Führungskräfte in Sachen Gesundheit oft ahnungslos 
Donnerstag, 26. August 2010 - Studien
Um die Gesundheit von Führungskräften steht es nicht immer zum Besten, wie der so genannte Präventionsspiegel zeigt, eine Untersuchung des Diagnostik Zentrums Fleetinsel in Hamburg, der die Befunde aus 5.000 Vorsorgeuntersuchungen zugrunde liegen. Jeder sechste Manager leidet demzufolge unter Bluthochdruck, drei Viertel der Betroffenen waren vor dem Check-up ahnungslos. Den Befunden der Mediziner zufolge sind 75 Prozent der Deutschen gefährdet, schwer zu erkranken. Die Hälfte hat zu hohe Cholesterin-Werte, jeder Fünfte erhöhte Blutzuckerwerte und jeder Zehnte ist bedenklich übergewichtig. Zu den typischen Managerleiden gehören darüber hinaus Kopfschmerzen, Magen- und Darmprobleme und Verspannungen. Regelmäßige Check-ups dienen dabei nach Ansicht der Mediziner der Gesundheitsfürsorge, denn liegen die Befunde erst einmal auf dem Tisch, lassen viele Betroffene Veränderungsbereitschaft erkennen. So nahm bei Teilnehmern, die sich regelmäßig untersuchen ließen, der Blutdruck deutlich ab, unter den Rauchern gab jeder vierte sein Laster auf und die Teilnehmer taten mehr für ihre Fitness.
Chefs mit vielen Risikofaktoren, FTD 23.7.10

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Sich im Business auf das Wesentliche konzentrieren 
Mittwoch, 25. August 2010 - Management
Ehrgeiz, Fleiß, Anpacken bis zum Umfallen - der typische Durchschnittsmanager zeichnet sich aus durch eine Leistungsorientierung, die häufig das Bestehende kaum hinterfragt, sondern nach dem kürzesten Weg zu einem einmal klar vorgegebenen Ziel sucht. Eine Haltung, die Wandel und die Anpassung an sich verändernde Umstände, nicht unbedingt begünstigt. In seinem Vortrag zu Leadership 3.0, gehalten bei der Karmakonsum-Konferenz 2010, zeigt der Führungskräfte-Coach und Zen-Lehrer Paul J. Kohtes, wie Führungskräfte es schaffen, in Zeiten des Wandel herauszufinden, was das Wesentliche im Business ist, und sich darauf zu konzentrieren.



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Fairer Handel boomt trotz Krise 
Dienstag, 24. August 2010 - Success Stories
Der faire Handel boomt und das trotz Wirtschaftskrise. So gaben die deutschen Konsumenten 2009 für fair gehandelte Produkte 322 Millionen Euro aus - das entspricht einer Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung in den letzten fünf Jahren, so das Forum Fairer Handel. Wichtigstes Merkmal für fair gehandelte Waren sind für 44 Prozent der Kunden das Fairtrade-Siegel sowie die Standards der Weltläden (20 Prozent) und der anerkannten Fair-Handels-Importeure (14 Prozent). Interessant ist, dass diese Konsumhaltung sich auch in den weniger kaufkräftigen Schichten zunehmend zeigt. In der oberen Einkommensgruppe sind 48 Prozent der Befragten Fair-Käufer, in der untersten Gruppe immerhin schon 37 Prozent.
Fact Sheet Fairer Handel


