Kämpfen, kämpfen und noch mal kämpfen 
Montag, 25. Mai 2009 - Management
Die Wirtschaftswoche widmet einen großen Beitrag den Karrieren von Managern mit körperlicher Behinderung. Sie beraten internationale Top-Konzerne, sind - obwohl fast gehörlos - erfolgreiche Mediziner oder schaffen es im Mittelstand - im Rollstuhl sitzend - bis an die Firmenspitze. Den Ausnahmeerscheinungen im Management ist eines gemeinsam: Alle der portraitierten Führungskräfte haben sich trotz ihrer Behinderung nach vorne gekämpft. Sie bringen das mit, was laut Wirtschaftswoche Führungspersönlichkeiten auszeichnet: "Selbstbewusstsein, Motivation, Disziplin und Kampfgeist." Im Artikel ist viel die Rede von Knochenarbeit, besonderer Leistungsbereitschaft und Durchsetzungsstärke. Und die Einblicke in den Arbeitsalltag dieser Führungskräfte mit Handicap zeigen, dass dieser vor allem durch eines geprägt ist: Durch Kampf - gegen die Vorurteile anderer und die eigenen Schwächen. So eindrucksvoll diese Manager-Biographien sind, stimmen sie doch auch nachdenklich, denn sie beschwören ein Kämpfernaturell, das ein gewisses Maß an Harmonie in der Arbeitswelt schlicht illusionär erscheinen lässt. Und macht die erfolgreichen Kämpfer zu Vorbildern, neben denen Manager, die lieber mit mehr Balance arbeiten möchten, leicht als Jammerlappen erscheinen. So gut gemeint solche Vorbilder-Storys von der "Front" auch sind, tragen sie doch auch dazu bei, dass sich bestimmte Bilder in den Köpfen verfestigen: Ein guter Manager ist nur, wer ständig kämpft. Und man muss sich fragen: Wäre ein auf den Rollstuhl angewiesener Chef auch für eine Story gut, wenn er sich nicht den ganzen Tag durchboxen muss?
Karriere mit Handicap, WiWo 11.5.2009


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Bedürfnis nach einem Human Capitalism wächst 
Freitag, 22. Mai 2009 - Studien
Eine Studie von BBDO Consulting zeigt: In der Gesellschaft manifestiert sich ein wachsendes Bedürfnis nach einem Human Capitalism. Die repräsentative Online-Befragung mit 1.000 Teilnehmern zeigt: 65 Prozent sehen bei Betrachtung der aktuellen gesellschaftlichen Situation einen Fokus auf Profitmaximierung. Dem gegenüber stehen die Wünsche nach Glaubwürdigkeit (57 Prozent), Sicherheit (56 Prozent) und Chancengleichheit (54 Prozent). 94 Prozent der Befragten fordern "mehr Verantwortung im Umgang miteinander". Im Hinblick auf das ideale Unternehmen wünschen sich 95 Prozent Menschlichkeit, ein Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Erhebung von vor zwei Jahren. Der Stellenwert der Leistungsorientierung fiel um vier Prozentpunkte auf 40 Prozent. Viele Befragte treten in Zeiten der Krise den Rückzug ins Private an. So spielt Individualität gegenwärtig nur für 22 Prozent der Befragten eine Rolle und gerade einmal drei Prozent zeigen sich einer gewissen Risikobereitschaft gegenüber aufgeschlossen.
BBDO-Pressemitteilung


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Trotz Krise sinkt Fluktuation in den Chefetagen 
Mittwoch, 20. Mai 2009 - Studien
Viele Unternehmen halten gerade in Krisenzeiten an ihrer bewährten Führungsmannschaft fest und bringen nicht noch durch CEO-Wechsel Unruhe in die Chefetage. Das ist das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Booz & Company, die seit 1995 die Führungswechsel in den 2.500 größten börsennotierten Unternehmen der Welt untersucht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gab es im vergangenen Jahr bei 17 Prozent der Vorstandschefs freiwillige oder erzwungene Wechsel, während die Fluktuationsquote im Jahr davor noch bei knapp 20 Prozent lag. Weltweit lag die Fluktuation 2008 durchschnittlich bei 14,4 Prozent. Die leicht höhere Wechselquote im deutschsprachigen Raum machen die Berater an der starken Rolle der Kontrollgremien fest. In der Finanzbranche gab es aufgrund der aktuellen Entwicklungen 2008 sogar in 18 Prozent der Unternehmen Vorstandswechsel, im deutschsprachigen Raum sogar bei 20,8 Prozent. Der Durchschnitts-CEO behält seinen Job im deutschsprachigen Raum 5,5 Jahre, während die Verweildauer an der Firmenspitze in Nordamerika sogar bei 7,9 Jahren liegt. Im letzten Jahr erwirtschafteten vor allem neue CEOs die von außen ins Unternehmen kamen, besonders gute Ergebnisse. Ihre Performance übertraf die von Firmen-Insidern, die an die Spitze nachrückten, um sechs Prozent. Im Sechsjahresvergleich reduziert sich dieser Vorsprung allerdings auf knapp ein Prozent.
Weniger Wechsel auf den Chefetagen, FAZ 12.5.2009


