Mitarbeiter wünschen sich mehr CSR 
Montag, 13. Juli 2009 - Management
Die Unternehmensberatung Krauthammer hat 400 Angestellte zu deren Einschätzung des CSR-Engagements ihrer Arbeitgeber befragt. Zwischen Soll und Sein treten dabei deutliche Diskrepanzen zutage.So wünschen sich 79 Prozent der Befragten einen umfassenden Tarifvertrag mit Spielraum für individuelle Lösungen - nur 39 Prozent sehen dies jedoch auch umgesetzt. 60 Prozent finden, dass Wirtschaft und Ökologie eins sind - doch nur 26 Prozent der Firmen folgen in ihren Augen auch dieser Prämisse. 57 Prozent sind der Ansicht, dass Reputation und Kundenbeziehungen durch einen strategischen Dialog mit den Stakeholdern geschaffen werden - nur 26 Prozent erkennen jedoch eine solche Praxis bei ihrem Arbeitgeber. Nachhaltigkeit im Umgang mit Zulieferern und Kunden wünschen sich 56 Prozent - nur 23 Prozent finden dies jedoch in ihrer direkten Unternehmensrealität realisiert. 52 Prozent sind der Meinung, dass es Richtlinien im Personalmanagement braucht, um die Loyalität der Mitarbeiter sicherzustellen - nur 19 Prozent der Firmen scheinen sich indes um diese Loyalität aktiv zu bemühen.
Corporate Social Responsibility 2009




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Selbstverbundenheit als Erfolgsfaktor 
Freitag, 10. Juli 2009 - Management
Die Beratungsgesellschaft Krauthammer hat sich in einer Untersuchung dem Thema Selbstverbundenheit zugewendet und europaweit knapp 450 Führungskräfte zu dem Thema befragt. Eine Erkenntnis der Berater: "Je selbstverbundener Mitarbeiter sind, desto besser ist ihre Leistung und ihr allgemeines Wohlbefinden. Und je homogener und enger Organisationen geknüpft sind, desto selbstverbundener sind laut Forschung die Menschen." 66 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sie Selbstverbundenheit benötigen, um ihr Potenzial auszuschöpfen. Dennoch ist sich rund ein Drittel nicht sicher, ob es sich selbst kennt. Sogar 50 Prozent fühlen in der Regel keine Selbstverbundenheit bei der Arbeit. 18 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass alle Dimensionen ihres Potenzials am Arbeitsplatz ausgeschöpft werden. 41 Prozent arbeiten dagegen in einem Umfeld, in dem ihr Potenzial blockiert wird. Nach Ansicht der Krauthammer-Berater sprechen gleich mehrere Gründe dafür, Selbstverbundenheit zur Unternehmensstrategie zu machen:
- Selbstverbundene Menschen distanzieren sich dank einer Neuverbindung mit ihrem Kern – ihrem „Auge des Sturms“ – von äußeren Faktoren.
- Die Lage moderner Unternehmen ist heikel und nicht vorhersehbar. Der selbstverbundene Mensch akzeptiert, dass er "nicht immer wissend" ist. Wie ein geduldiger Gärtner hegt und pflegt er die Bedingungen, unter denen Lösungen entstehen können, anstatt ein vorgefasstes System oder eine „(falsche) neue Gewissheit“ aufzuzwingen.
- Verbundene Menschen bringen emotionale Stabilität ins Geschäft ein, eine innere Gelassenheit, die als Klarheit und Ausgeglichenheit zum Ausdruck kommt. Sie werden weniger von spontanen Impulsen oder versteckten Ängsten angetrieben.
- Ein selbstverbundener Mensch handelt im Einklang mit seinem einzigartigen Kern und bringt dies gegenüber der Außenwelt zum Ausdruck. Er zeigt ein Alleinstellungsmerkmal, das andere als persönliche Authentizität, Ehrlichkeit und die gute alte Integrität erleben.


