Vortrag zum Thema Wir-Kultur und Business 
Dienstag, 13. April 2010 - Veranstaltungen
Und hier eine Ankündigung in eigener Sache: Am 19. April 2010 bin ich zu Gast beim Integralen Forum Berlin, wo ich gemeinsam mit Initiator Matthias Ruff der Frage nachgehen werde, welche Bewegungen hin zu einer neuen Wir-Kultur sich gegenwärtig in Wirtschaft und Gesellschaft manifestieren. Ich und Wir stehen in der Integralen Theorie Ken Wilbers als gleichberechtigte Seinsperspektiven nebeneinander, doch im Alltag westlicher Gesellschaften dominiert zumeist eine Ego-Perspektive. Der Soziologe Amitai Etzioni propagierte kürzlich diesbezüglich die Notwendigkeit einer spirituellen Wende, sein Fachkollege Jeremy Rifkin spricht in seinem jüngsten Buch von der empathischen Zivilisation und der Entwicklung eines globalen (integralen) Bewusstseins. Im Dialog begeben sich Nadja Rosmann und Matthias Ruff auf eine integrale Erkundungstour, die Fragen nachgeht, wie sich ein solches Bewusstsein entfalten kann bzw. welche Impulse relevant sind, eine differenzierte und reife Wir-Kultur zu erzeugen, jenseits von Egozentrik und Kollektivismus. Beispiele aus der Wirtschaft werden dabei zeigen, welche alternativen Modelle und Praktiken sich bereits bewährt haben. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr mit Körper- und Atemübungen aus dem Yoga und einer Meditation zum Thema, der Vortrag folgt ab 20 Uhr.
Weitere Informationen zur Veranstaltung

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Frauenpower wird wenig genutzt 
Montag, 12. April 2010 - Studien
Frauen in Top-Positionen sind Mangelware - dies untermauert nun auch eine Studie der EU-Kommission. Während in den nationalen Parlamenten immerhin schon jeder dritte Posten mit einer Frau besetzt ist, trifft dies in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen Europas nur auf jede zehnte Stelle zu. In den deutschen Vorständen liegt der Frauenanteil bei gerade einmal 13 Prozent - Spitzenreiter in den Europäischen Ländern ist hier Norwegen mit 42 Prozent. In der Politik haben die Niederlande mit 42 Prozent Frauen die Nase vorn. Eine finnische Untersuchung wiederum zeigt, welche wirtschaftlichen Chancen mit dem geringen Frauenanteil verschenkt werden, denn sie zeigt, dass Konzerne, die von Männern und Frauen geführt werden, im Schnitt zehn Prozent mehr Gewinn machen als jene, in denen alleine Männer das sagen haben.
Kaum weibliche Führungskräfte, 1.4.10

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Osterferien - Frische News wieder ab 12. April 
Dienstag, 6. April 2010 - sonstiges
think.work.different macht Osterferien. Ab 12. April gibt es hier wieder frische News.

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Befristete Verträge schüren Ängste 
Donnerstag, 1. April 2010 - Arbeit
Hauptsache Arbeit? Zwar hält sich die Zahl der Entlassungen aufgrund der Wirtschaftskrise in Deutschland noch in Grenzen, schon aber zeigt sich an neues kontraproduktives Phänomen: Jeder zweite neu abgeschlossene Arbeitsvertrag ist befristet. Der Anteil dieser Vereinbarungen ist laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im ersten Halbjahr 2009 auf 47 Prozent gestiegen, während er 2001 noch bei ungefähr einem Drittel lag. Hochgerechnet bedeutet dies, dass 2008 knapp neun Prozent aller Erwerbstätigen mit befristeten Verträgen angestellt waren. Arbeitsmarktexperten sehen nicht nur Gefahr großer Demotivierung der Mitarbeiter, die unter solch prekären Bedingungen angestellt sind, sie weisen auch darauf hin, dass den Angestellten auf diese Weise eine Lebensplanung unmöglich gemacht und Zukunftsängste geschürt würden.
Jede zweite Neueinstellung befristet, taz 17.3.10

