Neues Magazin: WIR - Menschen im Wandel 
Mittwoch, 12. Januar 2011 - Medien
Heute eine Nachricht in eigener Sache: Gemeinsam mit meinen Journalistenkollegen Dr. Jens Heisterkamp und Dr. Christoph Quarch habe ich das neue Magazin "WIR - Menschen im Wandel" gegründet. Unser Anliegen ist es, über neue Formen des Wirtschaftens, neue soziale Bewegungen und das über den konventionellen postmodernen Lebensstil hinauswachsende Selbstbefinden von immer mehr Menschen zu berichten. In unserer Nullnummer, die gerade erschienen ist, finden sich beispielsweise Artikel über die neue Wir-Perspektive im Business, ein Interview mit der Quantenphysikerin Danah Zohar über spirituelle Intelligenz, die neue geistige Aufbruchsbewegung in Berlin und Beiträge zum Thema Gesundheit, die zeigen, wie Meditation und Liebe das Immunsystem stärken. Noch haben wir keine Finanzierung für das Magazin und sind gegenwärtig dabei, Unterstützer und Geldgeber zu mobilisieren, damit wir in den regulären Produktionsbetrieb gehen können. Die Nullnummer kann man auf unserer Webseite kostenlos herunterladen - und hier besteht auch die Möglichkeit, bereits Abos zu bestellen oder als Darlehensgeber/in in das Magazin zu investieren. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
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Das Hadern mit der Gerechtigkeit 
Dienstag, 11. Januar 2011 - Studien
Passend zur Gerechtigkeitsstudie der Bertelsmann Stiftung (siehe News von gestern) hier noch ein paar Zahlen aus der Studie "Deutsche Zustände" des Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer, über die ich bereits Anfang Dezember berichtet hatte. 60,4 Prozent aller Deutschen glauben, dass man in Krisenzeiten nicht auf Fairness durch andere zählen könne und 56,7 Prozent sind der Ansicht, dass Bemühungen um Gerechtigkeit in diesen Zeiten nicht erfolgreich sind. Gesellschaftliche und politische Konzepte werden vor diesem Hintergrund indes nicht in Frage gestellt. Vielmehr suchen viele Deutschen die Schuld an den herrschenden Zuständen bei denen, die auf der sozialen Leiter ganz unten angekommen sind. So meint mehr als die Hälfte der Deutschen, dass Langzeitarbeitslose "willensschwach, an ihrer Lage selbst schuld und für die Gesellschaft nutzlos" seien. 58,9 Prozent empören sich sogar darüber, dass "sich Langezeitarbeitslose auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen". Erschütternd an diesen Einschätzungen ist weniger, dass kaum noch jemand Gerechtigkeit erwartet - die durch die Krise geschürte Mentalität, jeder möge seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringen, führt sogar dazu, dass immer stärker nach unten getreten wird, anstatt sich aktiv der Frage zu stellen, wie die Verhältnisse gerechter gestaltet werden könnten. Und wo inzwischen eine Mehrheit der Bevölkerung ganz klar sozialdarwinistische Motive propagiert, erscheint es mehr als unwahrscheinlich, dass die Politik sich gestaltend diesem Mehrheitswillen widersetzt. Ein Fass ohne Boden ...
Die Verrohung der Mittelschicht, Telepolis 23.12.10

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Nachholbedarf in Sachen sozialer Gerechtigkeit 
Montag, 10. Januar 2011 - Studien
Die Bertelsmann Stiftung hat im Rahmen einer Untersuchung von 31 OECD-Ländern einen Gerechtigkeitsindex entworfen, der die fünf Aspekte Armutsvermeidung, Zugang zu Bildung, Arbeitsmarktchancen, Einkommensverteilung (Gleichheit) und Generationengerechtigkeit näher beleuchtet. Die Platzierung Deutschlands innerhalb der OECD-Staaten fällt dabei relativ ernüchternd aus. Im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit, Arbeitsmarkt und Gleichheit erreicht die Bundesrepublik Rang 15, bei der Armutsvermeidung Rang 14, bei der Generationengerechtigkeit Rang 11 und beim Zugang zu Bildung sogar nur Rang 22. Zum Vergleich: Island und Schweden gehören in mehreren Feldern zu den Spitzenreitern. Obwohl bei der Armutsvermeidung immerhin im Mittelfeld angesiedelt, hat sich die Armut in Deutschland in den letzten 15 Jahren vergrößert. Als arm gilt der Studie zufolge, wer mit weniger als der Hälfte des Medianeinkommens auskommen muss - das Medianeinkommen ist der Wert, der alle Einkommen in zwei Hälften teilt und hat als Berechnungsbasis den Vorteil, dass es keine Verzerrungen durch extrem hohe und niedrige Einkommen enthält. In Deutschland sind nach dieser Berechnung inzwischen 9,3 Prozent der Bevölkerung als arm zu bezeichnen, verglichen mit 7,1 Prozent im Jahr 1995. Die Studie konstatiert, dass die Ungleichverteilung der Einkommen in den letzten zwei Dekaden stark zugenommen habe. Beim Zugang zu Bildung schneidet Deutschland am schlechtesten ab - was der Studie zufolge daran liegt, dass vor allem für arme Kinder die Wahrscheinlichkeit sehr gering sei, durch Bildung zu einer Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand befähigt zu werden. Unter dem Strich: Der Nachholbedarf in Sachen sozialer Gerechtigkeit ist in Deutschland nach wie vor immens.
Lücken in der sozialen Gerechtigkeit, FAZ 3.1.11

