Gender-Gap in Deutschland ungebrochen 
Donnerstag, 17. März 2016 - Studien
Die Manpower Group untersuchte in ihrem Global Gender Gap Report 2015 in 145 Ländern die geschlechtsspezifischen Rahmenbedingungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesundheit. Deutschland landete in der Gesamtwertung auf Platz elf, doch gibt es in vielen Bereichen noch erheblichen Nachholbedarf. Beispielsweise im Segment Wirtschaft, wo es nur für Platz 38 reichte. Was das Jahreseinkommen in Vollzeitbeschäftigung angeht, hinken Frauen den Männern noch um 34 Prozent hinterher. Auch beim Thema Führung sieht es nicht gut aus. Nur 29 Prozent der Frauen sind hierzulande in leitenden Positionen - international Platz 73.
Weltweite Gender-Gap-Studie: Deutschland mit Defiziten, Manpower 7.3.16

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Frauen jenseits der Quote schaffen Werte 
Mittwoch, 16. März 2016 - Studien
Die Technische Universität München (TUM) und die University of Hong Kong haben mit einer ungewöhnlichen Studie herausgefunden, dass die Arbeit von Frauen, die ohne Quotenregelung in den Vorstand eines Unternehmens gelangen, von Aktionären besonders hoch und besser als die der männlichen Vorstände bewertet wird. Die Forscher betrachteten rund 3.000 Fälle in 51 Ländern, in denen es im Untersuchungszeitraum von 1998 bis 2010 keine Frauenquote und bei denen Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats aufgrund von Tod oder Krankheit ausgeschieden waren. Schieden weibliche Managerinnen aus, sank der Aktienkurs um im Schnitt zwei Prozent. Wurde eine Frau durch einen Mann ersetzt, erhöhte sich der Kursrückgang um einen weiteren Prozentpunkt. Diesen Effekt führen die Wissenschaftler darauf zurück, dass Frauen, die es ohne Quote in einen Vorstand schaffen, besonders gute Leistungen attestiert werden. In Ländern, in denen die Frauenanteile an der Firmenspitze besonders gering waren, fielen die Effekte noch deutlicher aus. Für die Forscher sind diese Ergebnisse ein Indiz dafür, dass eine Frauenquote nichts bringt, weil sie wohl von der tatsächlichen Leistung von Mitarbeitern ablenke. Der Rat an die Unternehmen: Ihre Auswahlprozesse bei Bewerbern zu verbessern.
Aktionäre bewerten weibliche Vorstände besser als männliche, TUM 3.3.16



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Doping für mehr Leistung etabliert sich 
Dienstag, 15. März 2016 - Arbeit
Laut DAK ist die Zahl derer, die zumindest schon einmal Medikamente oder Drogen zur Leistungssteigerung genommen haben, zwischen 2008 und 2015 von kanpp fünf auf 6,7 Prozent gestiegen. In einer Umfrage des Handelsblatts gaben 2015 sieben Prozent der anonym befragten Fach- und Führungskräfte an, sogar regelmäßig Medikamente zur Leistungssteigerung zu nehmen. Ritalin für die bessere Konzentration, Modafinil für den Leistungs-Push - es hat inzwischen eine gewisse Selbstverständlichkeit zu haben, die eigene Power chemisch zu pushen. Große Unternehmen wie Bayer oder BASF versuchen inzwischen, mit Drogentests dem neuen Trend Herr zu werden, kann der Drogenkonsum doch je nach Arbeitsbereich zu erheblichen Risiken und Sicherheitsproblemen führen. Möglicherweise wäre es viel einfacher - und auch erheblich gesünder, einfach die moderne Arbeitskultur selbst, die den Bedarf nach unbegrenzter Leistung schürt, zu überdenken und zu verändern.
So pushen sich Manager nach oben, WiWo 3.3.16

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Meditation - nun auch bei McKinsey 
Montag, 14. März 2016 - Management
Sie kultivieren ihren Ruf als SEK fürs Business und geben sich gerne besonders tough - Unternehmensberatungen sind nach wie vor der Ort, an dem vor allem eines zählt: Power und Performance. Doch scheint der gegenwärtige Achtsamkeitstrend auch vor dieser Bastion der ungebremsten Leistungskultur nicht halt zu machen. Im aktuellen McKinsey Quarterly spricht Manish Chopra, einer der Chefs im New Yorker der Beratungsgesellschaft, über seine Erfahrungen mit Vipassana-Meditation, über die er auch bereits ein Buch veröffentlicht hat. Chopra lässt seine Leser daran teilhaben, wie ihm das Meditieren dabei hilft, nicht mehr so oft seiner E-Mail-Sucht nachzugeben, wie er im Scheitern von Deals plötzlich auch gute Seiten erkennen kann oder wie er in zwischenmenschlichen Kontakten nicht mehr immer sofort nach dem eigenen Nutzen sucht. Sein neues Credo: Mehr beobachten, weniger reagieren. "Auch wenn ich damit nicht immer erfolgreich bin, fällt es mir leichter, meine Schwächen zu erkennen: meine Unsicherheit, meine Abhängigkeit von kurzfristigen Erfolgen und meine Überbetonung von Prozess-Ergebnissen. Das hilft mir, klüger zu arbeiten und besser in Richtung langfristiger Erfolge zu führen", sagt er.
Want to be a better Leader? McKinsey Quarterly Februar 2016

