Stille macht Managern Angst 
Freitag, 3. September 2010 - Management
Mal wirklich Ruhe haben, das bleibt für viele Manager ein Traum. Stellt sich dieses friedliche Szenario dann doch einmal ein, geraten viele in Panik. Octavius Black beschreibt in einem Beitrag für die Financial Times Deutschland, dass Ruhe bei Führungskräften durchaus extreme Reaktionen auslösen kann. So verordnete der Trainer seiner Klientel im Rahmen einer dreitägigen Konferenz eine Stunde Schweigen - sie mussten ihre Blackberrys abgeben und sollten das gemeinsame Mittagessen in Stille verbringen - nicht nur, um die Ruhe zu genießen, sondern auch, um endlich einmal Zeit zum Nachdenken zu haben. Die Reaktionen der Beteiligten fielen höchst unterschiedlich aus. Manche protestierten, schlangen ihr Mittagessen herunter und flüchteten ins Freie, um der Schweigeklausel zu entkommen. Andere entdeckten eine völlig neue Zeitqualität und merkten, dass eine Stunde, die nicht zwanghaft gefüllt wird, sehr lang sein kann. Eine Managerin offenbarte eine für sie "erschreckende" Erkenntnis: "Ich dachte immer, ich habe keine Zeit nachzudenken, aber dann musste ich feststellen, dass ich gar nicht weiß, wie ich nachdenken soll, wenn ich mal die Zeit dazu habe. Das war eine unglaubliche und auch ein wenig erschreckende Erkenntnis."
Sprechverbot zwingt Manager zum Denken, FTD 17.8.10

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Der Job ist nicht alles 
Donnerstag, 2. September 2010 - Studien
Geht es nach der aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse, ist der Job für die Deutschen längst nicht alles. Laut der TK-Umfrage können sich 33 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ein erfülltes Leben sehr gut auch ohne Berufstätigkeit vorstellen - 35 Prozent in den alten Bundesländern, 26 Prozent in den neuen Bundesländern. Auch Teilzeitarbeit steht bei den Befragten hoch im Kurs. 75 Prozent der Ostdeutschen und 69 Prozent der Westdeutschen wünschen sich nämlich mehr Zeit für ihre Familie und Hobbys. Die Arbeitszufriedenheit scheint hingegen sehr gut zu sein, denn lediglich jedem siebten Ostdeutschen und nur jedem elften Westdeutschen macht der Job keine Freude.
Pressemitteilung Techniker Krankenkasse, 12.8.10

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Angst und Unsicherheit machen Stress zum Risiko 
Mittwoch, 1. September 2010 - Arbeit
Nicht der Stress ist das Problem, sondern fehlende adäquate Reaktionsmöglichkeiten darauf, so der Arbeitspsychologe Tim Hagemann in einem Interview mit der Zeit. Zwar glauben viele immer noch, dass die Stressbelastung mit dem Anspruch der Arbeitstätigkeit steigt, also beispielsweise Manager deutlich belasteter sind als herkömmliche Angestellte, die Forschung hingegen zeigt, dass eher die Hilflosigkeit gegenüber den Anforderungen ausschlaggebend ist und negativer Stress vor allem entsteht, "wenn man mit einer Bedrohung konfrontiert ist und meint, sie nicht bewältigen zu können", so Hagemann. Dann nämlich entstehe Angst und Unsicherheit. Da Stress eine Vielzahl körperlicher Prozesse auslöst, helfen beispielsweise Ausdauersportarten besonders gut, Stresshormone wieder abzubauen. Darüber hinaus sieht der Arbeitspsychologe zwei wesentliche Strategien für den konstruktiven Umgang mit Stress: "Die eine wird aktive Bewältigung genannt. Man kann das Arbeitspensum reduzieren und versuchen, effizienter zu arbeiten. Weil das häufig nicht möglich ist, hilft die zweite Strategie, die kognitive Umdeutung. Man versucht, die bedrohliche Situation anders wahrzunehmen. Stellen wir uns Studenten in der Prüfung oder einen Angestellten vor dem Mitarbeitergespräch vor. Statt sich zu fürchten, könnte man versuchen, sich zu freuen, seine Kompetenzen zu zeigen und darauf zu vertrauen, wie gut man sich vorbereitet hat."
"Täglicher Stress ist kein Problem", Die Zeit 20.8.10

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Arbeitslosigkeit macht krank 
Dienstag, 31. August 2010 - Studien
In einer neuen Studie kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund zu dem ernüchternden Schluss, dass Arbeitslosigkeit ein nicht unwesentlicher Faktor im Hinblick auf gesundheitliche Beeinträchtigungen darstellt. In seiner Untersuchung stellte der DGB fest, dass die Krankenrate Arbeitsloser beispielsweise deutlich über der der im Erwerbsleben aktiven Bevölkerung liegt. Während unter den Erwerbstätigen der Krankenstand bei 4,4 Prozent liegt, beläuft er sich bei den Beziehern von Arbeitslosengeld I bereits auf 7,9 Prozent und bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II sogar auf 10,9 Prozent. Dabei sind diese Unterschiede nicht altersbedingt, denn über alle Altersgruppen hinweg zeigt sich, dass Arbeitslose eine deutlich höhere Krankenrate aufweisen. Auch der Bedarf an Antidepressiva ist in dieser Gruppe deutlich höher als innerhalb der arbeitenden Bevölkerung. Während 5 Prozent der arbeitenden Männer und etwa 10 Prozent der arbeitenden Frauen Antidepressiva einnehmen, sind es bei den arbeitslosen Männern mehr als 15 Prozent und bei den arbeitslosen Frauen sogar knapp 30 Prozent. Der DGB kommt vor diesem Hintergrund zu dem Schluss: "Arbeitslosigkeit ist ein Gesundheitsrisiko, das Spuren hinterlässt - körperlich wie seelisch!"
Pressemitteilung DGB, 16.8.10