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Das Zauberwort heißt Selbstentfaltung 
Montag, 23. August 2010 - Arbeit
In welcher Welt wollen wir leben? Diese Frage wird eigentlich viel zu selten gestellt und wenn man die aktuellen Diskussionen zur Leistungsfähigkeit des Sozialstaats und zu HartzIV betrachtet, erkennt man leicht, warum. Anscheinend sind wir nur dazu fähig, in einem recht kleinen Radius rund um das Bestehende (und oft nicht Funktionierende) zu denken - mit einem völlig unvoreingenommenen Blick auf die Dinge zu schauen, ist hingegen den meisten Menschen fremd. Umso wohltuender ist da ein Vorreiter wie Götz Werner, der immer wieder antritt, vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen und ein Menschenbild zu entwerfen, dass für die Meisten wohl eher unvorstellbar ist. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung propagiert Werner einmal mehr das Grundeinkommen - !.000 Euro für Jeden als Weg zur Freiheit. Der Gründer der Drogeriekette DM und überzeugte Anthroposoph denkt nicht in Kategorien wie sollen und müssen, sondern setzt auf die Entfaltungsfähigkeit des Menschen und dessen Wunsch, diese auszudrücken. Den mit einem latenten Zwang verbundenen Sozialsystemen hält Werner - nicht zuletzt gewürzt mit einer gesunden Brise Pragmatismus, die der Realität insofern Rechnung trägt, als ein Zwang zur Arbeit nie gute Ergebnisse zeitigt - eine Freiheit entgegen, die vielen suspekt vorkommt: "Stellen Sie sich dieses erhabene Gefühl vor: Sie laufen durch die Straßen und sehen nur Menschen, die etwas tun, weil sie das aus eigenen Stücken wollen." Der Albtraum aller Politiker, die mit Klientelpolitik versuchen, ihre WählerInnen zu binden ... Für Werner hingegen ist klar, dass Entwicklung immer die Freiheit zur Grundlage haben muss: "Gerade durch das Grundeinkommen entsteht Leistungsvermögen. Wenn ich mir keine Sorgen um meine Existenz machen muss, kann ich mich an neue Ideen wagen." Was die FAS eher skeptisch "hoffnungsvolles Menschenbild" nennt, ist für Werner Fakt: "Der Mensch hat immer die Tendenz, über sich hinauswachsen zu wollen. Diese Initiativkräfte wecken wir mit dem Grundeinkommen." Dem gegenwärtig zur Hochkonjunktur gelangten Bashing der HartzIV-Bezieher hält Werner nüchtern entgegen, dass regelmäßige Opern-Besucher weit mehr Transferzahlungen durch die Subventionierung der Spielhäuser einstreichen als die offiziellen Transferempfänger.
"1.000 Euro für jeden machen die Menschen frei", FAS 15.8.10


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Stressfaktoren frühzeitig begegnen 
Freitag, 20. August 2010 - Management
Viele Manager verausgaben sich, ohne an die Folgen zu denken. Permanenter Stress gehört für sie untrennbar zum Tagesgeschäft und häufig zeigen sich erste Beschwerden bereits, bevor es zu organischen Erkrankungen kommt. "Sie haben definitiv vegetative Stresssymptome, etwa Erschöpfung, Schlafstörungen. Bei den allermeisten sage ich im Abschlussgespräch: Organisch sind sie gesund, sie haben dennoch Beschwerden. Jetzt erläutere ich ihnen, wie moderne Stressmodelle diese Beschwerden erklären und was sie ganz persönlich verbessern können", so der Mediziner Gunter Frank, der Führungskräfte bei ihren Check-ups begleitet. Er rät seinen Klienten dazu, das Stressthema ernst zu nehmen, bevor der innere Verschleiß überhand nimmt. Sein Rat: "Bei Führungskräften wird der Stressnerv oft unentwegt aktiviert. Es gibt keinen Feierabend mehr, keinen Gottesdienst, keinen Urlaub. Führungskräfte müssen daher lernen, den Parasympatikus, den Ruhenerv, selber zu aktivieren. Nicht den Drang zu haben, irgendwo anzurufen, Emails zu checken, Pläne zu schmieden. Das ist eine Kompetenz, die man heute als Manager haben muss. Sonst kann es sein, dass man alle seine Ziele erreicht, aber mit 45 dennoch depressiv ist." Letztlich liegt also doch in der Ruhe die Kraft.
Stress-Herzinfarkt nur Mythos, Manager Magazin 30.7.10


