Loyalität ist ein Geben und Nehmen 
Freitag, 10. Juli 2015 - Management
"Wer Peanuts zahlt, bekommt Affen", sagt Raffaele Sorrentino, früher Concierge im Nobelhotel Adlon, heute Inhaber eines eigenen Concierge-Services. Für den Unternehmer beginnt die Loyalität der Mitarbeiter bei der Fairness des Arbeitgebers: "Vielleicht muss man als Firma dafür auf zwei bis drei Prozent der Margen verzichten - aber es zahlt sich einfach doppelt und dreifach aus, wenn ich meine Mitarbeiter anständig bezahle." Die Mitarbeiterkultur in Deutschland sei gegenwärtig hingegen meist eine andere. "In Deutschland herrscht leider die Maxime, alles aus einem Angestellten rauszuholen. Aber auch seine Leute muss man so behandeln, dass sie der Firma gerne erhalten bleiben. Denn wie soll ein Mitarbeiter Kunden loyalisieren, wenn ich als Unternehmen ihm keinen Grund gebe, mir gegenüber loyal zu sein?", so Sorrentino. In seinem eigenen Unternehmen ist er dabei, Betriebsrenten einzuführen. Und an ihrem Geburtstag haben seine Mitarbeiter automatisch frei.
"Wer Peanuts zahlt, muss mit Affen arbeiten", Karriere-Spiegel 3.7.15

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Künstliche Intelligenz im Auge behalten 
Donnerstag, 9. Juli 2015 - Wissenschaft
Während Unternehmen wie Google Millionenbeträge in die Erforschung künstlicher Intelligenz investieren, bringen sich nun auch die KI-Skeptiker immer mehr in Position. Tesla-Gründer Elon Musk beispielsweise spendete zehn Millionen Dollar an das Future of Life Institut in Boston, das Forschungsprogramme betreibt, die sicherstellen sollen, dass die künstliche Intelligenz nicht irgendwann aus dem Ruder läuft. Musk betrachtet das Erschaffen künstlicher Intelligenz laut Zitat in der Welt als genau so gefährlich wie den "Teufel herbeizuzitieren". 37 Forschungsprojekte gehen der Frage nach, wie sich die Macht solcher Systeme begrenzen lässt, wie diese ethische Gesichtspunkte integrieren können und wie sie unter sinnvolle menschliche Kontrolle gestellt werden können. "Es gibt einen Wettlauf zwischen der wachsenden Macht der Technologie und der wachsenden Weisheit, wie wir die Macht kontrollieren", so der Präsident des Instituts Max Tegmark.
Millionen, damit Computer uns nicht töten, Die Welt 2.7.15

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Yoga im Business 
Mittwoch, 8. Juli 2015 - Management
Das Online-Portal "Mittelstand - die Macher" widmet ein großes Feature dem Thema Meditation und Yoga im Business. "Gute Führungskräfte vertrauen nicht ausschließlich auf das Rationale und Analytische. Sie nutzen Werkzeuge um zu verstehen, wie sie selbst ticken und wahrnehmen. Auf dieser Basis entwickeln und verankern sie neues, hilfreiches Führungsverhalten. Auch und besonders dann, wenn der Druck groß ist und viel auf dem Spiel steht. Ich sage meinen Kunden häufig: Der Schlüssel für gute Führung ist nicht Ihre Handlungs–Toolbox. Der Schlüssel sind Sie selbst. Hier hat der Yoga eine Menge zu bieten, denn er ist ein Übungsweg zur Selbsterkenntnis und- wahrnehmung mentaler Kontrolle sowie Erforschung und Entwicklung des eigenen Bewusstseins. Bessere Selbstführung ist die Basis besserer Führung, d.h. der Gestaltung gelingender Führungsbeziehungen", zitiert der Beitrag etwa den Unternehmensberater Michael Schwalbach, der auch eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer hat. Unternehmensberaterin Janina Bäder, ebenfalls ausgebildete Yoga-Lehrerin, sieht im Yoga einen Weg, der Führungskräften wieder einen Zugang zu sich selbst eröffnet - zur inneren Stimme, dem intuitiven Potential. Und das scheint bitter nötig zu sein, zumindest wenn man betrachtet, wie wenig typische Führungskräfte-Entwicklungsprogramme diese Aspekte adressieren. "Ein Großteil der Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung trivialisiert das Thema Veränderung der Haltung und Persönlichkeit. Die Interventionen sind zu kurz und/oder gehen nicht tief genug. Insofern stellt sich für mich, etwas provokativ zwar, aber mit durchaus ernstem Hintergrund, die Frage, wie lange es ohne Yoga in der heutigen Zeit überhaupt noch gehen kann", meint Michael Schwalbach.
Yoga für Führungskräfte, Mittelstand - die Macher 1.7.15

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Studenten immer gestresster 
Dienstag, 7. Juli 2015 - Studien
Deutschlands Studenten sind immer gestresster, wie eine Erhebung der Techniker Krankenkasse zeigt. 27 Prozent der Studierenden haben demzufolge schon einmal psychotherapeutische Hilfe gesucht, weil der Druck so groß war, dass es mit Entspannung nicht mehr getan war. Laut ärztlichen Diagnosen haben 30 Prozent der weiblichen und 15 Prozent der männlichen Studierenden psychische Probleme. Seit einer Analyse der Krankenkasse aus dem Jahr 2009 sei der Anteil der Studenten, die mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose erhielten, um 4,3 Prozent gestiegen.
Jeder fünfte Student hat psychische Probleme, WiWo 1.7.15