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Zuversicht macht nicht unbedingt erfolgreich 
Montag, 30. August 2010 - Studien
Selbstkritik gilt vielen als der Erfolgskiller schlechthin - zu Unrecht, wie eine Studie der Universität Illinois zeigt. Ein Psychologen-Team hatte mit 50 Probanden, die in zwei Gruppen eingeteilt worden waren, getestet, ob Zuversicht beziehungsweise Skepsis die Erfolge der Studienteilnehmer beeinflussen. Eine Gruppe sollte sich vor dem Test sagen, dass sie die Aufgabe mit Bravour bewältigen werde, die andere Gruppe sollte sich fragen, ob ihr das gelingt. Beim anschließenden Entschlüsseln von Anagrammen, also Wörtern, in denen Buchstaben vertauscht sind, schnitt die Gruppe, die ihre Fähigkeiten im Vorfeld des Tests hinterfragen sollte, deutlich besser ab. Die Forscher wiederholten den Test mit neuen Gruppenzusammensetzungen, wobei eine Gruppe zuvor die Phrase "Ich werde" mehrfach aufschreiben sollte, die andere "Werde ich". Auch hier schnitt die Gruppe mit der eher selbstkritischen Formulierung besser ab. Versuchsleiterin Dolores Albarracin dazu: "Offenbar erzeugt eine kritische innere Auseinandersetzung mit der eigenen Leistungsfähigkeit eine höhere Motivation als purer Optimismus."
ManagerSeminare September 2010

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Geld = Lebenszeit 
Freitag, 27. August 2010 - Studien
Traurig, aber wahr - Geld ermöglicht nicht nur so manche Annehmlichkeit im Alltag, es trägt auch zur Verlängerung der Lebenszeit bei. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt: Frauen, die zu den oberen zehn Prozent der Verdiener gehören, leben im Schnitt drei Jahre länger als Frauen aus den niedrigsten zehn Prozent. Laut DIW haben in der Vergangenheit bereits andere Studien diesen Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung belegt. Bei Frauen liege der Einfluss des Einkommens allerdings nur halb so hoch wie bei Männern.
Gutverdienerinnen leben länger, FAZ 10.8.10

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Führungskräfte in Sachen Gesundheit oft ahnungslos 
Donnerstag, 26. August 2010 - Studien
Um die Gesundheit von Führungskräften steht es nicht immer zum Besten, wie der so genannte Präventionsspiegel zeigt, eine Untersuchung des Diagnostik Zentrums Fleetinsel in Hamburg, der die Befunde aus 5.000 Vorsorgeuntersuchungen zugrunde liegen. Jeder sechste Manager leidet demzufolge unter Bluthochdruck, drei Viertel der Betroffenen waren vor dem Check-up ahnungslos. Den Befunden der Mediziner zufolge sind 75 Prozent der Deutschen gefährdet, schwer zu erkranken. Die Hälfte hat zu hohe Cholesterin-Werte, jeder Fünfte erhöhte Blutzuckerwerte und jeder Zehnte ist bedenklich übergewichtig. Zu den typischen Managerleiden gehören darüber hinaus Kopfschmerzen, Magen- und Darmprobleme und Verspannungen. Regelmäßige Check-ups dienen dabei nach Ansicht der Mediziner der Gesundheitsfürsorge, denn liegen die Befunde erst einmal auf dem Tisch, lassen viele Betroffene Veränderungsbereitschaft erkennen. So nahm bei Teilnehmern, die sich regelmäßig untersuchen ließen, der Blutdruck deutlich ab, unter den Rauchern gab jeder vierte sein Laster auf und die Teilnehmer taten mehr für ihre Fitness.
Chefs mit vielen Risikofaktoren, FTD 23.7.10

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Sich im Business auf das Wesentliche konzentrieren 
Mittwoch, 25. August 2010 - Management
Ehrgeiz, Fleiß, Anpacken bis zum Umfallen - der typische Durchschnittsmanager zeichnet sich aus durch eine Leistungsorientierung, die häufig das Bestehende kaum hinterfragt, sondern nach dem kürzesten Weg zu einem einmal klar vorgegebenen Ziel sucht. Eine Haltung, die Wandel und die Anpassung an sich verändernde Umstände, nicht unbedingt begünstigt. In seinem Vortrag zu Leadership 3.0, gehalten bei der Karmakonsum-Konferenz 2010, zeigt der Führungskräfte-Coach und Zen-Lehrer Paul J. Kohtes, wie Führungskräfte es schaffen, in Zeiten des Wandel herauszufinden, was das Wesentliche im Business ist, und sich darauf zu konzentrieren.



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