Wenn Arbeit zur Sucht wird 
Freitag, 6. September 2013 - Studien
Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK ist mindestens jeder neunte Arbeitnehmer in Deutschland arbeitssüchtig. 14 Prozent gelten als gefährdet, in die Arbeitssucht zu rutschen. Ein Indiz für ihre Erkrankung: Sie verbringen nicht nur mehr Zeit mit der Arbeit als mit Freizeit, sondern sie zeigen ohne Arbeit Entzugserscheinungen, vergleichbar mit denen von Drogenabhängigen. Hinzu kommt: 10,6 Prozent der Arbeitssüchtigen versuchen mit Medikamenten ihre Arbeitsleistung zu steigern. Besonders gefährdet seien Berufsgruppen wie Manager, Politiker oder Verbandsführer - Menschen, bei denen in besonderem Maße Macht, Ansehen und Einkommen von unermüdlichem Einsatz abhängen. Auch Menschen, die intensiv mit Menschen arbeiten wie Ärzte, Sozialarbeiter oder Lehrer haben ein größeres Risiko, arbeitssüchtig zu werden.
Jeder neunte Deutsche ist arbeitssüchtig, WiWo 27.8.13

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Teilzeit als Lebensstil 
Donnerstag, 5. September 2013 - Arbeit
Die Studien mehren sich, in denen die besondere Affinität der Generation Y zu einer guten Work-Life-Balance hervorgehoben wird. Ein Bericht auf Zeit online geht der Frage nach, wie diese Young Professionals ihr Leben und Arbeiten organisieren und beleuchtet dabei den neuen Trend zur Teilzeit-Arbeit. Weniger zu arbeiten, wird dabei zum neuen Lebensstil. Nicht um Kinder großzuziehen oder Angehörige zu pflegen, reduziert der Arbeitnehmer-Nachwuchs seine Zeit im Job, sondern aus purem Vergnügen. Sei es um einem aufwändigen Hobby nachzugehen oder einfach, um über etwas unverplante Tagesfreizeit verfügen zu können - die jungen Teilzeit-Arbeiter lieben ihre Jobs zwar, aber eben nicht 24/7. Für diese Haltung einzustehen, kostet bisweilen Mut, denn allzu gerne wird dieses souveräne Zeitmanagement noch als Drückebergerei abqualifiziert. Und oft ist es eher Zufällen zu verdanken, dass es Interessierten gelingt, in einem qualifizierten Beruf eine gute Stelle mit geringerer Wochenstundenzahl zu finden. Aber vielleicht werden sie über kurz oder lang zu den Vorreitern einer neuen Arbeitskultur, die wertschätzt, dass der Mensch eben mehr ist als ein reines Arbeitstier.
Ich mach mal halblang, Zeit online 26.8.13


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Urlaub bedeutet nicht immer Erholung 
Mittwoch, 4. September 2013 - Studien
Die DAK hat Urlaubsheimkehrer danach gefragt, wie gut sie sich während der sommerlichen Auszeit erholen konnten. 42 Prozent gaben an, sich sehr gut erholt zu haben, 43 Prozent erholten sich gut. Immerhin 10 Prozent kamen jedoch weniger gut und vier Prozent überhaupt nicht erholt aus den Ferien zurück. In der Altersgruppe der 33- bis 44-Jährigen waren sogar 18 Prozent nach dem Urlaub kaum oder gar nicht entspannt. 52 Prozent von ihnen konnten von der Arbeit nicht wirklich abschalten, 13 Prozent mussten sogar während der Ferien für den Arbeitgeber erreichbar sein. Gegenüber 2012 ist damit die Zahl der wenig oder gar nicht Erholten um jeweils einen Prozentpunkt gestiegen.
Deutsche können im Urlaub nicht richtig entspannen, WiWo 26.8.13


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Sucht kostet Wirtschaft Milliarden 
Dienstag, 3. September 2013 - Studien
Suchterkrankungen scheinen sich längst zu einem volkswirtschaftlichen Problem entwickelt zu haben. Dies legt der neue AOK-Fehlzeiten-Report nahe, für den die Daten von mehr als 2.000 Personen ausgewertet wurden. Die Zahl der durch Alkohol, Rauchen oder Medikamente verursachten Arbeitsunfähigkeitstage stieg in den vergangenen zehn Jahren von 2,07 auf 2,42 Millionen an - eine Erhöhung um 17 Prozent. Spitzenreiter unter den Suchtstoffen ist mit 44 Prozent der Fälle der Alkohol. Neben diesen eher konventionellen Suchtstoffen zeigt sich jedoch auch ein neuer Trend - der Griff zu leistungssteigernden Mitteln. So gaben fünf Prozent der befragten Arbeitnehmer an, in den letzten zwölf Monaten zu Psychopharmaka oder Amphetaminen gegriffen zu haben, um berufliche Stresssituationen zu bewältigen. Da wirkt es fast ein wenig zynisch, wenn die AOK ausrechnet, dass die Kosten von Alkohol- und Tabaksucht die deutsche Wirtschaft jährlich mit 60,25 Milliarden Euro belasten. Interessant wäre sicherlich zu wissen, wie viele Gläser Wein oder Bier von den Betroffenen der abendlichen Kompensation von Arbeitsstress gewidmet werden.
2,4 Millionen Fehltage durch Alkohol, Rauchen und Tabletten, SZ 22.8.13


