Viele Führungskräfte im Wachkoma 
Dienstag, 9. August 2011 - Management
Unausgeschlafen einen harten Arbeitstag durchstehen und dabei auch noch Leistung bringen? Sicherlich jeder Arbeitende weiß aus leidvoller eigener Erfahrung, dass kurze Nächte meist quälende Arbeitstage nach sich ziehen und man nicht wirklich bei der Sache ist. Für Top-Führungskräfte der Wirtschaft und Politik ist dieses Jetlag-Syndrom jedoch Alltag. In einer Umfrage unter 547 Top-Entscheidern gaben nur 7 Prozent der Befragten an, nachts 8 Stunden zu schlafen. 26 Prozent bekommen immerhin 7 Stunden Schlaf. Die Mehrheit, nämlich 43 Prozent, begnügt sich mit 6 Stunden, 19 Prozent schlafen sogar nur 5 Stunden und 3 Prozent gönnen sich lediglich 4 oder weniger Stunden Ruhe. Die Auswirkungen des chronischen Schlafdefizits sind noch nicht wissenschaftlich erforscht, die Erfahrung vieler Top-Kräfte zeigt jedoch in der Praxis, dass die Übermüdung von Verhandlungspartnern regelmäßig dazu führt, dass nicht mehr nach der besten Lösung für ein Problem gesucht wird, sondern Gesprächspartner aufgrund von Übermüdung Entscheidungen durchwinken, nur um anschließend vielleicht ein wenig Erholung zu finden.
Schlafmangel provoziert Fehlurteile bei Führungskräften, FTD 20.7.11

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Arbeitslose mit hohen Medikamentendosen 
Montag, 8. August 2011 - Studien
Eine statistische Auswertung der Techniker Krankenkasse liefert einmal mehr Indizien dafür, dass Arbeitslosigkeit einen gesundheitlichen Belastungsfaktor darstellt. Während die 3,5 Millionen bei der Krankenkasse versicherten im Jahr 2010 durchschnittlich für 182 Tage im Jahr Medikamente verschrieben bekamen, stellten die Empfänger von Arbeitslosengeld I mit 254 Tagesdosen die Gruppe mit dem größten Medikamentenbedarf dar. Bei den arbeitenden Mitgliedern entfielen auf Angehörige der Ordnungs- und Sicherheitsberufe mit 197 Tagesdosen die meisten Verordnungen. Die Medien- und Geisteswissenschaftler hingegen benötigten mit 154 Tagesdosen die wenigsten Medikamente. Die Techniker Krankenkasse verbindet mit diesen Zahlen den Hinweis, die Gesundheitsrisiken der Arbeitslosigkeit stärker zu beachten. Andererseits: Ist es nicht ein deutliches Zeichen, wenn selbst die gesündeste Berufsgruppe im Schnitt fünf Monate pro Jahr auf Medikamente angewiesen ist?
Arbeitslose bekommen die meisten Medikamente, Die Zeit 27.7.11

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Zeitarbeiter sind häufiger krank 
Freitag, 5. August 2011 - Studien
Die Techniker Krankenkasse hat in einer Auswertung festgestellt, dass Zeitarbeiter unter erkennbar stärkeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden als regulär Beschäftigte. Während der Durchschnittsangestellte pro Jahr auf 3,5 Krankheitstage kommt, sind es bei den Leiharbeitern im Schnitt 15 Tage. Da in der Zeitarbeit häufig ungelernte Kräfte beschäftigt und mit körperlich schweren Tätigkeiten betraut werden, bilden die Muskel-Skelett-Erkrankungen die häufigste Krankheitsdiagnose. Auch psychische Störungen spielen eine große Rolle. Im Schnitt war 2010 jeder Zeitarbeiter im Schnitt knapp zwei Tage aufgrund psychischer Probleme arbeitsunfähig. Innerhalb von zwei Jahren seien die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen um zwölf Prozent gestiegen.
Zeitarbeit macht krank, Karriere-Spiegel 13.7.11

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Spitzenpositionen verursachen Stress 
Donnerstag, 4. August 2011 - Wissenschaft
Amerikanische Forscher haben die Schattenseiten von Spitzenpositionen untersucht und bei der Beobachtung von Pavianmännchen festgestellt, dass die Alpha-Männchen deutlich mehr Stresshormone produzieren als andere hochrangige Gruppenmitglieder. Die Forscher sehen Parallelen zwischen der Affengesellschaft und den Sozialstrukturen des Menschen, denn auch hier sei der soziale Status mit Gesundheitsaspekten verknüpft. Zwar haben Alpha-Tiere durch ihre exponierte Position viele Vorteile, verschleißen sich aber auch dabei, diese Position zu behalten und zu verteidigen. Bei den rangnächsten Pavianen ist dies nicht der Fall - sie genießen viele Vorteile der Alpha-Tiere, müssen aber weniger kämpfen. Die Analogien zum Menschen leiten die Wissenschaftler daraus ab, dass Paviane dem Menschen verwandt sind und eine komplexe Sozialstruktur entwickelt haben. Ein Blick auf die Arbeitswelt legt die Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus der Tierwelt auf den Menschen nahe. Betrachtet man beispielsweise die immer kürzer werdende Verweildauer von CEOs in ihren Positionen, wird deutlich, dass die Alpha-Tiere in der Chefetage ähnlich wie die Paviane eigentlich in einem permanenten Kampf agieren.
Der Preis der Macht, wissenschaft.de 15.7.11