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Vertrauen in Unternehmen im Sinkflug 
Donnerstag, 9. Juli 2009 - Studien
Das Vertrauen in Unternehmen befindet sich im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise im Sinkflug. Die PR-Agenturgruppe Edelman befragte für ihr Trust Barometer 2009 Ende 2008 knapp 4.500 Personen aus 20 Ländern. Weltweit vertrauen 62 Prozent der Befragten Unternehmen weniger als ein Jahr zuvor. Die größten Vertrauensverlierer sind Irland (83 Prozent), Japan (79 Prozent), die USA (77 Prozent) und Australien (74 Prozent) - direkt gefolgt von Deutschland, wo bei 73 Prozent der Befragten das Vertrauen in die Unternehmen des Landes gesunken ist. Die Detailanalyse verdeutlicht, dass die länderspezifische wirtschaftliche und politische Lage deutlichen Einfluss auf die Vertrauensentwicklung hat. In den "moderaten Ökonomien" verzeichnet die Studie deutliche Vertrauensverluste. In Italien beispielsweise glaubten 2008 noch 41 Prozent der Befragten, dass Unternehmen das Richtige täten - 2009 waren es nur noch 27 Prozent. In Spanien sank dieser Vertrauensanteil von 49 auf 40 Prozent, in Irland von 47 auf 41 Prozent. In Deutschland fällt der Vertrauensverlust geringer aus - was daran liegt, dass bereits 2008 nur 35 Prozent der Befragten Vertrauen in die Unternehmen hatten. 2009 waren es zwei Prozent weniger. Ein Vertrauensplus können Länder mit sozial besonders engagierten Regierungen verzeichnen. So haben in den Niederlanden 2009 mit 62 Prozent sogar sieben Prozent mehr Menschen als im Vorjahr den Eindruck, Unternehmen vertrauen zu können. In Schweden stieg das Vertrauen um zwölf Prozent auf 51 Prozent.
Edelman Trust Barometer 2009



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Mehr Etiquette - täte Unternehmen gut 
Mittwoch, 8. Juli 2009 - Management
In einem Interview mit der Wirtschaftswoche äußert sich Moritz Freiherr von Knigge, der als Unternehmensberater vor allem in Sachen Ethik berät, darüber, warum eine gewisse Etiquette in Firmen auch wirtschaftlich Sinn macht. Zum Thema Korruption meint der Benimm-Guru: "Korruption ist wirtschaftlich dumm, denn schlechte Produkte werden subventioniert. Man sollte das Geld, mit dem man korrumpiert, in die Produktentwicklung stecken und so ein gutes Produkt anbieten, dass die Kunden nicht daran vorbeikommen." Das Argument mancher Firmen, dass Korruption in vielen nichteuropäischen Ländern eher ein Standard sei, kontert er: "Korruption ist illegal und kriminell. Wenn keine Unternehmen darauf eingehen würden müssten sich diese Länder darauf einstellen. Sie sollten das nun wirklich nicht mit kulturellen Eigenarten in der Etikette vergleichen." Dem Volkssport, vor allem Banker für die Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich zu machen, hält der Etiquette-Profi entgegen: "jetzt werden gierige Banker als Buhmänner dargestellt. Dass wir über Jahre unser Geld bei denen angelegt und uns über die Gewinne gefreut haben, darüber redet keiner. Der Politik hat es gefallen und sie hat dazu beigetragen, dass bestimmte Hürden gefallen sind, doch Schuld sind nur die bösen Banker. Und wenn Gewerkschafter gegen die Abwanderung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer demonstrieren und sich danach einen DVD-Player für 30 Euro kaufen, fehlt dort die Konsistenz. Viele machen es sich bei ihrem Handeln zu einfach."
"Ich habe nie etwas von steifen Regeln gehalten", WiWo 3.7.2009




