Sommerzeit - Urlaubszeit 
Montag, 11. Juli 2016 - sonstiges
think.work.different macht Ferien! Ab 18. Juli sind wir wieder mit frischen News für Sie da!

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Crowdworking lockt mit Selbstwirksamkeit 
Freitag, 8. Juli 2016
Warum boomt das so genannte Crowdworking so, obwohl viele der neuen digitalen Selbstständigen kaum auf existenzsichernde Einkommen kommen? Der Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Ayad Al-Ani hat das Phänomen näher untersucht und kommt zu dem Schluss, dass vor allem die Selbstidentifikation und Selbststeuerung dieser Arbeitsmodelle einen besonderen Reiz hat. "Offensichtlich sind beim Crowdworking Erfahrungen möglich, die die traditionelle Hierarchie mit ihrem Top-down-Management und ihren Machtspielen weniger hergibt. Manche Befragten empfanden zudem ihre Mitarbeit als eine Art 'Mikrounternehmer' reizvoll und als wichtige Lernerfahrung", so Al-Ani. Der Wissenschaftler betrachtet es allerdings auch kritisch, wie sich durch die neuen Arbeitsformen bewährte Standards des Arbeitnehmerschutzes aufzulösen beginnen. Gestärkt durch die kollaborativen Formen der digitalen Crowdarbeit glaubten viele der neuen Soloselbstständigen, ausreichend für ihre Interessen eintreten zu können. "Arbeitskämpfe, wie etwa der von Uber in Kalifornien, zeigten ein völlig neues Kooperationsmodell: Crowdworker organisieren sich zwar selbst, nur durch die Kooperation mit einer verhandlungserfahrenen traditionellen Gewerkschaft konnten aber schlussendlich erfolgreiche Ergebnisse erzielt werden. Dies erscheint uns als ein bemerkenswertes, zukunftsorientiertes Modell der Zusammenarbeit zwischen Crowdworkern und Gewerkschaften", so Al-Ani.
"Crowdworker glauben, dass sie sich selbst organisieren können", Zeit online 30.6.16


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Stresspegel bei der Arbeit steigt 
Donnerstag, 7. Juli 2016 - Studien
Die Techniker Krankenkasse hat anhand der Daten aus 29 Befragungen von insgesamt rund 9.000 Arbeitnehmern zwischen 2002 und 2015 festgestellt, dass der Stresspegel der Arbeitnehmer kontinuierlich anwächst. Heute sind etwa 7 von 10 Arbeitnehmern mit ihrer Jobsituation insgesamt zufrieden. Doch nahezu zwei Fünftel sagen inzwischen, dass der Job sie auch nach Arbeitsende noch stresse. In der ersten Hälfte des Untersuchungszeitraumes traf dies nur auf drei von 10 Arbeitnehmern zu. Unter den Führungskräften beschäftigen sich auch außerhalb der Arbeitszeit zwei Drittel mit Beruflichem - und jeder zweite empfindet dies als Belastung. Unter den Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung fühlen sich sogar drei von vier Personen dadurch gestresst.Vor 2009 klagten vier von zehn Arbeitnehmern über starke Zusatzbelastungen, in den letzten fünf Jahren war es bereits die Hälfte. Und 60 Prozent meinen, der Stress habe in den vergangenen zwei Jahren zugenommen.
Job? Mehr Last als Lust, WiWo 27.6.16

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Familienfreundlichkeit muss "vorgeführt" werden 
Mittwoch, 6. Juli 2016 - Studien
Immer mehr Unternehmen brüsten sich damit, etwas für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen nach wie vor auseinander. Der vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2016 zeigt: 83 Prozent der Unternehmen halten sich für familienfreundlich, aber nur 60 Prozent der Mitarbeiter empfinden das auch so. Modelle wie Elternzeit oder Teilzeit müssten in den Firmen und nicht zuletzt durch die Führungskräfte auch gelebt werden, fordert Familienministerin Manuela Schwesinger. Auch kritisiert der Report, dass den unterschiedlichen Lebensphasen von Menschen in Firmen zu wenig Rechnung getragen werde. Arbeitsmodelle, die Familienphasen, längere Weiterbildungen oder auch die Pflege von Angehörigen möglich machen, würden immer noch viel zu selten angeboten.
Das Vorbild des Chefs entscheidet, Zeit online 27.6.16

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Frühes Aufwachen ist kein Zeichen für genügend Schlaf 
Dienstag, 5. Juli 2016 - Wissenschaft
Führungskräfte brüsten sich gerne mit ihrer Leistungsfähigkeit. Dazu gehört auch, mit möglichst wenig Schlaf auszukommen. Wer morgens schon vor dem Wecker aufwacht oder ihn erst gar nicht stellt und von selbst wach wird, hat jedoch nicht automatisch auch das gesundheitlich wünschenswerte Schlafpensum bekommen. "Wenn jemand eine große Verpflichtung hat und unter Druck oder Spannung steht, reduziert das den Schlafbedarf im Körper automatisch", sagt Daniel Brunner, Leiter des Zentrums für Schlaf an der Zürcher Klinik Hirslanden. Mentale Anspannung, sei sie durch positiven oder negativen Stress hervorgerufen, führt dazu, dass der Körper früher als gewöhnlich erwacht. Der Spannungsdruck überspielt in gewisser Weise das natürliche Schlafbedürfnis. Stolz darauf zu sein, keinen Wecker zu brauchen, ist ebenfalls Fehl am Platze, denn damit delegiert man die Weckfunktion nur an den Körper. Oft ist der Schlaf dann weniger tief und erholsam, da das Körper-Geist-System in unterschwelliger Alarmbereitschaft verweilt. Zur Zeit lässt sich allerdings auch ein neuer Trend beobachten. Gerade viele Top-Manager verkünden heute beinahe stolz, wenn sie besonders viel schlafen. Und die Wissenschaft bestätigt, dass ausreichend Schlaf auch der Leistung zugute kommt. Umgekehrt führt permanenter Schlafentzug zu Beeinträchtigungen, die mit denen der Trunkenheit vergleichbar sind ...
Warum Sie ab sofort früher ins Bett gehen sollten, Die Welt 23.6.16

