Jeder zehnte Manager in Angst vor Jobverlust 
Donnerstag, 31. Januar 2008 - Studien
Die aktuellen Turbulenzen an den Weltmärkten erschüttern auch die Führungsetagen. So hat laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Placement24 gegenwärtig jeder zehnte Manager Angst, aufgrund der jüngsten Entwicklungen seinen Job möglicherweise zu verlieren. Zwölf Prozent der Befragten gehen davon aus, dass fallende Börsenkurse und die Bankenkrise ihren Arbeitsplatz direkt oder indirekt gefährden. Personalberater sehen die Situation dagegen deutlich entspannter. 81 Prozent von ihnen bewerten aufgrund ihrer Auftragslage die gegenwärtige Situation als gut bis sehr gut und sehen lediglich im Bereich der Finanzdienstleister möglicherweise weniger Personalbedarf. Für die Umfrage wurden 725 Führungskräfte sowie 125 Headhunter und Personalberater befragt.
"10 Prozent fürchten um ihren Job", Manager Magazin 24.1.2008


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Glück finden die Deutschen im Privaten 
Mittwoch, 30. Januar 2008 - Studien
Die Deutschen sind zum großen Teil glückliche Menschen, so das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, die vom Meinungsforschungsinstitut Emnid realisiert wurde. 57 Prozent der Befragten bezeichnen sich als glücklich, während nur eine Minderheit von fünf Prozent sich als deutlich unglücklich betrachtet. Hauptanlass für Glücksgefühle sind die eigene Gesundheit und die der Angehörigen (87 Prozent), ein intaktes Elternhaus mit Liebe und Geborgenheit (74 Prozent) und die Fähigkeit, sich über die kleinen Dinge des Lebens freuen zu können (69 Prozent). Für 56 Prozent der Befragten entsteht Glück auch, wenn sie Gutes tun und anderen Menschen helfen. Der Bereich der Arbeitswelt hingegen scheint für das Glücksempfinden der Deutschen eher von peripherer Bedeutung zu sein. Für 56 Prozent der Befragten bedeutet Glück, einen Arbeitsplatz zu haben, und für 31 Prozent, sich keine Sorgen über Geld machen zu müssen. 42 Prozent sind glücklich, wenn sie sich über Erfolg und ihre Leistungen freuen können. Für 47 Prozent wird die Anerkennung ihrer Leistungen bei der Arbeit zur Glücksquelle. Auch etwas Neues zu lernen, ist für 40 Prozent der Studienteilnehmer ein Anlass für Glück, sich neue Qualifikationen durch gezielten Unterricht oder Kurse zu erwerben, hingegen nur für 18 Prozent.
Glücksstudie der Bertelsmann-Stiftung


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Nokia: Lehrstück in Sachen Diversity 
Dienstag, 29. Januar 2008 - Management
Die Ankündigung der Nokia-Führung, das Werk in Bochum zu schließen, zog einen Aufschrei der Entrüstung nach sich. Dabei spielten nicht nur die kommunizierten Fakten an sich eine Rolle, sondern auch, dass das Unternehmen Mitarbeiter und Öffentlichkeit quasi ohne Vorwarnung mit vollendeten Tatsachen konfrontierte. Ein Faux pas, den das Nokia-Management hätte vermeiden können, wenn es sich im Vorfeld Klarheit darüber verschafft hätte, dass sich Deutsche und Finnen in ihren Führungskulturen erheblich unterscheiden. In einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung erklärt Risto E. J. Penttilä, Direktor von "Elinkeinoelämän Valtuuskunta" (EVA), dem Finnischen Business- und Politikforum in Helsinki, warum das für die Finnen nicht ungewöhnliche Vorgehen in Deutschland als brachialer Akt wahrgenommen wurde. Penttilä legt dar, dass die Finnen - nicht zuletzt aufgrund ihrer kulturellen und geschichtlichen Entwicklung - sehr großen Wert auf das richtige Handeln zur rechten Zeit legen. Unpopuläre Maßnahmen sind in den Augen vieler Finnen nur halb so schlimm, wenn sie mit Entschiedenheit umgesetzt werden. So ist es für viele finnische Manager völlig normal, nach dem Treffen einer Entscheidung den Teams, die sie umsetzen, völlig freie Hand zu lassen und alle Beteiligten einzubinden. Der Entschluss selbst ist dagegen Chefsache, frei nach dem Motto "Lieber handeln als reden". Was in finnischen Augen Handlungsstärke ausdrückt, ist für viele Deutsche dagegen ein völliger Affront. Die Frage ist, ob ein besserer Blick der Finnen für Diversity-Fragen etwas am Ergebnis geändert hätte, denn - und hier sind die Finnen in bester internationaler Gesellschaft - Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer werden nun einmal gegenwärtig von allen Konzernen als probates Mittel erachtet, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Vielleicht würde es sich lohnen, einmal darüber nachzudenken, ob es nicht auch andere Mittel und Wege gibt.
"Lieber handeln als reden", SZ 21.1.2008