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Life-Coaching wird immer mehr zum Trend 
Dienstag, 7. Juli 2009 - Studien
Immer mehr Menschen greifen auf die Unterstützung von Coaches zurück, um wichtige Lebensfragen zu klären. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage der International Coach Federation, an der knapp 2.200 Coaching-Kunden teilnahmen. Die meisten Coachees suchen eine Beratung, um ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstachtung zu stärken. Die war für 41 Prozent der Befragten einer der drei wichtigsten Gründe für ein Coaching. 36 Prozent wollen ihre Work-Life-Balance stärken und 28 Prozent ihre Karrierechancen verbessern. Diese eher persönlichen Themen lassen sich möglicherweise darauf zurückführen, dass knapp zwei Drittel der Befragten Frauen waren. Betrachtet man die Themen, zu denen in den letzten fünf Jahren Coachings besucht wurden, insgesamt, so wird die Liste mit 58 Prozent vom Themenkomplex Leben, Visionen, Verbesserung angeführt. 36 Prozent ließen sich zu Business-Themen coachen, 33 Prozent zu Führungsfragen und 30 Prozent zum Thema Management. Ein Berufswechsel war für 25 Prozent Anlass für ein Coaching, das Thema Beziehungen für 17 Prozent.
Life-Coaching liegt vorne, ManagerSeminare Juli 2009




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Sicherer Job geht den Deutschen über alles 
Montag, 6. Juli 2009 - Studien
Die IG Metall ist mit einer umfangreichen Umfrage der Frage nachgegangen, wie sich die Deutschen ein gutes Leben vorstellen. An der Erhebung, die von April bis Juni 2009 lief, beteiligten sich 450.000 Arbeitnehmer, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Auszubildende und Selbstständige. Das wichtigste Thema für die große Mehrheit der Befragten: Knapp neun von zehn Umfrageteilnehmern geht ein sicherer Arbeitsplatz über alles. 83 Prozent wünschen sich, eine Rente zu bekommen, mit der sie im Alter gut auskommen können. Knapp 80 Prozent ist es sehr wichtig, so abgesichert zu sein, dass sie ihre Zukunft planen können - und wünschen sich vom Staat entsprechende Sicherungssysteme im Falle von Arbeitslosigkeit und Krankheit. Der Faktor Freude bei der Arbeit nimmt demgegenüber eine deutlich nachrangige Position ein. Im Vergleich lediglich zwei Drittel der Befragten fanden es sehr wichtig, dass die Arbeit auch Spaß mache.
Gutes Leben gleich sicherer Job, FAZ 3.7.2009




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Krankmachen ist gesund 
Freitag, 3. Juli 2009 - Studien
Krankmachen ist der Gesundheit von Mitarbeitern zuträglich, so das Ergebnis einer dänischen Studie unter 12.000 Beschäftigten. Die Forscher fanden heraus, dass Mitarbeiter, die sich öfter krank zur Arbeit schleppen, ein um 74 Prozent höheres Risiko haben, in der Folgezeit länger als zwei Monate auszufallen als jene, die, wenn sie krank sind, zuhause bleiben und sich kurieren. Der in immer mehr Unternehmen aus Angst vor dem Arbeitsplatzverlust gepflegte Präsentismus, der dazu führt, dass kranke Mitarbeiter vor einer Krankschreibung zurückscheuen, könnte Firmen also nachträglich teuer zu stehen bekommen.
Kranksein macht gesund, ManagerSeminare Juli 2009


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Gute Arbeit ist Mangelware 
Donnerstag, 2. Juli 2009 - Arbeit
Nur zwölf Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben "gute Arbeit", so das ernüchternde Ergebnis des jährlich erhobenen Index des DGB. 55 Prozent der Angestellten haben mittelmäßige Arbeitsbedingungen, für 33 Prozent sind diese sogar schlecht. Auf der Skala des DGB stehen Indexwerte von 80 bis 100 für gute Arbeit, Werte zwischen 50 und 80 für Mittelmaß und Werte von 0 bis 50 für eine explizit schlechte Arbeitssituation. Der Durchschnittswert aller erhobenen Parameter lag in der Erhebung 2009 bei 58. Am zufriedensten sind die deutschen Arbeitnehmer mit dem Sinngehalt ihrer Arbeit (79), der Kollegialität am Arbeitsplatz (77) und der Gestaltung der emotionalen Anforderungen (71). Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten, Führungsqualität und die Betriebskultur rangieren dagegen im unteren Mittelfeld. Am schlechtesten beurteilen die Deutschen ihr Einkommen (40), gefolgt von Aufstiegsmöglichkeiten (47) und den beruflichen Zukunftsaussichten sowie der Arbeitsplatzsicherheit (48).
DGB Gute Arbeit 2009



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