Geben macht erfolgreich 
Dienstag, 24. September 2013 - Management
Freigebigkeit und die Unterstützung anderer Menschen sind in den Augen des Management-Professors Adam Grant, der an der renommierten Wharton Business School der Universität Pennsylvania lehrt. "Die guten Typen schaffen es überdurchschnittlich oft bis ganz nach oben - Menschen, die ohne Gegenleistung geben, die Freunden helfen und Fremden Ratschläge anbieten. Sie schauen darauf, was andere brauchen und wie sie ihnen helfen können. Sie teilen ihr Wissen, ihre Energie, ihre Verbindungen mit anderen. Und sie sind gerade deswegen erfolgreich", schreibt Spiegel online über seine Forschungserkenntnisse. Grant zeigte beispielsweise, dass bei einer Optiker-Kette die Verkäufer, die nicht einfach versuchten, ihren Kunden möglichst hochpreisige Produkte unterzujubeln, sondern gezielt deren wirkliche Bedürfnisse adressierten, höhere Umsätze erzielten. In einer Studie in einem Callcenter zeigte sich ähnliches. Die Mitarbeiter hatten den Auftrag, Anzeigenkunden für einen Reiseführer zu akquirieren, wobei die Erlöse aus dem Verkauf bedürftigen Studenten zukommen sollten. Die Hälfte der Mitarbeiter machte Grant mit diesen Stipendiaten bekannt, die erzählten, wie sehr ihnen die finanzielle Unterstützung helfen würde. Nach einem Monat zeigte sich, dass die Verkaufsgruppe, die im Bewusstsein, den Studierenden zu helfen, ihrer Tätigkeit nachgegangen war, nicht nur motivierter, sondern auch erfolgreicher bei der Akquise war.
Gute Typen, Spiegel online 20.8.13


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Studienvorstellung zur Wirkung von Meditation in Unternehmen 
Montag, 23. September 2013 - Veranstaltungen
Die Beratergruppe Neuwaldegg aus Wien stellt am 24. Oktober eine von der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit der Kalapa Academy erstellte Studie zur Wirkung von Achtsamkeitsmethoden in Unternehmen vor. An diesem Praxis-Forschungsprojekt haben eine Reihe von Firmen teilgenommen, von weltweit agierenden Technologiefirmen mit über 200.000 MitarbeiterInnen bis zu jungen Start-Up Unternehmen.
In jeder Organisation wurden jeweils bis zu 25 MitarbeiterInnen über mehrere Wochen in Achtsamkeitsmethoden trainiert und die Erfahrungen und Wirkungen wissenschaftlich ausgewertet. Die Beratergruppe Neuwaldegg selbst beschäftigt sich seit 2004 im Rahmen des Innovationscenters "Sissy" - Spiritualität in sozialen Systemen - mit der Frage, was Achtsamkeit im Unternehmensalltag bewirken kann. Dabei zeigen sich neben den positiven Wirkungen auf die Personen und deren eigene Führungspraxis (u.a. Gelassenheit, mehr Übersicht in komplexen Situationen, Entscheidungsstärke, Vision, ...) auch positive Effekte auf die Führungskultur der Organisation.
Weitere Informationen und Anmeldung


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Millionär sein ist Männersache 
Freitag, 20. September 2013 - Studien
Dem Reichtum scheint die anhaltende Krise nichts anzuhaben. Weltweit stieg die Zahl der Multi-Millionäre im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Ihr Vermögen erhöhte sich sogar um knapp acht Prozent auf 27,8 Billionen - was 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht. Die von der Schweizer Großbank UBS erhobenen Daten zeigen auch: Millionär zu sein, ist zumeist Männersache. 88 Prozent aller Superreichen sind männlich, nur 12 Prozent weiblich. Weltweit gibt es insgesamt 200.000 solche 30-fachen Millionäre. Während bei den Männern laut Studie 70 Prozent ihren Reichtum selbst geschaffen und nur 14 Prozent geerbt haben, sind unter den Millionärinnen 53 Prozent Erbinnen und 33 Prozent Self-made-Women.
Was Sie schon immer über Superreiche wissen wollten, Die Welt 10.9.13


