Visualisierung - dem Möglichen auf der Spur 
Montag, 13. Juli 2015 - Bücher
Das Phänomen kennt wohl jeder, der regelmäßig Konferenzen besucht. Man hört über Tage spannende Impulse, wird mit Inhalten überhäuft, hat immer wieder Aha-Erlebnisse, doch kaum ist die Veranstaltung vorbei, beginnen die Wahrnehmungen und Emotionen, die Gedanken und das gerade erst erschlossene Wissen, bereits zu verschwimmen. Was bleibt, ist oft nicht mehr als ein schwammiger Gesamteindruck, bestenfalls versetzt mit Erinnerungen an einige Highlights. In der Berater- und Event-Szene hat sich in den letzten Jahren vor diesem Hintergrund das so genannte Graphical Recording etabliert. Dabei geht es um mehr als nur komplexe Inhalte in bunten Bildern zu sammeln. In seinem traumhaft schönen Buch Co-Create! zeigt der Visualisierungs-Experte Mathias Weitbrecht, wie das bildliche Erschließen von Wissen, Erfahrungen und Prozessen völlig neue Erkenntnis- und Gestaltungsräume erschließen kann. Ich durfte Mathias Weitbrecht schon bei einigen Konferenzen live erleben - und bin immer wieder verblüfft, wie es ihm nicht nur gelingt, das wirklich Wesentliche komplexer Inhalte sichtbar zu machen, sondern wie in seinen Visualisierungen auch die subtile Erfahrungsdimension und künftige Möglichkeiten mitschwingen. Der Titel seines Buches ist Programm, denn er verdeutlicht, dass es beim Visualisieren um mehr geht als nur Abbilder zu schaffen. In verschiedenen Praxiskapiteln kommen Moderations-, Change- und Beratungs-Experten zu Wort, die veranschaulichen, wie sich durch Graphic Recording komplexe und häufig auch emotionale Prozesse gestalten lassen, wie die Vielstimmigkeit von Großgruppen in einen Flow des Ko-Kreierens münden kann und wie die bildliche Darstellung die Lebendigkeit komplexer Szenarien zum Schwingen bringt. Während verschriftlichte Dokumentationen zwar eine Fülle von inhaltlichen Details zu transportieren vermögen, lebt die Visualisierung davon, Gleichzeitigkeiten, Vernetzungen und Brüche, Gewesenes und Zukünftiges, als einen großen Erlebens- und Gestaltungsraum erfassbar zu machen. Wir werden uns gerade erst bewusst, welche Bedeutung kollektive Intelligenz und Ko-Kreation haben, um in der Komplexität der Gegenwart nicht nur navigieren zu können, sondern ihr ihr künftiges Potential zu entlocken. "Es entsteht eine Magie im Raum, die kaum zu beschreiben ist. Vor allem entstehen neue, vorher meist undenkbare Lösungen", beschreibt Weitbrecht dieses Phänomen, das sich durch Visualisierung wesentlich fördern lässt. Das Buch ist eine Quelle der Inspiration für alle, die am Wandel interessiert sind und dabei nach neuen Entwicklungs- und Ausdrucksformen suchen.
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Loyalität ist ein Geben und Nehmen 
Freitag, 10. Juli 2015 - Management
"Wer Peanuts zahlt, bekommt Affen", sagt Raffaele Sorrentino, früher Concierge im Nobelhotel Adlon, heute Inhaber eines eigenen Concierge-Services. Für den Unternehmer beginnt die Loyalität der Mitarbeiter bei der Fairness des Arbeitgebers: "Vielleicht muss man als Firma dafür auf zwei bis drei Prozent der Margen verzichten - aber es zahlt sich einfach doppelt und dreifach aus, wenn ich meine Mitarbeiter anständig bezahle." Die Mitarbeiterkultur in Deutschland sei gegenwärtig hingegen meist eine andere. "In Deutschland herrscht leider die Maxime, alles aus einem Angestellten rauszuholen. Aber auch seine Leute muss man so behandeln, dass sie der Firma gerne erhalten bleiben. Denn wie soll ein Mitarbeiter Kunden loyalisieren, wenn ich als Unternehmen ihm keinen Grund gebe, mir gegenüber loyal zu sein?", so Sorrentino. In seinem eigenen Unternehmen ist er dabei, Betriebsrenten einzuführen. Und an ihrem Geburtstag haben seine Mitarbeiter automatisch frei.
"Wer Peanuts zahlt, muss mit Affen arbeiten", Karriere-Spiegel 3.7.15

