Wer anderen hilft, hat bessere Laune 
Freitag, 15. April 2016 - Studien
Anderen mal die Türe aufhalten, nett zu Kollegen sein, ein bisschen Hilfsbereitschaft kultivieren - eine Studie der Yale-Universität mit 77 Erwachsenen zeigt, dass diese Hilfe im Kleinen die persönliche Stimmung merklich fördert. Die Testpersonen mussten über drei Wochen abends via Smartphone einige Fragen beantworten und es zeigte sich: Wer über den Tag hinweg, freundlich zu anderen war und öfter mal seine Hilfe anbot, fühlte sich abends besser als diejenigen, die eher selbstbezogen unterwegs waren. Bei ihnen schlug eine hohe Belastung merklich auf die Psyche, während die Hilfsbereiten die mit dem Helfen verbundenen positiven Gefühle als sehr wirksam erlebten. Die Psychologen vermuten, dass der Bezug auf andere Menschen dabei hilft, das eigene System etwas herunterzufahren und zudem Nähe schaffe. Auch könnten sich die dabei ausgeschütteten Hormone positiv auf die Stressreaktionen des Körpers auswirken.
Gute Taten, bessere Laune, Psychologie heute 10.3.16

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Ganz easy - einfach mal das Leben grundlegend ändern 
Donnerstag, 14. April 2016 - Studien
Wesentliche Parameter im eigenen Leben zu verändern, das wissen die meisten aus eigener Erfahrung, fällt ganz schön schwer. Ein Versuch der Universität von Kalifornien in Santa Barbara hingegen zeigt: auf die harte Tour lässt sich recht schnell ein grundlegender Wandel der Lebensgewohnheiten erreichen. Die Wissenschaftler ließen 15 Studenten ein 6-wöchiges Programm durchlaufen, das es in sich hatte. Die Probanden mussten pro Tag fünf Stunden investieren - in leichten Sport, die Teilnahme an einem Achtsamkeitstraining mit Meditation und Mitgefühlsübungen, Vorträge über gesunden Schlaf und ausgewogene Ernährung sowie Yoga und Pilates. Außerdem sollten die Teilnehmer jede Nacht acht bis zehn Stunden schlafen und zuvor höchstens ein Glas Alkohol drinken, gesunde Mahlzeiten zu sich nehmen und zusätzlich noch zweimal allein ein Intensivtraining absolvieren. In der anschließenden Untersuchung zeigten sich deutliche physiologische Verbesserungen, eine gewachsene Konzentrationsfähigkeit, eine verbesserte Körperwahrnehmung sowie eine verbesserte Stimmung und ein Zuwachs im Selbstwertgefühl. Sechs Wochen später wurde erneut untersucht - und festgestellt, dass viele der Effekte anhielten. Auch lebten die Studenten gesünder und bewusster als vor dem Experiment. Aufgrund der kurzen Versuchsdauer und der kleinen Gruppe wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht generalisieren. Es scheint allerdings auf der Hand zu liegen, dass es vielleicht doch nicht so schwer ist, seine Lebensweise zu verändern. Vielleicht war es ja auch die Kombination des Programms, die nicht nur Anleitungen lieferte, sondern durch das Achtsamkeitstraining möglicherweise auch einen Prozess der Selbsterkenntnis angestoßen hat.
Wie man sein Leben auf einen Schlag umstellt, Die Welt 6.4.16



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Stressreduktion sollte Führungsaufgabe sein 
Mittwoch, 13. April 2016 - Studien
Stress wohin man schaut - einer Erhebung der GfK zufolge leiden 41 Prozent der Deutschen dauerhaft unter Termin- und Zeitdruck und fühlen sich durch ihren Job über die Maßen gefordert. Bei 36 Prozent ist der empfundene Stresspegel sogar so hoch, dass sie glauben, bis zum erreichen des Rentenalters in ihrem Beruf nicht durchzuhalten. Eine andere Befragung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) weist hingegen darauf hin, dass die Rahmenbedingungen der Arbeitswelt ja veränderbar wären. Strukturierte Mitarbeitergespräche etwa oder wirksame Maßnahmen zur Gesundheitsförderung könnten den Stresspegel deutlich senken. So betrachten die INQA-Experten die Vermeidung psychischer Fehlbelastungen als klassische Führungsaufgabe. Andererseits zeigt sich ja - mit Blick auf die gestrige News -, wie sehr die Chefs selbst mit dem Hamsterrad kämpfen ...
Gute Chefs, gutes Klima, WiWo 5.4.16