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Autoritäre Chefs in der Kritik 
Dienstag, 19. Mai 2009 - Studien
Die Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmer mit ihren Chefs hält sich in Grenzen. Eine Studie der GfK Marktforschung zeigt: 28 Prozent beklagen sich darüber, dass ihr Vorgesetzter keinen Widerspruch zulässt. 24 Prozent fühlen sich von ihren Chefs ständig unter Druck gesetzt. Knapp elf Prozent leiden sogar unter den cholerischen Anfällen der Führungsriege. 21 Prozent sind der Meinung, dass ihr Vorgesetzter von Mitarbeiterführung "keine Ahnung" habe. Dennoch scheint das Verhältnis zur Führungsmannschaft nicht vollkommen marode zu sein. So schätzen es 87 Prozent der Befragten, dass ihr Chef ihnen Vertrauen entgegenbringt und 69 Prozent, dass er sich bei internen Problemen vor seine Mitarbeiter stellt. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht im Chef sogar ein Vorbild.
Jeder Vierte findet Chef zu autoritär, RP Online, 2.1.2009


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Überstunden als Krankheitsfaktor 
Montag, 18. Mai 2009 - Studien
Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt, dass eine hohe Wochenarbeitszeit der Gesundheit abträglich ist. Befragt wurden 50.000 Beschäftigte aus ganz Europa. Die Gefahr psycho-vegetativer-Beschwerden steige bei einer Wochenarbeitszeit von 35 bis 40 Stunden pro Überstunde um 2,5 Prozent an, so die Erkenntnis der Untersuchung. Viele Befragte klagen beispielsweise darüber, dass sie schlechter schlafen, wenn sie länger arbeiten. Junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren kommen mit diesen Belastungen noch relativ gut zurecht, in der Gruppe zwischen 40 und 54 Jahren ist der Leidensdruck größer.
Ungesunde Mehrarbeit, FAZ 9.5.2009


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Human Capitalism als neues Wunschbild 
Samstag, 16. Mai 2009 - Studien
Eine Studie von BBDO Consulting zeigt: In der Gesellschaft manifestiert sich ein wachsendes Bedürfnis nach einem Human Capitalism. Die repräsentative Online-Befragung mit 1.000 Teilnehmern zeigt: 65 Prozent sehen bei Betrachtung der aktuellen gesellschaftlichen Situation einen Fokus auf Profitmaximierung. Dem gegenüber stehen die Wünsche nach Glaubwürdigkeit (57 Prozent), Sicherheit (56 Prozent) und Chancengleichheit (54 Prozent). 94 Prozent der Befragten fordern "mehr Verantwortung im Umgang miteinander". Im Hinblick auf das ideale Unternehmen wünschen sich 95 Prozent Menschlichkeit, ein Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber der Erhebung von vor zwei Jahren. Der Stellenwert der Leistungsorientierung fiel um vier Prozentpunkte auf 40 Prozent. Viele Befragte treten in Zeiten der Krise den Rückzug ins Private an. So spielt Individualität gegenwärtig nur für 22 Prozent der Befragten eine Rolle und gerade einmal drei Prozent zeigen sich einer gewissen Risikobereitschaft gegenüber aufgeschlossen.
BBDO-Pressemitteilung


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Achtung "partizipativer Konsument" 
Freitag, 15. Mai 2009 - Studien
Die Marktforschung hat einen neuen Verbrauchertyp entdeckt, den "partizipativen Konsument". Rund 21 Prozent der Bevölkerung, also etwa 13 Millionen Menschen sind bereits so genannte PAKOS, so das Ergebnis einer Untersuchung der Berliner Agentur Zuckerkommunikation. In der vom Marktforschungsinstitut SKOPOS durchgeführten, bevölkerungsrepräsentativen Studie bei 1.003 Personen im Alter ab 18 Jahre wurden zunächst LOHAS-Anhänger und Online-User segmentiert. Anschließend legten die Marktforscher die entsprechenden Mindsets übereinander. Typisch für die PAKOS: Mehr als 80 Prozent der "partizipativen Konsumenten" fordern nicht nur die Offenheit von Unternehmen für Verbrauchermeinungen und -kritik, sondern echte Dialogfähigkeit. Fast ebenso viele (78 Prozent) mahnen eine klare Haltung jenseits schöngefärbter Werbung - die 70 Prozent für unglaubwürdig und durchschaubar halten - an, wenn Unternehmen und Marken aus der Beliebigkeit herausragen wollen. Bereits gut die Hälfte der "partizipativen Konsumenten" (49 Prozent) sehen Potenziale für die Unterscheidung im Wettbewerb im ökologischen und sozial gerechten Handeln. Neigt sich die Ära des Greenwashings also dem Ende zu?
Pressemitteilung zur Studie


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Arbeit macht krank, Nichtarbeiten auch 
Donnerstag, 14. Mai 2009 - Studien
Studien, die belegen, dass zu viel Arbeit krank macht, gibt es bereits wie Sand am Meer. Dass gar nicht arbeiten aber sogar noch kränker machen kann, war in diesem Ausmaß noch nicht bekannt. Eine amerikanische Studie zeigt: Wer seine Arbeit aus Gründen, die nicht in seiner Hand liegen, beispielsweise weil ein Unternehmen pleite macht, verliert, hat ein um 54 Prozent erhöhtes Risiko für eine mäßige oder gar schlechte Gesundheit. Selbst bei Arbeitnehmern, die sich bis zur Entlassung kerngesund fühlen, steigt danach das Krankheitsrisiko drastisch an. So erhöht sich bei den Entlassenen die Wahrscheinlichkeit für Beschwerden wie Bluthochdruck, Herzprobleme und Diabetes sogar um mehr als 80 Prozent. Die Studie zeige, dass das körperliche Wohl der Bevölkerung nicht nur von der Gesundheitsversorgung abhänge, sondern auch von der Struktur der Arbeitswelt und vom Zustand der Ökonomie, so die Soziologin Kate Strully von der Universität Albany im Staat New York.
Auf die Kündigung folgt der Infarkt, SZ 8.5.2009


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