Ein neues Verständnis von Nähe macht einen Unterschied  
Dienstag, 26. Januar 2016 - Medien
Letzte Woche hatte ich das große Vergnügen, gemeinsam mit meinem evolve-Redaktionskollegen Dr. Thomas Steininger eine Radiosendung zu unserer neuen Magazin-Ausgabe zu machen, die das Thema Nähe unter die Lupe nimmt. In einer Kultur, die vor allem von unserer Individualität lebt, verstehen wir unter Intimität gemeinhin vor allem unsere persönlichen, partnerschaftlichen Beziehungen zu ausgewählten Menschen. Was aber, wenn wir den Radius dieser Selbstverortung weiten? Wenn wir zu erkennen beginnen, dass wir dem Leben als Ganzem wirklich nahe kommen können? Wenn ich mir die Herausforderungen der Gegenwart anschaue, sei es der Klimawandel, die großen wirtschaftlichen Fragen, vor denen wir stehen, die weltweiten Flüchtlingsbewegungen, dann wird mir immer deutlicher, dass unsere Fähigkeit zur Nähe längst keine rein persönliche Angelegenheit mehr ist. Gerade unsere Bereitschaft, wirklich mit dem zu sein, was ist, uns davon berühren zu lassen, ist heute vielleicht der zentrale Schlüssel zu einem In-der-Welt-Sein, das tatsächlich aus dem schöpft, was uns als Menschen ausmacht - und andere Menschen in dieser Tiefe berührt, sich mit ihnen verbindet. Unser Radiogespräch vermittelt einige Einsichten, wie wir uns in einen solchen Gestaltungsprozess hineinbewegen können.
Radio evolve - die Sendung zum Download

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Fachtagung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" am 21.4. in Frankfurt 
Montag, 25. Januar 2016 - Veranstaltungen
Am 21. April 2016 findet in Frankfurt zum vierten Mal die Fachtagung "Achtsamkeit am Arbeitsplatz" statt, die vom Giessener Forum gemeinsam mit der Bildungsakademie des Landessportbunds ausgerichtet wird. Hier werden Wissenschaftler, Trainer und Business-Praktiker einen Überblick über neue methodische Ansätze und Anwendungsbeispiele von Meditation in der Arbeitswelt präsentieren. Prof. Dr. Bernhard Badura von der Universität Bielefeld spricht über eine „Kultur der Achtsamkeit für Gesundheit“, die Trainer Sabine Fries und Armin Pollmann geben einen Überblick darüber, wie Achtsamkeit sich in Unternehmenskontexten einbringen lässt, und Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München eG zeigt, wie er in der Bank eine Unternehmenskultur der Achtsamkeit etabliert, die von einem ichzentrierten zu einem transpersonalen Management führt.
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Kongress Meditation & Wissenschaft am 25./26.11.16 in Berlin 
Freitag, 22. Januar 2016 - Veranstaltungen
Ich habe ja das besondere Vergnügen, seit 2010 im zweijährigen Turnus den von inzwischen drei Stiftungen getragenen Kongress Meditation & Wissenschaft zu organisieren. Der nächste wird am 25./26. November 2016 wieder in Berlin stattfinden. Seit dem ersten Kongress hat sich unglaublich viel entwickelt. Während wir seinerzeit noch vor allem über die Erkenntnisse der Grundlagenforschung einen Zugang zum Thema für die breitere Öffentlichkeit versucht haben zu schaffen, ist Achtsamkeit inzwischen in Medizin, Therapie und Arbeitswelt schon beinahe ein Trend. Und das führt natürlich auch dazu, dass sich immer mehr eher leichtgewichtige Angebote etablieren, die bisweilen mit den spirituellen Grundlagen von Meditation nur noch wenig zu tun haben. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, dass der diesjährige Kongress mit seinem Oberthema "Meditation & Wirklichkeit - Macht | Zweck | Sinn" einen sehr differenzierten Blick auf die jüngeren Entwicklungen wirft. Wir haben zum Beispiel Jon Kabat-Zinn im Programm (zugeschaltet per Video), der über das Phänomen "McMindfulness" und die Dharma-Grundlagen von Achtsamkeit sprechen wird. Paul Grossman, der auch beim Mind & Life Institute aktiv ist, wird die ethische Dimension von Meditation im Gesundheitswesen thematisieren. Britta Hölzel wird einige Wirkungszusammenhänge von Meditation darstellen, die durch die Grundlagenforschung belegt sind, und kritisch darauf eingehen, ob und inwieweit diese Erkenntnisse sich überhaupt auf konkrete Anwendungskontexte, beispielsweise im Business, übertragen lassen. Spannend wird mit Sicherheit auch die Diskussion zum Thema "Wie viel Meditation verträgt das Business – und wie viel Business die Meditation?", für die wir eine Vertreterin des Google-Programms "Search Inside Yourself", den bei SAP zuständigen Director der firmeneigenen Mindfulness-Programme sowie den RWE-Vorstandsvorsitzenden Peter Terium (der selbst langjähriger Meditierender ist) und den dm-Geschäftsführer Erich Harsch gewinnen konnten. Tania Singer wird Ergebnisse ihres ReSource-Projekts vorstellen und darauf eingehen, was es braucht, damit Meditation auch auf der Ebene der Persönlichkeit nachhaltige Veränderungen zeitigt. Ich freue mich schon sehr auf diesen spannenden Mix, der hoffentlich auch in der öffentlichen Diskussion neue Impulse setzt.
Programm Meditation & Wissenschaft 2016

