Im Teamwork ist der Nachwuchs gut 
Donnerstag, 30. November 2017 - Studien
Die einst schlechten Ergebnisse Deutschlands bei den PISA-Erhebungen lassen bis heute aufhorchen, wenn neue Studien veröffentlicht werden. Dieses Mal steht Deutschland jedoch ziemlich gut da. Die jüngste Untersuchung zeigt: Vor allem im Teamwork sind die Schülerinnen und Schüler hierzulande sehr gut. So liegt Deutschland dieses Mal bei der Sozialkompetenz mit einer Platzierung zwischen dem 10. und 14. Rang unter 50 Ländern sehr gut. Getestet wurde die Fähigkeit zur Zusammenarbeit beim Lösen von Aufgaben am Computer. Mit einem Mittelwert von 525 Punkten lagen die deutschen Schüler über dem OECD-Durchschnitt von 500 Punkten und damit etwa gleichauf wie die USA, Großbritannien und Dänemark. 13 Prozent der hiesigen Schüler erreichten sogar die höchste Kompetenzstufe (OECD-Schnitt: 8 Prozent):
Bei Teamarbeit sind deutsche Schüler spitze, WiWo 21.11.17

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Mehr oder weniger arbeiten?  
Mittwoch, 29. November 2017 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Unter den Vorzeichen der Digitalisierung werden die Regelarbeitszeiten immer wieder zum Thema. Die wirklichen Bedürfnisse der Arbeitnehmer lassen sich allerdings kaum durch klare Regeln fassen. Einerseits möchten immer mehr Menschen gerne weniger arbeiten. Doch gibt es auch eine Vielzahl an Unterbeschäftigten, die ihre Arbeitszeit gerne aufstocken würden. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes würde rund eine Million der Beschäftigten gerne kürzer arbeiten. 2,7 Millionen hingegen hätten nichts dagegen, wenn ihr Arbeitgeber sie länger beschäftigt. In den Ärmsten Haushalten ist die Arbeitszeit seit 1990 um 31 Prozent gesunken, bei der Oberschicht um 6,5 Prozent. Oft sind es Menschen in Teilzeitjobs, die gerne länger arbeiten würden, um besser über die Runden zu kommen. Der große Erfolg der 450-Euro-Jobs macht jedoch vielen einen Strich durch die Rechnung, denn Arbeitgeber setzen aufgrund der höheren Flexibilität gerne auf mehrere Mini-Jobber, statt Vollzeitstellen zu schaffen. Experten fordern deshalb, die Privilegien dieser Jobs abzuschaffen. Die von der Wirtschaft immer wieder geforderte weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten zielt oftmals vor allem auf die High Potentials, die ohnehin schon viel arbeiten. Doch am unteren Ende des Arbeitsmarktes scheint der Reformbedarf auch erheblich.
Ich eine Stunde weniger, du eine mehr, Zeit online 21.11.17

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Natur und Gesundheit sind vielen wichtiger als Erfolg 
Dienstag, 28. November 2017 - Lebensart, Studien
Die Deutschen scheinen sich nach Ursprünglichkeit zu sehnen. Bei der Erhebung zum Werteindex 2018 schaffte es die Natur auf Platz 1. Viele Menschen versprechen sich von ihr Seelenfrieden und innere Kraft. Die Analyse von Diskussionsbeiträgen in deutschsprachigen Social Media-Kanälen ergab als weitere Top-Werte der Deutschen: Gesundheit, Familie, Freiheit, Sicherheit, Erfolg, Gemeinschaft, Anerkennung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Zum ersten Mal werde Sicherheit häufiger diskutiert als Vertrauen, heißt es in der Untersuchung. Die Beiträge würden zunehmend in den politischem Sicherheitskontext gestellt. Der Fokus liegt auf der Rolle des Staates, insbesondere im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Beim Thema Freiheit bewegt die Deutschen vor allem ihre persönliche Freiheit im Alltag, während die politische Freiheit an Relevanz verliere.
Werteindex 2018, tns Infratest 20.11.17

