Workshops und Retreats des Netzwerks Achtsame Wirtschaft 
Mittwoch, 11. März 2009 - Veranstaltungen
Das Netzwerk Achtsame Wirtschaft, das 2004 von Dr. Kai Romhardt gegründet wurde, vermittelt und entwickelt das Potenzial buddhistischer Lehren für die verschiedensten Bereiche der Wirtschaft. Eine Workshopreihe mit dem Titel "Mein Geld und ich" wird in diesem Jahr an verschiedenen Orten einen neuen Blick auf finanzielle Handlungen und die ihnen zugrundeliegenden Überzeugungen werfen. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre persönliche Beziehung zum Thema Geld zu reflektieren und durch den Einsatz bewährter Achtsamkeitspraktiken aus der buddhistischen Tradition diese Bezüge in einer neuen Tiefe zu erspüren. Termine für den Tagesworkshop sind: 18. April in Zürich, 19. April in Freiburg, 23. Mai in Köln, 24. Mai in Frankfurt sowie im Juni im Münchner Raum. Darüber hinaus bietet Dr. Kai Romhardt vom 8. bis 10. Mai in Wolfhalden in der Schweiz ein Business-Retreat an mit dem Fokus "Entwicklungsziel: Achtsame Wirtschaft - Perspektive und Sinn in Zeiten der Krise". Vom 4. bis 7. Juni findet in Scheibbs in Österreich ein Business-Retreat zum Thema Buddhistische Wirtschaftsethik statt.
Netzwerk Achtsame Wirtschaft


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Wirtschaft muss Wertschöpfungsprogramme entwickeln 
Dienstag, 10. März 2009 - Management
Die Süddeutsche Zeitung spricht in einem Interview mit Andreas Jacobs, dem Präsidenten der Jacobs Holding, über mögliche Auswege aus der Wirtschaftskrise. Jacobs fordert beispielsweise den Mut ein, wieder langfristig zu denken und nicht auf kurzfristige Profite zu setzen: "Wer nur von einem Quartal auf das nächste den Profit steigern will, verhält sich eindimensional. Wer aus diesem Teufelskreis ausbrechen will, muss den Mut haben, ein langfristiges Wertschöpfungsprogramm zu entwickeln, das auf kurzfristige Effekthascherei verzichtet." Jacobs propagiert neue Systeme der Nachhaltigkeit, die nicht alleine finanzielle Aspekte betrachten, sondern die gesamte Gesellschaft und ihre Entwicklungsmöglichkeiten: "Im Wirtschaftssystem, wie wir es heute kennen, wird nur die finanzielle Wertschöpfung honoriert, aber nicht die soziale. Das ist ein Fehler. Wir müssen uns überlegen, wie wir in Zukunft soziales Engagement stärker honorieren. Es geht um soziale Werte, die eine Gesellschaft zusammenhalten und auf lange Sicht einen gewissen Wohlstand sichern. Sie gelten auch für Unternehmen. Firmen brauchen Geschäftsmodelle, die nachhaltig sind, langfristig Arbeit schaffen und die Umwelt nicht über Gebühr belasten. Nur so können wir die Zukunft künftiger Generationen verantwortlich gestalten." Für den Unternehmer ist klar, dass ein solcher Wandel auf neue Vorbilder angewiesen, auf Menschen mit Engagement und Mut zum Wandel, die weitsichtig agieren, von sich selbst absehen und das große Ganze ins Visier nehmen.
"Wir brauchen neue Vorbilder", SZ 23.2.09


