The Power of Dignity: Mikrokredite und Social Entrepreneurship 
Freitag, 30. Januar 2009 - Bücher
Heute möchte ich ein ganz besonderes Schmuckstück vorstellen, nämlich den Bildband "The Power of Dignity", der Unternehmerinnen portraitiert, die sich mit Hilfe der Mikrokredite der von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gegründeten Grameen Bank eine neue wirtschaftliche Existenz aufgebaut haben. Die Fotos von Roger Richter sind absolut berührend. Sie zeigen, wie viel Stolz und Würde diese mutigen Gründer mit ihrem Wirken zum Ausdruck bringen und vermitteln ein völlig neues Bild von Armut (oder sollte man nicht besser sagen wirtschaftlichem Aufschwung) jenseits aller Klischees. In einem Essay, der sich durch das ganze Buch zieht, erklärt Peter Spiegel (selbst als Gründer des Genisis-Instituts im Bereich Social Entrepreneurship tätig und Biograf von Muhammad Yunus) die Hintergründe zum Thema Mikrokredite und vermittelt Einblicke in die Potenziale einer Social Entrepreneurship. Ein Buch für alle, die auf der Suche sind nach wirklich neuen und nachhaltigen Wirtschaftskonzepten. Weitere Informationen zum Buch sowie die Möglichkeit zur Direktbestellung beim Verlag (in Deutschland versandkostenfreie Lieferung!) finden Sie in unserem »inspire!«-Shop.
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Symposium "Spirit in Leadership" 
Donnerstag, 29. Januar 2009 - Veranstaltungen
Vom 24. bis 26. Mai 2009 findet im Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg wieder das Symposium “Spirit in Leadership” statt, das von der Willigis Jäger Stiftung West-östliche Weisheit ausgerichtet wird. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema “Emotionen in der Wirtschaft”. “‘Wirtschaft ist rational, Business is cool’, sagt der Homo oeconomicus, eine kopfgesteuerte Kunstfigur aus der Retorte der Wirtschaftswissenschaften. Für Emotionen und Gefühle ist da kein Platz, auch wenn die Hirnforschung bereits nachgewiesen hat, dass das Verhalten des Menschen ganz wesentlich von seinen Emotionen gesteuert wird. Es ist an der Zeit, dieses Menschenbild infrage zu stellen”, so Dr. Ulrich Freiesleben, unter dessen Leitung die Veranstaltung steht. Auf dem Programm stehen Vorträge und Workshops zu Themen wie “Affektives Commitment - emotionale Bindung der Mitarbeiter als strategischer Erfolgsfaktor”, “Messung und Steuerung des Commitments der Mitarbeiter bei der Deutschen Bank”, “Emotionale Krisen am Arbeitsplatz”, “Die Kunst eines emotional gesunden Führungsstils”, “Gewaltfreie Kommunikation in der Wirtschaft” oder “Mit Emotionen authentisch und erfolgreich führen”.
Weitere Informationen zum Symposium


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Manager sind in Sachen Krienmanagement hilflos 
Mittwoch, 28. Januar 2009 - Studien
Von tragfähigem Krisenmanagement kann in internationalen Unternehmen kaum die Rede sein, so das ernüchternde Ergebnis einer weltweiten Umfrage der Beratungsgesellschaft Booz & Company aus dem Dezember 2008, in der 830 Führungskräfte der obersten Ebene, darunter 133 aus dem deutschsprachigen Raum, befragt wurden. 40 Prozent der Manager unterhalb der CEO-Ebene trauen der obersten Führungsriege kein überzeugendes Krisenmanagement zu. Unterhalb der ersten und zweiten Führungsebene ist die Skepsis sogar noch größer, denn hier sprechen 51 Prozent der Befragten dem Top-Management die Fähigkeit ab, eine geeignete Strategie für die Wirtschaftskrise entwickeln und umsetzen zu können. Zwar gehen 54 Prozent der Manager davon aus, sich im Zuge der Krise sogar Wettbewerbsvorteile verschaffen zu können, doch halten die Berater dem entgegen, dass immerhin ein Viertel der solide aufgestellten Unternehmen seine Wachstumspotenziale nicht ausschöpfe und Investitionen, Expansionen und Unternehmensübernahmen nur inkonsequent angehe.
Pressemitteilung von Boox & Company