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Kultur des Teilens ist noch eine Nische 
Montag, 6. Juli 2015 - Studien
Grundsätzlich ist die Bereitschaft zum Teilen in Deutschland sehr groß - doch von der Möglichkeit zur Umsetzung ist es ein langer Weg, wie eine Studie des Verbraucherzentralen-Bundesverbands zeigt. 90 Prozent der Befragten äußerten demzufolge die Bereitschaft, Dinge zu verleihen - allerdings fast ausschließlich im Bekanntenkreis. 70 Prozent können sich vorstellen, ihr Werkzeug mit anderen zu teilen, 62 Prozent interessieren sich - zumindest theoretisch - für Carsharing. Doch nur 18 Prozent haben schon einmal ein Werkzeug geliehen, lediglich 10 Prozent beim Carsharing auch wirklich mitgemacht. Fragen der Sicherheit, Haftung und Gewährleistung scheinen für diese Zurückhaltung eine Rolle zu spielen. So gaben zwei Drittel der Befragten an, Unternehmen als Anbieter gegenüber Privatpersonen zu v´bevorzugen, da sie davon ausgehen, dass diese mehr Sicherheit bieten.
Teilen? Nur, wenn ich dich kenne ... taz 29.6.15

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Gestandene Führungskräfte wollen vor allem eines - Geld 
Freitag, 3. Juli 2015 - Studien
Während die GenY im Job mehr nach dem Sinn als einem hohen Einkommen sucht, sieht die Perspektive für Führungskräfte, die bereits länger im Job sind, deutlich anders aus, wie eine Umfrage unter 300 deutschen Führungskräften durch die Unternehmensberatung Baumann zeigt. Für 36 Prozent der Befragten sind es vor allem ein gutes Gehalt und Sozialleistungen, die zählen, gefolgt vom wirtschaftlichen Erfolg der Firma (34 Prozent) und einem sicheren Arbeitsplatz (32 Prozent). Jeder fünfte Befragte zeigte sich unzufrieden mit seiner aktuellen Bezahlung. Leistungsgerechte Entlohnung steht als Weg zur Verbesserung der Situation hoch im Kurs - 60 Prozent wünschen sich ein Gehalt mit ausgeprägter oder moderater Erfolgskomponente. Der Darwinismus ist mitgedacht - 44 Prozent von ihnen finden, der Erfolgsanteil solle sich in erster Linie an der persönlichen Performance orientieren.
Was Manager von ihrem Arbeitgeber erwarten, WiWo 24.6.15

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Essener Schule beitet Achtsamkeitstraining für Fünftklässler 
Donnerstag, 2. Juli 2015 - Success Stories
Das Essener Gymnasium Nord-Ost gehört zu den Vorreitern einer neuen Achtsamkeitskultur im Schulbetrieb. Nachdem die Schule probeweise anstelle von Förderunterricht Schülern der Klasse fünf zwei Mal pro Woche Achtsamkeits-Unterricht gab und die Erfolge unübersehbar waren, wird das Experiment nun ausgeweitet. Das Training, das Atembeobachtung, bewusste Selbstwahrnehmung und Yoga-Übungen beinhaltet, soll nun allen Schülern der fünften Klassen zuteil werden. Bereits sieben Lehrer der Schule haben sich entsprechend weitergebildet, um das Angebot zu begleiten. „Störungen sind weniger geworden, die Kinder lassen sich viel weniger ablenken“, berichtet Lehrerin Christine Steinert. „Überall wird von jungen Menschen erwartet, sich selbst regulieren zu können“, merkt Lisa von Stockhausen von der Uni Duisburg-Essen, die das Experiment wissenschaftlich begleitet, kritisch an, „aber niemand bringt es ihnen bei.“ In Essen Nord-Ost wird nun durchgestartet - ein Beispiel, das Schule machen könnte ...
Fünfklässler haben Meditation auf dem Stundenplan, WAZ 23.6.15

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Manager stolpern über zu geringes Urteilsvermögen 
Mittwoch, 1. Juli 2015 - Studien
Fachlich scheinen Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz gut aufgestellt, was indes für sie zur Stolperfalle werden kann, sind ihre strategische Kompetenz und ihr Urteilsvermögen. In der Befragung von 2.100 Führungskräften durch die Personalberatung Odgers Berndtson zeigte sich, dass 40 Prozent der Befragten glauben, Top-Manager scheitern vor allem an falschen Strategien. 35,1 Prozent sagen, fehlende Führungskompetenzen tragen zum Scheitern bei, für 32,9 Prozent sind es auch ein zu geringes Urteilsvermögen und mangelnde Entscheidungsfähigkeit.„Das Ergebnis unserer Studie bestätigt die gefühlte Wahrnehmung, dass Strategie- und Führungs-kompetenz im Top-Management wichtiger sind als Fachkompetenz. Entscheidender für den beruflichen Erfolg als ein Branchenstallgeruch ist die kognitive Leistungsfähigkeit, die sich in der Kompetenz zum strategisch-analytischen Denken, im unternehmerischen Denken und Handeln sowie im Urteilsvermögen und in der Entscheidungsfähigkeit ausdrückt“, so die Einschätzung von Veronika Ulbort, die die Studie leitete.
Woran Top-Manager scheitern, HB 19.6.15

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