Ziele müssen Sinn machen 
Dienstag, 15. September 2015 - Arbeit
Ziele zu erreichen, erfordert nicht nur Willenskraft. Wenn Menschen auf tiefere Weise von einer Aufgabe berührt sind, setzen sie ungeahnte Kräfte frei. Im Interview mit der Zeit erklärt der Triathlet Christian Troger, wie Unternehmen diese Ebene der Motivation besser integrieren können. Troger weiß, wovon er spricht. Geboren ohne linkes Bein und linke Hüftpfanne hat er seine Vision, einmal einen Triathlon zu schaffen, in die Tat umgesetzt. Was es dazu braucht, vermittelt er nun auch Unternehmen. "Viele verwechseln Träume mit Zielen. Und wundern sich dann, warum sie diese nie erreichen. Wer als Unternehmer nur Träumen hinterherjagt, wird nicht dauerhaft erfolgreich sein oder am Markt bestehen können. Und wer als Chef versucht, mit Träumen seine Mitarbeiter zu motivieren, der wird sein Team nicht dazu bringen, ihm zu folgen. Aus einem Traum wird erst dann ein Ziel, wenn man einen konkreten Sinn dahinter erkennt. Und dieser Sinn muss einen Wert nicht nur für mich selbst haben, sondern auch für diejenigen, die mir dabei helfen, es zu erreichen. Darum sind bloße Unternehmenskennziffern kein gutes Ziel. Warum sollten sich Mitarbeiter dafür ins Zeug legen, nur damit die Bilanz stimmt? Sie sind hingegen motivierter, den Gewinn zu steigern, wenn sie wissen, dass sie daran beteiligt werden, beispielsweise direkt durch ihr Gehalt. Und neben Geld kommt es auf ideelle Werte an", so Troger. Es sei der konkrete Mehrwert, der aus Ideen und Träumen Ziele werden lassen, für die Menschen bereit sind, sich zu engagieren. Seien es gesellschaftliche Ziele oder einzigartige Projekte, was zählt, ist laut Troger, eine ideelle Motivation zu wecken.
"Ein Traum ist kein Ziel", Zeit online 4.9.15

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Bessere Arbeit fängt beim Schlafen an 
Montag, 14. September 2015 - Arbeit
Wach und erholt in den Arbeitstag zu starten, wird für immer mehr Deutsche zum Problem. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin leiden bereits 37,6 Prozent der männlichen und 41,8 Prozent der weiblichen Erwerbstätigen unter Müdigkeit und allgemeiner Erschöpfung am Arbeitsplatz. Nahezu sechs Prozent der Männer und knapp 13 Prozent der Frauen sind deshalb sogar in Behandlung. Aus Sicht von Schlafmedizinern tangieren die Anforderungen am Arbeitsplatz selbst wie auch lange Pendelzeit immer mehr die Erholung. Die Menschen schlafen zu wenig, zu schlecht oder zur falschen Zeit. Etwa 15 Prozent der Bevölkerung kämpfen auf die ein oder andere Weise mit Schlafproblemen. Die Auswirkungen sind erheblich, denn Schlafmangel wirkt sich negativ auf das Denk- und Lernvermögen aus, die Problemlösungskompetenz und die Entscheidungsfähigkeit leiden darunter.
Schlaflos in der Arbeitswelt, FAZ 2.9.15