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Philips als Vorreiter in Sachen Umwelt 
Montag, 9. März 2009 - Success Stories
Der niederländische Elektronikkonzern Philips illustriert einmal mehr, dass Unternehmen davon profitieren können, wenn sie die Produktion ihrer Produkte möglichst umweltfreundlich gestalten und auch auf sinkende Energiekosten beim Betrieb von Geräten achten. 2008 entfiel rund ein Viertel des Gesamtumsatzes von 26,4 Milliarden Euro auf so genannte grüne Produkte. Mittelfristiges Unternehmensziel ist es, diesen Anteil auf 30 Prozent zu erhöhen. Dass eine solche Neuorientierung auch in überschaubaren Zeiträumen möglich ist, zeigt die rasante Entwicklung des von Philips 2007 formulierten Nachhaltigkeitsprogramms Ecovision. In jedem Jahr hatten die grünen Produkte bereits einen Anteil von 20 Prozent am Produktportfolio, 2008 waren es schon 25 Prozent. Das Unternehmen investierte 2008 282 Millionen Euro in grüne Technologien. Dabei achtet der Hersteller auf die Energieeffizienz im Produktionsprozess, auf Verpackung, Gewicht, Lebensdauer, Minimierung gefährlicher Substanzen und optimale Wiederverwendung beziehungsweise Entsorgung. In diesen Kategorien sollen neue Produkte jeweils um zehn Prozent besser abschneiden als ihre Vorgänger. Darüber hinaus spielen Innovationen eine wichtige Rolle für das Produktportfolio. So wurden 2008 insgesamt 91 neue grüne Produkte auf den Markt gebracht. Ein neuer medizinischer Scanner beispielsweise benötigt 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare Geräte. Privatkunden können von einem neuen Wasserkocher profitieren, der die benötigte Wassermenge für eine vorgegebene Anzahl von Tassen genau anzeigt, so dass nur so viel Wasser erwärmt wie auch benötigt wird - woraus ein Einsparungspotenzial von einem Drittel der Energie resultiert.
"Philips setzt auf umweltverträgliche Produkte", FAZ 23.2.09



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Wachsende Unzufriedenheit bei Personalern 
Samstag, 7. März 2009 - Management
Das "4th European HR-Barometer" von Hewitt Associates zeigt, dass die Unzufriedenheit in den Personalabteilungen Europas wächst. Während 2009 noch 80 Prozent der teilnehmenden Personaler mit ihren Jobs zufrieden waren, sind es 2009 nur noch 60 Prozent. Bereits jeder fünfte Personalleiter zieht einen Funktionswechsel in Betracht. Die wachsende Unlust am Job hängt augenscheinlich mit dem hohen Kostendruck und den veränderten Anforderungen an die Personaler zusammen. So gehen 72 Prozent der Befragten davon aus, dass sie die Gesamtzahl ihrer Mitarbeiter reduzieren müssen. 70 Prozent sehen sich mit der Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen konfrontiert. 55 Prozent der Befragten erwarten erhöhte Anforderungen im Hinblick auf Change Management, 47 Prozent bei der Führungskräfte- und Talententwicklung. "Das aktuelle HR-Barometer zeigt deutlich, dass sich der Personalbereich neuen Herausforderungen stellen muss. Die Veränderungen sind notwendig, um den Anforderungen der aktuellen Wirtschaftslage gerecht zu werden", so Leonardo Sforza, Leiter Research and EU Affairs bei Hewitt Associates.
"Krise: Personalbereich muss sich verändern", Hewitt Associates



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Die Kraft der Spiritualität im Selbstmanagement nutzen 
Freitag, 6. März 2009 - Bücher
Mit ihrem neuen Buch zum Thema "Spirituelles Selbstmanagement" zeigt Barbara v. Meibom, dass Liebe und Macht die wesentlichen Ingredienzien sind, um im Berufsleben und im Alltag zu bestehen. Ihr praxisnaher Ratgeber vermittelt mit zahlreichen alltagstauglichen Übungen, wie wir sowohl unsere Herzensqualitäten als auch unsere Fähigkeit, in Führung zu gehen, kultivieren können. Spiritualität hat dabei für sie nichts mit Rückzug zu tun, sondern mit einer ganzheitlichen Perspektive. Emotionale Kompetenz alleine reicht im Job wie im Alltag eben nicht aus, um etwas zu bewegen. Macht, in spirituellen Kontexten eher kritisch beäugt, im Sinne einer Tatkraft und des Nachdrucks, wirklich etwas bewirken zu wollen, ist mindestens genau so wichtig. Barbara v. Meibom gelingt es mit ihrem Buch, den vordergründigen Konflikt zwischen Liebe und Macht aufzulösen und zu zeigen, wie sich beide Seiten im Sinne einer Balance von Yin und Yang fördern und synergetisch verbinden lassen.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit