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Mit Entspannung Geld verdienen 
Montag, 28. Januar 2008 - Success Stories
Die Tageszeitung "Die Welt" portraitiert in einer Serie über deutsche Manufakturen den Hersteller von Meditationskissen Kasha aus dem rheinischen Stolberg. Gründer Helge Breite, einst erfolgreicher Ingenieur, begann einst nach einer einjährigen Asienrundreise selbst mit dem Meditieren. Als ihm der Leistungsdruck und die Hektik in seinem angestammten Beruf zu viel wurden, sattelte er um und begann mit der Fertigung von Meditationskissen. Während er anfangs noch mit dem Campingbus durch Deutschland reiste, um seine Ware persönlich bei Esoterikläden anzubieten, ist das Unternehmen inzwischen rasant gewachsen. Über einen Onlineshop und per Katalog bietet Breite heute nicht mehr nur die eigenen Kissen an, sondern vertreibt auch Wellnessartikel anderer Hersteller. "Was ich jetzt mache, bejahe ich innerlich", so sein Fazit zu seiner nicht nur finanziell erfolgreichen, sondern auch erfüllenden neuen Tätigkeit.
"Die Firma, die mit Entspannen Geld verdient", Die Welt 16.1.2008


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Trendreport 2008: Social Entrepreneurship stark im Kommen 
Freitag, 25. Januar 2008 - Arbeit
Social Entrepreneurship ist in aller Munde, nicht zuletzt dank der Tatsache, dass Muhammad Yunus, Gründer der Mikrokreditbank Grameen, den Friedensnobelpreis erhielt. Das Zukunftsinstitut konstatiert nun in seinem Trendreport 2008, dass dieser Trend weiter fortschreitet. Während bisher vor allem mutige Einzelkämpfer mit sozial orientierten Geschäftsideen von sich reden machten, greift die Idee, soziale Anliegen in ganz normale Unternehmen zu verpacken, immer mehr um sich. Als Indizien führen die Zukunftsforscher die Tatsache an, dass sich immer mehr Business Schools des Themas annehmen und es auf seine Lehrpläne setzen, sowie die wachsenden Teilnehmerzahlen, über die sich Veranstalter wie die Schwab Foundation mit ihrem jährlichen Gipfel für die Soziopreneure freuen können. Social Entrepreneurship zeichnet sich, so das Zukunftsinstitut, dadurch aus, dass soziale Probleme mit wirtschaftlichen Ansätzen gelöst werden. Muhammad Yunus ist nur einer der Vorreiter, die zeigen, dass man eine Bank wirtschaftlich führen und dabei dennoch den Ärmsten der Armen helfen kann. Ein anderes Beispiel ist die IHP GmbH, zu der sich im Emsland vier Unternehmen zusammenschlossen, um dem Fachkräftemangel in der Region zu begegnen. Das Unternehmen macht Langzeitarbeitslose wieder fit für die Wirtschaft - und das gänzlich ohne staatliche Subventionen. Diese Art der For-Profit-Social-Entrepreneurship hebt soziales Engagement auf eine neue Stufe, denn sie zeigt, dass soziale Anliegen nicht unbedingt ein Zuschussgeschäft sein müssen, sondern im Gegenteil ihre Umsetzung sogar kommerzielle Gewinne abwerfen kann - die von Social Entrepreneurs zum großen Teil reinvestiert werden, um den Projekten einen weiteren Schub zu verleihen.
Trendreport 2008