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Angst vor Katastrophen und Terror 
Freitag, 11. September 2015 - Studien
War über Jahrzehnte eine der größten Ängste der Deutschen die vor Inflation, hat sich das Blatt aktuell deutlich gewendet, wie eine regelmäßig erhobene repräsentative Befragung der R+V Versicherung zeigt. Inzwischen sind die Angst vor Naturkatastrophen (53 Prozent) und vor Terrorismus (52 Prozent) die am stärksten ausgeprägten Ängste innerhalb der deutschen Bevölkerung. Auch die Sorge, im Alter ein Pflegefall zu werden (49 Prozent), Spannungen durch den Zuzug von Ausländern (49 Prozent) und eine Überforderung von Politikern (48 Prozent) beschäftigen die Deutschen in besonderem Maße. Die Inflationsangst ist für 48 Prozent nach wie vor relevant. Weniger Sorgen machen sich die Deutschen um Arbeitslosigkeit (32 Prozent), Straftaten (26 Prozent) oder das Zerbrechen der Partnerschaft (15 Prozent).
Den Deutschen ist ihre Urangst abhanden gekommen, Welt 3.9.15

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Uns geht es doch gut ... 
Donnerstag, 10. September 2015 - Studien
91 Prozent der 30- bis 59-jährigen Deutschen betrachten die Lebensqualität im Lande als gut oder sehr gut, 76 Prozent schätzen gleichermaßen ihre persönliche Situation ein. Es geht uns also wirklich gut, könnte man meinen, wenn man sich die Erhebung im Auftrag des Versicherungsverbands GDV anschaut. De facto sind die Lebensbedingungen in Deutschland jedoch deutlich heterogener, denn es sind vor allem Menschen mit hohem sozioökonomischen Status, die rundum zufrieden sind. Unter ihnen haben 94 Prozent eine gute oder sehr gute Lebensqualität. In der Gruppe mit niedrigem sozioökonomischen Status sind es indes nur 48 Prozent - und 40 Prozent von ihnen geben an, dass sich ihre Lebensqualität in den letzten Jahren verschlechtert habe.
Die satte Generation, Spiegel online 2.9.15

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Kein Job ist gänzlich ohne Stress 
Mittwoch, 9. September 2015 - Studien
Wer möglichst wenig Stress im Job möchte, sollte am besten Materialwissenschaftler werden. So könnte man zumindest die Studie des amerikanischen Karriereforschers Laurence Shatkin deuten, der anhand von Daten des US-Arbeitsministeriums ein Job-Ranking im Hinblick auf den jeweiligen Stressfaktor erstellt hat. Die Materialwissenschaftler sind seiner Auswertung zufolge mit einem Wert von 53 auf einer Skala von 0 bis 100 die Berufsgruppe mit dem geringsten Stress im Ranking. Auch Mathematiker (57,3), Geografen (58), Politikwissenschaftler (60,8) und Jura-Professoren (62,8) kommen noch vergleichsweise gut weg, was die Stressbelastung ihrer Tätigkeit angeht. Warum indes gerade die Optiker mit einem Stresslevel von 70,3 am schlechtesten wegkommen, erklärt der Beitrag nicht.
Bei diesen 12 Jobs ist der Stresslevel gering, FR 1.9.15

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Sich selbst wieder näher kommen und gelassener werden 
Dienstag, 8. September 2015 - Arbeit
Auf der Webseite des Netzwerkes Human Capital Care erklärt der Neurowissenschaftler Ulrich Ott, was hinter dem gegenwärtigen Achtsamkeitstrend steckt. "Als Wissenschaftler kann ich sagen: Es steckt Substanz dahinter, und zwar im doppelten Sinn. Zum einen gibt es heute rund 2.800 wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Achtsamkeit bzw. englisch „mindfulness“. Zum anderen nimmt tatsächlich die graue Substanz in bestimmten Hirnregionen zu, wenn Personen ein Training in Achtsamkeit absolvieren", so der Meditationsforscher. Das wachsende Interesse an der stillen Innenschau hat in seinen Augen handfeste Gründe: "Vielen Menschen erfahren heutzutage Stress und Zeitdruck bis hin zum Burnout und suchen dementsprechend nach Möglichkeiten der Erholung. Meditation ist eine der Methoden, deren entspannende Wirkung in vielen klinischen Studien gezeigt werden konnte. Darüber hinaus wird auch die Konzentration gesteigert, und viele Menschen machen die Erfahrung, dass Meditation sie wieder mehr zu sich selbst bringt, zu ihrer inneren Mitte." Weitere positive Effekte: Wem es gelingt, sich von der äußeren Hektik nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen, dessen Horizont kann sich weiten, was gut für die Kreativität ist. Auch entwickeln Meditierende leichter Sensibilität - für sich selbst und die eigenen Belastungsgrenzen wie auch als Empathie für andere.
"Meditation hat Effekte auf Aktivität und Struktur des Gehirns", Human Capital Care 31.8.15

