Achtsamkeit am Arbeitsplatz 
Dienstag, 17. März 2015 - Veranstaltungen
Am 20. April 2015 findet in Frankfurt am Main zum dritten Mal die Fachtagung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" statt. Referenten aus Wissenschaft und Arbeitswelt sowie Experten in Achtsamkeitsmethoden werden einen Überblick geben über die Wirkungsweisen verschiedener Ansätze und mit Beispielen aus der Unternehmenspraxis illustrieren, wie sich diese Methoden in den betrieblichen Alltag integrieren lassen. Prof. Dr. Dr. Niko Kohls von der Hochschule Coburg zeigt in dem Vortrag "Ausbildung von Resilienz und Umgang mit Stress durch achtsamkeitsbasierte Verfahren" die Wirkweise von achtsamkeitsbasierten Interventionen aus neurobiologischer und gesundheitswissenschaftlicher Sicht und stellt die Ergebnisse der größten deutschlandweit durchgeführten Studie zu Achtsamkeit am Arbeitsplatz vor. Rüdiger Standhardt, Dipl.-Pädagoge und Ausbilder für MBSR & TAA, zeigt in seinem Vortrag "achtsamkeit@work. Neue Wege der Stressbewältigung durch Achtsamkeit" ganz praktisch auf, wie Achtsamkeit am Arbeitsplatz eingeübt werden kann, was bei der Implementierung beachtet werden muss und warum ein ganzheitliches Verständnis von Achtsamkeit, das auch die ethische und spirituelle Dimension miteinschließt, wesentlich ist. Dr. Kai Romhardt, Wirtschaftswissenschaftler und Dharmalehrer, wird in seinem Beitrag „Achtsam arbeiten, aber wie?" Erfahrungen des Netzwerks Achtsame Wirtschaft vermitteln und illustrieren, wie sich unsere Arbeitsgewohnheiten grundlegend verändern lassen. Beispiele sind das Prinzip des bewussten Übergangs, das regelmäßige Innehalten sowie die Kultivierung von Impulsdistanz und Single-Tasking. Ich selbst spreche zum Thema "Mit Achtsamkeit in Führung. Was Meditation für Unternehmen bringt" und führe in psychosoziale und gesellschaftliche Wirkungszusammenhänge von Achtsamkeit ein, stelle Zielgruppen- und Vermittlungsszenarien für Meditation vor und zeige, was Achtsamkeit im betrieblichen Gesundheitsmanagement, bei der Burnout-Prophylaxe, in der Führungskräfte-Entwicklung und im Hinblick auf die persönliche Potentialentfaltung bewirken kann.
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Führen aus der Kraft der Stille 
Montag, 16. März 2015 - Veranstaltungen
Am 27./28. April 2015 findet im Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg das Wirtschafts-Symposium "Führen aus der Kraft der Stille" statt, bei dem Führungskräfte und Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, Methoden der Meditation und Achtsamkeit im Kontext des Berufsalltags zu erkunden. Verschiedene Vorträge zeigen, wie Stille einen neuen Wahrnehmungsraum schaffen kann, aus dem heraus sich mit der Komplexität des heutigen Arbeitslebens konstruktiver umgehen lässt. Praxisworkshops zu Kommunikation, Meditation in Unternehmen, der Entwicklung der eigenen Führungspersönlichkeit und neuen Wir-Zusammenhängen im Business ebenen den Weg zum Praxistransfer. Ich selbst werde bei einer Diskussion zum Thema "Stille in der Unternehmenspraxis" beteiligt sein und einen Workshop halten mit dem Titel "Mit Achtsamkeit in Führung – Wie viel Bewusstheit verträgt der Berufsalltag?".
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Prominente Meditierer 
Freitag, 13. März 2015 - sonstiges
Der vor allem in den Vereinigten Staaten wachsende Meditations-Hype führt zu immer amüsanteren Outings. Arnold Schwarzenegger, der als Schauspieler eher fürs Austeilen bekannt war, erklärte in einem Pdcast mit dem Erfolgsautor Tim Ferriss, dass er 1975 eine zeitlang Transzendentale Meditation geübt habe: „Ich fühlte mich so, als ob ich etwas tun wollte, denn ich hatte so tolle Chancen und alles lief in die richtige Richtung, aber ich habe alles nur als ein großes Problem gesehen, anstatt die Einzelteile zu betrachten und Ruhe und Frieden zu haben und glücklich zu sein. Ich habe es 20 Minuten am Morgen und 20 Minuten am Abend gemacht, und ich würde sagen, nach 14 Tagen oder drei Wochen war ich an dem Punkt, an dem ich wirklich meinen Geist abschalten konnte… und gelernt habe, mich zu fokussieren und ruhig zu werden.“ Das reichte Arnie dann allerdings auch, denn nach etwa einem Jahr hörte er mit dem Meditieren wieder auf. Von Britney Spears wird vermeldet, dass sie vor ihren Auftritten in Las Vegas in die Stille geht: „Sie hat ein Mantra und meditiert vor ihren Auftritten für 15 Minuten, um ihre Mitte zu finden und ihre Nerven zu beruhigen.“ Beispiele wie diese zeigen, dass das Interesse an Meditation zwar zu wachsen scheint, aber vor allem im Kontext der amerikanischen Kultur vor allem aus einem Selbstbezug schöpft und noch wenig Stetigkeit entfaltet.
Arnold Schwarzenegger: Meditation ist sein Erfolgsgeheimnis, Red Carpet 8.2.15
Britney Spears: Meditation tut ihr gut, Showbiz.de, 9.2.15

