Neue Schrift soll Lernen erleichtern 
Freitag, 12. Oktober 2018 - Bewusstsein, Studien
Mit einer neuen Schrift wollen australische Designer und Wissenschaftler es Menschen erleichtern, sich abgetippte Notizen besser zu merken. Die "Sans Forgetica" wurde durch gezielte Auslassungen im Schriftbild so konzipiert, dass es besondere Aufmerksamkeit erfordert, das in ihr Geschriebene zu lesen. Durch diese kleine Zusatzanstrengung sollen im Gehirn Erinnerungspuren leichter aktiviert werden. Wo man bekannte, gut lesbare Schriften einfach überfliegt und leicht am Ende der Zeile schon wieder den Anfang vergessen hat, erhofft man sich von der "Sans Forgetica", das bei ihr mehr hängen bleibt. Man darf gespannt sein, welche Früchte die Schrift in der Praxis dann trägt. Auf jeden Fall sieht sie cool aus!
Diese Schrift soll eine erstaunliche Wirkung auf euer Gehirn haben, Business Insider Deutschland 4.10.18

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Nichts leisten 
Donnerstag, 11. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Meditation erfreut sich als Ausgleichssport für von der Leistungskultur Gebeutelte großer Beliebtheit. Doch kann man Stille einfach machen? Im Interview mit dem SRF erzählt die Schweizer Zen-Meisterin Anna Gamma, warum Meditation sich am ehesten dann einstellt, wenn man sie von dem gewohnten Gedanken, etwas erreichen zu wollen, frei hält. "Wir brauchen einen Raum, in dem wir einfach sein können – und nichts leisten müssen", so Gamma. Ihrer Erfahrung nach können Meditations-Apps oder auch Disziplin zwar in einem gewissen Rahmen helfen, eine kontinuierliche Praxis der Stille zu entwickeln, doch sieht sie dabei auch Grenzen: "Dann können auch noch die ganzen Über-Ich-Geschichten dazukommen. Zum Beispiel «Du bist gut, wenn du das durchziehst» oder Ähnliches. Das funktioniert auf Dauer nicht", meint sie. Und sie lädt dazu ein, sich dem Ungewohnten der Stille einfach anzuvertrauen, damit es sich über die Zeit im Leben entfalten kann: "Die Meditation lässt einen eine ganz und gar andere Erfahrung machen: Es ist wunderbar, dass es dich gibt, noch vor jeder Leistung. Das ist ein universelles Grundbedürfnis der Menschen. Es geht um das Sein, nicht um das Leisten. In der Meditation können wir spüren, wie das Leben durch uns lebt, wie wir getragen sind von einem kosmischen Strom von Leben.
Das klingt vielleicht etwas schräg, es macht nur in der direkten Erfahrung Sinn. Hat man das aber genügend oft erlebt – also geübt –, kann man Stille auch mitten im Trubel erfahren. Magisch."
Meditation to go: Bringt's das?, SRF 3.10.18

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Fondsgesellschaft führt 4-Tage-Woche ein 
Mittwoch, 10. Oktober 2018 - Lebensart, Arbeit, Management
Es war ein Test - und er war mehr als erfolgreich: Die neuseeländische Fondsgesellschaft Perpetual Guardian probierte vor einigen Wochen aus, was sich im Unternehmen ändert, wenn die Mitarbeiter statt an fünf nur noch an vier Tagen pro Woche arbeiten. Der Inhaber des Unternehmens mit 240 Mitarbeitern hatte zahlreiche Untersuchungen darüber gelesen, dass sich durch eine Arbeitszeitverkürzung Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern lassen. Der Testlauf wurde wissenschaftlich begleitet und dabei zeigte sich: Durch die Arbeitszeitverkürzung, deren Maßgabe es war, dass dennoch jeder das vereinbarte Arbeitspensum erbringen muss, stieg die Work-Life-Balance von 54 auf 78 Prozent. Der Stresslevel sank von 45 auf 38 Prozent. Das überzeugte den Firmeninhaber so sehr, dass ab November die Vier-Tage-Woche bzw. eine wöchentliche Arbeitszeitreduzierung um sieben Stunden zur Norm wird.
Fondsgesellschaft testet Vier-Tage-Woche – mit klarem Ergebnis, welt.de 2.10.18

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Apple macht aus Achtsamkeit eine Challenge 
Dienstag, 9. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
Silicon Valley und Mindfulness werden heute immer öfter in einem Atemzug genannt. Apple zeigt nun, wie man aus dem Achtsamkeitsthema ganz im Sinne der modernen Leistungskultur eine wunderbare Challenge machen kann. Diesen Monat sind die Mitarbeiter des Unternehmens dazu aufgerufen, regelmäßig kleine Achtsamkeitspausen einzulegen. Die mentalen Auszeiten können mit einer beliebigen App dokumentiert werden. Wer nach 25 Tagen besonders achtsam war, bekommt ein exklusives T-Shirt. Leider wird in den zahlreichen Meldungen, die zur Challenge im Netz kursieren, nichts darüber gesagt, ob es für den persönlichen Achtsamkeitseinsatz auch eine Obergrenze gibt. ;-)
Apple-Mitarbeiter können exklusives T-Shirt in Achtsamkeits-Challenge gewinnen, macerkopf.de 1.10.18