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Ethischer Ablasshandel fördert Egoismus 
Mittwoch, 31. März 2010 - Studien
Ist der gegenwärtige Bio-Trend nur eine moderne Form des Ablasshandels, die uns nicht zu besseren Menschen werden lässt, sondern im Gegenteil dem Egoismus Vorschub leistet? Betrachtet man die Ergebnisse einer neuen Studie der Universität Toronto, so liegt dieser Schluss nahe. Das Setting: 156 Studenten wurden in vier Gruppen aufgeteilt: jeweils der Gruppen sollten sich das Sortiment eines Bio-Shops online anschauen, zwei weitere das eines konventionellen Shops - jeweils eine der beiden Gruppen durfte im ihr zugewiesenen Shop auch einkaufen. Im Anschluss hatten alle Teilnehmer die Aufgabe, sechs Dollar mit einer ihnen unbekannten Person zu teilen. Das verblüffende Ergebnis: Während die meisten Teilnehmer mehr oder weniger gleichmäßig die Summe verteilten, erwiesen sich die Bio-Käufer als deutlich knickriger. In einem zweiten Test konnten sich die Studenten bei einem Computerspiel Geld durch richtige Lösungen verdienen, hatten aber auch die Möglichkeit, in einer ersten Testrunde herauszufinden, wie man das System betrügt. Am Ende des Spiels durften sich die Teilnehmer den von ihnen erspielten Betrag selbst aus einem Kuvert entnehmen. Ergebnis: Die Bio-Käufer betrogen nicht nur beim Spiel häufiger, sondern logen zum Abschluss des Spiels auch häufiger, um mehr Geld zu bekommen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Käufe unter ethischen Rahmenbedingungen durch die Hinertür unethisches Verhalten und Selbstbezogenheit fördern, da sich die Betroffenen auf die Position zurückziehen, mit ihrem Kauf bereits etwas Gutes getan zu haben.
Bio verdirbt den Charakter, taz 17.3.10

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Fairer Handel als Investmentfonds 
Dienstag, 30. März 2010 - sonstiges
Die GLS Bank und die evangelische KD-Bank für Kirche und Diakonie haben einen Investmentfonds aufgelegt, der neben ökonomischen und klassischen Nachhaltigkeitskriterien auch entwicklungspolitische Perspektiven berücksichtigt. Ziel des FairWorldFonds ist es, die Idee des fairen Handels auf die Kapitalmärkte zu übertragen - ein Schritt, der aus Sicht der beteiligten Banken den Nerz der Zeit treffe. "Es gilt, auf den Finanzmärkten Verantwortung für die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Investitionen in Industriestaaten ebenso wie in Entwicklungsländern zu übernehmen. Der FairWorldFonds vereint erstmals alle Kriterien und geht beispielgebend voran", so GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg.
In Gerechtigkeit investieren, GLS Bank 18.3.10

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Krisenstimmung auch eine Frage der Führung 
Montag, 29. März 2010 - Studien
In Krisenzeiten scheinen viele Unternehmen bei der Führung der Mitarbeiter kläglich zu versagen. Diese Einschätzung legt eine Online-Panel-Untersuchung mit 500 Beteiligten, die vom Skopos Instituts für Markt- und Kommunikationsforschung realisiert wurde, nahe. Lediglich 21 Prozent der Befragten fühlen sich von der Unternehmensführung noch motiviert. Bei 63 Prozent sinkt die Motivation, weil die Vorgesetzten in ihren Augen den besonderen Herausforderungen der Krise nicht gerecht werden. 74 Prozent fühlen sich von der Unternehmensleitung nicht als "gewinnbringendes Kapital" gewertschätzt. 55 Prozent sehen sich nur unzureichend über die Auswirkungen der Krise informiert, 35 Prozent fühlen sich mit den daraus resultierenden Ängsten allein gelassen. 57 Prozent stellen eine Verschlechterung des Arbeitsklimas durch die Krise fest.
Mitarbeiterführung in der Krise, HB 6.3.10

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Frauenquote käme der Wirtschaft zugute 
Freitag, 26. März 2010 - Studien
Die Telekom prescht vor: Bis 2015 sollen 30 Prozent der Führungsjobs im Konzern mit Frauen besetzt sein. Ein Schritt, der Not tut, denn gegenwärtig sind im deutschen Top-Management nur sechs Prozent der Führungskräfte weiblich. Eine Frauenquote kommt Firmen zugute, wie eine Auswertung von McKinsey deutlich illustriert. die durchschnittliche Rendite von Unternehmen mit Frauenquote lag in den Jahren 2003 bis 2008 zehn Prozent über dem Industriedurchschnitt (11,4 Prozent vs. 10,3 Prozent). Beim durchschnittlichen Gewinn vor Zinsen und Steuern wirkt sich die Frauenquote noch deutlicher aus, denn hier performen die Frauenintegrierer um 48 Prozent besser (11,1 Prozent vs. 5,8 Prozent). Auch der Aktienkurs lässt sich von mehr Frauen in der Führungsetage beflügeln - er liegt in solchen Unternehmen um 17 Prozent höher als die Entwicklung des Eurostoxx 600 (64 Prozent vs. 47 Prozent).
Frauen zahlen sich aus, taz 16.3.10

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