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Zen for Leadership - Manager auf dem Kissen 
Dienstag, 27. Januar 2009 - Management
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den Workshop "Zen for Leadership" der niederländischen Management-Beraterin Brigitte van Baren und des Kommunikationsprofis Paul J. Kohtes. Die Journalistin Jutta Pilgram schreibt von ihren Erfahrungen, die sie gemeinsam mit 22 weiteren Teilnehmern bei dem dreitägigen Kurz machte. "Was ist schon dabei, einfach mal zehn Minuten länger sitzenzubleiben? Wenn man es schafft, einen Marathon zu laufen oder zwei Nächte durchzuarbeiten, sollte man doch auch eine halbe Stunde Stille ertragen können", schreibt sie über die ersten Widerstände. Doch mit zunehmender Praxis offenbaren sich auch die positiven Aspekte des Sitzens in Stille: "Das Atmen ist eine Sensation, das Sitzen schon fast ein Bedürfnis. Man fühlt sich wie auf einem Drei-Tages-Tip nach Dharamsala." Viele der Teilnehmer sprechen nach den intensiven Stille-Phasen von überraschen Erkenntnissen und Einsichten. Doch Zen-Lehrer Paul Kohtes sieht darin nicht die Hauptsache des Trainings: "Das kleine Change-Management, das wir hier betreiben, hat natürlich angenehme Nebeneffekte: Entspannung, Konzentration, Glücksgefühle. Aber es geht nicht nur um ein paar Veränderungen, die uns optimieren. Selbst wenn wir irgendwann perfekt sitzen und schweigen können, ist das nicht der Sinn. Es ist nur die Vorstufe."
"Schweigen, Blitz und Donner", SZ 24.1.2009


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Wer würde denn dann die Drecksarbeit machen? 
Montag, 26. Januar 2009 - Arbeit
Die Diskussion um das Grundeinkommen führt immer wieder zu öffentlichem Unverständnis, stellt sie doch die Grundannahme unseres Kapitalismus, dass jeder Mensch arbeiten muss, um leben zu können, auf den Kopf. Auf YouTube findet sich ein kurzer Clip, in dem Michel Friedman mehr als deutlich das auf den Punkt bringt, was wohl vielen Kritikern durch den Kopf geht, wenn sie über das Grundeinkommen ein wenig nachdenken - der Beitrag macht zugleich deutlich, welche Vorurteile mitschwingen und gesellschaftliche Weiterentwicklung - bis auf weiteres - lähmen. Der O-Ton von Michel Friedman jedenfalls (an dieser Stelle im Gespräch mit Katja Kipping von der Linken, die sich für ein Grundeinkommen in Höhe von 800 bis 1.000 Euro stark macht) spricht für sich: "... Das finde ich geil. Sie nehmen von mir im obersten Drittel dafür, dass ich zwei Drittel finanziere. In so einem Land muss ich nicht als Wohlhabender leben. Es gibt viele, viele Hunderttausende Jobs, in denen die Leute arbeiten, weil sie müssen, nicht unbedingt, weil sie wollen. ... Wenn die das dann nicht mehr müssen, wer soll denn dann die Schmutzarbeit in Deutschland in Zukunft machen? Stellen Sie sich mal meine Sekretärin vor, 2.500 (Euro) netto ... Dafür malocht die bei mir den ganzen Monat. Warum soll die noch ins Büro kommen? Wer wird in Zukunft die Jobs noch machen, wenn ich netto sogar mehr in der Kasse habe, als mit den Jobs? Wenn jemand jetzt genug Geld hat, wird er solche Jobs nicht mehr machen. Wer wird diese Jobs machen? Was machen Sie, wenn diese Leute sagen, solche Jobs mache ich nicht mehr? Wer soll die machen?"
Friedmann vs. Grundeinkommen, YouTube