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Bio und das Dilemma eines Erfolgsmodells 
Donnerstag, 5. März 2009 - Management
Bio in Deutschland boomt. Jährliche Umsätze mit Ökoprodukten in Höhe von 5,8 Milliarden Euro untermauern dies. Doch die positive Entwicklung der Branche ruft auch immer mehr Kritiker auf den Plan, denn war Öko einst eine Nische, in der die Akteure zu den Überzeugungstätern gehörten, führt das Wachstum der letzten Jahre immer mehr zu einem Business as usual, an dem sich die einstigen Vorreiter zunehmend stören. "Die ursprüngliche Bio-Bewegung hat sich von innen heraus definiert, wollte anders arbeiten, anders leben, anders wirtschaften. Die Neuen verstehen Bio schlicht als Regularium, nach dem sie produzieren müssen, um ein Siegel zu bekommen", sagt etwa Thomas Dosch vom Erzeugerverband Bioland gegenüber Spiegel online. Und der Agrarwissenschaftler Christian Schüler ergänzt: Mit dem Einstieg der Einzelhandelsketten haben sich die üblichen Marktmechanismen herausgebildet. Kapital sucht immer nach den Bereichen, die Wachstum versprechen - und das ist bei der Biobranche der Fall." Dies bringe nicht nur eine Professionalisierung mit sich, sondern auch eine Anonymisierung und einen steigenden Preisdruck. "Es geht auch um ethische und soziale Fragen, um die Art und Weise, in der produziert wird, um ein Zukunftsbewusstsein", formuliert Demeter-Pressesprecherin Renée Herrnkind dagegen das Anliegen der Öko-Veteranen, die die Entwicklungen am Markt mit Skepsis beobachten.
"Umstrittener Weg zur Bio-Republik", Spiegel online 21.2.09



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Gute Laune als Performance-Faktor 
Mittwoch, 4. März 2009 - Studien
Gute Laune kann der Performance von Unternehmen auf die Beine helfen, so das Fazit des Weiterbildungsmagazins ManagerSeminare. Das Magazin stellte die Ergebnisse verschiedener Studien zusammen, die alle belegen, dass die emotionale Befindlichkeit der Belegschaft, wenn sie denn positiv ist, der Unternehmensentwicklung zugute kommt. Eine Studie der Universität Toronto illustriert, dass Hochstimmung die Aufnahme- und Analysefähigkeit verbessert und Kreativität und Konzentration fördert. Forscher aus Yale wiederum stellten fest, dass gute Stimmung sich auch finanziell rechnet. Die Teams von Mitarbeitern, deren Chefs ihnen respektvoll begegnen, zeigten eine bessere Performance als Vergleichsgruppen. Jeder Prozentpunkt, um den sich der Index zum Arbeitsklima hob, führte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um ein halbes Prozent. Das Taunussteiner Sozialforschungsinstitut IFAK wiederum sieht in guter Stimmung einen Produktivfaktor, denn gut gelaunte Mitarbeiter machen im Schnitt 17,5 Verbesserungsvorschläge, während es bei den Miesepetern nur 8,4 sind. Allerdings kann auch schlechte Laune durchaus für bestimmte Aufgaben hilfreich sein. Die Forscher aus Toronto jedenfalls bemerkten, dass eintönige, schematische Arbeiten eher besser in Zeiten emotionaler Tiefs bewältigt werden - wahrscheinlich, weil sich die Wahrnehmungsfilter bei mieser Stimmung verengen und der dadurch entstehende Tunnelblick störende Reize ausblendet.
"Wege aus dem Stimmungstief", ManagerSeminare März 2009



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Schlechte Führung ist schlecht fürs Herz 
Dienstag, 3. März 2009 - Studien
Eine Studie der Universität Stockholm legt den Schluss nahe, dass schlechte Führung die Anfälligkeit für Herzprobleme erhöhen kann. Die Wissenschaftler untersuchten über beinahe ein Jahrzehnt die körperliche Verfassung von mehr als 3.000 männlichen Beschäftigten. Ergebnis: Die Mitarbeiter, die ihre Chefs als inkompetent einschätzten, wiesen ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen auf im Vergleich zu denen, die sich zufrieden mit der Unternehmensleitung zeigten. Für Beschäftigte, die vier Jahre oder länger im Unternehmen waren, vergrößerte sich die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung. Als Auslöser für diese Risiken wird jedoch nicht das Verhalten der Führungskräfte selbst gesehen, sondern die Folgen, die sich daraus für die Mitarbeiter ergeben. "Sich geringgeschätzt und nicht unterstützt zu fühlen kann Stress erzeugen. Dieser wiederum kann zu Verhaltensweisen wie Rauchen, schlechter Ernährung, zu hohem Alkoholkonsum und Bewegungsmangel führen – Verhaltensweisen, die zu den übrigen Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzproblemen hinzukommen", kommentiert Cathy Ross, Herzexpertin von der British Heart Foundation.
Schlägt ein schlechter Chef aufs Herz? netdoktor.at 25.11.08



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