Belastungen der Mitarbeiter frühzeitig erkennen 
Montag, 6. Januar 2020 - Arbeit, Management
Stress und Burnout sind nicht nur aufgrund gestiegener Belastungen in der Arbeitswelt in den letzten Jahren zu einem großen Thema geworden, sondern auch, weil viele Unternehmen noch nicht den rechten Blick dafür entwickelt haben, wie sie ihre Mitarbeiter vor Überlastung sinnvoll schützen können. Der Start-up "Dear Employee" möchte hier helfen. Er hat ein Befragungssystem entwickelt, mit dem Firmen leichter erkennen können, wie es um die gesundheitliche und seelische Verfassung ihrer Angestellten steht. Die Online-Befragungen sollen Entscheidern einen Überblick geben, wo es in ihrem Unternehmen hakt. Denn nur wer überhaupt im Bilde ist, wie es den Menschen, die in der Firma arbeiten, geht, kann auch entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Dieses Start-up will Angestellte vor Burn-out schützen, welt.de 22.12.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 
Montag, 16. Dezember 2019 - sonstiges
think.work.different macht Pause zum Jahreswechsel. Wir wünschen allen regelmäßig hier Lesenden eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Ab 6. Januar sind wir dann wieder mit frischen News für Sie da.

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Große Unternehmen bremsen beim Home Office 
Freitag, 13. Dezember 2019 - Studien, Arbeit, Management
Nicht mehr so oft im Stau stehen, leichter Berufliches und Privates ausbalancieren - für viele Mitarbeiter ist das Home Office eine Möglichkeit, sich das Leben etwas leichter zu gestalten. Doch insbesondere große Unternehmen treten hier auf die Bremse. Eine repräsentativenUnternehmensbefragung des Prognos-Instituts zeigt: Es sind vor allem kleinere Firmen, die ihren Angestellten das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Am besten sind dabei die kleinsten Unternehmen aufgestellt. In Betrieben mit fünf bis neun Mitarbeitern können 75 Prozent derer, deren Arbeitsfeld es zulässt, mobil arbeiten. Bei Betrieben mit 10 bis 49 Mitarbeitern sind es noch 58 Prozent. In Großunternehmen mit mehr mehr als 1.000 Angestellten nur noch die Hälfte. Vor allem kleinere Firmen scheinen gezielt mit diesen Vorteilen um Mitarbeitende zu werben.
„Die Bremser sitzen im mittleren Management“, welt.de 6.12.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Ethische Messlatte hängt für Frauen höher 
Donnerstag, 12. Dezember 2019 - Studien, Arbeit, Management
Wenn es um die Beurteilung von Fehlverhalten geht, liegt im Business die ethische Messlatte für Frauen deutlich höher als für Männer. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten mit 512 Probanden, wie diese das Fehlverhalten von männlichen und weiblichen CEO's bewerten. Ihnen wurden fiktive Zeitungsberichte vorgelegt. Darin ging es um fehlerhafte Autos. Mal legte der Fehler Inkompetenz der obersten Führung nahe, mal gezielten Betrug. Anschließend wurden die Probanden gefragt, wie hoch ihre Bereitschaft sei, bei dem Unternehmen noch mal ein Auto zu kaufen. War der fiktive CEO der Geschichte ein Mann, sank die Kaufbereitschaft bei den Befragten in gleichem Maße bei inkompetentem wie ethisch bedenklichem Verhalten. Wurde den Studienteilnehmenden hingegen eine Frau als oberste Chefin präsentiert, wollten deutlich weniger Probanden ein Auto kaufen, wenn die Ursache moralisches Vergehen war. Bei der Inkompetenz reagierten sie hingegen nachsichtiger als bei männlichen CEO's. Die Studie zeigt, welcher Gender-Gap im Hinblick auf die Bewertung von Moral zutage tritt. Wenn eine Frau lügt, scheint das doppelt schlimm zu sein.
„Frauen sind höhere Standards vorgeschrieben“, WiWo 6.12.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Selbstoptimierungsmaschine 
Mittwoch, 11. Dezember 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Arbeit, Management
"Mit Fitnesscoach und Meditation zum „absoluten Machertypen“?" - das fragt das Magazin Gründerszene. Um dann mit dem Portrait eines Firmengründers zu zeigen, wie Selbstoptimierung aus dem Bilderbuch daherkommt. Meditation spielt für den portraitierten Unternehmer, das erfährt man am Schluss des Artikels, eher eine untergeordnete Rolle - macht er einfach, weil's ihm ein Coach geraten hat. Jede Menge Sport, Ernährungsberatung, regelmäßige Physiotherapie als Prophylaxe und gleich mehrere Coaches halten den agilen Gründer auf Trab. Mir wurde ein wenig schwindlig beim Lesen des Artikels. Bösartig könnte man auch fragen, wann der Mann noch Zeit zum Arbeiten findet. Aber wer all seine Lebensbereiche so optimal gestaltet, braucht dafür vielleicht wesentlich weniger Zeit? Ich finde es ein wenig erschreckend, welcher Hand, das Leben beherrschen zu wollen, hier auch zum Vorschein kommt. Gesund zu leben, ist eine Sache. Aber fast schon zwanghaft aus allen Dimensionen des menschlichen Daseins, aus Körper, Geist und Seele, das Beste herausholen zu wollen, ist schon extrem.
Mit Fitnesscoach und Meditation zum „absoluten Machertypen“?, gründerszene.de 30.11.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Arbeitsmarkt boomt, die Armut auch 
Dienstag, 10. Dezember 2019 - Studien, Arbeit
Die weltweiten Arbeitsmärkte haben sich seit der Finanzkrise 2008 zu großen Teilen erholt, die Beschäftigungsquoten sind längst wieder gestiegen. Die Lebensmöglichkeiten vieler Menschen scheinen sich dadurch allerdings nicht zu verbessern. Der von der Bertelsmann Stiftung kürzlich veröffentlichte Social Justice Index 2019 zeigt: In 25 von 41 Staaten der EU und der OECD stagniert das Armutsrisiko oder ist sogar gestiegen. Der Index untersucht jährlich, wie es in diesen Ländern um Armutsvermeidung, Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit, Nichtdiskriminierung und Generationengerechtigkeit steht. Dieses Jahr gingen die Spitzenplätze an Island und Norwegen. Deutschland landet auf dem zehnten Platz. Die USA sind auf Rang 36 eines der Schlusslichter. Für Deutschland zeigt sich: Obwohl die Beschäftigungsrate von 2013 bis 2018 von 73,5 auf 75,9 Prozent gestiegen ist, hat sich auch das Armutsrisiko erhöht - von 9,4 auf 9,8 Prozent. Studien wie diese machen deutlich, wie einseitig es ist, vor allem aus den Arbeitsmarktzahlen etwas über gesellschaftliche Chancen ableiten zu wollen. Prekäre Beschäftigungen beispielsweise mögen gut für die Statistik sein, für die Menschen sind sie es nicht.
Armut trotz Aufschwungs an Arbeitsmärkten nicht gesunken, welt.de 5.12.19

