Disruption - was steckt dahinter? 
Donnerstag, 7. April 2016 - Management
Trendforscher Matthias Horx nimmt in einem Beitrag das gegenwärtige Trendthema Disruption unter die Lupe und zeigt dabei recht unterhaltsam, dass der gegenwärtige Hype um die kreative Zerstörung weniger über das Phänomen an sich aussagt als über die Befindlichkeit derer, die darüber diskutieren. "Vielleicht ist die Angst vor der Disruption zuallererst die Angst vor dem eigenen Deutungsverlust", sagt Horx und lenkt den Blick darauf, dass in der Wirtschaft Geschäftsmodelle meist gar nicht spontan von Wettbewerbern "zerstört" werden, sondern Firmen sich eher im Zuge kontinuierlichen Wandels an die sich verändernden äußeren Gegebenheiten anpassen. "Organismen und Organisationen sind vielschichtige Entitäten, die in ihrer Lebendigkeit einen hohen Grad an Adaptivität aufweisen. Die Evolution ist spontan, sie füllt jede Nische, sie erfindet sich selbst immer wieder neu. Und wir müssen auch verstehen, dass Evolution und Disruption an einer gewissen Stelle dasselbe sind (nicht das gleiche): Evolution findet nur durch permanente Störung statt. Komplexe Organismen brauchen ein Immunsystem, und Immunsysteme müssen ständig 'trainiert' werden – durch Infektionen, oder in der Wirtschaftswelt: durch Krisen! So gesehen ist 'Disruption' nur eine Information, die zur Veränderung anregt – eine konstruktive Störung", erklärt Horx. Glaubt man ihm, ist die gegenwärtige Diskussion nicht viel mehr als ein Hype, der sich irgendwann versenden wird, denn: "Disruption entsteht immer dann, wenn alte Systeme träge, selbstgerecht und zukunftsblind werden. Viele Unternehmen aber – die Mehrheit! – sind durchaus vital und lernfähig. Gerade deutsche Mittelständler üben seit Jahrzehnten die Kunst der graduellen Evolution: Sie verbessern ihre Produkte, aber auch ihre Prozesse, ständig. So laufen sie den Disrupteuren einfach davon – indem sie den Wandel, dessen Opfer sie werden könnten, selbst gestalten!"
Artikel auf zukunftsinstitut.de

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Bewusstsein wieder bewusst wahrnehmen 
Mittwoch, 6. April 2016 - Success Stories
Claudia Becker aus dem Redaktionsteam der Welt hat in einem Selbstexperiment für eine Woche die Meditations-App 7Mind, an deren Entwicklung ich beteiligt bin, ausprobiert. "Ich will etwas gegen das Gefühl unternehmen, ständig herumgewirbelt zu werden. Ich will wieder schwimmen lernen, selber die Richtung bestimmen", so Becker zu Beginn ihres Trainings. Mehrmals täglich gönnt sie sich kleine Pausen, in denen sie mit den 7-minütigen Übungen experimentiert. Und siehe da: "Ich spüre, dass auch diese homöopathischen Dosen viel mit mir machen." Wenngleich sie von Anfang an das Gefühl hat, es stellen sich positive Wirkungen ein, weiß sie jedoch auch, dass die Regelmäßigkeit eine Herausforderung darstellt: "Es ist wirklich schwer, sich Zeit zum Meditieren zu nehmen. Immer kommt was dazwischen. Wie schwer es ist, gegen sich selbst zu kämpfen. Sieben Minuten! Ich bin so froh, wenn ich sie mir doch genommen habe." Beckers Erfahrungsbericht ist erfrsichend authentisch, bringt sie die inneren Erkenntnisse, die sie während des Meditierens hat, doch immer wieder in Zusammenhang mit ihrem Alltag. Mir hat der Beitrag so gut gefallen, weil er ein realistisches Bild des Meditierens zeichnet. Achtsamkeit ist kein Wundermittel, doch jeder kleine Funke Achtsamkeit, mit dem wir das uns sonst so Selbstverständliche und nicht Hinterfragte in neuem Licht betrachten, kann uns freier werden lassen. Wenn das kein Erfolg ist ...
Wie ich endlich zu meiner Mitte fand, Die Welt 23.3.16

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Mittelschicht hängt beim Spenden eher durch 
Dienstag, 5. April 2016 - Studien
Eine Studie auf Basis der Daten des Soziooekonomischen Panels hat untersucht, wie es um die Spendenbereitschaft in Deutschland bestellt ist. Dabei zeigt sich: 80 Prozent der reichsten Haushalte spenden, bei den ärmsten sind es immer noch 25 Prozent. Auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten haben die Bessergestellten die Nase vorn - je höher die soziale Stellung, umso mehr engagieren sich Menschen hier. Betrachtet man die Spendenhäufigkeit allerdings nicht im absoluten Vergleich aller Haushalte, sondern wertet nur die Daten der Spenderhaushalte aus, kommt ein interessantes Detail zutage - die ärmsten und die reichsten Haushalte spenden nämlich im Verhältnis zu ihrem Einkommen am meisten, während es in der Mittelschicht eine Delle gibt.
Onkel Dagobert ist nicht überall, FAZ 21.3.16