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Arbeitnehmer ziehen gegen Stress vor Gericht 
Donnerstag, 24. Januar 2008 - Arbeit
Handelsblatt-Redakteurin Claudia Tödtmann greift in ihrem Management-Weblog ein interessantes Thema auf: Prozesse von Arbeitnehmern, die gegen ihre Arbeitgeber aufgrund von zu viel Stress am Arbeitsplatz gerichtlich vorgehen. Bisher scheint das Phänomen sich vor allem in Großbritannien zu manifestieren, doch gehen Juristen davon aus, dass auch deutsche Arbeitgeber sich früher oder später mit der Problematik auseinandersetzen müssen. Aufhänger der bisherigen Klagen ist die - in der heutigen Zeit fast in Vergessenheit geratene - Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeitern. "Wer seinen Angestellten überfordert und allzu viel Arbeitsverdichtung zumutet - ohne Rücksicht auf Verluste -, riskiert als Arbeitgeber Schadenersatzzahlungen. Wegen Dauer-Überlastung", so Tödtmann. Britische Gerichte sprachen anscheinend schon einigen klagenden Arbeitnehmern Schadensersatz zu, weil die Stressbelastungen, denen sie ausgesetzt waren, als übermäßig und krankheitsauslösend eingeschätzt wurden.
Management-Blog Handelsblatt


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FNW mit Schwerpunkt "Erfolgsfaktor Mensch" 
Mittwoch, 23. Januar 2008 - sonstiges
Das Magazin "Forum Nachhaltig Wirtschaften" (FNW) widmet seine gerade erschienene vierte Ausgabe dem Schwerpunktthema "Erfolgsfaktor Mensch". "Die Autoren zeigen wie Führungskräfte authentisch Werte vermitteln können, wie Firmen es trotz Einsatz von Temps & Freelancern weiterhin schaffen ihre Firmenkultur zu bewahren, oder wie eine gesunde Mischung von Beruf und Privatleben - Stichwort Work Life-Balance - erreicht werden kann. Ebenso wenig fehlen die personalpolitischen Dauerbrenner Retention & Diversity Management", heißt es in der Redaktionsankündigung. Unter den Beiträgen ist auch ein Portrait des Düsseldorfer Kommunikationsexperten Paul J. Kohtes, der Führungskräften dazu rät, vermeintliche Zwänge zu hinterfragen und stattdessen lieber spielerisch und kreativ nach Lösungen für de Paradoxa des Business-Alltags zu suchen. Sein Credo: "Authentisch sein, heißt schöpferisch sein".
Bestellseite FNW


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Weiterbildung zum Integral Business Practitioner 
Dienstag, 22. Januar 2008 - Veranstaltungen
Die Integrale Initiative Frankfurt bietet in diesem Jahr eine neue modulare Weiterbildung zum Integral Business Practitioner an. Die Weiterbildung startet mit einem zweitägigen Einführungsworkshop, an den sich ein zweitägiges Seminar anschließt, in dem die für die integrale Theorie wichtigen Entwicklungsebenen wie Spiral Dynamics und die Selbstebenen nach Kegan und Loevinger vorgestellt werden. Der dritte Workshop widmet sich Typologien (insbesondere Metaprogramme) und dem Thema Selbstmanagement, und im vierten Ausbildungsblock wird es eine Vertiefung mit dem Schwerpunkt Führung und Change Management geben. Letztes Modul der Weiterbildung ist ein eintägiges Seminar zu einem Wahlthema, wobei hier die Bereiche integrale Psychotherapie, Pädagogik, Ökologie und Politik zur Auswahl stehen. Wer möchte, kann die Weiterbildung mit einem Testing abschließen.
Programm Integral Business Practitioner


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