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Künstliche Intelligenz im Auge behalten 
Donnerstag, 9. Juli 2015 - Wissenschaft
Während Unternehmen wie Google Millionenbeträge in die Erforschung künstlicher Intelligenz investieren, bringen sich nun auch die KI-Skeptiker immer mehr in Position. Tesla-Gründer Elon Musk beispielsweise spendete zehn Millionen Dollar an das Future of Life Institut in Boston, das Forschungsprogramme betreibt, die sicherstellen sollen, dass die künstliche Intelligenz nicht irgendwann aus dem Ruder läuft. Musk betrachtet das Erschaffen künstlicher Intelligenz laut Zitat in der Welt als genau so gefährlich wie den "Teufel herbeizuzitieren". 37 Forschungsprojekte gehen der Frage nach, wie sich die Macht solcher Systeme begrenzen lässt, wie diese ethische Gesichtspunkte integrieren können und wie sie unter sinnvolle menschliche Kontrolle gestellt werden können. "Es gibt einen Wettlauf zwischen der wachsenden Macht der Technologie und der wachsenden Weisheit, wie wir die Macht kontrollieren", so der Präsident des Instituts Max Tegmark.
Millionen, damit Computer uns nicht töten, Die Welt 2.7.15

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Yoga im Business 
Mittwoch, 8. Juli 2015 - Management
Das Online-Portal "Mittelstand - die Macher" widmet ein großes Feature dem Thema Meditation und Yoga im Business. "Gute Führungskräfte vertrauen nicht ausschließlich auf das Rationale und Analytische. Sie nutzen Werkzeuge um zu verstehen, wie sie selbst ticken und wahrnehmen. Auf dieser Basis entwickeln und verankern sie neues, hilfreiches Führungsverhalten. Auch und besonders dann, wenn der Druck groß ist und viel auf dem Spiel steht. Ich sage meinen Kunden häufig: Der Schlüssel für gute Führung ist nicht Ihre Handlungs–Toolbox. Der Schlüssel sind Sie selbst. Hier hat der Yoga eine Menge zu bieten, denn er ist ein Übungsweg zur Selbsterkenntnis und- wahrnehmung mentaler Kontrolle sowie Erforschung und Entwicklung des eigenen Bewusstseins. Bessere Selbstführung ist die Basis besserer Führung, d.h. der Gestaltung gelingender Führungsbeziehungen", zitiert der Beitrag etwa den Unternehmensberater Michael Schwalbach, der auch eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer hat. Unternehmensberaterin Janina Bäder, ebenfalls ausgebildete Yoga-Lehrerin, sieht im Yoga einen Weg, der Führungskräften wieder einen Zugang zu sich selbst eröffnet - zur inneren Stimme, dem intuitiven Potential. Und das scheint bitter nötig zu sein, zumindest wenn man betrachtet, wie wenig typische Führungskräfte-Entwicklungsprogramme diese Aspekte adressieren. "Ein Großteil der Maßnahmen zur Führungskräfteentwicklung trivialisiert das Thema Veränderung der Haltung und Persönlichkeit. Die Interventionen sind zu kurz und/oder gehen nicht tief genug. Insofern stellt sich für mich, etwas provokativ zwar, aber mit durchaus ernstem Hintergrund, die Frage, wie lange es ohne Yoga in der heutigen Zeit überhaupt noch gehen kann", meint Michael Schwalbach.
Yoga für Führungskräfte, Mittelstand - die Macher 1.7.15

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Studenten immer gestresster 
Dienstag, 7. Juli 2015 - Studien
Deutschlands Studenten sind immer gestresster, wie eine Erhebung der Techniker Krankenkasse zeigt. 27 Prozent der Studierenden haben demzufolge schon einmal psychotherapeutische Hilfe gesucht, weil der Druck so groß war, dass es mit Entspannung nicht mehr getan war. Laut ärztlichen Diagnosen haben 30 Prozent der weiblichen und 15 Prozent der männlichen Studierenden psychische Probleme. Seit einer Analyse der Krankenkasse aus dem Jahr 2009 sei der Anteil der Studenten, die mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose erhielten, um 4,3 Prozent gestiegen.
Jeder fünfte Student hat psychische Probleme, WiWo 1.7.15