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Die Intuition ist nicht unschlagbar 
Montag, 4. Juli 2016 - Arbeit
Der Harvard Business Manager hat auf seiner Webseite einen wunderbaren Test, mit dem man den Unterschied zwischen intuitivem und logischem Denken in der eigenen Geistesbewegung erfahren kann. Wenn man bewusst bei der Sache ist, merkt man bei den drei Denkaufgaben, die ohne Logik nicht zu lösen sind, wie im Kopf spontan Antworten entstehen - und zwar solche, die falsch sind. Nimmt man sich dann ein wenig Zeit zum tieferen Sinnieren, kommt man leicht auf die Lösung der Rätsel. Oft verbindet man ja mit dem logischen Denken die Kühle der Rationalität, vielleicht sogar so etwas wie Maschinen-Denken. Mich hat bei diesem kurzen Selbstversuch etwas ganz anderes fasziniert, nämlich die tiefe Klarheit, die sich einstellt, wenn man wirklich ganz bewusst nachdenkt. Und hier verschwimmt für mich auch die klare Trennung zwischen Intuition und Rationalität. Auch meinen Intuitionen kann ich so bewusst nachgehen wie ich bewusst logisch denken kann. Den Ursprung einer Eingebung werde ich so zwar nicht ergründen, was eigentlich auch gar nicht nötig ist. Aber durch diese Bewusstheit komme ich der Tragweite dieser Intuition ein ganzes Stück näher.
Testen Sie Ihre Denkweise, HBM 23.6.16

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Der Allgemeinheit nutzt die Sharing Economy wenig 
Freitag, 1. Juli 2016 - Arbeit
In einem Interview mit dem Medienprofessor Trebor Scholz geht Zeit online der Frage nach, welche Umwälzungen die Sharing Economy mit sich bringt und welche neuen sozialen Fragen sich daraus ergeben. Scholz richtet den Blick vor allem auf die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, da durch Dienste wie Uber oder Crowdworking-Plattformen rechtliche Grauzonen entstehen, in denen konventionelle Arbeitnehmerrechte nicht mehr greifen. Die viel propagierte Freiheit der in solchen Kontexten Arbeitenden sei nicht mehr als ein Mythos, da ein Großteil von ihnen schlicht mit Dumpinglöhnen abgespeist werde. Wenngleich die entsprechenden Anbieter immer mit ihrem Nutzen für das Gemeinwohl argumentieren, beispielsweise durch flexiblere Fahrdienste oder neue Beschäftigungsmöglichkeiten, bringt Scholz die Schattenseiten ins Spiel: "Zurzeit ist die gesamte Netz-Ökonomie zu kurzfristig angelegt. Alles geht nur um heute und morgen, niemand denkt darüber nach, was das mal für unsere Kinder oder Enkelkinder bedeutet. Ich sage: Wir müssen den gesamten Diskurs neu aufziehen und eine andere Geschichte erzählen. Die Frage, die im Zentrum stehen sollte, ist: Wie nutzen solche Plattformen der Allgemeinheit?" Ihm geht es dabei nicht um Technologie-Kritik. "Die Idee ist, die gleichen Technologien zu nutzen, die Geschäftsmodelle aber gemeinnütziger zu machen. Der Profit soll nicht für ein paar Shareholder erwirtschaftet werden, sondern für die Arbeiter – betrieben von Genossenschaften, Gewerkschaften, vielleicht sogar von Städten, also der Politik selbst. Wir bräuchten Plattformen, die allen gehören. Man müsste sich nicht auf große Investoren einlassen, die nur auf Wachstum und Profit aus sind. Die Nutzer und Arbeiter würden die Plattformen mitfinanzieren und dadurch auch Einfluss auf die Regeln der Organisationen haben. Die wichtigsten Kriterien sind dabei Eigentum, demokratische Mitbestimmung, Datentransparenz und der Beitrag zum Allgemeinwohl", schlägt Scholz vor.
"Am Ende setzt sich immer Uber durch", Zeit online 22.6.16

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Deutschen könnten gut auf ständige Erreichbarkeit verzichten 
Donnerstag, 30. Juni 2016 - Studien
Rund um die Uhr "online" sein zu sollen, ist vielen Menschen eher Last denn Lust, vor allem den Deutschen. Einer Umfrage der GfK zufolge halten hierzulande nur 16 Prozent ständige Erreichbarkeit für wichtig. Im internationalen Durchschnitt liegt die Bejahung bei 42 Prozent. In Russland und China glauben sogar 56 Prozent, dass permanente Verfügbarkeit ein Muss ist. Der Hang zur kontinuierlichen Ansprechbarkeit ist auch eine Altersfrage. Knapp die Hälfte der 30- bis 39-Jährigen spricht sich für sie aus, unter den 20-29-Jährigen sind es 45 Prozent, unter Teenagern 43 Prozent. Und oft steht nicht allein die Abrufbereitschaft im Job im Vordergrund. Psychologen warnen bereits vor dem Beziehungsdruck, der durch digitale Verfügbarkeit im Freundes- und Bekanntenkreis entsteht. Virtuelle Abstinenz und das nicht umgehende Beantworten von Nachrichten werde von manchen Menschen auch als soziale Zurückweisung interpretiert.
"Ständige Erreichbarkeit ist ungesund", WiWo 22.6.16


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