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Wer führt, schläft oft schlecht 
Dienstag, 12. April 2016 - Studien
Führungskräfte bringt ihr Job leicht um den Schlaf. Einer Untersuchung der Max-Grundig-Klinik in Bühl zufolge sind 54 Prozent der männlichen Führungskräfte unzufrieden mit ihrer Nachtruhe, bei den Frauen sogar 59 Prozent. 27 Prozent der Befragten räumten ein, bis kurz vor dem Schlafengehen online zu sein, 54 Prozent immerhin bis zu ein bis zwei Stunden vor der Bettruhe. Drei Viertel checken bereits morgens vor der Arbeit zu Hause ihre Mails. Etwa die Hälfte der Befragten sieht den Grund für den schlechten Schlaf im Job-Stress, bei einem Viertel sind es private Probleme. Finanzielle Probleme spielen für 17 Prozent eine Rolle. Vielleicht liegt es aber auch am Alkohol, denn etwa 40 Prozent der Befragten räumten ein, abends in der Regel mehr als ein Glas Bier oder Wein zu trinken, bei den Männern sogar mehr als die Hälfte.
Jeder zweite Manager schläft schlecht, HB 3.4.16

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Deutsche sind unzufrieden im Job 
Montag, 11. April 2016 - Studien
Die Deutschen sind die zweitunzufriedensten Arbeitnehmer weltweilt - so die Auswertung des Jobportals Indeed von 25.000 Unternehmensbewertungen auf der eigenen Website. Unzufriedener sind nur die Japaner. Am glücklichsten hingegen wird in Kolumbien, Russland und Mexiko gearbeitet. Die Analyse zeigt auch, dass international die Work-Life-Balance als wichtigster Aspekt der Arbeitszufriedenheit gilt, gefolgt vom Management, der Unternehmenskultur, der Jobsicherheit und Karriereperspektive. Das Gehalt und Benefits rangieren hingegen an fünfter Stelle. Aber vielleicht sind vor allem die Deutschen an ihrer Arbeitsunzufriedenheit nicht ganz unschuldig. Eine weitere Umfrage zeigt nämlich: Für 64 Prozent sind die Verdienstmöglichkeiten der wichtigste Faktor bei der Jobwahl ...
Geld allein macht nicht glücklich, Indeed 29.3.16

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Agilität verbreitet sich nicht von selbst 
Freitag, 8. April 2016 - Studien
Zur agilen Organisation zu werden, scheint für Unternehmen heute fast schon eine Frage des Überlebens. Eine Umfrage von TNS Infratest unter 400 Führungskräften und 800 Mitarbeitern zeigt indes, wie schwer es ist, Firmen wirklich auf breiter Basis in Bewegung zu bringen. 70 Prozent der Führungskräfte fühlen sich für den permanenten Wandel gut aufgestellt und glauben, dies gelte für ihr gesamtes Unternehmen - unter den Mitarbeitern kann diese Perspektive indes nur etwa ein Drittel teilen. Sie haben eher den Eindruck, dass sich an ihren Arbeitsmodalitäten schon lange nichts geändert hat und dass ihnen agile Arbeitsmethoden gar nicht zur Verfügung stehen. So erklärt sich auch, dass zwei Drittel der Führungskräfte die eigene Firma als agiler als die Konkurrenz erleben, während dies nur von 41 Prozent der Mitarbeiter auch bestätigt wird.
Agilität passiert nur in den Köpfen der Chefs, WiWo 31.3.16