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Individualisten haben keine Chance 
Freitag, 23. Januar 2009 - Management
Der Harvard Business Manager widmet einen ausführlichen Beitrag dem neuen Problem des Einheitsmanagers. Während bis in die achtziger Jahre im Recruiting noch das Fachwissen im Vordergrund stand, haben sich die Auswahlkriterien in den letzten Jahren stark in Richtung der Kandidaten aus den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften verschoben. Genossen die früheren Leader aufgrund ihres Fachwissens die Wertschätzung der Mitarbeiter, fühlen sich die Untergebenen heute zunehmend vom Führungskader entfremdet, da die Chefs kaum verstehen, was sich jenseits ihres Schreibtischs im Unternehmen tut. "Der kanadische Managementvordenker Henry Mintzberg stellte in seinem 2005 erschienenen Buch 'Manager statt MBAs' fest, dass der Schwerpunkt der Ausbildung auf Finanzen, Marketing und Buchhaltung liege, soziale Situationen kämen so gut wie nie vor. Alles, was MBAs können, so Mintzberg, sei im Büro zu sitzen, Daten zu sammeln, Kennzahlen und Kontrollverfahren zu entwerfen und bürokratische Strukturen entstehen zu lassen, die jeglicher unternehmerischer Vision widersprechen, ja sie sogar ad absurdum führen", so der Harvard Business Manager. Das Blatt spricht gar von einem "Gleichschalten von Managerkarrieren" durch Assessment Center und ewig gleiche Prüfkriterien. So wird Aufstieg nur noch mit der richtigen Herkunft, dem richtigen MBA und durch Anpassung möglich. "Als Gegenpol brauchen wir Führungskräfte, die sich von dem Heer der Kennzahlenfetischisten abheben. Sie müssen innovationsfreudig und mutig sein. Und sie sollten Mitarbeiter motivieren können. Dazu müssen sie ihnen die Möglichkeit einer Identifikation, ja man möchte fast sagen ein Stück Geborgenheit geben, hinter der mehr steckt als eine septische Corporate Identity und die Kennzahlen der Konkurrenten als Messlatte. Die Firmen sind voll von Mitarbeitern, die auf einen Chef warten, der einen Puffer zu den Vorgaben der Geschäftsführung bildet, der sie begeistern kann und für den Verantwortung nicht dort aufhört, wo er seine Renditeziele erreicht hat", schreibt der Harvard Business Manager.
"Gesucht: Chefs mit Profil", HBM 17.12.2008



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Auf der Suche nach dem Karriere-Gen 
Donnerstag, 22. Januar 2009 - Wissenschaft
Die Wirtschaftswoche berichtet in einem Beitrag über verschiedene Studien, die der Frage nachgehen, inwiefern Erfolg, Intelligenz und ähnliche Faktoren genetisch verankert sind. So kommt eine britische Studie zu dem Ergebnis, dass Unternehmergeist genetisch bedingt sein könnte, da bei eineiigen Zwillingen signifikant öfter beide Zwillinge Unternehmer wurden als bei Geschwistern mit unterschiedlichen Genen. Soziologen wiederum fanden heraus, dass auch die Erziehung maßgeblich die spätere Selbstwirksamkeit fördert. So erwarten Eltern aus bildungsnahen Schichten von ihren Kindern, keine übertriebene Autoritätsgläubigkeit an den Tag zu legen und ihr Kommunikationsverhalten auszuprägen. Die Folge: Diese Kinder bilden früh Selbstbewusstsein aus und lernen, für sich einzustehen. Amerikanische Wissenschaftler wiederum kommen zu dem Schluss, dass oft der Glaube allein schon Berge versetzen kann. In einer Studie erlitten Männer, die davon überzeugt waren, ein geringes Infarktrisiko aufzuweisen, drei Mal weniger Herzinfarkte - und dies unabhängig von ihrer DNA. Kommentar der Wirtschaftswoche: "Manchmal reicht schon eine gesunde Portion Optimismus."
"Erfolg im Job durch richtige Gene", WiWo 7.1.2009


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Krankmacher Großraumbüro 
Mittwoch, 21. Januar 2009 - Studien
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die krankmachenden Auswirkungen der Arbeit im Großraumbüro. Einer australischen Studie zufolge sind Mitarbeiter in Büros ohne Wände schneller gestresst, weniger produktiv und bekommen leichter Erkältungen. Die australischen Wissenschaftler werteten weltweite Studien zu den Auswirkungen über moderne Bürogestaltung aus und kamen zu dem Schluss, dass diesen zu 90 Prozent über negative Einflüsse auf Psyche und Gesundheit berichten. Für Unternehmen, die sich zur Einrichtung von Großraumbüros entschließen, scheint dagegen das Einsparpotenzial von bis zu 20 Prozent bei den Raumkosten im Vordergrund zu stehen.
"Kollegen machen krank", SZ 13.1.2009


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