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Wenn fehlender Schlaf zum Problem wird 
Montag, 27. November 2017 - Lebensart, Studien, Arbeit, Management
Guter Schlaf ist eine wesentliche Basis für ein gesundes Leben. Doch die Belastungen des Arbeitsleben scheinen hier vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Laut einer Erhebung der Techniker Krankenkassen unter 1.000 Personen schläft jeder Dritte nur mittelmäßig, schlecht oder sogar sehr schlecht. 24 Prozent kommen nicht einmal auf sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Eine schlechte Schlafqualität scheint dabei mit häufigeren gesundheitlichen Problemen verbunden. Unter denen, die schlecht schlafen, leiden 54 Prozent unter Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, bei den guten Schläfern sind es nur 35 Prozent. Auch die Erschöpfung liegt hier mit 44 Prozent fast doppelt so hoch. die Gereiztheit gar mehr als drei Mal so hoch, ebenso die Niedergeschlagenheit.
Die Arbeit raubt den Schlaf, Zeit online 15.11.17

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Was die Wissenschaft zur Wirkung von Yoga sagt 
Freitag, 24. November 2017 - Lebensart, Studien
Yoga, früher als Freizeitbeschäftigung für überspannte Hausfrauen verspottet, rückt immer mehr in den Blick der Medizin, denn die Zahl der wissenschaftlichen Studien zeigt, dass das sanfte körperlich-energetische Training in einigen Anwendungsbereichen sogar besser wirkt als konventionelle Ansätze. Geo hat eine Übersicht mit den wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Yoga zusammengestellt. So wirkte Yoga bei der Behandlung von Nacken- oder Rückenschmerzen in mehreren Studien besser als die klassische Rückenschule. Wenn es um Stress und die Stimmung geht, schneidet Yoga besser ab als Aerobic. Bei Schlafstörungen kann Yoga die Einschlafzeit verkürzen und die Schlafzeit verlängern helfen - und dies besser als die konventionelle Schlafberatung. Es lohnt sich also, den Sonnengruß zu lernen ...
Wie und warum wirkt Yoga? Geo.de

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Moderne Rollenbilder machen Arbeitgeber für Frauen attraktiv 
Donnerstag, 23. November 2017 - Studien, Arbeit, Management
Wenn es um Gender Mainstreaming geht, scheinen Frauen einen siebten Sinn dafür zu haben, ob ihnen Gleichberechtigung am Arbeitsplatz nur durch ein paar Quotenfrauen vorgegaukelt wird oder es Unternehmen wirklich ernst ist. Eine deutsche Studie mit knapp 300 Studierenden zeigt: Grundsätzlich kommt es bei Bewerberinnen gut an, wenn Firmen sich zum Beispiel familienfreundlich präsentieren. Präsentierte ein Mann die Fakten zur Work-Life-Balance, stieg das Bewerbungsinteresse der Frauen noch einmal deutlich - die Forscher glauben, weil hier der Bruch mit Rollenstereotypen unterlege, dass es einem Unternehmen wirklich ernst sei mit seinem Angebot. In einem zweiten Testszenario wurde den Studienteilnehmern ein fiktives Firmenszenario gezeigt mit drei Varianten: einmal war der Firmenvorstand komplett mit Männern besetzt, einmal mit weiblichem Personalvorstand, einmal mit weiblicher Finanzchefin. Am attraktivsten war letzteres für die Bewerberinnen, weil eine Frau in einem nicht "typisch weiblichen" Arbeitsfeld nahe legte, dass Frauen hier eine richtige Karriere hinlegen können.
Moderne Rollenmodelle locken Arbeitnehmerinnen, Bild der Wissenschaft 14.11.17

