Neue Ausgabe von evolve zu kultureller Heilung 
Freitag, 27. Oktober 2017 - Bewusstsein, Medien
Seit dieser Woche ist die neue Ausgabe von evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur erhältlich. Dieses Mal zum Thema "Lichtblicke für eine verwundete Welt - Die kulturelle Dimension von Heilung". Gemeinhin verbinden wir mit Heilung ja eher unser persönliches Befinden. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass unser Hiersein und unser Wohlbefinden immer auch mit unserem kulturellen Umfeld, den Umständen der Zeit und vor allem auch den jeweiligen Herausforderungen unserer Lebenssituationen verbunden ist. Der evolve-Schwerpunkt richtet den Blick darauf, wie sehr die Geschichte wie auch die weltweiten kulturellen Verflechtungen in unser Leben hineinwirken. Das lässt erkennbar werden, dass wir zwar persönlich leiden, aber das Leiden selbst weit über das Persönliche hinausweist. Unsere Gesprächspartner und Autoren betrachten, wie sich mit dieser überpersönlichen Dimension von Schmerz umgehen lässt und welche Wege der Heilung möglich sind. Viele Beispiele gelungener Konflikt- und Vergangenheitsbewältigung stimmen zuversichtlich und sensibilisieren für all die Lichtblicke in kulturell nicht einfachen Zeiten. Falls Sie sich schon Gedanken über Weihnachtsgeschenke machen, hier noch ein Tipp. In den nächsten Monaten bietet das Magazin eine Sonderaktion für Geschenk-Abos - verschenken Sie doch einfach ein Jahresabo von evolve an Freunde oder Bekannte (der Lieferbeginn ist frei wählbar) und bekommen Sie dafür selbst ein Geschenk.

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Einfach mal durchatmen, hält gesund 
Donnerstag, 26. Oktober 2017 - Lebensart, Wissenschaft
Es muss nicht immer gleich Meditation sein, wenn man Körper und Geist etwas Gutes tun möchte. In der Apothekenumschau rät Matthias Bolz vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig dazu, im Alltag immer mal wieder den eigenen Atem wahrzunehmen. Eine besondere Technik sei dazu nicht erforderlich. "Schon das langsame und regelmäßige Ein- und Ausatmen führt zu mehr innerer Ruhe und Entspannung. Der Blutdruck und die Pulsrate sinken. Tauchen Gedanken und Gefühle auf, die die Konzentration stören und den Atemrhythmus verändern, sollte man einfach wieder zum normalen Atmen zurückkehren", so sein Tipp. Einfacher geht es kaum!
Pressemitteilung Apothekenumschau, 10.10.17

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Wer sich sorgt, lebt länger 
Mittwoch, 25. Oktober 2017 - Psychologie, Studien
Neurotiker leben länger - auf diese Zuspitzung könnte man die Ergebnisse einer neuen britischen Studie verkürzen. Ständig reizbar, nervös und ängstlich zu sein, mag im Alltag bisweilen zum Hindernis werden. Doch dieser Neurotizismus könnte auch der Gesundheit zugute kommen. In einer Langzeitstudie betrachteten die Forscher die Daten von gut 500.000 Probanden im Alter zwischen 37 und 73 Jahren. Es lagen Informationen zu Persönlichkeitsmerkmalen wie auch der Gesundheit der Teilnehmer vor. Gut sechs Jahre nach der Erhebung waren etwa 4.500 Personen der Studiengruppe verstorben. Dabei zeigte sich, dass die Sterbewahrscheinlichkeit der eher neurotischen Zeitgenossen etwas niedriger lag als jene der eher ausgeglichenen. Die Forscher deuten den Befund dahingehend, dass Menschen, die ständig in Sorge sind, wahrscheinlich auch ihrer Gesundheit ein besonderes Augenmerk widmen.
Willkommen, liebe Sorgen! Psychologie heute 12.10.17