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Firmen tun zu wenig gegen strukturelle Burn-out-Faktoren 
Donnerstag, 19. August 2010 - Management
Der Psychologe und Berater Markus Väth kritisiert, dass zwar immer mehr Firmen in Burn-out-Programme investieren, aber dabei viel zu selten strukturelle Faktoren verändert werden, die den Burn-out von Beschäftigten begünstigen. "Struktureller Burn-out bedeutet, dass Unternehmen Organisations- und Wert-Strukturen schaffen bzw. nicht abstellen, die Burn-out teilweise massiv begünstigen. Dieser Umstand ist bisher sogar in gut meinenden Firmen als blinder Fleck zu besichtigen. Man spendiert Mitarbeitern Burn-out-Prävention und investiert in ein betriebliches Gesundheitsmanagement – auf Mitarbeiterebene. Burnout jedoch kommt, um es in der Sprache des Fußballs auszudrücken, aus der Tiefe des Raums: aus tradierten Organisationsund Kommunikationsstrukturen, aus Arbeitgeber-Erwartungen hinsichtlich der Arbeitsleistung, aus dem Verschwimmen zwischen beruflicher und privater Welt und einem tayloristisch-maschinistischem Menschenbild. In diesem Sinne könnte man strukturellen Burn-out durchaus als eine Art 'fahrlässige Körperverletzung' des Unternehmens am Mitarbeiter bezeichnen", erklärt Väth. Der Experte propagiert deshalb Ansätze, die nicht nur personelle, sondern auch kulturelle und strukturelle Aspekte einbeziehen. So fordert Väth dazu auf, implizite Werte im Unternehmen im Hinblick auf Arbeitsleistung, Mitarbeiterverfügbarkeit und Rollenverständnis zu hinterfragen. "Jeder Mitarbeiter, der aufgrund eines übergroßen Verfügbarkeitsanspruchs in einer permanenten physischen Alarmstimmung ist, verstärkt das Burn-out-Risiko", so Väth. Der Psychologe fordert deshalb nicht nur ein Umdenken des Managements, sondern auch eine grundlegende Auseinandersetzung des Unternehmens mit sich selbst.
"Struktureller Burn-out ist der blinde Fleck von Unternehmen", managerSeminare August 2010

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Jede dritte Firma leidet unter Motivationsmangel 
Mittwoch, 18. August 2010 - Studien
In einer weltweiten Untersuchung der Boston Consulting Group unter 1.300 Managern zeigt, dass Motivation, die Anerkennung im Job und die Fähigkeit des Managements, Mitarbeiter gezielt zu fördern, im Zuge der Wirtschaftskrise deutlich gelitten haben. So sanken im Top-Management die entsprechenden Werte um rund sieben Prozent, im mittleren Management sogar um um zehn bis 14 Prozent. 37 Prozent der Befragten sind mit den Werten ihres Unternehmens unzufrieden, 31 Prozent mit deren Corporate Social Responsibility und 30 Prozent mit der Vertrauenskultur und dem Empowerment, das vom Management ausgeht. 38 Prozent vermissen ein strukturiertes Karrieremanagement, 32 Prozent eine Anerkennung, die über Gehaltszahlungen hinaus geht, und 35 Prozent bemängeln, dass Manager ihre Mitarbeiter nicht unterstützen.
Pressemitteilung BCG 13.7.10

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Ehrlichkeit fördert Wohlstand 
Dienstag, 17. August 2010 - Wissenschaft
Eine ehrliche Wirtschaftskultur kommt dem Wohlstand zugute und fördert die Produktivität einer Volkswirtschaft, so die Erkenntnisse einer Studie der Universität Köln. Da in einem Klima von Ehrlichkeit und Vertrauen die Transaktionskosten geringer sind, weil beispielsweise der Aufwand, um wasserdichte Verträge zu schließen, nicht so hoch ausfällt und teure Rechtsstreitigkeiten eher selten sind, wird wirtschaftliches Engagement komplikationsärmer. Darüber hinaus fallen Investitionen in Forschung und Entwicklung leichter, wenn Firmen nicht fürchten müssen, dass ihre Innovationen von der Konkurrenz einfach kopiert werden. Wo Vertrauen herrscht, orientiert sich darüber hinaus die Auswahl der Mitarbeiter eher an deren tatsächlicher Qualifikation als an Gruppenzugehörigkeiten, was wiederum den Anreiz erhöht, in die eigene Bildung zu investieren. Prosperierende Wirtschaften wie in den skandinavischen Ländern rangieren deshalb auch am oberen Ende der Ehrlichkeitsforscher, während diese Deutschland in einem bereits problematischen Mittelfeld verorten.
Ehrlichkeit fördert das Bruttosozialprodukt, Psychologie aktuell 4.6.10

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