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So geht Meditation 
Montag, 7. September 2015 - Arbeit
"Meditieren ist kein ominöses Esoterikspielchen. Es hilft, mit Stress besser umzugehen und sich selbst bewusster wahrzunehmen. Dafür braucht es nicht viel: Man muss nur regelmäßig üben und am Anfang etwas Geduld haben" - was klingt, wie der gediegene Ausschreibungstext zu einem Volkshochschulkurs ist eine Handreichung für die stressgeplagten High Potentials, die das Manager Magazin lesen. Das Business-Magazin hat einen ganzen Artikel dem Thema Meditation gewidmet und lässt zwei Meditationslehrer erklären, mit welchen Methoden sich Einsteiger am besten mit den Achtsamkeitsübungen vertraut machen. Wo sich im letzten Jahr bereits Norbert Reihofer von BMW und Peter Terium von RWE als Meditierende outeten, ist nun die Praxis angesagt. Meditation für jedermann im Management. Bisweilen verblüffend, welchen "Siegeszug" das Thema Achtsamkeit in den letzten Jahren angetreten ist. Einziger Wehrmutstropfen: Das große Interesse rührt nicht zuletzt daher, dass immer weniger Menschen mit dem zum Teil exorbitanten Stress im Berufsleben zurechtkommen.
Wie man in wenigen Minuten total entspannt, Manager Magazin 30.8.15

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Zermürbung und Konkurrenz im Management 
Freitag, 4. September 2015 - Management
Ein Artikel der New York Times über die Arbeitsbedingungen im Amazon-Management hat in den letzten Wochen zu einer Diskussion darüber geführt, wie die von typisch amerikanischen Wettbewerbsdenken geprägten Unternehmenskulturen auf die Befindlichkeit der Mitarbeiter, selbst derer im Management, abträglich wirken. "Amazon kultiviert seine eigene Leistungsorientiertheit durch Auswahl und Beförderung extrem engagierter Mitarbeiter und Zermürbung oder eben Abgang der anderen. Der Nachteil ist eine hohe Homogenität der Belegschaft auf Kosten von Diversität. Letztere braucht man jedoch für eine nachhaltige Kreativität und Innovationskraft im Unternehmen", diagnostiziert Felix Brodbeck, Professor für Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Geld, das Prestige des Arbeitgebers, aber auch die laxe Sozialgesetzgebung in den USA schaffen ein Klima, in dem die Lust auf Leistung nur allzu leicht in Selbstausbeutung kippen kann. Brodbeck spricht von einer McDonaldisierung der Unternehmenskultur - Aufgaben sind genauestens strukturiert und getaktet, so dass selbst in Führungspositionen alle Mitarbeiter jederzeit ersetzbar seien. "Möglich, dass es besonders in digitalen Gründerorten wie dem Silicon Valley besonders gute Voraussetzungen dafür gibt. Was mich dabei erstaunt, ist die Naivität, mit der die Personalabteilungen solche Werkzeuge einsetzen. Ich habe den Eindruck, die Digitalisierung beraubt sie ihrer moralischen Grundwerte. Eine Firmenkultur zu entwickeln, ist ein aktiver Prozess, der sich nur gemeinsam erarbeiten lässt - mittels Gesprächen, Transparenz und Menschenkenntnis", so das Fazit des Organisationspsychologen.
Wenn Konkurrenzdenken zum Gift wird, SZ 19.8.15

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