Was "Balance" für Investment Banker bedeutet 
Donnerstag, 9. Juni 2016 - Management
Das Investment Banking gilt seit jeher als Hochburg der Höchstleister. Arbeiten rund um die Uhr ist in der Branche Teil der Job Description. Doch immer mehr Arbeitgeber versuchen, der Dauerarbeit zumindest etwas Einhalt zu gebieten. So fordert die Credit Suisse jetzt ihre Investment Banker auf, freitags um 19 Uhr Feierabend zu machen. Durcharbeiten bis in den frühen Samstag und oft auch über das Wochenende war bisher eher an der Tagesordnung. Der Schritt zu etwas mehr Work-Life-Balance soll den Angestellten erlauben, Zeit für ihre Familien zu haben. Zuvor hatte bereits JP Morgan die Mitarbeiter animiert, an Wochenenden nicht mehr zu arbeiten. Bei UBS sollen sie sich pro Woche zwei Stunden freinehmen. Bei allen Arbeitgebern gilt dieser neue Blick auf mehr Freizeit allerdings nur, sofern gerade keine größeren Deals anstehen.
Credit Suisse schickt Investmentbanker freitagabends heim, Karrierespiegel 2.6.16

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Psychische Erkrankungen kosten viel Nerven und Geld 
Mittwoch, 8. Juni 2016 - Studien
Unter den Versicherten der DAK hat sich die Zeit der Fehltage aufgrund psychischer Leiden seit 1997 verdreifacht, so der neue Psychoreport der Krankenkasse. Rechnet man die Daten, waren 1,9 Millionen Menschen betroffen. Im vergangenen Jahr war also jeder 20. Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krankgeschrieben. Bei den Betriebskrankenkassen entfallen 15 Prozent aller Krankschreibungen auf psychische Erkrankungen wie Antriebs- und Stimmungsstörungen, darunter auch Depressionen. "Depressive Episoden" sind die zweithäufigste Einzeldiagnose von gesetzlich Versicherten. Wirtschaftlich betrachtet sind die dadurch verursachten Ausfälle gravierender als beispielsweise eine Grippewelle. 2014 entstanden dadurch 8,3 Milliarden Euro "Produktionsausfallkosten" - verglichen mit 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2004.
Psychische Erkrankungen kosten 8,3 Milliarden Euro pro Jahr, WiWo 1.6.16

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Manager fürchten Verlust von Leistungsfähigkeit und Geld 
Dienstag, 7. Juni 2016 - Studien
Die Max Grundig Klinik untersuchte in einer Befragung mit 1.000 Führungskräften, wovor die Manager sich am meisten fürchten. Dabei zeigt sich: Vor allem die eigene Leistungsfähigkeit und die finanzielle Unabhängigkeit und die Möglichkeit, diese zu verlieren, treibt die Führenden um. Größte Angst (56 Prozent) ist es, dass die Lebenshaltungskosten steigen. 53 Prozent fürchten sich davor, im Alter zum Pflegefall zu werden. 48 Prozent bereitet die Angst vor Naturkatastrophen Sorge. Auf Rang vier folgen jeweils mit 41 Prozent ein sinkender Lebensstandard im Alter und die Angst vor schlaflosigkeit. 35 Prozent früchten sich vor dem Verlust des Vermögens und der finanziellen Sicherheit. "Die Werte und damit die Ängste von Managern zeugen von einem deutlich erkennbaren materialistisch orientierten Weltbild. Führungskräfte sind sehr stark auf Beruf, Erfolg, Geld und die Versorgungssicherheit ihrer Familien fixiert, stärker übrigens wie der Bevölkerungsquerschnitt", kommentiert Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik, die Studienergebnisse.
Studie der Max Grundig Klinik 30.5.16

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Stehen fördert die Leistung im Job 
Montag, 6. Juni 2016 - Studien
Pausenloses Sitzen ist gesundheitlich betrachtet ein Problem. Vielleicht auch im Hinblick auf die Produktivität. So zeigt eine Untersuchung des Texas A&M Health Service Centers, dass Call-Center-Mitarbeiter, die an höhenverstellbaren Tischen arbeiten und dabei im Schnitt 90 Minuten weniger pro Tag auf dem Schreibtischstuhl verbringen, 46 Prozent mehr Anrufe tätigen als die nur sitzenden Kollegen. Betrachtet wurden dabei 167 Angestellte über einen Zeitraum von sechs Monaten. Eine abschließende Befragung zeigte auch, dass sich drei Viertel der auch im Stehenden Arbeitenden gesundheitlich wohler fühlen als die Nur-Sitzer.
Wer im Stehen arbeitet, ist produktiver, Karrierespiegel 27.5.16

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Achtsamkeit als Management-Kompetenz 
Freitag, 3. Juni 2016 - Management
Achtsamkeit ist gegenwärtig in aller Munde. Der Harvard Business Manager widmet ihr sogar einen "Management-Tipp des Tages". So empfiehlt das Magazin, morgens nach dem Aufwachen noch zwei Minuten liegenzubleiben und auf den eigenen Atem zu achten. E-Mails beim Frühstück? Besser nicht. Auch am Arbeitsplatz sollte man es langsamer angehen lassen - mit zehn Minuten Entspannung und innerer Fokussierung, bevor man sich ans Tagewerk macht. Im Tagesverlauf wird stündlich eine einminütige Achtsamkeitspause empfohlen. Es ist faszinierend zu sehen, wie in den letzten Jahren der Bezug zur Achtsamkeit, der für viele lange einen eher esoterischen Beigemschmack hatte, immer salonfähiger geworden ist.
Gehen Sie achtsamer durch Ihren Arbeitsalltag, HBM 27.5.16