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Disruption - was steckt dahinter? 
Donnerstag, 7. April 2016 - Management
Trendforscher Matthias Horx nimmt in einem Beitrag das gegenwärtige Trendthema Disruption unter die Lupe und zeigt dabei recht unterhaltsam, dass der gegenwärtige Hype um die kreative Zerstörung weniger über das Phänomen an sich aussagt als über die Befindlichkeit derer, die darüber diskutieren. "Vielleicht ist die Angst vor der Disruption zuallererst die Angst vor dem eigenen Deutungsverlust", sagt Horx und lenkt den Blick darauf, dass in der Wirtschaft Geschäftsmodelle meist gar nicht spontan von Wettbewerbern "zerstört" werden, sondern Firmen sich eher im Zuge kontinuierlichen Wandels an die sich verändernden äußeren Gegebenheiten anpassen. "Organismen und Organisationen sind vielschichtige Entitäten, die in ihrer Lebendigkeit einen hohen Grad an Adaptivität aufweisen. Die Evolution ist spontan, sie füllt jede Nische, sie erfindet sich selbst immer wieder neu. Und wir müssen auch verstehen, dass Evolution und Disruption an einer gewissen Stelle dasselbe sind (nicht das gleiche): Evolution findet nur durch permanente Störung statt. Komplexe Organismen brauchen ein Immunsystem, und Immunsysteme müssen ständig 'trainiert' werden – durch Infektionen, oder in der Wirtschaftswelt: durch Krisen! So gesehen ist 'Disruption' nur eine Information, die zur Veränderung anregt – eine konstruktive Störung", erklärt Horx. Glaubt man ihm, ist die gegenwärtige Diskussion nicht viel mehr als ein Hype, der sich irgendwann versenden wird, denn: "Disruption entsteht immer dann, wenn alte Systeme träge, selbstgerecht und zukunftsblind werden. Viele Unternehmen aber – die Mehrheit! – sind durchaus vital und lernfähig. Gerade deutsche Mittelständler üben seit Jahrzehnten die Kunst der graduellen Evolution: Sie verbessern ihre Produkte, aber auch ihre Prozesse, ständig. So laufen sie den Disrupteuren einfach davon – indem sie den Wandel, dessen Opfer sie werden könnten, selbst gestalten!"
Artikel auf zukunftsinstitut.de

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Bewusstsein wieder bewusst wahrnehmen 
Mittwoch, 6. April 2016 - Success Stories
Claudia Becker aus dem Redaktionsteam der Welt hat in einem Selbstexperiment für eine Woche die Meditations-App 7Mind, an deren Entwicklung ich beteiligt bin, ausprobiert. "Ich will etwas gegen das Gefühl unternehmen, ständig herumgewirbelt zu werden. Ich will wieder schwimmen lernen, selber die Richtung bestimmen", so Becker zu Beginn ihres Trainings. Mehrmals täglich gönnt sie sich kleine Pausen, in denen sie mit den 7-minütigen Übungen experimentiert. Und siehe da: "Ich spüre, dass auch diese homöopathischen Dosen viel mit mir machen." Wenngleich sie von Anfang an das Gefühl hat, es stellen sich positive Wirkungen ein, weiß sie jedoch auch, dass die Regelmäßigkeit eine Herausforderung darstellt: "Es ist wirklich schwer, sich Zeit zum Meditieren zu nehmen. Immer kommt was dazwischen. Wie schwer es ist, gegen sich selbst zu kämpfen. Sieben Minuten! Ich bin so froh, wenn ich sie mir doch genommen habe." Beckers Erfahrungsbericht ist erfrsichend authentisch, bringt sie die inneren Erkenntnisse, die sie während des Meditierens hat, doch immer wieder in Zusammenhang mit ihrem Alltag. Mir hat der Beitrag so gut gefallen, weil er ein realistisches Bild des Meditierens zeichnet. Achtsamkeit ist kein Wundermittel, doch jeder kleine Funke Achtsamkeit, mit dem wir das uns sonst so Selbstverständliche und nicht Hinterfragte in neuem Licht betrachten, kann uns freier werden lassen. Wenn das kein Erfolg ist ...
Wie ich endlich zu meiner Mitte fand, Die Welt 23.3.16

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