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Achtsamkeit ist Arbeit 
Montag, 4. April 2016 - Arbeit
Die FAZ stellt in einem Artikel das Programm Achtsamkeit am Arbeitsplatz vor, das vom Giessener Forum entwickelt wurde. Die Trainings sind für Unternehmen und Berufstätige gedacht und erleichtern es mit praxisnahen Übungen, die eigene Achtsamkeit im Alltag zu entwickeln. "Achtsamkeit ist keine Wunderpille oder ein Allheilmittel, sondern erfordert persönliches Engagement. Wenn man es ernsthaft betreibt, geht es ans Eingemachte, weil man wieder lernt, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Selbstwahrnehmung zu trainieren", erklärt Trainer Justus Ludwig. Heike Bordin-Knappmann, Personalentwicklerin bei Ista in Essen, hat bereits einen Teil ihrer Vertiebsmannschaft von Ludwig schulen lassen - weil sie feststellte, dass in diesem Arbeitsbereich die Belastungen besonders hoch sind. Im Training bekamen die Vertriebler Achtsamkeitsübungen vermittelt, die sie unterwegs machen können. Begleitende Telefoncoachings wurden in den Randstunden des Tages, wenn die Betroffenen auch verfügbar waren, angeboten. Die Rückmeldungen zum Programm sind positiv. Eine Mitarbeiterin berichtete sogar, nun vor jedem Kundenbesuch eine kleine Achtsamkeitsübung einzuschieben.
Achtung, Achtsamkeit! FAZ 18.3.16

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think.work.different macht Osterferien 
Dienstag, 29. März 2016 - sonstiges
Liebe LeserInnen, das Blog macht Osterferien. Wir sind ab 4. April wieder mit frischen News für Sie da und wünschen Ihnen schöne Frühlingstage.

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Größere Perspektive nimmt Traurigkeit die Macht 
Donnerstag, 24. März 2016 - Studien
Wer traurig ist, muss nicht zwangsläufig auch sehr darunter leiden. Eine Studie des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung zeigt, dass Menschen, die in ihrer gedrückten Stimmung eine größere Bedeutung sehen, seltener unter psychischen oder körperlichen Begleiterscheinungen leiden. An der Untersuchung nahmen 365 Versuchspersonen im Alter von 14 bis 88 Jahren aus Deutschland teil, die drei Wochen lang sechs Mal pro Tag auf einem Smartphone-Fragebogen ihre emotionale Befindlichkeit und ihr Wohlbefinden protokollieren mussten - und auch danach gefragt wurden, ob sie ihrem emotionalen Unwohlsein eine Bedeutung beimaßen. Die Forscher gehen davon aus, dass die erlebte Sinnhaftigkeit negativer Gefühle die Intensität ihrer Auswirkungen auf das Gesamtbefinden reduziert.
Wertvolle Traurigkeit, Psychologie heute 17.3.16



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Missmut im Job kostet Milliarden 
Mittwoch, 23. März 2016 - Studien
Angenervte Mitarbeiter, die sich nicht gewertschätzt fühlen, kosten die deutsche Wirtschaft viel Geld. Laut Gallup Institut gehen den Firmen jährlich 99 Milliarden Euro an möglicher Produktivität verloren, weil die Mitarbeiter demotiviert sind. Nur 16 Prozent fühlen sich ihrem Job und der Firma wirklich verbunden, genau so viele haben andererseits bereits innerlich gekündigt. Und die große Mehrheit von 68 Prozent ist allenfalls halbherzig bei der Sache.
23 Millionen schieben Dienst nach Vorschrift, WiWo 16.3.16

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Mehr Klartext in Sachen Armutsdebatte 
Dienstag, 22. März 2016 - sonstiges
Die Wirtschaftsdaten in Deutschland sind gut, Dank HartzIV müsse niemand hungern - so oder ähnlich wird gerne argumentiert, wenn es um die Frage geht, wie es um die Armut im Lande bestellt ist. In einem Interview mit dem Freitag kritisiert Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass hierzulande ein Verdrängungsdiskurs stattfinde: "Die herrschende Elite in Deutschland lebt in einem Rausch. Wir haben ungeheuer gute Arbeitsmarktzahlen, ungeheuer gute Wirtschaftszahlen, wir sind die führende Wirtschaftsnation in Europa, die Welt schaut auf uns. Da will man mit solchen Zahlen – also 15 Prozent Armut – nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil, man leugnet, dass diese Menschen arm sind." Schneider rät dazu, sich die feineren Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft stärker zu Gemüte zu führen, beispielsweise die Tatsache, dass immer mehr Menschen finanziell schlicht nicht mehr mithalten können und, selbst wenn sie nicht unter einer Brücke schlafen müssen, zumindest mehr oder weniger subtil ausgegrenzt werden: "Ich glaube, im Moment sind wir an einem Punkt angelangt, an dem viele merken, dass sie nicht mehr mithalten können. Und wenn ich mir anschaue, dass wir mittlerweile Abiturfeiern für normale Abiturienten veranstalten, bei denen man Eintrittspreise von bis zu 70 Euro zahlt, dass mittlerweile Klassenfahrten unternommen werden, auf denen es nach Florenz oder New York geht, da können viele einfach nicht mehr mithalten. Die merken das auch. Sie trauen sich noch nicht, es zu sagen – aber wir. Und genau das ist unsere Aufgabe. Wir müssen diesen Menschen endlich eine Sprache geben." Schneider bemängelt, dass im politischen Diskurs versucht werde, das Problem durch immer neue Definitionen von Armut zu verschleiern, um das dahinter liegende Problem, eine Verteilungsungerechtigkeit, nicht angehen zu müssen: "Wir haben in Deutschland einen großen Verteilungskonflikt. Wir haben mittlerweile zehn Prozent in der Bevölkerung, der gehört 60 Prozent des gesamten Vermögens. Andersrum haben 70 Prozent kaum was, leben von der Hand in den Mund, und die Reichen, je reicher sie werden, wollen immer weniger abgeben."
"Die herrschende Elite lebt in einem Rausch", Der Freitag 15.3.16

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