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Digitale Feedback-Kultur 
Montag, 8. Oktober 2018 - Psychologie, Arbeit, Management
Firmen, die etwas auf sich halten, fühlen der Unternehmenskultur mit Mitarbeiterbefragungen auf den Zahn. Meist sind das dann große Fragebogen, bei denen die Angestellten einmal im Jahr die Möglichkeit zum großen Rundumschlag haben. Doch kommen in solchen Erhebungen die Details zum Tragen, die die Menschen tagtäglich am Arbeitsplatz beschäftigen? Und was hilft es, wenn man sich Monate nach einem Ärgernis darüber in einer Umfrage Luft verschaffen kann? Eine dänische Firma hat ein nun ein Analysetool entwickelt, mit dem Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig befragen kann. Peakon schöpft aus einem Fragekatalog, der wissenschaftlich validiert wurde. In kurzen Zyklen, zum Beispiel ein Mal pro Woche, erhalten die Mitarbeiter wenige Fragen, auf die sie antworten können. Tests zeigen, das Tool stößt auf gute Resonanz. Im Schnitt liegen laut Unternehmen die Antwortraten bei 81 Prozent. Der Anbieter rühmt sich damit, dass vor allem diese kurzen Zyklen es erleichtern, beispielsweise Neuerungen oder Veränderungen zeitnah zu testen und so Feedback über die Wirkungen zu erhalten. Macht Sinn in Zeiten, in denen alle von Agilität sprechen ... "Es fällt auf, dass Arbeitnehmer immer stärker nach dem Warum fragen: Wohin führt meine Arbeit? Welches Ziel haben wir eigentlich? Außerdem wünschen sich deutsche Arbeitnehmer schnellere Wege, ihre Meinung zu äußern. Viele Unternehmen hierzulande haben noch immer eine starke Hierarchiestruktur. Das erzeugt Scheu, Feedback zu äußern", erzählt Julian Tesche, der für Peakon in Deutschland zuständig ist. Eine Frage ist natürlich, ob man in der Führungsetage auch hören möchte, wie die Sinnfrage im eigenen Unternehmen beantwortet wird ...
"Jeder Mitarbeiter ist Kunde", Zeit online 26.9.18


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Meditations-App Calm nun auch auf Deutsch verfügbar 
Freitag, 5. Oktober 2018 - Bewusstsein, Lebensart
Digitale Meditationshelfer erfreuen sich großer Beliebtheit. Geführte Meditationen oder auch Timer erleichtern es Einsteigern, eine regelmäßige Praxis zu entwickeln. Die Meditations-App Calm ist nun auch in deutscher Sprache erhältlich. Die App bietet Kurse zum Runterkommen, für besseren Schlaf, Fokussierung und Stressmanagement. Außerdem zeigt sie jeden Tag einen Denkanstoß an. Zum Einschlafen bietet Calm neben Meditationshilfen auch Gute-Nacht-Geschichten.
Calm-Pressemitteilung 25.9.18

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Studium oder Lehre? Macht etwa gleich (un)zufrieden 
Donnerstag, 4. Oktober 2018 - Studien, Arbeit
Der Trend zum Studieren scheint ungebrochen. Eine Untersuchung des Portals meinestadt zeigt allerdings: Akademiker sind später im Beruf nicht unbedingt zufriedener als Menschen, die einen Ausbildungsberuf erlernt haben. Über den Ausbau ihrer Fähigkeiten im Berufsverlauf sind zwei Drittel der Akademiker und Nicht-Akademiker zufrieden, ähnlich steht es um die Einschätzung ihrer Berufsbilanz. Beim Karriereverlauf hat gut die Hälfte ein positives Gefühl, während mit der Gehaltsentwicklung nur etwa die Hälfte der Befragten zufrieden ist. Akademiker weisen bei allen Aspekten eine um zwei bis fünf Prozentpunkte höhere Zufriedenheit auf als die Nichtakademiker.
So zufrieden sind Akademiker und Nicht-Akademiker mit ihrer Arbeit, WiWo 21.9.18

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Teilen hängt vom sozialen Kontext ab 
Dienstag, 2. Oktober 2018 - Bewusstsein, Psychologie, Studien
Großzügigkeit scheint keine statische Eigenschaft zu sein, sondern sich bei Menschen im Kontext der jeweiligen sozialen Situation zu ergeben. Amerikanische Forscher untersuchten ein Nomadenvolk in Tansania, das sich mehrfach im Jahr in unterschiedlichen Konstellationen in größeren Camps trifft und ansonsten in kleineren Gruppen unterwegs ist. In mehreren dieser Camps, bei denen sich die Personenkonstellationen jeweils veränderten, betrachteten die Wissenschaftler anhand eines Testszenarios, wie sehr die einzelnen Stammesmitglieder geneigt waren, mit anderen zu teilen. Dabei wurde deutlich, dass die Freigebigkeit keine konstante Charaktereigenschaft war. Vielmehr passten viele der Nomaden ihre Bereitschaft zu teilen an die jeweilige soziale Situation an. In Gruppen, in denen viele eher zurückhaltend waren, wurden auch jene Nomaden geiziger, die in anderen Konstellationen großzügig waren. Umgekehrt schien auch wahrnehmbare Freigebigkeit zu inspirieren, so dass dann mehr geteilt wurde.
Teilen ist ansteckend, wissenschaft.de 21.9.18

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