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Erfolg von Frauen nagt an den Männern 
Donnerstag, 19. September 2013 - Studien
Der Erfolg von Frauen untergräbt das Selbstwertgefühl ihrer Männer - so die Erkenntnisse einer amerikanischen Studie. Zunächst wurden 900 Personen danach gefragt, wie glücklich sie mit ihrer Partnerschaft sind. Danach absolvierten die Männer und Frauen verschiedene Tests, bei denen ihnen gesagt wurde, dass der Partner oder die Partnerin besser bzw. schlechter abgeschnitten hätte. Auch sollten sich alle Testpersonen an Situationen erinnern, in denen die Lebensgefährten Erfolg hatten und solche mit Misserfolgen. Anschließend wurde mit einem Assoziationstest das Selbstwertgefühl aller Teilnehmer getestet. Während sich bei den Männern, deren Frauen erfolgreicher waren, ein niedrigeres Selbstwertgefühl zeigte und sie auch unglücklicher mit ihrer Beziehung waren, reagierten die Frauen umgekehrt. Sie freuten sich einerseits über die Erfolge ihrer Partner und waren glücklicher mit ihrer Beziehung. Die Forscher schließen daraus, dass Männer stärker konkurrenzorientiert sind und sich deshalb auch von starken Partnerinnen unterschwellig bedroht fühlen. Hinzu komme, dass Überlegenheit und Stärke immer noch zentrale männliche Werte seien. Und es könnte sein, dass Männer sich als Partner weniger attraktiv fühlen, wenn sie Schwäche zeigen (müssen).
Männer sind eifersüchtig auf erfolgreiche Frauen, WiWo 6.9.13


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Was das Business von der Philosophie lernen kann 
Mittwoch, 18. September 2013 - Management
Die Süddeutsche macht mit einer Kolumne zum Thema Arbeitsethik einen interessanten Vorstoß und betrachtet, was Führungskräfte von den großen Philosophen im Hinblick auf ethisches Verhalten lernen können. Als eine Messlatte schlagen die Autoren Kants kategorischen Imperativ vor. Und schon der verlangt Führenden - gemessen an der alltäglichen Businesspraxis - einiges ab. Das Eigeninteresse zurückstellen, persönliche Neigungen hintanstellen, die Würde aller von einer Entscheidung Betroffenen achten - was man für sich selbst gerne in Anspruch nimmt, gewährt man anderen wahrscheinlich deutlich schwerer. Auch John Stuart Mills Nützlichkeitsprinzip verspricht einen gewissen ethischen Impact. Wo bei Kant das eigene Handeln auch als allgemeinverbindliches Gesetz tragen können muss, fragt Mill danach, welche Handlungen maximales Glück für alle (!) Handelnden und Betroffenen verheißen. Im Business macht der Abwägungsprozess leider nur allzu oft vor letzteren Halt. Spannend an dem Beitrag sind weniger seine inhaltlichen Vorschläge als die Tatsache, dass der öffentliche Diskurs zumeist nach einer "neuen" Ethik für die Wirtschaft verlangt. Auf den ersten Blick würde es sicherlich völlig reichen, sich erst einmal um die Umsetzung der schon in unserer Geistesgeschichte etablierten zu bemühen.
Was Chefs von Kant lernen können, SZ 1.9.13


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Mit Anlauf scheitern hilft 
Dienstag, 17. September 2013 - Management
Scheitern ist im Business etwa so beliebt wie die rote Karte im Fußball. Der Wirtschaftspsychologe Heinrich Wottawa kritisiert bei Führungskräften eine "selbstwertschonende Tendenz", Fehlschläge eher äußeren Umständen oder anderen Menschen zuzuschreiben, als nach eigenen Fehlern zu suchen. Die "hedonistische Verzerrung" beraube die Betroffenen jedoch eines wichtigen Lerneffekts, denn: "Nur stark erlebte Dissonanzen führen zu affektiven Veränderungen." Wer den eigenen Anteil an Misserfolgen nicht auf den Grund gehe, beraube sich damit hilfreicher Lernerfahrungen. Deshalb rät Wottawa vom Wegducken ab und sieht in der Offensive den einzig konstruktiven Weg zum Umgang mit Katastrophen: Zugeben, dass etwas schief gelaufen ist; den Fehlschlag auch in seiner emotionalen Bedeutung spüren. "Wenn Sie ganz unten sind und sich ausgetobt haben, fangen Sie irgendwann an zu verhandeln. Sie denken weiter, überlegen Alternativen. ... Es folgt die Neuorientierung. Man muss überlegen: Was hat dieser Totalabsturz aus und mit mir gemacht? Wie geht es weiter? Wie geht es anders?", so Wottawa. Es sind eben häufig die Fragen und nicht vermeintliche Antworten, die uns weiter bringen ...
"Schreien Sie, toben Sie!" Karrierespiegel 19.7.13