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Junge machen ihr eigenes Ding 
Donnerstag, 12. März 2015 - Arbeit
Die geänderten Präferenzen der Generation Y stellen immer mehr Firmen vor große Herausforderungen und das nicht nur, weil der arbeitende Nachwuchs sehr eigenwillige Vorstellungen von seiner Mitarbeit in einem Unternehmen hat, sondern auch, weil die Hochqualifizierten bestimmte Branchen zunehmend meiden. War es früher ganz klar, dass die erfolgreichsten BWL-Absolventen eine Karriere in einer der Top-Beratungen anstrebten, gehen viele von ihnen heute schon ganz andere Wege. Kleine Start-ups mit großer Handlungsfreiheit (bei oft geringem Gehalt) scheinen zunehmend den Top-Professionals-Nachwuchs abzuschöpfen. Die Süddeutsche stimmt schon den Abgesang auf die Ära der „Organisation Man“ an. Noch liegt der Paradigmenwechsel erst als Hauch in der Luft, doch Freiheit scheint unaufhaltsam zu einer ernstzunehmenden Währung im Business zu werden.
Lieber leben, SZ 14.2.15

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Arbeitskultur in der Konfusion zwischen Moderne und Tradition 
Mittwoch, 11. März 2015 - Arbeit
Wenngleich sich auch in nichtwestlichen Ländern durch die Globalisierung des kapitalistischen Prinzips die Arbeitskontexte immer weiter an die Gepflogenheiten der einstiegen Industrienationen angleichen, scheinen ursprüngliche kulturelle Muster doch sehr tief verwurzelt und wandlungsresistent. In einem Interview mit Zeit online erklärt der Japan-Experte Franz-Hermann Hirlinger, dass in Japan, obwohl dort Todesfälle aufgrund von Überarbeitung (bekannt als Karoshi) längst zur Kenntnis genommen werden, immer noch das (Selbst-)Bild der allzeitigen Verfügbarkeit im Job vorherrscht. Zwar werden immer mehr Unternehmen auch nach westlich-darwinistischer Manier geführt, doch der ursprüngliche japanische Paternalismus sei noch stark: „Durch diese Kultur der Fürsorge entsteht eine große Loyalität zum Arbeitgeber. Und die Mitarbeiter wollen immer wieder neu beweisen, dass sie zu dieser Firma gehören, indem sie viel Zeit im Unternehmen verbringen.“ Die japanische Regierung will bereits ein Gesetz einbringen, das Arbeitnehmer dazu verpflichtet, jedes Jahr fünf Pflichturlaubstage zu nehmen. Dimensionen, die für Deutsche kaum nachvollziehbar sind. Parallel zur starken Selbstverpflichtung der Arbeitnehmer sind die Japaner zugleich ein eher introvertiertes Volk, das auch kaum Zugang zur eigenen Psychodynamik zu haben scheint. „Man sucht die Fehler oft nur bei sich selbst“, so Hirlinger. Ein Einstellungswandel ist gegenwärtig vor allem bei der jungen Generation zu beobachten: „Seit etwa 15 Jahren zeichnet sich ab, dass die Jungen diese Arbeitskultur nicht mehr wollen. Sie bekommen natürlich mit, dass es diesen Stress in anderen Ländern nicht gibt und sehen das als Vorbild. Die arbeiten inzwischen lieber bei westlichen Firmen, wo die Normen lockerer sind.“ Die Jungen hierzulande indes sind schon einen Schritt weiter – dazu morgen mehr ...
"Ich habe ein Recht auf Arbeit am Wochenende", Zeit online 13.2.15