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Internet-Giganten treiben Zweiklassengesellschaft voran 
Freitag, 11. März 2016 - Arbeit
Die Welt findet klare Worte für die Bewertung der neuen Forbes-Liste der Superreichen. Während die Milliardäre, die in eher konventionellen Branchen zu ihrem Reichtum gekommen seien, im vergangenen Jahr ihr Vermögen kaum erhalten konnten oder sogar Verluste verbuchen mussten, preschen die Milliardäre der High-Tech-Branche immer weiter nach vorne. "Die Liste sendet ein neues Signal. Sie offenbart nicht nur die fortschreitende Macht der personifizierten Tech-Giganten. Sie führt auch vor Augen, wie die Arbeitswelt in Zukunft aussehen könnte: eine Zweiteilung der Gesellschaft in vermögende Eliten und eine Unterschicht. Die Mittelschicht wird in dieser neuen Welt ausgedünnt. Denn ihren Aufstieg verdanken die "Forbes"-Giganten ihrer kreativen Zerstörung", kommentiert die Welt. Auch Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller sieht diese Gefahr: "Die Gesellschaft spaltet sich in zwei Klassen auf. Es wird keine Mittelklasse mehr geben. Es passiert einfach. Es gibt keine einfache Lösung."Superreiche werden zur Gefahr für die Mittelschicht, Die Welt 1.3.16

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Wenn die Bildung immer mehr verflacht 
Donnerstag, 10. März 2016 - Wissenschaft
Eigenständiges Denken, ein umfassendes Verständnis von Welt - in der deutschen Bildungslandschaft kommen Fähigkeiten wie diese in den Augen von Hans Peter Klein, Professor für Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt, viel zu kurz. "Der mit den Bildungsstandards von 2004 eingeführte Begriff der Kompetenz als das Mantra der neuen neoliberalen Bildungsoffensive hat rein bildungsökonomischen Charakter. Kompetenzen sind definiert als Fähigkeiten, mit denen sich in der Schule, im Beruf oder im Leben Probleme lösen lassen. Es geht in Schulen und Hochschulen nicht mehr darum, etwas zu lernen, was an sich interessant ist oder einen Wert in sich selbst trägt, es geht nicht mehr um die Sachen oder Inhalte selbst, sondern nur noch darum, inwiefern die uns nützen können", kritisiert er. Ein tiefgründiges Durchdringen von Inhalten treten hingegen immer mehr in den Hintergrund.
"Deutschland ist auf dem Weg in die Inkompetenz", WiWo 1.3.16



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Generation Y nur ein Hype? 
Mittwoch, 9. März 2016 - Arbeit
Im Interview mit Zeit online spricht der Soziologe Marcel Schütz darüber, dass die seit Jahren ausufernden Diskussionen über die Generation Y und ihre beruflichen Präferenzen eher einem selbstkreierten Hype hinterher laufe als sich auf Tatsachen zu beziehen. Nicht nur die demografischen Kriterien, die zur Beschreibung dieser Gruppe junger Arbeitnehmer verwendet würden, seien schwammig - auch die Definition derer Präferenzen. "Der Begriff Generation Y tauchte 1993 zum ersten Mal in der Marketingzeitschrift Advertising Age auf. Und weil das Y als "why" ausgesprochen wird, hat es den gewünschten Effekt: Es ist cool, weil englisch, und zeugt gleichzeitig von einer ausgeprägt kritischen Einstellung der Generation Y. Diese Generation fremdelt mit der Karriere und hat der Wirtschaft gegenüber Vorbehalte – so zumindest der Mythos. Die Realität sieht ganz anders aus", so Schütz. So gebe es in der jüngeren Generation nach wie vor viele Menschen, die eine konventionelle Karriere machen wollen. Und die so genannten Sinnsucher seien wohl eher ein Randphänomen: "Alternative Typen gab es schon immer und überall. Das ist aber erst einmal die Ausnahme und nicht die Regel." Diese Einschätzung erklärt zumindest, warum in den Studien der letzten Jahren zu den Präferenzen junger Arbeitnehmer immer wieder die unterschiedlichstens Ergebnisse auf den Tisch kommen.
"Die Generation Y ist ein Mythos", Zeit online 29.2.16

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Frauen öfter überqualifiziert als Männer 
Dienstag, 8. März 2016 - Studien
Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes anhand der Mikrozensus-Daten zeigt, dass jede siebte Frau sich für ihren Job überqualifiziert fühlt. Von den Männern sehen nur zehn Prozent diese Diskrepanz zwischen ihrer Qualifikation und den Anforderungen ihrer Arbeitsstelle. Insgesamt 86 Prozent der Arbeitnehmer finden, dass die Aufgaben ihrer Stelle genau zu ihren Fähigkeiten passen. Zwei Prozent allerdings denken, dass ihre Qualifikation zu niedrig ist.
Jede siebte Frau fühlt sich im Job unterfordert, Welt 1.3.16

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