Achtsamkeit als Leader-Qualität 
Freitag, 2. September 2016 - Management
Der Achtsamkeitstrend findet seinen Niederschlag zunehmend auch in den Fachmedien der Personal- und Führungskräfteentwicklung. So widmete der Human Resources Manager den jüngsten Entwicklungen in Unternehmen einen Beitrag. Neben dem prominenten Beispiel Google (das beispielsweise in Hamburg seinen Powernap-Raum zum Meditationsraum umfunktionierte) geht SAP mit einem globalen Achtsamkeitsprogramm an den Start. Auch bei der Sparda-Bank in München wird inzwischen meditiert und bei BASF steht neben internen Sportprogrammen nun auch Achtsamkeit auf der Agenda. "Selbstregulierung ist in der Achtsamkeit ein großes Thema. Es geht darum, das eigene Ich besser kennenzulernen, sein Fühlen und Verhalten zu reflektieren. Nur wer mit sich selbst verantwortlich umgeht, kann für andere offen sein, so die Logik", heißt es in dem Artikel. Die United Leaders Association (ULA) befragte 1.300 ihrer rund 60.000 Verbandsmitglieder nach den gegenwärtigen Trends im Business - neben dem Thema Digitalisierung nannten sie vor allem die Achtsamkeit als zentrale Zukunftsaufgabe. "Das ist eine starke Bewegung, man kann schon von einem Hype sprechen", so Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer der ULA. In gewisser Weise deute sich hier ein Paradigmenwechsel an: "Die Langstreckenläufer kommen ins Ziel, jene, die sich nicht verschleißen." Der Artikel verdeutlicht jedoch auch, dass Meditation kein Allheilmittel ist. Der Immobilienmakler und Achtsamkeitstrainer Günter Panke etwa bietet seine Programme in Unternehmen nur an, wenn die Belegschaft auch wirklich interessiert ist. Bei einer Biomarktkette aus Luxemburg etwa musste er kürzlich passen - die Führungskräfte zeigten Widerstand. "Viele fürchten sich vor der aktiven Mitarbeit, die so ein Training erfordert", sagt er.
Führen im Lotussitz, Human Resources Manager Juli 2016

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Millenials kritisieren ungleiche Chancen 
Donnerstag, 1. September 2016 - Studien
Für das jährliche Global Shapers Survey hat das World Economic Forum weltweit 26.600 Menschen aus 180 Ländern befragt, um die Generation der Millennials, also der 18- bis 35-jährigen, unter die Lupe zu nehmen. Ein Drittel der Befragten begreift sich bereits als Weltbürger und nur für jeden Fünften steht bei der Identität die eigene Nationalität im Vordergrund. Das Problembewusstsein der jungen Generation ist sehr ausgeprägt. Als wichtigste Probleme im jeweils eigenen Land wurden genannt: mangelnde staatliche Verantwortung, Transparenz, Korruption (57 Prozent), mangelnde ökonomische Chancen, Beschäftigung (34 Prozent), mangelnde Bildung (30 Prozent), Armut (25 Prozent) und soziale Absicherung, Gesundheitssektor (22 Prozent). Man könnte auch sagen: Das Vertrauen in die klassischen staatlichen Institutionen scheint in dieser Altersgruppe nicht sonderlich hoch ausgeprägt zu sein. Und ein Viertel bis ein Drittel der Befragten erfährt im eigenen Land, wie Lebenschancen durch soziale Ungerechtigkeit nicht verwirklicht werden können.
Millenials, die neuen Gutmenschen, Zeit online 22.8.16

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Wenn positives Denken ineffektiv macht 
Mittwoch, 31. August 2016 - Studien
Positives Denken beflügelt, sollte man meinen. Doch es kann auch sein, dass die rosigen Gedanken in die Irre führen. Gabriele Oettingen, Professorin für Psychologie in New York und Hamburg, stellte in einer Studie fest, dass positives Denken zwar der Stimmung dienlich sein könne, aber langfristig auch die Motivation untergrabe, denn wer die Dinge zu zuversichtlich sehe, glaube den Erfolg, den es noch zu erringen gelte, bereits als ausgemacht. Oettingen rät zu bewusster Balance - sich Wunsch und Ergebnis bewusst machen, mögliche Hindernisse einkalkulieren und einen Plan zu ihrer Überwindung entwickeln. In Testgruppen, die dieser Strategie folgten, waren 80 Prozent der Kandidaten erfolgreich. In der Kontrollgruppe, die diese Strategie nicht anwandte, lediglich 30 Prozent. Ein bisschen selbstinduzierte gute Laune scheint nicht das Problem zu sein, eher die unerwartete Frustration, die sich einstellt, wenn dann doch nicht alles glatt läuft.
Warum positives Denken nicht reicht, Good Impact 22.8.16

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Wie Alternativen primäre Anliegen sabotieren 
Dienstag, 30. August 2016 - Studien
Einen Plan B zu haben, das erscheint vor allem uns eher risikoaversen Deutschen eine gute Idee zu sein. Glaubt man den Forschungen der US-Psychologinnen Jihae Shin (Universität von Wisconsin-Madison) und Katherine Milkman (Wharton Business School), ist die Alternative jedoch keine gute Idee, zumindest nicht, wenn man sich zu früh auf sie besinnt. Sie fragten Probanden nach ihren Zielen, danach, wie intensiv sie diese verfolgen und auch, ob sie einen Alternativplan im Kopf hätten, falls sie mit ihrem ursprünglichen Anliegen scheitern. Dabei zeigte sich: Wer schon über Alternativen nachdachte, widmete sich weniger intensiv seinem eigentlichen Ziel. In Testsettings im Labor bestätigte sich dieser Zusammenhang. Bei Test und Aufgaben waren diejenigen weniger engagiert, die sich zugleich mit Ersatzplänen trugen.
Warum ein Plan B schlecht für die Motivation ist, WiWo 9.8.16



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Verkürzte Arbeitszeit bedeutet mehr als weniger Arbeit 
Montag, 29. August 2016 - Arbeit
Zeit Campus ist einmal der Frage nachgegangen, wie sich verschiedene in Schweden lancierte Projekte zur Verkürzung der Wochenarbeitszeit auswirken. Vorstöße wie der in Göteborg, wo ein Altenheim zum Test die Wochenarbeitszeit von acht auf sechs Stunden reduzierte, sorgen in den Medien regelmäßig für Furore. Fehlende oder mangelhafte wissenschaftliche Evaluationen machen es indes schwierig, die Wirkungen solcher Versuche nachzuvollziehen. Im Fall Göteborg waren die Angestellten zwar um 20 Prozent zufriedener als in einem anderen Altenheim - doch wurde bei ihnen kein Vorher-Nachher-Vergleich im Zeitraum des Tests gemacht. Die Krankenrate sank mit der Arbeitszeitverkürzung um gerade einmal 0,6 Prozent. Im Sahlgrenska-Universitäts-Krankenhaus in der Nähe von Göteborg wird ebenfalls mit dem 6-Stunden-Arbeitstag experimentiert. Hier waren die Ideen des Projekts, die Arbeitsplätze attraktiver zu machen und die Fluktuationsrate der Mitarbeiter zu senken. Beide Ideen scheinen aufzugehen. Das Krankenhaus konnte außerdem, da aus einer 8-Stunden-Schicht nun zwei 6-Stunden-Schichten wurden, die Zahl der Operationen erhöhen. Das soll den Umsatz um 20 Prozent erhöhen. Bei den Mitarbeitern scheint der Vorstoß auf große Akzeptanz zu stoßen, da sie nun besser mit der hohen Belastung, die der Job, gleich wie viele Stunden man ihn macht, mit sich bringt, umgehen können. Auch schwedische Start-ups experimentieren mit kürzeren Arbeitszeiten - und das sehr pragmatisch. Da es eine Illusion sei, dass Menschen acht Stunden am Stück konzentriert arbeiten, tun sie es in solchen Firmen nur sechs Stunden - Kaffeepausen und ähnlicher Zeitvertreib entfallen dafür. Das ist die rationale Seite der Arbeitszeitverkürzung - die für Mitarbeiter, die gegen straffes Arbeiten nichts einzuwenden haben, natürlich auch mehr mehr Freizeit mit sich bringt.
Zwei Stunden mehr Leben, Zeit Campus 9.8.16

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Sommerzeit - Ferienzeit 
Montag, 15. August 2016 - sonstiges
think.work.different macht Ferien. Ab 29.8. sind wir wieder mit frischen News für Sie da.

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Gehirnjogging funktioniert - manchmal 
Freitag, 12. August 2016 - Studien
In unserer Kultur der Selbstoptimierung setzen immer mehr Menschen auch auf Gehirnjogging, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Viele Apps und Tools dazu sind allerdings nicht wissenschaftlich validiert und ihr realer Nutzen ist ungewiss. Forscher der University of South Florida in Tampa heben nun eine Methode als besonders effektiv hervor, das "Speed of Processing"-Training. Dabei sollen die visuelle Aufmerksamkeit und die Auffassungsgabe gestärkt und beschleunigt werden. Dabei geht es darum, in der Mitte eines Bildschirms voller Symbole eines davon zu identifizieren und gleichzeitig ein weiteres Objekt im peripheren Sichtfeld in den Blick zu nehmen. Je länger man trainiert, umso schneller findet man das Gesuchte. Eine Auswertung von 50 Studien der Universität zeigt, dass dies auch Effekte im Alltag zeitigt. Menschen, die "Speed of Processing" üben, verfügen in verschiedenen Situationen über eine bessere Leistungsfähigkeit - sie sind beim Autofahren beispielsweise reaktionsschneller. Außerdem zeigte die Auswertung, dass die Übungen sogar Depressionen entgegenwirken können.
Gehirnjogging gegen Demenz, wissenschaft.de 5.8.16

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Neuer Rekord bei Krankschreibungen 
Donnerstag, 11. August 2016 - Studien
Die Zahlen der DAK verheißen nichts Gutes. Mit 4,4 Prozent lag der Krankenstand im ersten Halbjahr 2016 so hoch wie nie. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung um 0,3 Prozentpunkte. 37 Prozent aller Berufstätigen wurden mindestens einmal krankgeschrieben, bei einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 12,3 Tagen (Vorjahr: 11,7 Tage). Mehr als die Häfte aller Fehltage entfällt dabei auf Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen (22 Prozent), Krankheiten des Atmungssystems (17 Prozent) und psychische Erkrankungen (16 Prozent). Fragt sich, was uns so krank macht. Die üblichen Grippewellen erscheinen in dieser Aufstellung eher als marginales Problem. Auffällig ist hingegen, dass mehr als ein Drittel der Erkrankungen nicht zuletzt in der Verfasstheit der Arbeitswelt Ursachen zu haben scheint. Ständige Schreibtischarbeit ist gleichermaßen Gift für die Gesundheit wie die stetig wachsenden Belastungen der Arbeitnehmer in vielen Branchen, die immer mehr Menschen psychisch nicht mehr kompensieren können.
So krank wie nie, Zeit online 3.8.16

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