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink
Stress und Hektik sind das neue Normal im Job 
Montag, 9. Dezember 2019 - Studien, Arbeit, Management
Viel zu viel arbeiten, keine Pausen machen, am Rad drehen - Stress und Hektik scheinen immer mehr zum Normalzustand der Arbeitswelt zu werden. Eine neue Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit 6.600 Befragten zum Thema "Gute Arbeit" zeigt: 53 Prozent der Arbeitenden fühlen sich häufig gehetzt. Ein Viertel schafft die Arbeit nicht in der vorgegebenen Zeit. Genau so viele Menschen machen deshalb kürzere Pausen oder lassen sie gleich ganz ausfallen. Bis zur Hälfte der Arbeitenden hat dabei den Eindruck, diese Belastungen nicht bis zur Rente durchzuhalten. Der DGB ist alarmiert, auch weil drei Viertel der Unternehmen die Belastungsanalysen zum Schutz der Gesundheit, die laut Arbeitsschutzgesetz vorgesehen sind, gar nicht durchführt. Die Arbeitswelt scheint sich hier auf ein besorgniserregendes Überlastungsniveau einzupendeln. Und immer noch wird, wenn Menschen schließlich aufgrund von zu viel Stress erkranken, versucht, diese Probleme im persönlichen Bereich zu lösen, beispielsweise durch Therapien. Auf die Couch müsste eigentlich einmal unser Verständnis von Arbeit und dem, was für Menschen verkraftbar ist.
Mehr Stress – und mehr psychische Erkrankungen, FAZ 5.12.19

[ 1 Kommentar ]     Permalink
Die Überemotionalisierung der Arbeit 
Freitag, 6. Dezember 2019 - Bewusstsein, Lebensart, Psychologie, Arbeit
Arbeit soll Spaß machen, erfüllend sein, Selbstverwirklichung ermöglichen. Ideen wie diese waren der Generation unserer Eltern wahrscheinlich noch fremd. Heute sind sie Gemeingut. Und leicht könnte man glauben, wenn man selbst einfach nur seinen Job machen möchte, läuft schon etwas grundlegend falsch. "Niemand sollte etwas machen, das er furchtbar findet – und niemand etwas, das er nicht kann. Aber in der öffentlichen Diskussion werden die emotionalen Anforderungen an den Job sehr hoch gehängt. Wenn man nicht jeden Tag strahlt vor Glück, dann stimmt angeblich etwas nicht. Das ist eine heillose Überforderung, die weder dem Einzelnen noch den Unternehmen guttut", sagt derJurist und Sachbuchautor Volker Kitz in einem Interview mit brand eins. Seine Befürchtung bei all dem Selbstverwirklichungsdrang: "Ich glaube nicht, dass Millionen Angestellte ein unglückliches Leben führen. Sie arbeiten in einer Buchhaltung, im Finanzamt, bei einer Versicherung, an der Supermarktkasse oder fahren eine Straßenbahn. Das ist die große Masse der Berufstätigen. Sie müssen sich angesichts all der Berichte über Leute, die sich mit ihrer Arbeit einen Lebenstraum erfüllen, vorkommen, als wären sie Idioten, die in ihrem Leben etwas Entscheidendes falsch gemacht haben." Kitz möchte die Dinge gerne in ein realistischeres Licht gerückt wissen. Er wünscht sich "mehr Wertschätzung für Leute, die mit einem normalen Job die Wirtschaft am Laufen halten", statt romantischer Verklärung.
Den Beruf lieben? Muss nicht sein., brand eins

[ Kommentar hinzufügen ]     Permalink

Zurück Weiter