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Lesefutter zu Geist, Meditation und Business 
Montag, 2. September 2013 - Medien
Zum Wochenanfang gibt es ein wenig Lesefutter zum Download aus meinem Archiv. Als Autorin für das anthroposophische Magazin info3 habe ich Anfang des Jahres zwei Artikel veröffentlicht - der Beitrag Occupy Empörung geht der Frage nach, warum gesellschaftliche Veränderungen nicht nur ein neues Denken brauchen, sondern auch unser aktives Handeln, und der Artikel Soziales braucht Geist betrachtet, wie Meditation zu einer Veränderung der Perspektiven im Business beitragen kann.
Außerdem habe ich noch drei Artikel online gestellt, die ich bereits 2012 für das Magazin Integrale Perspektiven geschrieben habe: Die Kraft der Stille fasst aktuelle Erkenntnisse der Meditations- und Bewusstseinsforschung zusammen und beleuchtet sie im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Relevanz, Das Werden werden wollen wirft einen Blick auf die Gender-Debatte und geht der Frage nach, wie eine transzendente Perspektive dazu beitragen könnte, neue Rollenbilder entstehen zu lassen, Deutsch-Sein stellt die Forschungsergebnisse einer Repräsentativ-Studie zur Identität der Deutschen vor.
Außerdem habe ich noch einen wissenschaftlichen Aufsatz über Die neuen Eliten des 21. Jahrhunderts zutage gefördert, der im Rahmen des Projektes NOVELITE - Vorreiter des Wandels entstanden ist.

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Zivilgesellschaftlicher Protest oder egoistische Nörgelei? 
Freitag, 30. August 2013 - Studien
Im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft haben Wissenschaftler der Universität Gießen 532 Menschen befragt, die an den Montagsdemonstrationen am Frankfurter Flughafen teilnahmen, um die Hintergründe der sich formierenden Protestkultur zu untersuchen. Die Demonstranten sind laut der Studie hauptsächlich "älter, hochgebildet, zeitreich, ressourcenstark" und weisen eine "Mitte-Links-Orientierung" auf. Jüngere und weniger Gebildete seien unter den Protestierenden hingegen kaum zu finden. 90 Prozent der Befragten glauben den Flughafenbetreibern nicht, dass der Flughafen ohne die neue Landebahn im internationalen Luftverkehr seine Bedeutung verlieren würde. 83 Prozent der Demonstranten glauben, dass die Parteien in der Flughafenfrage die Interessen der Wirtschaft vertreten. Die Stiftung Marktwirtschaft kommentiert diese Einschätzungen wie folgt: "Die Umfrageergebnisse offenbaren eine bedenkliche Tendenz zur Aberkennung der Legitimation der Institutionen und Akteure des politischen Systems bei den Befragten." Dass Legitimation in einer Demokratie eine Frage der Anerkennung ist - und die Aberkennung derselben Teil des demokratischen Prozesses -, scheint die Stiftung hingegen nicht zu interessieren. Ihre Bewertung: "Eigene Interessen werden oft absolut gesehen, alles andere bei geringer Kompromissbereitschaft als 'Partikularinteressen' abgetan." Na, dann werde ich wohl am 22. September mal wieder meine Partikularinteressen zum Ausdruck bringen.
Flughafen-Lärm-Protest als Zeichen der "Misstrauenskultur", Gießener Anzeiger 20.8.13


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Jeder dritte Deutsche kauft manchmal Bio 
Donnerstag, 29. August 2013 - Studien
Immerhin drei von vier Deutschen greifen gelegentlich zu Bio-Lebensmitteln, so eine Studie im Auftrag des Verbraucherministeriums. Das ist zwar gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2 Prozentpunkte, aber vor allem in der jüngeren Zielgruppe boomt Bio. So kaufen 23 Prozent der unter 30-Jährigen häufig Produkte aus ökologischem Anbei, was einem Plus von 9 Prozentpunkten entspricht. Bei den Älteren zwischen 50 und 59 Jahren hingegen ist ein Rückgang auf 19 Prozent zu verzeichnen (minus 7 Prozentpunkte). Wichtigste Gründe für Biokäufe sind regionale Herkunft, artgerechte Tierhaltung und wenig Schadstoffe. Vor allem der erste Punkt dürfte jedoch bei den meisten Bio-Kunden eher selten auch erfüllt werden, denn 82 Prozent kaufen Bio im normalen Supermarkt, 64 Prozent bei den Discountern und 40 Prozent im Bio-Supermarkt.
Hauptsache bequem, taz 19.8.13

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Banker sind die Letzten 
Mittwoch, 28. August 2013 - Studien
Das Institut für Demoskopie Allensbach untersucht seit vielen Jahren die Reputation von Berufen. Die Top 5, die von der Bevölkerung am meisten geschätzt werden, könnte man als direkte Resonanz auf die Wirtschafts- und Finanzkrise deuten, denn es sind bodenständige Jobs, deren Resultate einen konkreten Nutzen stiften. Die höchste Wertschätzung wird den Ärzten entgegengebracht (76 Prozent), gefolgt von Krankenschwestern (63 Prozent), Polizisten (49), Lehrern (41 Prozent) und Handwerkern (38 Prozent). Banker hingegen sind das Letzte - sie bilden - gemeinsam mit Fernsehmoderatoren - mit 3 Prozent das Schlusslicht der Umfrage. Der Abstand zu den Politikern (6 Prozent) ist minimal.
Allensbacher Kurzbericht, 20.8.13


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