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Körper und Gefühl beim Coaching einbeziehen 
Mittwoch, 3. August 2011 - Arbeit
Viele kleinere berufliche Probleme lassen sich oft in Kurz-Coachings lösen, wenn Körper und Emotionen berücksichtigt werden, so die Erfahrung von der Diplompsychologin Cora Besser-Siegmund, die gemeinsam mit ihrem Mann die Wingwave-Methode entwickelt hat. Die Methode macht es sich zunutze, dass sämtliche Sinneswahrnehmungen vom limbischen System emotional bewertet werden und sich auch auf der körperlichen Ebene zeigen. Mit Wingwave können die Ursachen für Leistungsstress gefunden und abgebaut werden, Kreativitätsblockaden lassen sich erkennen und überwinden und konkrete Probleme des Berufsalltags werden, so sie überschaubar sind, schnell zugänglich. Eine Mischung aus Körperscan und emotionaler Bestandsaufnahme zeigt dem Coach, wo mögliche Problemursachen liegen können. Wingwave verwendet dazu Elemente aus dem NLP und den kinesiologischen Muskeltest. Mit speziellen Winkbewegungen, die dabei helfen, die Gehirnhälften besser zu synchronisieren, Unbewältigtes zu verarbeiten und die mentale Selbstregulierung anzuregen, können Coachees auf diese Weise ihre Emotionsbalance wieder herstellen. Vor allem bei klaren Stressfeldern wie z.B. der Angst bei Präsentationen kann die Methode in kurzer Zeit zum Erfolg verhelfen.
Wischen gegen den Stress, FTD 11.7.11

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Hohes Einkommen kann lähmen 
Dienstag, 2. August 2011 - Arbeit
In ihrer Kolumne für den Karriere-Spiegel erklärt die Karriereberaterin Svenja Hofert, warum ein hohes Einkommen sich bisweilen lähmend auf die beruflichen Perspektiven von Arbeitnehmern auswirken kann. So beobachtet die Beraterin, dass Mitarbeiter in gut dotierten Positionen verharren, obwohl ihnen ihr Job keine Freude bereitet. Treiber ist die Angst, in einem neuen Job weniger zu verdienen. Eine Angst, die durchaus begründet sein kann, denn vor allem Quereinsteiger mit langer Firmenzugehörigkeit und Spezialisten, die ihre besonderen Fähigkeiten in eher speziellen Jobs erworben haben, erwartet bei einem Firmen- und Positionswechsel häufig ein finanzieller Abstieg, da ihre Qualifikationen bei anderen Arbeitgebern schlicht nicht den gleichen Wert haben. Hofert rät Unzufriedenen und Wechselwilligen bzw. Arbeitnehmern, die aufgrund von Kündigungen einen Neueinstieg bewältigen müssen, dazu, ihren Marktwert realistisch einzuschätzen, denn bei aller Qualifikation führen zu hohe Gehaltsforderungen meist umgehend ins Aus. Ein weiterer Tipp der Expertin: Sich nicht auf den einmal erworbenen Fähigkeiten auszuruhen, sondern durch Weiterbildungen auf der Höhe der Anforderungen der Zeit zu bleiben. Wer zu lange in einem Job verharrt, der im nicht liegt, und sich auf einem hohen Gehalt ausruht, engt seine künftigen Berufschancen jedenfalls unnötig ein.
Verdienen Sie zu viel? Karriere-Spiegel 15.7.11

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Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit längst ein Massenphänomen 
Montag, 1. August 2011 - Studien
Die Technologie macht's möglich, dass die Grenzen zwischen Job und Freizeit immer mehr verwischen. Einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom zufolge sind 88 Prozent der Beschäftigten auch außerhalb der Arbeitszeit in beruflichen Belangen erreichbar, 29 Prozent sogar jederzeit. 45 Prozent der 1.000 Befragten beschränken ihre Erreichbarkeit auf bestimmte Zeiten. Lediglich 15 Prozent behalten es sich vor, lediglich in Ausnahmefällen auch außerhalb der Arbeitszeit ansprechbar zu sein.
Jeder dritte Berufstätigge ist immer erreichbar, FR 13.7.11

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Frauen achten im Job mehr auf ihre Gesundheit 
Freitag, 29. Juli 2011 - Studien
Der Stress im Job wirkt sich unterschiedlich auf die Geschlechter aus, so das Ergebnis einer Langzeitstudie des Hamburger Diagnostik-Zentrums Fleetinsel. Unter dem Strich achten Frauen mehr auf ihre Gesundheit und sind deshalb trotz beruflicher Anforderungen gesünder als Männer. Während die Mediziner bei 11,3 Prozent der Frauen Bluthochdruck feststellten, waren es bei den Männern mit 19,8 Prozent fast doppelt so viele. Übergewicht wurde bei rund jeder fünften Frau festgestellt, während bei den Männern bereits jeder zweite einen Body Mass Index von mehr als 25 aufwies. Um die Cholesterinwerte ist es bei 44 Prozent der Frauen nicht gut bestellt, bei den Männern sind sogar 57 Prozent von schlechten Blutfettwerten betroffen. Die Mediziner führen die gesundheitlichen Unterschiede bei männlichen und weiblichen Führungskräften darauf zurück, dass Frauen auch in der Familie eher für das Thema Gesundheit zuständig seien und sich deshalb besonders um Gesundheitsfragen kümmern. In die Erhebung flossen die Daten aus 3.333 Check-ups von Führungskräften ein.
Frauen machen gesünder Karriere, FTD 16.7.11

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