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Linke fordert "Revolution der Gerechtigkeit" 
Donnerstag, 2. Juni 2016 - sonstiges
Die Ungleichheit wird in Europa immer größer. Während in Frankreich sich die Proteste gegen die geplante Arbeitsmarktreform Ende Mai zugespitzt haben, herrscht in Deutschland Ruhe. In einem Beitrag für den "Freitag" ruft die Linken-Chefin Katja Kipping nun zu einer "Revolution der Gerechtigkeit" auf. "Heute stehen daher alle fortschrittlichen Bereiche der Gesellschaft in der Verantwortung, einer neuen Solidarität zum Durchbruch zu verhelfen. Es gilt, gemeinschaftlich das 'jeder gegen jeden' zu bekämpfen. Am besten mit der gemeinsamen Vorstellung von einer Zukunft, an die man wieder glauben kann und einer Idee, für die es sich zu streiten lohnt", so Kipping. Ihre politische Forderung: "eine massive Umverteilung, einen New Deal". Alternativen zum "Krisenkapitalismus" zu schaffen, sei nicht radikal, sondern vernünftig. Wie die Revolution aussehen könnte, hat Kipping bereits im Blick: "Wir sollten auch über unkonventionelle Maßnahmen nachdenken. Warum die Praxis des gewaltfreien zivilen Ungehorsams nur bei Blockaden von Naziaufmärschen nutzen und nicht auch beim Gang auf die Sozialbehörden, beim Kampf gegen den Mietwucher oder für mehr Kindergartenplätze?" Franzosen braucht man so etwas nicht zu erklären. Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge empfinden in Deutschland 82 Prozent der Bevölkerung die wachsende Ungleichheit als Problem. Schaut man auf die deutschen Straßen, scheint hierzulande das Protestpotential allerdings noch sehr ausbaufähig ...
Mehr Widerstand wagen, Der Freitag 27.5.16

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Arbeitnehmer sehr an Gesundheit interessiert 
Mittwoch, 1. Juni 2016 - Studien
Gesundheit ist den meisten Arbeitnehmern sehr wichtig, doch noch nutzen nicht allzu viele Firmen dieses Interesse, indem sie mit passenden Angeboten punkten. Für die Studie "Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016" im Auftrag der pronova BKK wurden 1.660 Arbeitnehmer befragt, welche Gesundheitsangebote es in ihrem Unternehmen gibt. Immerhin: In 65 Prozent der Firmen gibt es Angebote, allerdings oft nur rudimentär und längst nicht in allen Bereichen, in denen Mitarbeiter gerne etwas für sich tun würden. In einem Drittel der Firmen gibt es Check-ups vom Betriebsarzt, ein Viertel setzt auf gesunde Essensalternativen in der Kantine, und jede fünfte Firma leistet sich Betriebssport. Jenseits dieser Standards werden die Angebote dünn. Nur 13 Prozent der Arbeitgeber, hier vor allem die großen, bietet Beratung zu Stressbewältigung und bei psychischen Problemen, acht Prozent sind in der Burnout-Prävention aktiv. Dabei wären viele Mitarbeiter bereit, sich aktiv für ihre Gesundheit einzusetzen. So zeigte eine Befragung der Versicherung "Die Continentale" unter 600 Arbeitnehmern, was auf der Wunschliste steht: 68 Prozent wünschen sich Sportangebote, 57 Prozent Entspannungsangebote in den Pausen.
Schicken Sie Ihr Team zum Sport, WiWo 26.5.16



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Innovationen brauchen mutige Führung 
Dienstag, 31. Mai 2016 - Management
Ein Fleischwarenhersteller, der vegetarische Produkte auf den Markt bringt? Für die gestandenen Metzger der Rügenwäler Mühle war es schlicht ein Unding, als Marketing- und Entwicklungschef Godo Röben mit dieser Idee vor einigen Jahren im Unternehmen an den Start ging. Heute tragen die fleischlosen Würste und Schnitzel bereits 20 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. "Bedenkenträger haben in der Regel Angst. Deshalb rate ich, genau das zu nutzen und aufzuzeigen, was passiert, wenn man eben gerade nicht handelt und sich an die geänderten Umstände anpasst", erklärt Röben, wie er den anfänglichen Widerstand im Unternehmen überwand. Er zeigte mit Studien, wie sich das Essverhalten über die Jahre verändert hat, und weckte bei den Mitarbeitern auch den Sportsgeist. Immerhin kommen, obwohl die Auswahl an Fleischersatzprodukten in den letzten Jahren bereits immens gewachsen ist, nicht allzu viele dieser Lebensmittel geschmacklich an das heran, was Verbraucher bei Wurst und Fleisch gewohnt sind. "Schließlich wissen wir seit über 180 Jahren, wie man leckere Wurst macht, und wir möchten ja nicht branchenfremden Unternehmen einfach den Markt überlassen", sagt Röben.
"Bedenkenträger haben in der Regel Angst", Zeit online 23.5.16

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