Frust im Job? Lieber gelassen bleiben ... 
Mittwoch, 22. Oktober 2008 - Arbeit
Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer ist mit ihrem Job nicht zufrieden. Mehr Gelassenheit täte ihnen gut, sagt Autor Volker Kitz, denn: "Wenn wir kündigen und uns einen neuen Job suchen, werden wir früher oder später wieder die gleichen Sorgen haben wie zuvor." Frustthema Nr. 1 ist für die meisten Angestellten eine als zu schlecht empfundene Zahlen - da sind sich laut Kilz alle vom Fließbandarbeiter bis zum Top-Manager einig, denn immer kennt man jemanden, der mehr hat als man selbst. Für Kilz sind nicht allein die sachlichen Rahmenbedingungen ein Grund für Unzufriedenheit, sondern die individuelle Neigung zum permanenten Vergleich. Kitz rät dazu, das persönliche Glück nicht allein vom Beruf abhängig zu machen. Darüber hinaus sei es hilfreich, das schätzen zu lernen, was man bereits erreicht hat und nicht immer nur nach dem zu schielen, was einem gerade fehlt.
"Der nächste Chef ist auch nicht besser", SZ 13.10.2008


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Leistungsvergleiche können die Produktivität drücken 
Dienstag, 21. Oktober 2008 - Studien
Leistungsvergleiche als Anreiz für eine bessere Leistung - das ist in vielen Unternehmen gängige Praxis. Eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit zeigt nun, dass der sportlich gemeinte Vergleich der Leistungen von Mitarbeitern bisweilen zu Lasten der Arbeitsqualität geht. In einem Experiment mussten die Probanden möglichst schnell Rechenaufgaben lösen. Sie wurden dabei ständig über die Leistungen ihrer Konkurrenten informiert. Die Forscher beobachteten dabei gerade bei den leistungsschwächeren Mitarbeitern einen Anstieg der Fehlerhäufigkeit, der auf Stress und Unsicherheit zurückzuführen ist. Vereinzelt zeigte sich zwar auch, dass der sportliche Ehrgeiz der Teilnehmer durch den steten Performancevergleich angesprochen wurde, doch die Gesamtproduktivität verringerte sich durch die Leistungsrankings. Zwar räumen die Forscher ein, dass solche Laborexperimente nicht eins zu eins auf den Unternehmensalltag übertragbar sind, gehen jedoch dennoch davon aus, dass offene Leistungsvergleiche im Unternehmen nur bedingt Vorteile versprechen.
IZA-Pressemitteilung


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Der Kapitalismus entdeckt den Spirit 
Montag, 20. Oktober 2008 - Management
Während die Wirtschaftsexperten und Medien sich noch daran abarbeiten, die gegenwärtige Finanzkrise zu dokumentieren und Ursachenforschung zu betreiben, geht die amerikanische Trendforscherin Patricia Aburdene schon einen Schritt weiter. In einem Interview, das ich mit ihr für das Online-Magazin ChangeX geführt habe, stellt sie einige Megatrends vor, die bereits dabei sind, den Kapitalismus von Grund auf zu verändern. "Ich bedauere jeden, der glaubt, im Business ginge es alleine darum, Geld zu machen. Wer so denkt, wird keinen Spaß an der Arbeit haben. Und außerdem nicht wirklich viel Geld verdienen. Erfolg erwächst aus Leidenschaft, Überzeugung und Kreativität. Das sind alles sehr emotionale Dimensionen. Warum? Weil diese Werte den Menschen ausmachen. Und Menschen, sei es als Kunden, Führungskräfte, Arbeitnehmer, Investoren oder Zulieferer, sind es, die ein Unternehmen erfolgreich machen - nicht eine 'Es geht alleine um den Profit'-Mentalität", hält Aburdene der gegenwärtigen Gier-Diskussion entgegen. Das Interview ist im Volltext frei verfügbar.
"Kapitaler Spirit", ChangeX 17.10.2008