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Mit den Umständen wachsen 
Montag, 16. September 2013 - Bücher
Gerade ist ein spannendes Buch einer UN-Menschenrechtsbeauftragten, die in Afghanistan tätig war, erschienen, das mich sehr berührt hat. Die Neuseeländerin Marianne Elliott beschreibt in "Mit dem Herzen einer Kriegerin" neben all den politischen Herausforderungen ihrer Arbeit vor Ort auch einen zutiefst inspirierenden Weg des persönlichen Wachstums. Diese Inneneinsichten sind es in meinen Augen, die politische Krisen und mögliche Antworten darauf überhaupt erst versteh- und erkennbar machen. Von außen betrachtet scheint die Situation in Afghanistan in gewisser Weise hoffnungslos zu sein, denn es vergeht kein Tag, an dem Bevölkerungsgruppen miteinander in Konflikte geraten, Menschen leiden oder gar sterben. Rein politische Betrachtungen der Lage blenden die menschliche Dimension jedoch weitgehend aus. Marianne Elliott hingegen stellt sich den Herausforderungen auch als Mensch und beschreibt in ihrem Buch unter anderem, wie ihr ihre tägliche Yoga- und Meditationspraxis dabei geholfen haben, sich für das, was ist, wirklich zu öffnen. "Ich bin sicher, dass Verletzlichkeit und Sensibilität wichtige Dimensionen unserer eigenen langfristigen emotionalen Belastbarkeit sind, die eine sehr wichtige Art von Stärke ist. Es erfordert viel Mut, um verletzlich sein zu können – was grundsätzlich einschließt, dass wir uns auf das Risiko einlassen, verletzt zu werden. Wir müssen wirklich unseren eigenen Fähigkeiten vertrauen, um uns vom Schmerz zu erholen und uns zu erlauben, verletzlich zu sein. Ich denke, Mut, Belastbarkeit und Verwundbarkeit sind sehr eng miteinander verbunden. Und Sensibilität ist – wenn man es bedenkt – einfach die Fähigkeit, subtilere Anzeichen und Auslöser mitzubekommen und darauf zu reagieren als manch andere Leute. Ein empfindsames System ist ein System, das kleine Änderungen wahrnehmen und darauf reagieren kann. So half mir meine eigene Sensibilität zu bemerken, wenn Situationen nicht stimmig waren, und früher zu reagieren, als wenn ich vielleicht nicht so empfindsam gewesen wäre", beschreibt Elliott ihre Erfahrungen in einem Interview, das Amelie Ullrich vom Aurum Verlag mit ihr geführt hat. Das vollständige Gespräch ist online in der Pressemitteilung des Verlags verfügbar. Ich kann das Buch, das Sie direkt beim Verlag bestellen können, nur wärmstens empfehlen.

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Wenn Belohnungen verpuffen 
Freitag, 13. September 2013 - Studien
Eine Studie der TU München legt nahe, dass Anreizsysteme ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten, je nachdem wie zufrieden diejenigen sind, denen die Gratifikationen zugute kommen. Die Forscher untersuchten die Selbstwahrnehmung ihrer Probanden im Hinblick auf die persönliche Zufriedenheit und ließen sie dann verschiedene Belohnungen bewerten. Es zeigte sich, dass die Glücklichen Belohnungen insgesamt deutlich positiver bewerteten als Unzufriedene. Vor allem bei eher kleinen Goodies zeigten die positiv Gestimmten eine deutlich höhere Zufriedenheit, während größere Belohnungen von beiden Untersuchungsgruppen ähnlich wahrgenommen wurden. Die Ergebnisse legen nahe, dass man chronisch unzufriedene Mitarbeiter mit Kleinigkeiten kaum hinter dem Ofen hervorlocken kann.
Glückliche Menschen schätzen Belohnungen mehr, Wirtschaftspsychologie aktuell 29.8.13


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