Überstunden ohne Ende 
Freitag, 22. Juni 2012 - Studien
Eine Umfrage des Karriereportals Monster.de zeigt, dass Überstunden längst der Normalfall sind. Unter den 600 Befragten gaben lediglich vier Prozent an, überhaupt keine Überstunden zu leisten. 55 Prozent der Arbeitnehmer bekommen diese Mehrarbeit nicht vergütet. Gut 30 Prozent können die Überstunden immerhin abfeiern, zwei Prozent erhalten eine anderweitige Kompensation. Lediglich neun Prozent werden für ihre Überstunden regulär bezahlt. Experten gehen davon aus, dass 2010 in Deutschland 2,5 Milliarden Überstunden geleistet wurden. Für 2011 geht das Institut der Deutschen Wirtschaft von rund 1,25 Milliarden Stunden aus.
Eine Milliarde Überstunden sind unbezahlt, FTD 5.6.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Schöne Karriere 
Donnerstag, 21. Juni 2012 - Studien
Den Antidiskriminierungsgesetzen zum Trotz spielt Schönheit eine wichtige Rolle für die Karriere. So hat der US-Ökonom Daniel Hamermesh ermittelt, dass gut aussehende Menschen bei gleicher Qualifikation bis zu fünf Prozent mehr verdienen als durchschnittlich aussehende Kollegen. Seiner Erhebung zufolge erwirtschaften Unternehmen mit besonders attraktiven Mitarbeitern auch höhere Umsätze. Auch das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit geht davon aus, dass gutes Aussehen den wirtschaftlichen Erfolg steigert - und sich damit auch positiv auf die individuelle Lebenszufriedenheit auswirke. Eine deutsche Studie untermauert den Schönheitstrend: Fanden 1986 nur fünf Prozent der Führungskräfte das äußere Erscheinungsbild von Mitarbeitern wichtig, sind es mittlerweile mehr als ein Drittel.
Schöne Menschen machen häufiger Karriere, WiWo 5.6.12

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Digital Natives - selbstbewusst und anspruchsvoll 
Mittwoch, 20. Juni 2012 - Management
Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt Henkel-Personalvorstand Kathrin Menges, was Firmen im Umgang mit den so genannten Digital Natives beachten müssen. "Sie wissen genau, was sie können und was sie wollen. Sie sind sehr anspruchsvoll gegenüber Arbeitgebern, verlangen interessante Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. ... Arbeitgeber müssen noch viel individueller auf den Einzelnen und seine Interessen eingehen. Sonst verlieren sie die besten Leute", beschreibt Menges die Herausforderung, denen sich die Firmen stellen müssten. Der Nachwuchs will Verantwortung übernehmen und gestalten können. So nehmen Hierarchien in Unternehmen zunehmend ab, weil Projektarbeit und weltweite Vernetzung mehr Miteinander erfordern. Hinzu kommt: Ein Aufstieg allein mit Blick auf Hierarchien steht für die junge Generation häufig gar nicht im Vordergrund, denn wichtiger ist dem Nachwuchs Freude bei der Arbeit und Anerkennung der eigenen Leistung. Menges rät Firmen deshalb, die Karrierepfade abwechslungsreicher zu gestalten durch reizvolle Projekte, Weiterbildungen oder internationale Einsätze.
"Mit dem Laptop auf der Parkbank - davon träumt nicht jeder", HB 5.6.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Charisma kann man lernen 
Dienstag, 19. Juni 2012 - Management
Kompetenzen sind im Arbeitsleben das A und O für berufliche Erfolge, doch reichen sie nicht aus, um wirklich etwas zu bewirken. So wirft Welt online einen Blick auf die Frage, wie wichtig das Charisma in diesem Kontext ist und wie man es entwickeln kann. Das Wichtigste vorab: Charisma ist nicht zu verwechseln mit Unfehlbarkeit. Im Gegenteil - wer auch zu seinen Schwächen stehen kann und nicht versucht, über die hinwegzutäuschen, wirkt sympathisch und damit überzeugend. Über sich selbst lachen zu können, schafft eine gute Beziehung zu anderen Menschen. Auch ein gesundes Selbstbewusstsein fördert die eigene Wirkung und damit Wirksamkeit. Dabei geht es nicht um Angeberei oder Arroganz, sondern darum, im rechten Augenblick mit den eigenen Qualitäten zu punkten. Im Zweifel setzt die Entwicklung dieser Fähigkeiten einiges an Übung voraus, denn sie müssen wirklich aus dem Inneren eines Menschen heraus gelebt und verkörpert werden - wer sich nur in Pose wirft, wird nämlich schnell als unecht erlebt.
