Journal zu integralen Themen 
Freitag, 9. März 2007 - Medien
Die Integrale Bibliothek und die Integrale Initiative Frankfurt haben gemeinsam ein neues Online-Journal zu integralen Themen gelauncht. "integral informiert" will ab sofort mit zehn Ausgaben pro Jahr auf jeweils 20-25 Seiten über die Entwicklungen der integralen Theorie in deutscher Sprache informieren. Die Redaktion übersetzt dazu aktuelle Diskurse und Äußerungen Ken Wilbers. Eine Nullnummer steht zum kostenlosen Download bereit. Die erste kostenpflichtige Ausgbe soll im April erscheinen, wobei das Jahres-Abo 30 Euro kostet.
Kostenlose Nullnummer von "integral informiert"

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"Außenseiter glauben an ihre eigenen Erfahrungen" 
Donnerstag, 8. März 2007 - Success Stories
Das Unternehmerinnen-Magazin "existenzielle" wartet in seiner März-Ausgabe mit einem inspirierenden Interview mit der Body Shop-Gründerin Anita Roddick auf. Die erfolgreiche Geschäftsfrau vertritt darin die Überzeugung: Im Business darf es nicht nur ums Geld gehen, sondern Wirtschaft müsse einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Die Gründerin des Kosmetikanbieters Body Shop, der inzwischen zu L'Oreal gehört, war schon immer als Aktivistin für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit aktiv und hat ihre Vorstellungen und Erfahrungen auch im eigenen Unternehmen umgesetzt. Ihr Credo: "Die Wirtschaft ist die größte und mächtigste Institution in der Gesellschaft. Sie ist mächtiger als die Kirche, mächtiger als die Regierungen. Wenn sie gänzlich ohne Moral auskommt, dann hilf uns Gott. Alles, was in der Wirtschaft geschieht, berührt das Leben von Millionen Menschen. Grund genug, um ehrenhaft zu arbeiten."

Die aktuelle Ausgabe von existenzielle mit dem vollständigen Interview ist erhältlich unter www.existenzielle.de.

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CSR braucht Bezug zum Kerngeschäft 
Mittwoch, 7. März 2007 - Management
Maßnahmen der Corporate Social Responsibility sollten immer zum Geschäftsmodell eines Unternehmens passen, so André Habisch, Professor für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik an der Universität Eichstätt, in einem Beitrag auf FAZ.net. Nach Meinung des Experten können sich Firmen am besten profilieren, wenn sie die eigenen Geschäftsprozesse ins Visier nehmen und beispielsweise Fragen der Ökoeffizienz, Arbeitssicherheit oder Lieferketten auf CSR-Maßstäbe hin abklopfen. Im internationalen Vergleich scheint Deutschland beim Thema unternehmerische Verantwortung noch eher zu den Spätzündern zu gehören. Die ernsthafte Beschäftigung mit CSR gehört deshalb laut Habisch unbedingt auf die Agenda der Führungskräfte: "Die gesellschaftlichen Probleme werden nicht verschwinden und der Staat allein kann sie nicht mehr lösen - von daher ist die Diskussion geerdet."
"Anleitung zum Verantwortlichsein", FAZ.net 16.2.2007

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Seminar Business Ethics & Compliance Management 
Dienstag, 6. März 2007 - Veranstaltungen
Das Zentrum für Wirtschaftsethik bietet vom 13. bis 15. Juni 2007 in Konstanz ein Seminar zum Thema "Business Ethics & Compliance Management" an. Auf dem Lehrplan stehen Rechtsnormen und Standards, der Aufbau effektiver Compliance Programme, die Implementierung eines Werte-Managements und dessen nachhaltige Umsetzung sowie der Stakeholder-Dialog. Die Teilnehmer erhalten eine Übersicht über den aktuellen Stand der internationalen Corporate Governance- und Business Ethics-Diskussion.
Weitere Informationen zum Seminar

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Plädoyer für mehr Redlichkeit 
Montag, 5. März 2007 - Management
Der Präsident des "Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V." Ulf D. Posé stößt auf dem Online-Portal ChangeX eine Diskussion über mehr Redlichkeit im Business an. Wie weit einst gängige Tugenden im 21. Jahrhundert schon verloren scheinen, zeigt ein Blick auf die acht Grundsätze, die Posé anmahnt:

1. Ich unterscheide zwischen Wahrheit und Gewissheit; und ich weiß, dass meine Erkenntnisse nicht wahr, sondern nur gewiss sind.
2. Ich bemühe mich um Wissenskompetenz. Wenn ich ein Wort benutze, dann habe ich nicht nur ein Gefühl, sondern ich weiß, was der Begriff bedeutet.
3. Ich glaube nicht nur einer Quelle und beziehe meine Informationen nicht nur von Menschen, die meine Meinung teilen.
4. Ich handle verantwortlich und stehe für das, was ich tue, gerade. Das meint, ich habe vor der Handlung über deren Folgen nachgedacht, ich kenne eine Alternative zu dem, was ich tun will, ich habe ein Ziel, ich bin bereit, meine Handlungen zu begründen, und übernehme Verantwortung für die überschaubaren Konsequenzen meines Tuns.
5. Ich bin aufrecht, ich sage, was ich meine.
6. Ich bin verlässlich, andere können mir vertrauen.
7. Ich pflege Zivilcourage und kritische Gerechtigkeit: Ich bin bereit, meine Werte auch gegen eine vorherrschende Meinung zu vertreten und Selbstverständliches in Frage zu stellen.
8. Ich urteile realitätsnah. Ich bewahre mir den Blick für das Wesentliche.

Beim oberflächlichen Lesen fallen einem sicher zig Beispiele aus der Wirtschaft ein, die über Maximen wie diese schonungslos hinweg gehen. Doch wie sieht es mit der eigenen Position aus? Wann haben Sie das letzte Mal Selbstverständlichkeiten mutig in Frage gestellt? Die eigene Perspektive nicht als absolut genommen? Oder wirklich das Wesentliche einer komplexen Situation erkannt? Auch wer sich für redlich hält, sollte sich ab und an Minuten der Besinnung gönnen.
Zusammenfassung des Beitrags auf csr-news

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Freiheiten machen produktiv 
Freitag, 2. März 2007 - Success Stories
Der Software-Konzern SAP setzt im Personalmanagement auf Freiheiten für die Mitarbeiter und eine wohlverstandene Work-Life-Balance. "Flexibilität ist ein ganz wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter", sagt Personalvorstand Claus Heinrich im Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Ob kurze Auszeiten oder längere Sabbaticals - die Software-Schmiede macht's möglich. Mit Lebensarbeitszeitkonten, Gleitzeit sowie Sport- und Wellnesskursen hält SAP die Mitarbeiter bei Laune. Der Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit ist im Unternehmen Programm. "Wir haben früh begriffen, dass man Mitarbeiter teilhaben lassen muss. Wir leben das", so Personalvorstand Heinrich.
"Freiräume statt Arbeitszwang", FTD 23.2.2007

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Respektlose Chefs schaden dem Unternehmen 
Donnerstag, 1. März 2007 - Studien
Respekt im Unternehmen? Für zahlreiche Mitarbeiter leider eine Fehlanzeige. Rund drei Viertel aller Beschäftigten fühlen sich, so Untersuchungen des Personalforschungs- und Beratungsunternehmens ISR in Frankfurt zwar respektvoll behandelt. 2002 waren es nur 64 Prozent. Im Umkehrschluss heißt das jedoch, dass dies bei immerhin jedem Vierten nicht der Fall ist - zum Schaden für das Unternehmen, wie eine neue Studie der Respect Research Grup an der Universität Hamburg zeigt. Die Forscher befragten 590 Mitarbeiter verschiedener Firmen und kamen zu dem Schluss, dass Respektlosigkeit der Vorgesetzten Kreativität lähmt, selbstständiges Denken untergräbt und dazu führt, dass Anweisungen nur noch halbherzig umgesetzt werden. Zu den "Todsünden" der Führungskräfte gehöre es, die Autonomie der Mitarbeiter zu untergraben, ihre Arbeit als die eigene auszugeben und ihnen das Gefühl zu geben, nicht kompetent zu sein.
"Wichtiger als Geld", HB 18.2.2007
Studie der Respect Research Group

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Vom "wu wei" der Chinesen lernen 
Mittwoch, 28. Februar 2007 - Management
Im Gesellschafter-Tagebuch des Online-Projekts der Aktion Mensch findet sich ein interessanter Kommentar von Paul J. Kohtes, Gründer der PR-Agentur Pleon Kohtes Klewes, dazu, wie Manager vom chinesischen Prinzip des "wu wei", des Handelns im Nicht-Handeln, lernen können. Darin sagt Kohtes: "Das einzig Sichere ist der Augenblick. Die Chinesen begegneten dieser existenziellen Unsicherheit schon früh mit der Idee des wu wei, was so viel heißt wie Handeln im Nichthandeln oder, anders ausgedrückt: Ziele konzentriert zu erreichen, ohne sich auszupowern, zu agieren, wenn möglich, und abzuwarten, wenn nötig. Im Westen wird diese Grundidee des Loslassens leicht missverstanden und als Laissez-faire kritisiert. Doch Loslassen bedeutet nicht Nichts-Tun, sondern eher das Richtige zur rechten Zeit."
"Das einzig Sichere ist der Augenblick", 19.2.2007

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