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Megatrends 2020 - Mehr Spirit im Business 
Freitag, 17. Oktober 2008 - Bücher
Nachhaltigkeit, ethische Investments und Spiritualität werden die wesentlichen Antriebsfaktoren für das Business im kommenden Jahrzehnt sein, prognostiziert Patricia Aburdene, eine der weltweit renommiertesten Trendforscherinnen. Im Millionen-Bestseller “Megatrends 2000″ nahm sie zusammen mit John Naisbitt die Informationsgesellschaft vorweg. Der Aufstieg des bewussten Kapitalismus, den sie in ihrem neuen Buch beschreibt, verspricht weitere fundamentale Veränderungen. Verantwortung, Werte und Spiritualität prägen das neue Paradigma, das in den Märkten bereits sichtbar wird. Investmentfonds mit einem Milliardenvolumen, die ethischen Leitlinien folgen, Konsumenten, die gezielt fair produzierte Produkte kaufen, und Führungskräfte, die persönliche Erfüllung und Erfolg verbinden, zeugen von der Ablösung des Shareholder Value-Denkens und dem neuen Zeitalter einer nachhaltigen Wirtschaft. Patricia Aburdene zeigt, wie Unternehmen, Manager und alle, die spüren, dass es Zeit ist zu handeln, diese Entwicklung gestalten und von ihr profitieren können. Weitere Informationen zum Buch sowie die Möglichkeit zur Direktbestellung beim Verlag (in Deutschland versandkostenfreie Lieferung!) finden Sie in unserem »inspire!«-Shop.
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Tiefgreifender Wandel der Arbeitswelt 
Donnerstag, 16. Oktober 2008 - Studien
Der Arbeitswelt steht in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ein tiefgreifender Strukturwandel bevor. Eine neue Studie der Prognos AG macht deutlich, in welchem Ausmaß traditionelle Branchen wie Handel, Verkehr und öffentlicher Dienst künftig an Bedeutung im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen verlieren werden. So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass hier bis 2030 der Personalbedarf um fast 1,7 Millionen zurück gehen wird. Auf der anderen Seite wird der Bedarf vor allem bei unternehmensnahen Dienstleistungen in der Zeitarbeit, Logistik und Beratung sowie im Gesundheitswesen deutlich ansteigen. Mit diesem Strukturwandel ist eine starke Veränderung in der Qualifikationsnachfrage verbunden, denn künftig werden vor allem Facharbeiter und Akademiker gefragt sein beziehungsweise sogar, bedingt durch den demographischen Wandel und die geringe Akademikerquote in Deutschland, am Markt in großer Zahl fehlen. Allein durch den Fachkräftemangel könnte in Deutschland bis 2030 ein Wohlstandsverlust von 4,6 Billionen Euro die Folge sein.
"Fachkräftemangel kann 4,6 Billionen Euro kosten", FAZ 8.10.2008