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Dalai Lama: Wir brauchen Herzensbildung 
Mittwoch, 22. November 2017 - Bewusstsein, Lebensart
"Wir brauchen eine gezielte Bildung des Herzens", äußerte seine Heiligkeit, der Dalai Lama, kürzlich in einem Beitrag für die Los Angeles Times. Das spirituelle Oberhaupt der Tibeter kritisierte dabei, dass das konventionelle Schulsystem sich meist vor allem auf die Vermittlung fachlicher Fähigkeiten konzentriere und die menschliche Innenwelt vernachlässige. "Die Geschichte zeigt uns, dass es, solange Menschen allein ihre eigenen nationalen Interessen verfolgen, zu Unfrieden und Krieg kommt. Das ist kurzsichtig und kleingeistig. Es ist außerdem unrealistisch und überholt. Als Brüder und Schwestern zusammenzuleben, ist der einzige Weg zu Frieden, Mitgefühl, Achtsamkeit und mehr Gerechtigkeit", so seine Heiligkeit. Der Dalai Lama plädiert bereits seit einiger Zeit für die Entfaltung einer säkularen Ethik, von der sich religiöse Menschen gleichermaßen angesprochen fühlen wie Atheisten. "Unsere Kinder sollten mit der Idee aufwachsen, dass Dialog und nicht Gewalt der beste und praktikabelste Weg ist, Konflikte zu lösen. Die junge Generation hat eine große Verantwortung sicherzustellen, dass die Welt zu einem friedvolleren Ort für uns alle wird. Aber das kann nur Realität werden, wenn wir nicht nur den Geist, sondern auch das Herz bilden. Das Bildungssystem der Zukunft sollte mehr Betonung auf die Stärkung humaner Fähigkeiten legen wie Warmherzigkeit, einen Sinn für das Einssein, Humanität und Liebe", so das spirituelle Oberhaupt der Tibeter.
Dalai Lama: We need an education of the heart, LA Times 13.11.17

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Kürzer arbeiten bringt oft mehr 
Dienstag, 21. November 2017 - Studien, Arbeit, Management
Während in Deutschland gerade wieder eine Diskussion über eine Lockerung der Arbeitszeiten ihren Lauf nimmt und die Arbeitgeber vor allem darauf spekulieren, ihre Mitarbeiter auch länger als acht Stunden pro Tag arbeiten lassen zu dürfen, zeigen Erkenntnisse aus Schweden mit Arbeitszeitverkürzungen, dass weniger zu arbeiten unter dem Strich eine bessere Gesamtsituation für Mitarbeiter wie auch Unternehmen schaffen kann. Ein Krankenhaus in Göteborg hatte 2014 notgedrungen damit begonnen, mit 6-Stunden-Arbeitstagen zu experimentieren - schlicht weil zahlreiche Vollzeitstellen sich nicht mehr besetzen ließen. In der Orthopädie wurde ein Sechstel mehr Stellen geschaffen, für die sich unter den geänderten Vorzeichen auch Mitarbeiter fanden. Dabei stieg die Zahl der Operationen um ein Fünftel an. Die Wartezeiten für Patienten konnten verkürzt werden und die Wirtschaftlichkeit der Klinik verbesserte sich. In einem Altenpflegeheim in Göteborg sank durch eine vergleichbare Arbeitszeitverkürzung der Krankenstand um ein Fünftel (in ähnlichen Einrichtungen stieg er im Vergleichszeitraum um 10 Prozent). Außerdem fühlten sich die Angestellten zufriedener, ausgeruhter und weniger gestresst. Eine Studie der Universität Stockholm, die die Erfahrungen von 600 Angestellten an 33 Arbeitsplätzen mit Sechs-Stunden Tag bei gleichem Lohn auswertete, kommt zu dem Ergebnis, dass diese Reformen zwar zunächst Kosten verursachen, aber langfristig lohnenswert seien - weil weniger gestresste Mitarbeiter weniger Fehler machen und dadurch weniger Schäden verursachen. Es ist also bedenkenswert, weniger zu arbeiten - weil es oft eben mehr bringt.
Sechs Stunden am Tag sind genug, taz 13.11.17

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