So werden Sie zu einer überzeugenden Persönlichkeit, Welt online 5.6.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Gestaltungsfreiheit und Sicherheit 
Montag, 18. Juni 2012 - Arbeit
Im Gespräch mit dem Berater Winfried Rauter eruiert Zeit online, wie Firmen zu einer motivierenden Unternehmenskultur kommen können. "Die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet werden, dass sich die Mitarbeiter nicht langweilen, aber auch nicht permanent überfordert fühlen. Sie sollten einen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen und sich nicht fremdbestimmt fühlen. Kontrolle und Teilhabe sind wichtig. Der Chef sollte versuchen, alle mit ins Boot zu holen, und die Unternehmensziele verständlich kommunizieren. Die Mitarbeiter brauchen aber auch Perspektiven und Aufstiegschancen – und das Gefühl, mit ihren Kollegen und dem Vorgesetzten auch bei Schwierigkeiten sprechen zu können. Deshalb ist Feedback so wichtig", skizziert Rauter die wichtigsten Motivationsanreize. In den Augen des Unternehmensberaters ist ein Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter wesentlich, denn wenn sie sich Sorgen um ihren Job machen müssen oder die konkreten Arbeitsbedingungen Risiken bergen, untergrabe das das Betriebsklima. Widerstand gegenüber Veränderungen resultiere häufig daraus, dass Führungskräfte oder Teamleiter Angst vor Fehlern hätten, die ihnen angekreidet würden. Wo es keine Fehler- und Feedbackkultur gebe, werden beispielsweise Messungen zum Betriebsklima als Bedrohung erfahren, da Kritik dann leicht auf einzelne Führungskräfte projeziert werden könne. Rauter glaubt allerdings auch, dass temporäre und nicht zu stark ausgeprägte Unzufriedenheit ein Motivationstreiber sein könne, wenn sich daraus ein gemeinschaftliches Gefühl, zusammen noch mehr bewirken zu können, ergebe.
"Unzufriedenheit erhöht die Motivation", Zeit online 1.6.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Einen klaren Kopf behalten 
Freitag, 15. Juni 2012 - Arbeit
Die Financial Times Deutschland geht in einem Beitrag der Frage nach, wie Arbeitende im Berufsleben konstruktiver mit Stress umgehen können. Ein Tipp für mehr Gelassenheit: Sich bewusst machen, dass äußere Reize, auf die der Mensch mit Stress reagiert, nur Reize sind. Das kann man üben, indem man sich Situationen, in denen man sich gestresst gefühlt hat oder negative Gedanken aufgestiegen sind, wieder ins Gedächtnis ruft und sich, sobald man die emotionale Reaktion wieder spürt, auf den eigenen Atem konzentriert. So wird erlebbar, dass Stress und Emotionen nicht untrennbar miteinander verbunden sind - und das erleichtert es dann in Stresssituationen, eine gesunde Distanz zu gewinnen. Ein weiterer Tipp der Experten: Sich auf die eigenen Ziele und Stärken besinnen und sich nicht allein von äußeren Impulsen leiten lassen. Wer seine Aufmerksamkeit auf das richtet, was er kann und will, fühlt sich weniger getrieben.