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Demokratie leidet mit der Wirtschaft 
Dienstag, 24. Oktober 2017 - Studien
Die Wahlen der letzten Jahre wie auch die politischen Entwicklungen in vielen Ländern weltweit zeigen, dass Demokratie in den Augen vieler Menschen längst nicht mehr das ist, was sie einmal war. Laut einer Untersuchung des internationalen Meinungsforschungsinstituts Pew Research scheint die Demokratieskepsis in einem Verhältnis zur wirtschaftlichen Situation der Länder zu stehen. Dort, wo es wirtschaftlich besonders vielen Menschen eher schlecht(er) geht, sind die Zweifel am politischen System besonders hoch. Am besten steht es noch in Schweden, wo 52 Prozent der Bevölkerung sich als besonders überzeugte Demokraten bezeichnen, 40 Prozent als nicht ganz so überzeugte und lediglich 6 Prozent meinen, keine Demokraten zu sein. Deutschland landet auf Platz zwei der Rangliste - hierzulande sind 48 Prozent von der Demokratie überzeugt, 42 Prozent mäßig und 5 Prozent Demokratiegegner. Die größten antidemokratischen Tendenzen finden sich in Chile mit 24 Prozent Antidemokraten, gefolgt von Russland (23 Prozent) und Ungarn (15 Prozent). Die Demokratiekritiker sehen als Alternativen die Herrschaft einer Experten-Elite, Militärregime oder einen starken Mann an der Spitze des Staates. Diese absolutistischen Modelle werden auch von jenen, die nicht explizit gegen die Demokratie sind, durchaus in Erwägung gezogen. Selbst in Deutschland können sich 44 Prozent eine Landesführung durch Experten vorstellen. Aufgrund der Geschichte würden hierzulande allerdings nur 4 Prozent eine Militärregierung gutheißen und lediglich 6 Prozent einen starken Mann an der Staatsspitze. Die Wissenschaftler warnen bereits, dass die Spaltung demokratischer Haltungen viel mit den Wirtschaftsverhältnissen zu tun hat. Vor allem Menschen, denen es wirtschaftlich nicht gut, misstrauen der Demokratie, während in Ländern mit gesunden Wirtschaftssystemen die Zustimmung zur Demokratie noch weitgehend in Takt ist.
Die Rezession der Demokratie, Die Welt 17.10.17

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Deutsche Tekkies schielen auf Achtsamkeit 
Montag, 23. Oktober 2017 - Bewusstsein, Arbeit
Nachdem das Google-Programm Search Inside Yourself in den letzten Jahren weltweit für Aufmerksamkeit sorgte, widmet sich nun auch das deutsche Technologiemagazin T3N dem Meditationstrend. In einem Beitrag erklärt der ehemalige Silicon-Valley-Reporter des Blatts, dass die Achtsamkeit in Kalifornien nicht unbedingt ein Selbstläufer war. Viele Google-Mitarbeiter hätten zunächst gefragt: "Was soll eine auf buddhistische Lehren zurückgehende, esoterisch anmutende Methode im Job bringen?" Diejenigen, die die angebotenen Kurse absolvierten, sollen begeistert gewesen sein von den Wirkungen. Der Rest ist Geschichte. Heute nutzen zahlreiche Firmen die Angebote des Search Inside Yourself Leadership Instituts. SAP hat sogar die Position eines Directors für Mindfulness ins Leben gerufen und bietet längst hauseigene Kurse an. Um die Skeptiker scheint es vielleicht auch deshalb immer stiller zu werden, weil die zunehmende Arbeitsverdichtung und der digitale Stress es vielen immer schwerer machen, ohne meditative Gegenmaßnahmen den Arbeitsalltag durchzustehen. Ich bin immer wieder begeistert davon, dass eine so leicht zugängliche und vor allem "noninvasive" Methode wie Meditation heute immer mehr Zuspruch findet. Allerdings stimmt die Haltung, Achtsamkeit vor allem als kompensatorische Maßnahme zu nutzen oder zur Selbstverbesserung, auch skeptisch. Denn Meditation ist kein Wundermittel. Sie kann innere Balance begünstigen. Aber wenn fast 24 Stunden des Tages mit Hektik gefüllt sind, vermag auch ein bisschen Meditieren nicht wirklich etwas auszurichten.
Mit dieser Methode kämpfen Google-Mitarbeiter gegen Burn-out an, T3N 2.10.17

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Mehr Ganzheit im Alltag mit der neuen App "healing formula" 
Freitag, 20. Oktober 2017 - Bewusstsein, Lebensart
Zum Wochenende heute einmal ein Tipp zum ganzheitlichen Entspannen. Gerade ist die neue App healing formula des Zen-Lehrers Paul J. Kohtes erschienen. Sie bietet - nicht zuletzt für typische Kopfarbeiter - eine wunderbare Möglichkeit, wieder mehr in den Körper zu kommen und dabei auch die subtile energetisch-emotionale Befindlichkeit zu verbessern. Bei healing formula handelt es sich um eine leicht erlernbare Übungsfolge mit zwölf Handhaltungen, die das Energiesystem von Körper, Geist und Seele harmonisieren. In der kostenlosen Basisversion kann die 12-minütige Übung eine Woche lang ausprobiert werden. In der Premium-Version gibt es eine erweiterte 24-Minuten-Version zur Vertiefung. Außerdem bietet die App täglich einen schönen Impuls, der einen durch den Tag begleitet, einen Timer und einen Reminder. Premium-User erhalten außerdem Zugriff auf weitere Übungen wie eine Kurzversion von healing formula sowie zusätzliche Übungsvideos für Körper- und Atem-Übungen. Jeden Monat erscheint außerdem eine neue Übung. Die App ist für Android und iOS erhältlich.