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Kultur des Teilens ist noch eine Nische 
Montag, 6. Juli 2015 - Studien
Grundsätzlich ist die Bereitschaft zum Teilen in Deutschland sehr groß - doch von der Möglichkeit zur Umsetzung ist es ein langer Weg, wie eine Studie des Verbraucherzentralen-Bundesverbands zeigt. 90 Prozent der Befragten äußerten demzufolge die Bereitschaft, Dinge zu verleihen - allerdings fast ausschließlich im Bekanntenkreis. 70 Prozent können sich vorstellen, ihr Werkzeug mit anderen zu teilen, 62 Prozent interessieren sich - zumindest theoretisch - für Carsharing. Doch nur 18 Prozent haben schon einmal ein Werkzeug geliehen, lediglich 10 Prozent beim Carsharing auch wirklich mitgemacht. Fragen der Sicherheit, Haftung und Gewährleistung scheinen für diese Zurückhaltung eine Rolle zu spielen. So gaben zwei Drittel der Befragten an, Unternehmen als Anbieter gegenüber Privatpersonen zu v´bevorzugen, da sie davon ausgehen, dass diese mehr Sicherheit bieten.
Teilen? Nur, wenn ich dich kenne ... taz 29.6.15

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Gestandene Führungskräfte wollen vor allem eines - Geld 
Freitag, 3. Juli 2015 - Studien
Während die GenY im Job mehr nach dem Sinn als einem hohen Einkommen sucht, sieht die Perspektive für Führungskräfte, die bereits länger im Job sind, deutlich anders aus, wie eine Umfrage unter 300 deutschen Führungskräften durch die Unternehmensberatung Baumann zeigt. Für 36 Prozent der Befragten sind es vor allem ein gutes Gehalt und Sozialleistungen, die zählen, gefolgt vom wirtschaftlichen Erfolg der Firma (34 Prozent) und einem sicheren Arbeitsplatz (32 Prozent). Jeder fünfte Befragte zeigte sich unzufrieden mit seiner aktuellen Bezahlung. Leistungsgerechte Entlohnung steht als Weg zur Verbesserung der Situation hoch im Kurs - 60 Prozent wünschen sich ein Gehalt mit ausgeprägter oder moderater Erfolgskomponente. Der Darwinismus ist mitgedacht - 44 Prozent von ihnen finden, der Erfolgsanteil solle sich in erster Linie an der persönlichen Performance orientieren.
Was Manager von ihrem Arbeitgeber erwarten, WiWo 24.6.15

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Essener Schule beitet Achtsamkeitstraining für Fünftklässler 
Donnerstag, 2. Juli 2015 - Success Stories
Das Essener Gymnasium Nord-Ost gehört zu den Vorreitern einer neuen Achtsamkeitskultur im Schulbetrieb. Nachdem die Schule probeweise anstelle von Förderunterricht Schülern der Klasse fünf zwei Mal pro Woche Achtsamkeits-Unterricht gab und die Erfolge unübersehbar waren, wird das Experiment nun ausgeweitet. Das Training, das Atembeobachtung, bewusste Selbstwahrnehmung und Yoga-Übungen beinhaltet, soll nun allen Schülern der fünften Klassen zuteil werden. Bereits sieben Lehrer der Schule haben sich entsprechend weitergebildet, um das Angebot zu begleiten. „Störungen sind weniger geworden, die Kinder lassen sich viel weniger ablenken“, berichtet Lehrerin Christine Steinert. „Überall wird von jungen Menschen erwartet, sich selbst regulieren zu können“, merkt Lisa von Stockhausen von der Uni Duisburg-Essen, die das Experiment wissenschaftlich begleitet, kritisch an, „aber niemand bringt es ihnen bei.“ In Essen Nord-Ost wird nun durchgestartet - ein Beispiel, das Schule machen könnte ...
Fünfklässler haben Meditation auf dem Stundenplan, WAZ 23.6.15

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