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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Montag, 20. Dezember 2010 - sonstiges
think.work.different macht Weihnachtsferien. An dieser Stelle möchte ich allen LeserInnen des Blogs für ihre Aufmerksamkeit und ihre freundlichen Feedbacks zu meiner Arbeit danken. Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 10. Januar finden Sie hier wieder Neuigkeiten rund um Spirit im Business. Herzliche Grüße, Nadja Rosmann

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Zen, Gesundheit, Lebensenergie 
Freitag, 17. Dezember 2010 - Veranstaltungen
Die Zen Leadership School bietet eine Seminarreihe speziell für Führungskräfte an, die auf die ganzheitliche Gesunderhaltung ausgerichtet ist. "Zen ist ein mentales Training, das in Asien seit mehr als 2.500 Jahren von der Elite praktiziert wird. Wir nutzen die japanische Meditationstechnik zur Stressbewältigung im europäischen Kontext. Im Berufsalltag hat sich gezeigt, dass schon 25 Minuten Meditation täglich ausreichen, um mit dieser mentalen Verankerung in der eigenen Mitte Stärke und Gelassenheit zu schöpfen. Rund zwei Drittel unserer Seminarteilnehmer haben das Zen-Training nachhaltig in ihr Leben integriert. Ihre Erfahrung zeigt: Die Konzentration auf das Wesentliche führt zu mehr Ausgeglichenheit und effizienterem Arbeiten", so Initiator Helmut Rümke. Das Seminar verbindet die Zen-Praxis mit einem fachübergreifenden Gesundheitscoaching und beinhaltet körpertherapeutische Anwendungen, ärztliche Beratung zu Ernährung und Gesundheit sowie einen Stoffwechsel-Check-up. Für 2011 steht der dreitägige Kurs an drei Terminen auf dem Programm.
Weitere Informationen zum Seminar

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Meditation fördert die Selbstregulation 
Donnerstag, 16. Dezember 2010 - Studien
Eine neue Studie der Dalian University of Technologie und der University of Oregon zeigt, dass bereits ein elfstündiges Meditationstraining eine deutliche Verbesserung der Selbstregulation nach sich ziehen kann. Die Forscher hatten die Testpersonen im Integrativen-Body-Mind-Training (IBMT) geschult, einer Methode, die Erkenntnisse der traditionellen chinesischen Medizin nutzt und Atemübungen, die Arbeit mit Vorstellungsbildern sowie weitere Techniken einsetzt. Vor und nach dem Training durchleuchteten die Wissenschaftler die Gehirne der Probanden und einer Kontrollgruppe, die ein konventionelles Entspannungsverfahren praktiziert hatte. Bei den Teilnehmern des IBMT zeigten sich starke Veränderungen im cingulären Kortex, der eine wichtige Schaltstelle für die Verhaltens- und Aufmerksamkeitssteuerung und vor allem für die Regulation von Stimmungen und Emotionen zuständig ist. Damit hat das Training offenbar eine Gehirnregion ertüchtigt, die es ermöglicht, das eigene Verhalten gezielter auszurichten und die eigenen Gefühle in den Griff zu bekommen.
Meditation stärkt die Selbststeuerung, Psychologie heute 2.11.10

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Krank zur Arbeit aus Pflichtgefühl 
Mittwoch, 15. Dezember 2010 - Studien
Krank und trotzdem arbeiten? Für viele deutsche Arbeitnehmer ist das fast schon eine Selbstverständlichkeit. So zeigt eine Erhebung der Barmer GEK Krankenkasse unter fast 5.000 Männern und Frauen: 22,5 Prozent der Angestellten gehen aus Pflichtgefühl arbeiten, auch wenn sie krank sind. 17,3 Prozent tun dies aus Teamgeist und weil sie sich den Kollegen gegenüber verpflichtet fühlen. Nur jeder Fünfte fürchtet hingegen Konsequenzen, wenn er sich krank ins Bett legt - 8,7 Prozent haben Angst vor einer Benachteiligung im Job und 2,4 Prozent fürchten sogar einen Jobverlust, wenn sie sich daheim auskurieren.
Kranke gehen oft den Kollegen zuliebe zur Arbeit, FR 2.12.10

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Oben ist nur selten vorne  
Dienstag, 14. Dezember 2010 - Management
In einem Interview mit der Zeit erklärt der Gründer der Drogeriemarktkette dm, was einen guten Chef ausmacht: "Für mich ist ein Chef wie ein Gärtner, der für sein Saatgut optimale Bedingungen schafft. Heißt konkret: ein erfolgreiches Unternehmen ist eine Plattform, auf der sich Menschen gut entwickeln können." Werner plädiert für eine ausgeprägte Fragekultur in Unternehmen, denn: "Menschen neigen zur Gemeinschaft und zur Zusammenarbeit. Eine Gemeinschaft, die in der Lage ist, offen mit Fragen umzugehen, fördert automatisch innovative Lösungen, kreiert neue Produkte und kreative Dienstleistungen." Von strengen Hierarchien hält der Anthroposoph hingegen wenig: "In hierarchisch geführten Unternehmen wird das Management so lang anecken, bis es merkt, dass sein Menschenbild falsch ist. Sie wollen Druck erzeugen. Aber das ist falsch, sie müssen mit Sog arbeiten! Wir sehen unsere Mitarbeiter wie Kunden, denen wir ja auch morgens die Tür öffnen und sie einladen, bei uns zu kaufen." Das "Netzwerk von vielen Freien" habe einen großen Vorteil gegenüber der klassischen Pyramide, an deren Spitze der Chef gewöhnlich steht. "Oben ist nur selten vorne", so Werner.
"Ein guter Chef ist wie ein Gärtner", Die Zeit 9.11.10

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