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Das Gefühl im gesprochenen Wort 
Donnerstag, 19. Oktober 2017 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Wenn es darum geht, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen, scheint die auditive Wahrnehmung der visuellen überlegen zu sein. Das legt jedenfalls eine Studie der Yale-Universität mit 1.800 nahe, bei der in verschiedenen Szenarien getestet wurde, wie gut Menschen die Stimmungslage anderer erkennen können. In der Versuchsreihe sollten die Probanden miteinander Gespräche führen - einmal fand der Austausch in einem hellen Raum statt, einmal in einem völlig abgedunkelten. In einem anderen Setting wurden Video- und Sprach-Chats eingesetzt. In allen Szenarien zeigte sich, dass die Versuchsteilnehmer die Gefühlslage ihres Gegenübers immer dann am besten einschätzen konnten, wenn sie den Gesprächspartner nur hörten, aber nicht sahen. Die Forscher kommen zur Schlussfolgerung, dass Wahrnehmungen des Gesichtsausdrucks, von denen man sich tiefere Erkenntnisse über Gesprächspartner erwartet, anscheinend eine deutlich geringere Rolle spielen und weniger zuverlässig sind als wenn man einen Menschen ausschließlich hört. Die Stimme scheint mehr Feinheiten zu transportieren.
Wir können die Emotionen anderer besser hören als sehen, spektrum.de 10.10.17

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Kaum einer kocht noch sein eigenes Süppchen 
Mittwoch, 18. Oktober 2017 - Bewusstsein, Lebensart, Studien
Wie sehr sich unser Lebensstil unter den Vorzeichen moderner Lebensweisen verändert, zeigt eine neue GFK-Studie zu den Kochgewohnheiten der Deutschen. Einmal am Tag eine warme Malzeit zu bereiten, das Szenario, mit dem wohl die meisten von uns noch aufgewachsen sind, wird immer mehr zum Auslaufmodell. Nicht einmal ein Viertel aller Deutschen tun dies noch. Für jeden Vierten ist die kulinarische Verpflegung bereits eine Nebensache des Lebens - sie begnügen sich entweder mit dem Aufwärmen von Fertiggerichten (16 Prozent) oder verzichten auf reguläre Malzeiten und snacken sich durch den Tag (11 Prozent). Immerhin 10 Prozent zelebrieren das Kochen in besonderem Maße, knapp 15 Prozent kochen gelegentlich und 11 Prozent am Wochenende. Man kann dies achselzuckend als Veränderung von Konsumgewohnheiten abtun. Dabei geraten aber leicht die kulturellen Folgen aus dem Blick. Lebensmittel sind schließlich in gewisser Weise die Basis unseres Hierseins. Wer sich nicht ausgewogen ernährt, hat meist in späteren Lebensjahren mit den gesundheitlichen Folgen zu kämpfen. Die wachsende Neigung, zu Convenience Food zu greifen, dürfte zu einer Entfremdung von dieser nährenden Funktion, die mit dem Kochen einhergeht, führen. Wer sich nicht oder kaum mit seiner Ernährung beschäftigt, verliert auch immer mehr den Bezug zu dem, was ihm wirklich gut tut. Die Anbieter am Markt reagieren natürlich auf die veränderte Nachfrage. Heute findet man im Supermarkt sogar schon frisches, vorgeschnittenes Gemüse (natürlich in Plastik verpackt). Doch in all den weiter verarbeiteten Lebensmitteln finde sich auch genügend Stoffe, die dem Körper (und Geist) alles andere als gut tun. Vielleicht ist kochen auch eine Art, das Leben selbst bewusst wahrzunehmen und sich mit ihm zu verbinden. Denn in der bewussten Auswahl von Essen und seiner bewussten Zubereitung geht es nicht nur um Nährstoffe - es ist eine bewusste Beziehung zum Leben selbst.
"Aufwärmer" und "Snacker" drängen in die deutschen Küchen, Die Welt 9.10.17

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