Gelassenheit durch Gedankenkontrolle, FTD 30.5.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Burn-out-Risiko wird oft verharmlost 
Donnerstag, 14. Juni 2012 - Studien
Eine Studie des Deutschen Führungskräfteverbands (ULA) unter 360 Fach- und Führungskräften illustriert, wie zweischneidig der Umgang mit dem Thema Burn-out in deutschen Unternehmen ist. Mehr als drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass in ihrem Umfeld beruflich bedingte Burn-outs in der letzten zugenommen hätten, doch 87 Prozent sehen auch, dass diese Risiken immer noch unterschätzt oder verharmlost werden. Gut jeder Dritte meint sogar, dass die Diskussion "übertrieben" bzw. "überbewertet" sei. Zentrale Faktoren des Burn-out-Risikos sind in den Augen der Führungskräfte die eigene exponierte Position, wachsende Arbeitsverdichtung, Termindruck und fehlende menschliche, soziale, aber auch fachliche Anerkennung. 97 Prozent der Befragten fühlen sich für ihre eigene Gesundheit verantwortlich, doch scheint diese Einsicht wenig Einfluss auf die allgemeine Unternehmenspolitik zu haben. Das Bewusstsein der Unternehmensleitung über eine Grenze der Belastbarkeit von Fach- und Führungskräften wird nämlich mit der Schulnote 3,7 bewertet - es ist also gerade einmal ausreichend. Das Bewusstsein der persönlichen Vorgesetzten ist mit 3,2 nur unwesentlich stärker ausgeprägt. Betriebliche Präventionsangebote werden gerade einmal mit 3,5 bewertet.
Wenn schlechte Chefs stresskrank machen, Spiegel online 31.5.12


[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Von Bewegungen fürs Business lernen 
Mittwoch, 13. Juni 2012 - Management
Die Agentur Ketchum Pleon erklärt auf ihrem Blog, wie Firmen von zivilgesellschaftlichen Bewegungen etwas für ihre Markenführung lernen können. So stehe im Zentrum von "Movements" immer ein Grundgefühl und -bedürfnis von bzw. nach Sinnstiftung, das Marken adaptieren könnten, wenn es ihnen gelinge, ihre Produkte so aufzuladen, dass der Kauf ebenfalls als sinnstiftend erfahren werde. Auch das Wechselspiel von Zugehörigkeit nach innen und Abgrenzung nach außen, das sich in zivilgesellschaftlichen Bewegungen manifestiere, lasse sich für die Markenführung nutzen. Als Beispiele für das Prinzip führt der Beitrag "Bekennermarken" wie Apple oder Porsche an. Strategisch ist das sicherlich smart gedacht, wirft aber auch die Frage auf, ob Kunden sich wirklich längerfristig in diesem Sinne instrumentalisieren lassen, denn viele gesellschaftliche Bewegungen leben letztlich von einer Kritik des Systems, dem Unternehmen und ihre Marken angehören. Bei eher hedonistisch eingestellten Zielgruppen mag die Rechnung aufgehen, bei postmodernen Weltverbesserern dürfte dann eher Kritik am Versuch des Greenwashings die Folge sein. Andererseits: Die Produkte von Apple sind auch in den Kreisen der Gesellschaftskritiker sehr beliebt, obwohl die zum Teil menschenverachtenden Produktionsbedingungen allgemein bekannt sind (auch dieser Blogbeitrag ist auf einem Mac geschrieben ...). Diese vermeintliche Inkonsequenz kann allerdings auch eine Folge der immer noch extrem intransparenten Marktbedingungen sein, denn gerade im IT-Bereich gibt es meines Wissens bisher keinen Hersteller, der eine faire, ökologisch angemessene Produktion über die gesamte Herstellungs- und Lieferkette nachweisen kann, so dass Kunden, so sie nicht vollständig analog leben möchten, die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Letztlich mögen Strategien wie diese vorübergehend aufgehen, doch sollten Unternehmen auch bedenken, dass ihre Kunden und deren Bewusstsein sich stetig weiterentwickelt. Die Sinnstiftung von heute kann so, wenn der Tipping Point erreicht ist, auch in die Selbstzerstörung einer Marke umschlagen.
Was können Marken von Movements lernen? Ketchum Pleon 24.5.12

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter