Düstere Zukunft im Großen mit Chancen im Kleinen 
Mittwoch, 13. September 2017 - Studien
Wenn es ums Persönliche geht, sind die heute 15- bis 24-Jährigen durchaus positiv gestimmt, beim Blick auf die Weltlage ziehen jedoch düstere Wolken auf. So könnte man eine Repräsentativbefragung von Allensbach im Auftrag von McDonalds zusammenfassen. 68 Prozent der jungen Menschen glauben, dass Leistung sich lohnt. Nur jeder Dritte fürchtet sich, einmal finanziell nicht über die Runden zu kommen oder keine Arbeit zu finden. Die Großwetterlage hingegen ist in den Augen vieler besorgniserregend. 72 Prozent sorgen sich, dass der weltweite Terrorismus zunehmen könnte, jeweils 64 Prozent fürchten weitere Terroranschläge in Deutschland und eine Zunahme von Gewalt und Kriminalität. 60 Prozent haben Angst davor, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werden könnte.
Jugendliche freuen sich auf den Job von morgen - und kritisieren die Schule von gestern, WiWo 5.9.17

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Wenig Selbstdisziplin bei E-Mails 
Dienstag, 12. September 2017 - Studien, Arbeit
Die tägliche Flut an E-Mails im Job ist eine Sache, wie wir damit umgehen, eine andere. Eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY mit 800 Fach- und Führungskräften zeigt, dass viele Menschen von sich aus ständig ihre Arbeit unterbrechen, um zu schauen, was es Neues im Postfach gibt. Fünf Prozent der Befragten schauen alle fünf bis zehn Minuten nach Mails, 30 Prozent mehrmals pro Stunde, 21 Prozent ein Mal in der Stunde und 22 Prozent alle 2-3 Stunden. Nur neun Prozent beschränken sich darauf, morgens und abends den Maileingang zu checken. 18 Prozent bearbeiten darüber hinaus abends und am Wochenende häufig oder sehr häufig E-Mails. Die Studienautoren warnen, dass diese selbstgewählten Unterbrechungen die Konzentration stören und eine Vertiefung in Arbeitsinhalte stark erschweren wenn nicht gar unmöglich machen.
Jeder Dritte ruft E-Mails mehrmals pro Stunde ab, FAZ 3.9.17

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Die stille Revolution im Business 
Montag, 11. September 2017 - Bewusstsein, Arbeit, Management
Der Stern hat ein großes Feature der Achtsamkeitsinitiative bei SAP gewidmet. Der Bericht gibt nicht nur spannende Einblicke, wie der Konzern Meditation etabliert, sondern zeigt auch, was sich für die Mitarbeiter verändert. Schon 6.000 der 87.000 Angestellten haben an dem Programm teilgenommen. Nicht nur die Zahl der Fehltage ist dadurch deutlich gesunken. Bei einer Erhebung zeigte sich: Vier Wochen nach einem Kurs ist bei den Teilnehmenden der Durchschnittswert für ihr Wohlbefinden um 6,5 Prozentpunkte gestiegen. Bei der Fokussierung ist gar ein Zuwachs von 10 Prozentpunkten zu verzeichnen, die Kreativität stieg um 7,4 Prozentpunkte. Dabei nimmt das persönliche Stressempfinden um fünf bis sechs Punkte ab. Eine zweite Befragung ein halbes Jahr später zeigt, dass diese Effekte sich über die Zeit sogar vertiefen.
Warum Weltkonzern SAP Manager und Mitarbeiter das Meditieren lehrt, stern.de 26.8.17

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Achtsamkeit als Feigenblatt? 
Freitag, 8. September 2017 - Bewusstsein, Arbeit, Management
In einem Beitrag für das Zukunftsinstitut kritisiert André Reichel, Professor für Critical Management & Sustainable Development an der Karlshochschule International University in Karlsruhe, wie Unternehmen den Achtsamkeitstrend ausnutzen. "Im Management wird Achtsamkeit in einer seltsamen Verdrehung als Methode zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung bei hoher Arbeitsbelastung angewendet, die den praktizierenden Mitarbeitern kleine Fluchten im Arbeitsalltag ermöglicht, sich auf sich selbst zu besinnen, das 'große Ganze' zu sehen und neue Kraft, Motivation und Sinnhaftigkeit ("sensemaking") zu finden. Diese Appropriation einer Weisheitslehre in einem westlich-kapitalistisch-technologischen Sinne, als Mittel zum Zweck der besseren Unternehmenszielverfolgung, kann nur schief gehen", so Reichel. Er behauptet, dass, in seinen Augen nicht unerwartet, die gefühlte Belastung und Burn-out in "achtsamen" Unternehmen sogar zunehme. Reichel plädiert dafür, dass Achtsamkeit, wenn Firmen sich schon damit schmücken möchten, ein umfassenderes Engagement brauche: "Achtsamkeit bedeutet, als Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Leidensminderung zu leisten und das schließt die radikale Veränderung der eigenen Aktivitäten, Produkte und Unternehmenszwecke mit ein, ja erzwingt diese Veränderungen sogar. Achtsamkeit ergibt nur dann einen Sinn und kann nur dann Sinn stiften, wenn es einen Change Prozess begleitet und gestaltet. Wenn sich ein Unternehmen auf eine Reise des radikalen Wandels begeben und seine eigenen Zwecke denen von Mitarbeitern und Gesellschaft unterwerfen will, dann ist Achtsamkeit das Gebot der Stunde. Für alles andere gilt: Never mind the Buddhists!"
Der Achtsamkeitsschwindel, zukunftsinstitut.de

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Stress schon in der Schule 
Donnerstag, 7. September 2017 - Psychologie, Studien
Die Zahl der Berufstätigen, die über Stress klagt, nimmt stetig zu. Nun richtet die Krankenkasse DAK den Blick darauf, dass selbst die jüngste Generation schon unter Stress leidet. Eine Untersuchung zeige, dass 43 Prozent der deutschen Schüler betroffen sind. Bei einem Drittel der Betroffenen führt das bereits zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafproblemen. Mädchen fühlen sich gestresster als die Jungen. So gab jede zweite Schülerin an, sehr oft oder oft unter Stress zu stehen, bei den Jungen ist es etwa jeder Dritte. Etwa 40 Prozent der Schülerinnen hat häufig Kopfschmerzen, jede Dritte schläft schlecht. Unter den Jungen wird nur gut jeder Vierte öfter von Kopfschmerzen geplagt, jeder Dritte schläft schlecht.
Fast die Hälfte aller Schüler leidet unter Stress, welt.de 1.9.17

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Zu Hause wird gern mehr gearbeitet 
Mittwoch, 6. September 2017 - Psychologie, Studien, Arbeit
In Deutschland bieten mittlerweile rund 40 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Optionen, von zu Hause aus zu arbeiten. Das scheint für sie durchaus von Vorteil zu sein, denn eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt: Die Heimarbeiter leisten dabei freiwillig Mehrarbeit. Diese sogenannten "mobilen Computerarbeiter" sind im Schnitt pro Woche vier Stunden länger im Einsatz als die Bürokollegen. Sie halten seltener die geltenden Ruhezeiten von elf Stunden zwischen Arbeitsende und Wiederbeginn ein. Und sie haben häufiger Arbeitstage, die länger als zehn Stunden dauern. Die Wissenschaftler erklären diese Unterschiede unter anderem damit, dass etwa 20 Prozent dieser mobilen Arbeitnehmer Führungskräfte sind, deren Arbeitspensum üblicherweise höher liege als das gewöhnlicher Mitarbeiter. Die Zufriedenheit der mobilen Arbeit entspricht in etwa der der im Büro Tätigen. Für 63 Prozent der Untersuchten lohnt sich das Arrangement, weil sie tagsüber schon einmal ein bis zwei Stunden für Privates abzwacken können, ohne Urlaub nehmen zu müssen.
Mobile Arbeiter schuften (gern) mehr, spiegel.de 1.9.17


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"Helden"-Berufe sind beliebt 
Dienstag, 5. September 2017 - Studien, Arbeit
Manager und Politiker sind die Berufe, die in der Bevölkerung mit das geringste Ansehen genießen - nur ein Viertel der Bevölkerung traut ihnen etwas zu. Schlechter steht es nur ganz klischeemäßig für Versicherungsvertreter, die nur bei elf Prozent der Deutschen ansehen genießen. Ganz hoch im Kurs stehen typische "Helden"-Berufe wie Feuerwehrmann, Arzt und Polizist - diese Berufsgruppen sind bei 90 Prozent beliebt. Lehrer und Müllmänner werden von 75 Prozent geschätzt. Im Mittelfeld tummeln sich Unternehmer und Journalisten und mit leichtem Abstand die Beamten. Dieses Ranking ermittelte der Deutsche Beamtenbund in einer Repräsentativbefragung.
Feuerwehrleute sind beliebter als Manager, FAZ 24.8.17

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Produktivitätskiller Smartphone 
Montag, 4. September 2017 - Studien, Arbeit
Das Smartphone ist ein Ablenker, und das, selbst wenn gerade kein Anruf eingeht und keine Nachrichten auf Antwort warten. Die Universität Ulm untersuchte bei 262 Freiwilligen, wie sehr sie das Handy vom Arbeiten abhält. Im Schnitt griffen die Probanden am Arbeitsplatz spätestens nach zweieinhalb Stunden zum Telefon. Längere Phasen der Abstinenz gab es nicht. Interessant dabei: Sie taten das nicht nur, wenn es klingelte, um Anrufe zu beantworten oder Nachrichten zu schreiben. Nein, viele Griffen schlicht aus Gewohnheit zum Gerät. Menschen, die zur exzessiven Smartphone-Nutzung neigen, ließen sich im Job oft und schnell ablenken. Die Wissenschaftler raten dazu, den eigenen Umgang mit dem Gerät zu überdenken. Wer eine Armbanduhr nutze statt immer auf dem Telefon die Uhrzeit abzulesen, erspare sich längere Unterbrechungen. Ein weiterer Tipp: Einfach mal bewusst nichts tun! Statt in der Bahn Nachrichten zu checken, lieber mal die Umgebung beobachten ...
Smartphone senken die Produktivität, WiWo 23.8.17

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