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Die neuen Herausforderungen der CEOs 
Mittwoch, 15. Oktober 2008 - Studien
Die Personalberatung Heidrick & Struggles befragte in ihrer Studie "Global" 150 Wirtschaftsführer zu den wichtigsten Herausforderungen im Management unter den Vorzeichen der fortschreitenden Globalisierung. Ein wichtiger Trend: Das Thema Nachhaltigkeit hat sich in den letzten fünf Jahren zu einem ernstzunehmenden Punkt auf der Agenda der CEOs entwickelt, wobei es vor allem gelte, den Gegensatz zwischen Unternehmens- und gesellschaftlichen Interessen zu versöhnen. "Der CEO gehört bei dieser Bewegung an die vorderste Front, er muss 'Nachhaltigkeit' vorleben und den Prozess selbst nachhaltig begleiten", so die Studienautoren. Ein weiterer wichtiger ist der fortschreitende "Ar for Talents". Die Personalberater gehen davon aus, dass die Talentsuche und -bindung künftig ebenso viel Aufwand erfordern wird wie der Dienst für den Kunden. Aufbauen auf der Befragung der Führungskräfte entwickelt die Studie fünf Typen moderner Wirtschaftsführer:
"- Der kaufmännische Executor ist getrieben von dem Ziel, die besten Resultate in seiner Branche zu erzielen. Dieser Managertyp kombiniert operative mit strategischen Fähigkeiten.
- Der kennzahlenorientierte Finanzexperte schafft aggressiv Shareholder Value, indem er wertsteigernde Transaktionen professionell abwickelt und das Portfolio ständig anpasst.
- Der Unternehmer verändert Produkte und Dienstleistungen, weil er überzeugt ist, damit den Kunden besser zu dienen. Dieser Typ verwirklicht langfristig seine Visionen und schafft im Idealfall echte Durchbrüche.
- Der Botschafter hat ebenfalls eine weltweite Vision, die jedoch auch ethische, soziale oder geopolitische Aspekte beinhaltet.
- Ein weiterer Typ ist der globale Missionar, der eine persönliche Mission verfolgt, mit der er sein Unternehmen einzigartig und unverwechselbar macht. Die von "globalen Missionaren" geführten Unternehmen sind in der Regel sehr beliebt beim Kunden und zeichnen sich durch viele besonders motivierte Führungskräfte aus."
Während die beiden ersten Typen eher den bisherigen konventionellen Strategien folgen, scheinen die letzten drei Typen deutlich mehr Zukunftspotenziale zu besitzen, da sie explizit oder implizit der Stimmung der Wirtschaft und vor allem dem Einstellungswandel unter Mitarbeitern besser begegnen - so meine ganz persönliche Einschätzung.
"Die Welt moderner Unternehmensführer", FAZ 6.10.2008



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Passive Zufriedenheit reicht nicht 
Dienstag, 14. Oktober 2008 - Studien
Eine neue Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt: die deutschen Arbeitnehmer sind anscheinend zufriedener als gedacht. Ist das in den jährlichen Gallup-Studien dokumentierte Motivationstief also nur ein Mythos? Der neuen Erhebung, für die im Jahr 2006 37.200 Beschäftigte in 314 Firmen befragt wurden, zufolge sind 37 Prozent der deutschen Arbeitnehmer passiv und zufrieden, 31 Prozent sind aktiv und engagiert, 18 Prozent bezeichnen sich als akut unzufrieden, und 14 Prozent sind desinteressiert. Ein Vergleich der Werte zwischen den 30 erfolgreichsten und den 30 am wenigsten erfolgreichen Unternehmen der Studie zeigt dabei, dass passive Zufriedenheit allein nicht ausreicht, um Unternehmen erfolgreich zu machen. Beide Unternehmenstypen wiesen nämlich fast die gleiche Quote bei den passiven und zufriedenen Mitarbeitern auf. Die erfolgreichen Firmen konnten sich jedoch des Einsatzes von 34 Prozent aktiven und engagierten Mitarbeitern erfreuen, die wenig erfolgreichen Firmen wiesen hier nur 24 Prozent engagierte Mitarbeiter auf.
Ergebnisse der BMAS-Studie




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Deutsche Firmen sparen mit Ideenmanagement Milliarden Euro 
Montag, 13. Oktober 2008 - Studien
Ein organisiertes Ideenmanagement lohnt sich für Unternehmen. Der dib-Report 2007 des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft zeigt: die 290 deutschen Firmen, die sich an der Umfrage beteiligten, sparten durch die Vorschläge ihrer Mitarbeiter 1,49 Milliarden Euro im Jahr ein. Umgerechnet liegen die Einsparpotenziale bei fünf Millionen Euro pro Unternehmen oder bei 684 Euro pro Mitarbeiter. Rechnet man das auf die 40 Millionen Beschäftigten in deutschen Unternehmen um, so lägen die gesamten Sparpotenziale bei konsequenter flächendeckender Anwendung eines organisierten Ideenmanagements bei 27 Milliarden Euro.
dib-Report 2007


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