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Autorität braucht die richtige Haltung 
Donnerstag, 21. Januar 2016 - Management
Führungsmodelle alter Schule sind zunehmend am Erodieren, denn mit den alten Top-Down-Konstruktionen, die vor allem von einer Amts- oder Funktionsautorität getragen werden, können vor allem die jungen Generationen immer weniger anfangen. "Autorität entsteht heute anders als bislang. Über viele Jahrhunderte galt: Wer die Macht aufgrund seiner Position hat, konnte seine Funktionsautorität ausleben. Doch so etwas wie Funktionsautorität gibt es heute kaum noch. Der Verlust der Führungsautorität ist offenkundig und für die Vorgesetzten eine schmerzhafte, tabuisierte Realität. Heute brauchen Führungskräfte daher oft einen unverhältnismäßig hohen Kraftaufwand und müssen Druck ausüben, um überhaupt einigermaßen akzeptable Resultate vorweisen zu können. Das ist nicht effizient. Daher brauchen wir eine neue Form der Autorität", erklärt der Arbeitswissenschaftler Frank Baumann-Habersack in einem Interview mit Zeit online. Er weist darauf, dass Führungskräfte heute vor der Herausforderung stehen, den Einstellungswandel, der sich immer deutlicher vollzieht, aufzugreifen und sich ihre Autorität aktiv anzueignen: "Wir müssen erkennen, dass sich in unserer Gesellschaft die Einstellungen zur Führung gewandelt haben. Und das in allen Lebensbereichen. Die Digitalisierung mit ihren Möglichkeiten an Teilhabe, Transparenz und Mitbestimmung haben diesen Veränderungsprozess drastisch beschleunigt. Dies hat dazu geführt, dass niemand mehr allein aufgrund seiner Führungsposition respektiert wird. Vorgesetzte müssen sich heute schon den Respekt erst "verdienen" – über die Art, wie sie die Beziehung zu ihren Mitarbeitern gestalten. Dafür reichen keine Führungstools und -trainings, sondern es bedarf eines grundlegenden Wandels der Führungshaltung."
"Niemand wird für seine Führungsposition respektiert", Zeit online 11.1.16

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Jobs für viele Jüngere ein Unsicherheitsfaktor 
Mittwoch, 20. Januar 2016 - Studien
Eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbunds zeigt, dass die jüngere Arbeitnehmergeneration mit dem Einstieg ins Berufsleben zu kämpfen hat. Von den unter 35-Jährigen sind 27,9 Prozent "atypisch" beschäftigt, das heißt sie arbeiten nicht in einem regulären Vollzeit-Job. Bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 46,4 Prozent. Allerdings wurde in der Erhebung anscheinend nicht danach gefragt, ob diese reduzierte Arbeitszeit bewusst gewählt ist, denn gerade in der jüngeren Generation scheint sich gegenwärtig auch ein kleiner Trend zum Downshifting, zur bewussten Reduzierung der Arbeitszeit, abzuzeichnen. Auch die Befristung von Arbeitsplätzen ist für die jüngere Generation ein Thema. Während bei den über 35-Jährigen rund fünf Prozent befristet angestellt sind, sind es bei den unter 35-Jährigen 16,2 Prozent. Fast zwei von drei der jüngeren Befragten fühlen sich belastet, weil sie ihre spätere Rente für nicht oder nur gerade ausreichend halten, bei den über 35-Jährigen sind dies 53,2 Prozent.
Junge leiden unter unsicherne Jobs, Karrierespiegel 8.1.16

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Weniger auspowern im Job 
Dienstag, 19. Januar 2016 - Studien
Eine Umfrage des Versicherungs-Start-Ups Community Life unter rund 1.100 Personen zeigt: Die Deutschen wollen 2016 bei der Arbeit einen Gang zurückschalten. Flexiblere Arbeitszeiten, weniger Überstunden und ein besseres Abschalten in der Freizeit sind ihnen besonders wichtig. 31 Prozent der Befragten würden sich in diesem Jahr gerne eine längere Auszeit gönnen. Jeweils 29 Prozent liebäugeln damit, auf eine Vier-Tage-Woche umzusteigen oder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Im Hinblick auf die Work-Life-Balance stellen viele den Arbeitgebern ein eher schlechtes Zeugnis aus - 38 Prozent finden, hier werde noch nicht genug getan.
Deutsche wollen Vier-Tage-Woche oder Sabbatical, WiWo 5.1.16

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Neue Ausgabe von "evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur" 
Montag, 18. Januar 2016 - Medien
Am Donnerstag ist es wieder so weit - dann erscheint die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur. Dieses Mal haben wir uns des Themas Intimität angenommen. Oft denken wir dabei zunächst vor allem an Liebesbeziehungen oder Sexualität, an das, was uns ganz persönlich mit uns nahestehenden Menschen verbindet. Fragen wir uns indes auch, wie nah wir dem Leben selbst sind und kommen können, eröffnet sich ein ganzer Kosmos möglicher Verbundenheiten. Die Mystikerin Cynthia Bourgeault spricht im Interview vom „Sakrament der Verletzlichkeit“, das uns mit der Lebendigkeit in und um uns in Kontakt bringt. In dieser Offenheit vermag, so Jelle van der Meulen in seinem Artikel, eine „Kultur des Herzens“ zu entstehen. Es eröffnen sich uns Bezüge, die, so die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt, zu einer Erfahrung der Wirklichkeit führen können, in der wir uns in unserem Nicht-Getrenntsein von der Welt erleben. Viele der Magazin-Beiträge stellen bewusst neue Blickwinkel auf unser In-der-Welt-Sein her und werfen die Frage auf, wie nah wir unserer eigenen Lebendigkeit und dem Leben selbst sind. In meinem eigenen Artikel betrachte ich beispielsweise das Phänomen, dass heute viele Menschen vor allem in ihrem Arbeitsumfeld nach authentischen Bezügen zum Leben suchen. Ein Unterfangen, das häufig fehlschlägt, weil die in der Arbeitswelt zentralen funktionalistischen Rahmenbedingungen dieser Entfaltung geradezu diametral entgegenzustehen scheinen. Auch die in der Postmoderne populär gewordenen Fluchten in Gegenwelten, sei es in Form antikapitalistischer Attitüden oder privater Wellness, helfen kaum weiter, verleugnen sie doch große Teile der gegenwärtigen Realität. Vielleicht gibt es aber auch einen dritten Weg, der uns der Welt und uns selbst gleichermaßen näherkommen lässt, eine Annäherung im Bewusstsein, die eigentlich nur voraussetzt, dass wir versuchen, Atemzug für Atemzug einfach einmal wirklich hier zu sein. Mehr dazu ab Donnerstag im Magazin! Am Donnerstag Abend werde ich gemeinsam mit Dr. Thomas Steininger von 20 bis 21 Uhr auch eine Sendung von radio evolve zum Thema machen - kann online live hören oder später aus dem Archiv runterladen.

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Gefühle beeinflussen die Kreativität 
Freitag, 15. Januar 2016 - Studien
Im Zustand der Kreativität, dies zeigen die Neurowissenschaften, nimmt die Aktivität in den Hirnarealen, die für Kontrolle zuständig sind, deutlich ab. Kommen allerdings Emotionen ins Spiel, verändert sich die Reaktion im Gehirn deutlich. Forscher der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore haben untersucht, was in den Gehirnen von Jazz-Musikern vor sich geht, wenn diese zum Foto einer glücklichen oder einer traurig dreinblickenden Frau improvisieren. Dabei zeigte sich: Die Kontrollaktivitäten im Gehirn gingen vor allem bei den Musikern, die fröhlich improvisierten, zurück. Bei denen, die zum traurigen Bild spielten, wurde indes vor allem das Belohnungssystem aktiviert und die Kommunikation mit dem Kontrollzentrum im Gehirn sogar verstärkt.
Kreative Köpfe arbeiten gefühlsabhängig, spektrum.de 4.1.16

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