Spirituelle Intelligenz im Business 
Dienstag, 19. April 2011 - Veranstaltungen
Am 24. Mai 2011 findet in der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin ein Vortrag mit Cindy Wigglesworth zum Thema Spirituelle Intelligenz statt. Wigglesworth arbeitet mit ihrem Beratungsunternehmen Deep Change seit Jahren zu dem Thema und hat ein Modell entwickelt, das die verschiedenen Formen von Intelligenz, also auch kognitive und emotionale Intelligenz, in ein Verhältnis zueinander setzt. Auf dieser Basis entwickelte sie auch einen Test zur Spirituellen Intelligenz, mit dem sich verschiedene Indikatoren messen und so die entsprechenden Potentiale evaluieren lassen. Wigglesworths Arbeit gilt dabei vor allem der Bedeutung von Spiritueller Intelligenz im Business und ihrer Entwicklung im Hinblick auf Leadership-Qualitäten.
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Optimisten tun sich im Job leichter 
Montag, 18. April 2011 - Studien
Optimisten finden leichter die besseren Jobs als Menschen, die mit einer eher pessimistischen Perspektive durchs Leben gehen, so das Fazit einer amerikanischen Studie der Universitäten Duke und Yale. Die Ökonomen untersuchten, wie sich die Grundhaltung von MBA-Studenten auf deren Jobchancen auswirkt. Die Absolventen, die durch einen Test als eher optimistisch eingestuft wurden, fanden dabei schneller Praktikumsplätze und mussten auch bei der anschließenden Jobsuche weniger potentielle Arbeitgeber kontaktieren und bekamen zudem in den meisten Fällen eher die Jobs, die auf ihrer Prioritätenliste ganz oben standen. In vertiefenden Analysen zeigte sich, dass die Optimisten dabei durchaus wählerischer waren als die Pessimisten - sie lehnten häufiger Angebote ab in der Hoffnung auf noch bessere Offerten und landeten öfter bei dem von ihnen favorisierten Arbeitgeber. Was Qualifikation und Intelligenz angeht, fanden die Forscher zwischen beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede. Die Optimisten waren zwar zum Teil charismatischer als die Pessimisten, aber auch dies erklärt die Erfolgsunterschiede nur zum Teil. Die Forscher erklären sich die höhere Erfolgsrate der Optimisten damit, dass diese gut mit Problemen umgehen können und auch eher bereit seien, ihre Strategien zu verändern, wenn sich diese als nicht erfolgreich erweisen. Außerdem vermuten die Ökonomen, dass sich oftmals "sich selbst erfüllende Prophezeiungen" einstellen - wer mit einer positiven Grundhaltung an eine Aufgabe herangeht, kann also tendenziell damit rechnen, erfolgreicher zu sein. Interessante Fußnote: Auch Studenten, die auf andere optimistisch wirken, sich selbst aber eher als Pessimisten einstufen, haben gute Karrierechancen.
Das Glas ist halb voll, FAS 10.4.11

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Von Karrieristen und Idealisten 
Freitag, 15. April 2011 - Management
Die Selbstselektion an Universitäten und in der Wirtschaft führt dazu, dass sich das System kaum verändert, so die ernüchternde Erkenntnis des Wirtschafts- und Organisationspsychologen Lutz von Rosenstiel. Er hat in der Arbeitswelt drei Typen ausgemacht. Die - eher harmlosen - Freizeit-Könige, die möglichst wenig Engagement im Job bringen wollen, gibt es in allen Studienfächern. Die Idealisten zieht es vor allem in die Sozial- und Naturwissenschaften - mit dem Ergebnis, dass sie kaum Einfluss auf die Wirtschaft nehmen (können). Die Karriereristen wiederum fühlen sich vor allem von den Wirtschaftswissenschaften angezogen. Ihre Agenda: erfolgreich sein und viel Geld verdienen. Die dem System inhärenten Selektionsprozesse führen letztlich dazu, dass das business as usual sich selbst am Leben erhält. "Ein wirtschaftswissenschaftliches Studium ist vor allem für diesen Menschentypus interessant. Wir nennen das den Selektionseffekt. Hinzu kommt aber der so genannte Sozialisationseffekt: Wenn die Studierenden gelehrt bekommen, dass der Markt alles regelt, legitimiert das ihre Karriereambitionen und verstärkt ihre Verhaltensmuster. Man muss sich auch noch einmal vor Augen führen, wie die Volkswirte denken: Sie sagen, dass Wohlstand das Wohlbefinden stärkt. Das heißt im Umkehrschluss: Es ist legitim, wenn man alles tut, um Wachstum und Gewinn zu optimieren. Dabei ist aber schon die Annahme, dass Wohlstand glücklicher macht, falsch, das ist empirisch bewiesen", beschreibt von Rosenstiel das Dilemma. Seine Kritik: Einerseits werde an den Universitäten zu wenig auf soziale und humane Komponenten eingegangen. Andererseits suchen Unternehmen meist gezielt nach den Karriereristen - die dann zwar manchmal durch Korruptionsaffären für Negativschlagzeilen sorgen, aber eben dem System auch dienen. Zwar werde immer wieder propagiert, wie wichtig Querdenker für Unternehmen seien, doch die Praxis Lehre, dass diese, wenn die Unternehmenskultur auf Karriere getrimmt ist, entweder erst gar nicht eingestellt würden oder aber im Unternehmen auf der Strecke bleiben, so von Rosenstiel. Der Experte fordert daher ein radikales Umdenken: "Für die Unternehmen gilt immer noch das Sprichwort 'Der Fisch stinkt vom Kopfe her'. Will heißen: Wenn die Unternehmensleitung Gewinnmaximierung als einziges Ziel definiert, könnten im Unternehmen noch so viele ambitionierte und idealistische Menschen arbeiten - es würde sich nichts ändern. Gleichzeitig muss es überhaupt erst einmal anders denkende Absolventen geben, die Unternehmen einstellen könnten. Und um die zu kriegen, müsste man die Ausbildung reformieren. Denn mit den jetzigen Lehrinhalten können die Universitäten kaum Querdenker und Idealisten zu einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium bewegen."
"Den Job bekommt der Karrierist, nicht der Querdenker", Spiegel online 6.4.11

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Das Gehirn ist plastischer als gedacht 
Donnerstag, 14. April 2011 - Studien
Dank der Neurowissenschaften wissen wir längst, dass unser Gehirn sehr formbar ist und sich auch im Erwachsenenaltern noch neue Fähigkeiten nachhaltig entwickeln und verankern lassen. Wie schnell aber der Umbau dann tatsächlich vonstatten geht, überraschte ein Forscherteam aus China und den USA dann doch. Sie machten mit 19 chinesischen Studenten einen Test, bei die Probanden in fünf Sitzungen, auf drei Tage verteilt, willkürlich entwickelte Farbnamen für Blau- und Grüntöne lernen sollten. Wurden Ihnen die Farbtöne dann gezeigt, mussten sie diese benennen. Insgesamt dauerte das Training für jeden Probanden eine Stunde und 48 Minuten. Die Forscher prüften in Vorher-Nachher-Tests Veränderungen iim Gehirn mit einem MRT-Scan. Wo der Umbau des Gehirns gewöhnlich mehrere Wochen benötigt, stellten die Forscher bereits in dem kurzen Versuchszeitraum deutliche Veränderungen fest. So erhöhte sich das Volumen der Grauen Substanz in einem Teil des Sehzentrums in der linken Hirnhälfte deutlich. Die Forscher können so erkennen, in welchen Regionen des Gehirns die Sprach- und Farbwahrnehmung in ihrer Kopplung zu verorten ist. Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich, dass unser Gehirn wahrscheinlich deutlich leistungsfähiger ist, als wir gemeinhin erwarten. Jedenfalls zeigt die Untersuchung, dass schon recht kurze Übungsabschnitte anscheinend eine Wirkung zeitigen.
Hirndoping in Grün und Blau, wissenschaft.de 4.4.2011

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Vielfalt kann die Führung bereichern 
Mittwoch, 13. April 2011 - Management
In einem Interview mit Spiegel online spricht Porsche-Chef Matthias Müller über seinen eigenen Werdegang, über Talente und die Frage, wie man diese erkennt. Müllers Vita hat - im Gegensatz zu vielen eher geradlinigen Karrieren - Schlenker. Er lernte Werkzeugmacher und unterbrach seinen Berufsweg, um zu studieren. "Ich frage mich tatsächlich, ob der geradlinige Weg der beste ist. Ich habe gerade von der Vielfalt meines Lebenslaufs enorm profitiert", weiß er aus Erfahrung. Dennoch komme es auch auf die Potentiale des Einzelnen an und wie er diese nutze. Bewerbungsgespräche sind für den Porsche-Boss jedenfalls kaum aussagekräftig genug, um die Spreu vom Weizen zu trennen. "Top-Talente erkennt man nicht im Bewerbungsgespräch. Man muss jemanden über einen längeren Zeitraum in verschiedenen Problemsituationen erleben: Wächst er mit seinen Aufgaben? Ist er stabil, innerlich ausgeglichen und robust?", so der Mann an der Porsche-Spitze. Er selbst musste im Laufe seiner Tätigkeit manche Niederlage einstecken, blieb aber immer am Ball - und setzte sich durch. Nicht brachial, sondern mit Engagement und dem Glauben an seine Projekte. So wurde der A5 Sportback von Audi, den er propagierte, vier Mal in den Gremien abgelehnt - beim fünften Mal schließlich setzte Müller sich durch. Was zeigt, dass es für manches Projekt eben einen sehr langen Atem braucht. In Anbetracht der Tatsache, dass die Verweildauer von Top-Führungskräften in ihren Jobs immer kürzer wird, Grund genug zum Nachdenken.
"Top-Talente erkennt man nicht im Bewerbungsgespräch", Spiegel online 7.4.2011

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Autoverkäufer genießen mehr Vertrauen als Politiker 
Dienstag, 12. April 2011 - Studien
Das Magazin Reader's Digest hat mit einer Umfrage in 16 Ländern Europas eruiert, welche Berufsgruppen das höchste Vertrauen genießen. Insgesamt wurden 33.005 Personen befragt, davon 7.148 aus Deutschland. Sie mussten aus einer Liste mit 20 Berufen bewerten, welche sie am vertrauenswürdigsten einstuften. Spitzenreiter sind die Feuerwehrleute mit 95 Prozent Zustimmung, gefolgt von Piloten und Krankenschwestern (je 92 Prozent), Apothekern (86 Prozent) und Ärzten (85 Prozent). Lehrer (65 Prozent), Richter (60 Prozent), Taxifahrer (55 Prozent) und Rechtsanwälte (50 Prozent) finden sich im Mittelfeld. Priester und Pfarrer erfreuen sich dagegen einer deutlich geringeren Vertrauensbasis (39 Prozent). Wenig verwunderlich ist das Ende der Liste. Finanzberater stoßen nur bei 14 Prozent der Befragten auf Vertrauen - ebenso niedrig liegt die Zustimmungsrate bei Fußballern. Autoverkäufer landen mit 10 Prozent auf dem vorletzten Platz - nur die Politiker (7 Prozent) genießen noch weniger Vertrauen.
Deutsche Feuerwehrleute halten Spitzenposition, Presseprotal 5.4.2011

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Angst vor sozialer Unsicherheit 
Montag, 11. April 2011 - Studien
Unter den Deutschen wachsen die Ängste, dass es mit der sozialen Sicherheit im Lande bergab geht. Die Bertelsmann Stiftung ließ 1.000 Befragte einschätzen, wie sie die Leistungsfähigkeit des deutschen Wirtschafts- und Sozialmodells im Jahr 2020 einschätzen. 63 Prozent gehen davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung ihre Zahlungen wird kürzen müssen. 78 Prozent rechnen mit höheren Steuern. 61 Prozent fürchten sinkende Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, 50 Prozent erwarten dies auch bei der Pflegeversicherung. 93 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich um die soziale Sicherheit vor allem der Staat kümmern müsse. 63 Prozent glauben, dass die Einkommensunterschiede in den nächsten Jahren noch größer werden, und 51 Prozent befürchten eine Schwächung des sozialen Zusammenhalts.
Deutsche bangen um soziale Sicherheit, Spiegel online 7.4.2011

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Sex und Quasseln machen schlauer 
Freitag, 8. April 2011 - Studien
Das Weiterbildungsmagazin Manager Seminare zitiert zwei herrliche Studien über Umstände, die die Leistungsfähigkeit fördern. Eine Studie der Universitäten von Amsterdam, Groningen und Bremen legt nahe, dass Sex die kognitive Leistungsfähigkeit fördert. Dreißig Pärchen mussten in zwei Durchläufen Denkaufgaben lösen - beim ersten Durchgang hatten sie unmittelbar davor Sex und schnitten merklich besser ab als in der zweiten Denkrunde, die ohne sexuelles Vorspiel abgehalten wurde. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Gehirnregionen, die für logisches Denken zuständig sind, durch Sex stärker durchblutet werden. Auch Quasselstrippen profitieren einer Studie der Universität Michigan zufolge. In einem Test mit 3.610 Probanden, die einen Intelligenztest absolvieren mussten, verglichen die Forscher die Testergebnisse mit der Anzahl der sozialen Kontakte der Testpersonen. Die Studienteilnehmer mit den meisten Sozialbeziehungen schnitten besser ab. In einem zweiten Versuch wurden 76 Studenten in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe musste vor dem Intelligenztest zehn Minuten diskutieren, eine zweite machte Kreuzworträtsel und eine dritte wurde vor den Fernseher gesetzt. Auch hier schnitten die Teilnehmer, die zuvor reden konnten, besser ab.
Sex macht schlau, Manager Seminare April 2011
Quasseln macht noch schlauer, Manager Seminare April 2011

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