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Mythos der Dienstleistungsgesellschaft 
Dienstag, 10. März 2015 - Arbeit
Der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten unter anderem suggeriert, dass sich die Arbeitswelt für Viele zum Positiven gewandelt hat. Statt am Fließband zu schuften, „saubere“ Jobs mit direktem Kundenkontakt. Die Realität ist jedoch längst eine andere, wie ein Beitrag in der FAZ zeigt. Dabei geht es nicht nur darum, dass Dienstleistung häufig schlecht bezahlte Arbeit beinhaltet - sei es putzen, das Zustellen von Paketen oder Pflege -, sondern auch die Arbeitsbedingungen selbst eigentlich kaum besser sind als im Kontext der Akkordarbeit. Im Zuge von Rationalisierung und Effizienzsteigerung müssen Dienstleister häufig über die Zeit gesehen immer mehr Leistung erbringen - oder man suggeriert ihnen, sie hätten die Freiheit, selbst zu bestimmen, wo und in welchem Maß ihre Leistung gerade gefragt sei. „Ökonomischer Druck wird mit allen Mitteln nach unten umgelenkt. Das System funktioniert, weil die Arbeit vollkommen voraussetzungslos ist“, folgert die FAZ. Das hat auch Einfluss auf die Befindlichkeit: „Die Leistungsfähigkeit des Körpers ist oft das Einzige, was der Arbeitgeber von seinen Mitarbeitern abschöpfen kann. Sie ist Bedingung ihrer Arbeit und zugleich deren Grenze. Daraus entsteht eine ambivalente Dynamik. Weil die Dienstleister ihren Stolz am Ende des Arbeitstages nicht auf ein Produkt lenken können, sind nur die drückende Müdigkeit und der Schmerz in den Gelenken Beweise ihrer Selbstwirksamkeit.“
Die Leidtragenden unserer Bequemlichkeit, FAZ 12.2.15

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Gehirntraining ist kein Allheilmittel 
Montag, 9. März 2015 - Wissenschaft
In einem Interview mit Spiegel online erklärt der Neuropsychologe Martin Meyer, dass Übungen zum Gehirntraining zwar einzelne Fähigkeiten auch in fortgeschrittenerem Lebensalter aufrechterhalten oder gar fördern können, für die gesamte neurologische Funktionsfähigkeit des Gehirns aber ganz andere Faktoren relevant seien. Für ihn stehen Motivation, Neugier und persönliche Identifikation viel stärker im Vordergrund. „Motivation und ein höheres Selbstwertgefühl können sich unmittelbar positiv auf die kognitiven Leistungen auswirken“, erklärt Meyer. Indirekt verweist er auch darauf, dass im Berufsleben eher Fähigkeiten des Gehirns genutzt werden, die gar nicht zu dessen Stärken gehören: „Viele Tätigkeiten im beruflichen Alltag erfordern Konzentrations- und Willensstärke und die Fähigkeit, aus vorhandenen Fakten abstrakte Schlüsse ziehen zu können, um möglichst rational und sachlich zu entscheiden. Das alles entspricht jedoch nicht unbedingt den Stärken des Gehirns, das sich in seinen Urteilen oft von Gefühlen, subjektiven Interpretationen und individuellen Erfahrungen leiten lässt.“ Vielleicht ist es also hilfreicher, einfach mehr Dinge zu tun, die einem Freude bereiten und das eigene Gefühlsleben ansprechen, anstatt mit Gehirnjogging-Apps herumzudaddeln.
Gehirnjogging? Bringt nix, KarriereSpiegel 12.2.15

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Wer viel verdienen will, muss früh anfangen 
Freitag, 6. März 2015 - Studien
Eine Untersuchung der Landesbank des Bundesstaates New York legt nahe, dass sich die Verdienstmöglichkeiten im Job in den ersten zehn Berufsjahren kristallisieren und größere Gehaltssprünge später die Ausnahme sind. Auf Grundlage der Daten der amerikanischen Sozialversicherungsbehörden aus den letzten drei Jahrzehnten stellten die Ökonomen fest, dass Amerikaner mit einem Medianeinkommen zwischen dem 25. und 55. Lebensjahr einen Einkommenszuwachs von 38 Prozent erreichten, während es bei den fünf Prozent der Bestverdienenden eine Steigerung um 230 Prozent gab und beim obersten Prozent sogar um 1.450 Prozent. Der steilste Anstieg erfolge dabei jeweils in den ersten zehn Berufsjahren. Bei den Durchschnittsverdienern ergab sich im Alter von 35 bis 45 Jahren eher eine Stagnation im Einkommen, bei 90 Prozent der 45- bis 55-Jährigen sinkt das Einkommen später sogar.
Lebenseinkommen: Die ersten zehn Jahre entscheiden, WiWo 10.2.15

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